Krankenpflege und Kopftuch

  • Ersteller Ersteller Brady
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Also ich finde man sollte bei der Arbeit auf der Stationen oder allgemein im Krankenhaus das Kopftuch auf jedenfall abnehmen, ich meine in der Türkei ist es doch auch verboten warum soll es hier dann erlaubt sein???:motzen:
 
"Da und da ist das und das auch verboten" ist kein schlüssiges Argument. In den meisten Krankenhäusern Deutschlands gibt es kein ausdrückliches Kopftuchverbot.

Es wäre müßig, in diesem Rahmen über die Bedeutung des Kopftuches zu diskutieren. Ich stehe einer Unterdrückung muslimischer Frauen, die das Kopftuch nach Meinung vieler symbolisiert, auch kritisch gegenüber. Ich weiß aber nicht, inwieweit ein Kopftuchverbot an bestimmten Arbeitsplätzen die Einstellung muslimischer Familien liberalisieren soll.

Wie reagierst Du ab Oktober auf türkische Patientinnen mit Kopftuch? Schon mal darüber nachgedacht?
 
Da geb´ich -Claudia- recht!
In Afrika verhungern die Kinder, also warum nicht auch bei uns...? :knockin:kommt gar nicht gut rüber, ist wohl polemik pur... So wird mittlerweile aber häufig argumentiert - echt traurig... kann man aber wohl keinem vorwerfen auf so´n dummen Zug zu springen, wenn sogar Politiker sowas brauchen um ihre Köpfe nicht einsetzen zu müssen... Was man nicht braucht, schwindet eben in der Evolution, auch das Grosshirn...:knockin::knockin:

äh- was ist ab Oktober? da hab ich was nich mitbekommen???
 
Hallo Aniol

Man merkt das du nicht glaubst.
Wie es in der Türkei abläuft weiss ich nicht. Die Gesetzte haben sich geändert, jetzt dürfen Frauen mit Kopftuch in Universitäten (überhaupt in öffentlichen Gebäuden)....teilnehmen. Ich lebe schon immer in Deutschland ich bin deutsche, deswegen ist es mir egal was in der türkei passiert. Diese Aussage hasse ich, man kann nicht zu einer deutschen sagen:" in der Türkei...bla bla bla..." Mir ist es wirklich egal ob es dort erlaubt ist oder nicht. Ich finde es halt nur schade, dass in einem eigenltich islamischen Land solche Sachen überhaubt Thema sind. Deswegen ziehe lieber nicht solche Vergleiche...!!!
Ausserdem wenn du diesen Einsatz hattest und das geräde der Nonnen nicht mehr anhören konntest hättest du auch gehen können. Ich persönlich werde nämlich nicht in einer Einrichtung arbeiten wo ich mein Kopftuch ausziehen soll.

Das ist mit verlaub Unfung. Dir ist egal was in der Türkei geschieht und willst es nicht hören, importierst aber die rückständigen Sybole der früheren Türkei nach Deutschland!? Das türkische Vefassungsgericht hat das Kopftuch tragen an der Universität und in öffentlichen Ämtern nach wie vor verboten. Bereits Atatürk hat die Rückständigkeit der Islamisten, die damals übrigens noch kein Kopftuch trugen, erkannt und deshalb das osmanische Reich beendet und die moderene Türkei gegründet und den Staat säkularisiert, das heißt, streng vom Einfluß des Islam getrennt. Das Kopftuch ist erst mit Ayatolla Chomenie eingeführt worden. Im Koran heist es die Frau solle ihren Körper vom Hals bis zu den Füßen verhüllen vom Kopf ist da keine Rede!
Somit betrachten wir das Kopftuch doch mal als das, was es ist. Ein polititsches Symbol. Sich verhüllen zu wollen, angeblich aus religiösen Gründen, weil man sich vor diesen unbeherrschten Sexbestien Männer schützen muss! Und dann Patienten behandeln wollen? Obwohl man fremde Männer berühren muss, ja sogar alleine in einem Zimmer mit ihnen ist? Wieviel unlogig darfs denn noch sein? In unserer Klinik gibt es einige Krankenschwestern mit türkischer Herkunft die kein Koftuch tragen. Sie sind integriert. Keiner redet darüber ob sie dem Islam angehören oder nicht. Jetzt soll eine Kopftuch tragende eingestellt werden. Das ganze Haus steht kopf. Ich als Patient würde mich von einer Kopftuchtragenden, männerverachtenden Frau nicht behandeln lassen! Wie das mit dem Anspruch, der Patient steht im Mittelpunkt unseres Handelns in Einklang zu bringen ist bleib mir verschlossen! Ebenso bleibt mir verschlossen warum die Islamisten die verfassungsmäßige Gleichstellung der Geschlechter ignorieren und für sich in Anspruch nehmen wollen Sonderstellungen zu erhalten. irgendwie passt Ihr nicht in eine moderne Gesellschaft, wie unserer, deshalb versucht ihr laufend uns in Eure Richtung zu verändern. Zugegeben Ihr habt schon sehr viel erreicht.
 
