Leberzirrhose, hepathische Enzephalopatie, usw.

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Hallo,

ich bin hier nicht richtig fürchte ich, hoffe aber trotzdem, dass ich Antworten bekomme.

Meine Mutter ist seit vielen Jahren Alkoholikerin, trinkt auch nur den harten Alkohol.
Zur Zeit ist sie im Krankenhaus.
Sie hat Leberzirrose im weit fortgeschritten Stadium, Hepatische Enzephalopatie, die zu dauerhaften Hirnschäden geführt hat durch den hohen Ammoniakgehalt im Körper, letzte Woche war sie ein paar Tage im künstlichem Koma, da die Ärzte die schweren inneren Blutungen in den Griff kriegen mussten die vom Magen aus kamen. Zu dem hat sie eine Herzinsuffizenz, ein Magengeschwür und der Rest vom Körper ist auch in keinem guten Zustand. Sie kann sich kaum auf den Beinen halten, lebt in ihrer eigenen Welt und bildet sich Dinge ein, die nicht da sind.
Mit dem Alkohol trinken wird sie nicht aufhören, sie verträgt aber längst nicht mehr die Mengen, die sie sonst täglich konsumiert hat (drei bis vier Flaschen Weinbrand)
Sie ist nicht mehr in akuter Lebensgefahr, aber die Blutungen können jederzeit wieder auftreten sagen ihre Ärzte. Wäre sie bei den letzten nicht im Krankenhaus gewesen, wäre sie schon tod.
Das sind die Dinge, die ich sicher weiß.

Nächste Woche kommt sie nach Hause und ich zu meinen Fragen.

Wie lange geht das noch so weiter?
Sind es Tage auf die ich mich einstellen muss, Wochen oder doch Jahre?
Auf welche Zeichen muss ich achten um zu erkennen, dass es schlimmer oder lebensbedrohlich wird und sie wieder ins Krankenhaus muss?
Was kommt da auf mich zu?

Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir weiter helfen würdet.

Liebe Grüße

Butterblume2.0
 

Jillian

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Hallo Butterblume,

Wie lange geht das noch so weiter?
Sind es Tage auf die ich mich einstellen muss, Wochen oder doch Jahre?
Auf welche Zeichen muss ich achten um zu erkennen, dass es schlimmer oder lebensbedrohlich wird und sie wieder ins Krankenhaus muss?
Was kommt da auf mich zu?
Die Beantwortung dieser Fragen fällt in den Zuständigkeitsbereich der behandelnden Ärzte deiner Mutter. Gegebenenfalls kann ein Sozialdienst mit ins Boot geholt werden, der dich als nächste Angehörige in der Pflege deiner Mutter unterstützen und beraten kann. Ich empfehle dir, einen Termin für ein Arztgespräch auszumachen, wo du ihm/ihnen all deine Fragen zum Krankheitsbild und den damit verbundenen Komplikationen stellen kannst.

Prognosen erstellen können (und dürfen) wir hier im Pflegeforum sowieso nicht, ob mit oder ohne Glaskugel.
 
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Danke für die Rückmeldung.

Ich habe schon mit den Ärzten gesprochen.
Sie könnte quasi täglich neue tödlich verlaufende innere Blutungen bekommen, da kein Rettungswagen so schnell bei uns wäre, ansonsten bekomme ich nicht viel raus, was da auf mich zu kommt, außer immer wieder die Aussage, dass ich meine Mutter trocken halten soll.

Hatte hier auf Erfahrungswerte gehofft.
Bei meiner Oma damals wusste das Pflegepersonal meist mehr als die Ärzte.

Liebe Grüße

Butterblume2.0
 

Karozee

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Ich wage mich nie, obwohl ich neu im Forum bin weit aus dem Fenster.
Ich kann nachvollziehen, dass mann oder frau eine Antwort auf solch wirklich wichtige Fragen im Leben haben will.

Prognosen sind hier höchst komplex, da würde sich auch kein Arzt trauen eine genaue Prognose zu erlassen.
Um aus meiner Erfahrung ehrlich zu sprechen sind die Prognosen für die nächsten 7 Jahre sehr schlecht.

Ich habe oft Menschen gesehen, die waren gelber als die Simpsons. Von 100 die wirklich hepatisch krank waren, hat es gerade eine Person geschafft.
Sie leiden wirklich, sie sagen danach kein Tropfen mehr, hat sich der Körper erhohlt, greifen sie wieder zu und landen 5 mal bei uns mit Aszitis und weiteren Folgeerkrankungen...

Jedes mal ich höre auf, ich meine dies nicht vorwurfsvoll...
Aber irgendwann macht die Leber das nicht mehr mit.

Mein Nachbar, hatte gerade einen Schlaganfall. Ich sage höre auf mit dem Alkoholkonsum.
Ich habe ihn gefragt, ob er in der Klinik nicht geweint hätte.

Zwei Tage später, hat er mich zu sich gebeten alles ezählt. Und eine Flasche Korn in 4 Stunden gelehrt. Das lässt mich nicht kalt.

Aber die Sucht im Spätstadium ist 95 zu 1.

Das ist nur eine Meinung von einer Beobachterin.

Liebe Grüße und ich hoffe Du bist mir für meine offene Antwort nicht böse.

Karozee
 

Karozee

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Karozee

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Das Video mit dem traurigen Kalle, habe ich leider nicht gefunden.
Wenn ich es finde werde ich es posten.
 

Karozee

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Das ist das Video, das ich meinte. Er sagt ich habe es zwar schonmal gesagt, aber diesmal höre ich wirklich auf.
Wie recht er hatte. :(




Das nimmt mich auch mit.
Der deutliche Ikterus ist vonm Beginn des Filmes zu sehen. (leider)

LG
Karozee
 
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Hallo Karozee,

ich schätze offene und ehrliche Meinungen.

Am 27.09. hat meine Mama für immer ihre Augen geschlossen.

Liebe Grüße
 

kräuterfrau

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Aufrichtiges Beileid. Noch ein Hinweis zu den Prognosen. Prognosen sind statistische Werte. Wie lange es noch geht, hängt sicherlich von der körperlicher Verfassung ab. Aber auch leben Menschen unerklärlicherweise oft unabhängig von körperlicher Verfassung deutlich kürzer oder länger.

Auch wenn Madame Saunders viel kritisiert wird. Es soll statt auf die Frage wie lange es geht, immer mit der Gegenfrage geantwortet werden:"Wie möchten Sie es gestalten, wenn es unerwartet lange geht, dass es so angenehm wie möglich geht, für alle Beteiligten."

Hinterbleiben immer die Lebenden. Mit allen Regenbogengefühlen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und wünsche dir dass du diese Zeit besonnen überlebst. Ich wünsche es dir, dass du in Ruhe trauern kannst und auch wieder zurück ins Leben findest.

Und deiner Mama wünsche ich, dass sie ihren Frieden gefunden hat und jetzt auf einem Ort ist, wo es ihr besser geht.
 

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