Leute man sollte nochmals daran erinnern, dass uns unser Grundgesetz Religionsfreiheit zusichert. Dazu gehört auch, dass man religiöse Sitten und Bräuche respektiert. Für mich gehört da auch ein Kopftuch dazu.

Jetzt mögen einige Spitzfindige mit dem Argument kommen, dass im Islam ein Kopftuch nicht vorgeschrieben ist. Dann sollte man bedenken, dass es auch in anderen Religionen regionsbedingte Bräuche gibt, die man akzeptieren sollte.

Abgesehen davon haben wir doch derzeit ganz andere viel dringendere Probleme als Kopftücher oder? Sollten wir uns nicht eher darüber Gedanken machen?
 
Leute man sollte nochmals daran erinnern, dass uns unser Grundgesetz Religionsfreiheit zusichert. Dazu gehört auch, dass man religiöse Sitten und Bräuche respektiert. Für mich gehört da auch ein Kopftuch dazu.

Jetzt mögen einige Spitzfindige mit dem Argument kommen, dass im Islam ein Kopftuch nicht vorgeschrieben ist. Dann sollte man bedenken, dass es auch in anderen Religionen regionsbedingte Bräuche gibt, die man akzeptieren sollte.

Abgesehen davon haben wir doch derzeit ganz andere viel dringendere Probleme als Kopftücher oder? Sollten wir uns nicht eher darüber Gedanken machen?

Die kausalität Kopftuch und Religionsfreiheit ist Welche? Gut der Frage hast Du ja schon vorgebeugt. Bleibt noch festzuhalten, dass das Kopftuch weniger ein religiöses - als ein politisches Symbol ist. Wer das bestreitet sollte sich einfach mal informieren!
 
Das ganze Haus steht wegen sowas Kopf? Und das in unserer ach so modernen, toleranten Zeit...

nachdenkliche Grüße Mary

Sind die Zeiten modern und tolerant, oder gehört es nur zur political corectnes so zu tun als ob?

Nur damit wir mal von dem Gleichen reden hier ein paar Originalzitate:

Bericht zum DMK-Seminar Deutschsprachiger Muslimkreis Berlin
Referent: Amir Zaidan

Frage: Wie ist es, wenn eine Frau als Ärztin oder Krankenschwester arbeitet und männliche Patienten berühren muß?
Antwort: Im Fall von Krankheit handelt es sich um eine Notlage, so daß es in diesem Fall kein Problem ist, wenn die Frau als Krankenschwester oder Ärztin einen Mann berührt. Man soll sich jedoch auf das Notwendige beschränken. Für Leute, die Kranke pflegen, gelten auch andere Erleichterungen, so ist z.B. ein Mann, der Kranke pflegt, von der Pflicht, am Freitagsgebet teilzunehmen, entbunden.

Frage: Wenn eine muslimische Frau arbeiten oder studieren möchte, wie ist dies möglich in nicht-islamischen Verhältnissen, wo es keine Geschlechtertrennung gibt?
Antwort: Solange die islamischen Kleidungs- und Verhaltensregeln beachtet werden, ist dies kein Problem. Frauen und Männer können in einem Raum sein, verboten ist lediglich, daß ein Mann und eine Frau, die nicht miteinander so nah verwandt sind, daß eine Heirat ausgeschlossen ist (die sich also theoretisch heiraten könnten), sich alleine an einem abgeschlossenen Ort befinden, zu dem kein Dritter Zugang hat. Außerdem sollten Männer und Frauen nicht so nah nebeneinaner sitzen, daß sie sich berühren.
 
Bleibt noch festzuhalten, dass das Kopftuch weniger ein religiöses - als ein politisches Symbol ist.
Aus deiner Sicht ist es so. Viele moslemische Frauen tragen das Kopftuch aber nicht aus politische Überzeugung. Für sie ist es Bestandteil ihrer Religion. Evtl. politische Überzeugungen kommen in der Regel nicht von den Frauen. Ihnen hat man beigebracht, dass es ein religiöses Symbol ist. Und das sollte man akzeptieren.
 
Aus deiner Sicht ist es so. Viele moslemische Frauen tragen das Kopftuch aber nicht aus politische Überzeugung. Für sie ist es Bestandteil ihrer Religion. Evtl. politische Überzeugungen kommen in der Regel nicht von den Frauen. Ihnen hat man beigebracht, dass es ein religiöses Symbol ist. Und das sollte man akzeptieren.

Nein, das sollte man nicht. Es steht als Symbol für Vieles, sicherlich nicht für die westlichen Werte! Und genau das ist inakzeptabel. Eine Ärztin/Schwester die sich weigert männlichen Personen die Hand zu geben, ist nicht akzeptal, erkennt unser Wertesystem nicht an!

Die ja nur mitlaufenden unschuldigen Frauen ist eine Illusion. Klar ist nicht jeder bewusst was sie da macht. Aber Feresta Ludin, eine Kopftuch tragende Lehrerin wechselte von Hessen, wo sie Kopftuch targen durfte, in den Schuldienst nach Bawü, wo das Kopftuch tragen nicht erlaubt war. Klagte mit Unterstützung muslimischer Verbände und unterlag. Lehrt heute in einer staatlich anerkannten Islamschule in Berlin. Die zumindest wusste es genau. So wie viele Frauen aus islamischen Herkunftsländern, die sich heute sehr engagiert gegen diese Dinge aussprechen.

Hier wird viel geplaudert ohne von überflüssigem Wissen belastet zu sein. Das alles ist sicherlich keine Frage von persönlichem Bauchgefühl, das ist eine Frage von Wertegemeinschaften. Da gehört Toleranz unbedingt dazu. Aber sicherlich nicht als Einbahnstrasse wie das von den Islamverbänden praktiziert wird.

Wer sich in falschverstandener Toleranz diesen Gruppen gegenüber versteigt nimmt auch Dinge wie Frauenunterdrückung, Gewalt, Ehrenmord, und Zwangsheirat bis hin zur Genitalverstümmelung in Schutz. Das ist zwar sehr provokativ, stimmt aber dennoch.
 
Wer sich in falschverstandener Toleranz diesen Gruppen gegenüber versteigt nimmt auch Dinge wie Frauenunterdrückung, Gewalt, Ehrenmord, und Zwangsheirat bis hin zur Genitalverstümmelung in Schutz. Das ist zwar sehr provokativ, stimmt aber dennoch.
Nein das stimmt nicht. Ich finde das Theater um Kopftücher einfach lächerlich im Bezug zu den oben genannten wirklichen Problemen. Zudem habe ich schon einmal gesagt, dass wir andere Probleme in unserem Beruf haben als Kopftücher. Wenn sich da alle mal so vehement einsetzen würden wie bei den Kopftüchern, würde sich vielleicht sogar mal etwas ändern.

Es kommt einfach auf die Priorität an.
 
Nein, das sollte man nicht. Es steht als Symbol für Vieles, sicherlich nicht für die westlichen Werte! Und genau das ist inakzeptabel. Eine Ärztin/Schwester die sich weigert männlichen Personen die Hand zu geben, ist nicht akzeptal, erkennt unser Wertesystem nicht an!

Ops- ich gebe auch dem anderen Geschlecht nur ungern die Hand und ich mag auch eine unnötigen Berührungen. Muss ich mir Gedanken machen?

Provokation ist gut. Aber sie sollte auch irgendwann in Fakten enden. Was nun? Kopftuch ja oder nein? Wie stehst du dazu Yaprak?

Elisabeth
 
Das habe ich glaube ich sehr deutlich gesagt. NEIN! Ansonsten habe ich das Gefühl, das die Beiträge gar nicht gelesen werden, der letzte vielleicht :-) Was eine Muslima darf oder nicht steht da oben, aus berufenem Mund.

Polemik ist ja manchmal nett. Das Handgeben ist eine Höflichkeitsform und in diesem Kulturkreis durchaus gebräuchlich. Dachte das wäre bekannt.
Gruß
 
Nein das stimmt nicht. Ich finde das Theater um Kopftücher einfach lächerlich im Bezug zu den oben genannten wirklichen Problemen. Zudem habe ich schon einmal gesagt, dass wir andere Probleme in unserem Beruf haben als Kopftücher. Wenn sich da alle mal so vehement einsetzen würden wie bei den Kopftüchern, würde sich vielleicht sogar mal etwas ändern.

Es kommt einfach auf die Priorität an.

Vorsicht wenn man nicht weiß mit wem man schreibt. Die Tatsache, dass ich die Auffassung vertrete dass Kopftücher ein Symbol für, zumindest mich, negativen Dingen ist, sagt nichts darüber aus um was ich mich noch kümmere, oder?

Im übrigen ist die Situation der Pflege auch schon im Gesundheitsministerium angekommen. Da hat man nun auch erkannt, dass es ein wirklicher Kostenfaktor ist wenn man Leute relativ teuer ausbildet, die dann noch im Schnitt acht Jahre im Beruf bleiben. Da wird wohl nach der Wahl was passieren.
 
Was ich am wenigsten leiden kann, sind Hardliner. Da wird das Wort Toleranz ein schwieriges Wort, dass weder gekannt und schon gar nicht gelebt wird.

Interssant, dass du in der Lage bist über die Denkweise aller Muslime zu richten. Wie schaffst du diesem Anspruch gerecht zu werden? Oder geht es dir mehr um ein anderes Ziel?

Elisabeth
 
Vorsicht wenn man nicht weiß mit wem man schreibt.
Ich schreibe hier unter Pflegekollegen für Pflegekollegen. Nichts anderes. Mir ist auch egal, wer was für eine Konfession hat. Es gibt für mich nur Menschen und die dürfen auch Kopftücher tragen, wenn sie das aufgrund ihrer Überzeugung gerne machen wollen. Ich gebe übrigens auch nicht jedem einfach so die Hand und wurde deshalb noch nicht als unhöflich bezeichnet. Eigentlich ist das Händegeben in unserem derzeitigen Kulturkreis eher rückläufig. Früher wurden die Kinder von ihren Eltern nahezu darauf dressiert, anderen die Hand zu geben. Zum Glück wird das heute nicht mehr in dem Maße weitergegeben. Aus hygienischen Aspekten sicher zu begrüßen.

Deine Zuversicht im Hinblick auf unsere politischen Vertreter kann ich nicht teilen. Ich bin mir sicher, dass sich nach der Wahl nichts tun wird, was unsere Situation verbessern wird, im Gegenteil, es wird schlimmer.
 
Was ich am wenigsten leiden kann, sind Hardliner. Da wird das Wort Toleranz ein schwieriges Wort, dass weder gekannt und schon gar nicht gelebt wird.

Interssant, dass du in der Lage bist über die Denkweise aller Muslime zu richten. Wie schaffst du diesem Anspruch gerecht zu werden? Oder geht es dir mehr um ein anderes Ziel?

Elisabeth

Ach die liebe Elisabeth mal wieder, erstens habe ich nicht bahauptet, dass ich weiß wie alle Mulime denken. Sondern habe jemanden zitiert der wissen sollte was eine bekennende Mulima, und was ist das islamische Kopftuch anderes, darf und was nicht. Zweitens habe ich von Toleranz gesprochen die aber keine Einbahnstarsse sein darf. Lesen und wenn es nicht zu anstrengend ist alles? Dann denken und dann provozieren. :knockin:Und ganz zum Schluß dem Gesprächspartner, was auch immer unterstellen.
 
Ich schreibe hier unter Pflegekollegen für Pflegekollegen.
Das mache ich auch Kollege.

Nichts anderes. Mir ist auch egal, wer was für eine Konfession hat.
Mir auch habe ich schon geschrieben.

Es gibt für mich nur Menschen und die dürfen auch Kopftücher tragen, wenn sie das aufgrund ihrer Überzeugung gerne machen wollen.
Kopftuch hat nicht mit Religion zu tun, dass wird nur behauptet. Habe ich auch schon geschrieben.

Ich gebe übrigens auch nicht jedem einfach so die Hand und wurde deshalb noch nicht als unhöflich bezeichnet. Eigentlich ist das Händegeben in unserem derzeitigen Kulturkreis eher rückläufig. Früher wurden die Kinder von ihren Eltern nahezu darauf dressiert, anderen die Hand zu geben. Zum Glück wird das heute nicht mehr in dem Maße weitergegeben. Aus hygienischen Aspekten sicher zu begrüßen.

Aha, wo sind die Höflichkeitsformen rückläufig? Unter den Entscheidungsträgern sicherlich nicht. Vielleicht erklärt das schon was?
 
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