Von der Altenpflege zur Krankenpflege

Junii

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Hallo zusammen,

Kurz zu meiner Situation: Ich habe eine abgeschlossense Ausbildung zum Altenpfleger und anschließend 1 Jahr nach dem Examen im Altenheim gearbeitet. Gerne möchte ich jetzt daran anschließend zum 1. April die Ausbildung zum Pflegefachmann mti dem Schwerpunkt Stationäre Akutpflege machen. Ich möchte die Ausbildung gerne machen, da ich denke, dass mir die Arbeit in der Intensivpflege sowohl klinisch als auch außerklinisch Freude bereitet.

Ich möchte gerne wissen, wie Arbeitgeber es sehen, wenn man nach einer Ausbildung zum Altenpfleger daran anschließend eine weitere 3-jährige Ausbildung zum Pflegefachmann mit dem Schwerpunkt Stationäre Akutpflege macht?
Hat man dadurch vielleicht irgendwelche Nachteile?
Auch im Hinblick dahin, dass man vielleicht irgendwann mal wieder in die Altenpflege zurückkehren will?

bin über jede Antwort dankbar
Liebe grusse
 

-Claudia-

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Ich möchte gerne wissen, wie Arbeitgeber es sehen, wenn man nach einer Ausbildung zum Altenpfleger daran anschließend eine weitere 3-jährige Ausbildung zum Pflegefachmann mit dem Schwerpunkt Stationäre Akutpflege macht?
Hat man dadurch vielleicht irgendwelche Nachteile?
Auch im Hinblick dahin, dass man vielleicht irgendwann mal wieder in die Altenpflege zurückkehren will?
Beim derzeitigen Pflegenotstand ist Vorerfahrung mit Sicherheit kein Nachteil, ganz im Gegenteil.

Pflegepersonal wird händeringend gesucht. Konzerne werben mit Kopfprämien um neue Mitarbeiter; unsere Azubis bekommen eine vierstellige Summe als Umzugshilfe, wenn sie nach der Ausbildung in unserem Betrieb anfangen. Du bekämst mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ohne weitere Ausbildung eine Stelle im Krankenhaus, aber wie schon mehrfach in Deinen eigenen Threads diskutiert hast Du als Pflegefachmann mehr Karrieremöglichkeiten. Von daher freut mich Dein Entschluss sehr.

Jede Pflegeschule wird Dich mit Kusshand einstellen. April allerdings könnte sehr knapp werden. Oder hast Du bereits einen Ausbildungsvertrag?

Wie steht's mit einer möglichen Verkürzung, hast Du die beantragt?
 

Junii

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Hallo Claudia,

lieben dank für deine Antwort.
Ich hatte ein Vorstellungsgespräch an einer Pflegeschule und kann die Ausbildung anfangen.
Eine Verkürzung habe ich leider nicht bekommen. Auf meiner Nachfrage nach einer Verkürzung sagte die Schulleiterin, dass man für eine Verkürzung 18 Monate Berufserfahrung in der Altenpflege bräuchte. So lange bin leider noch nicht in der Altenpflege.
Im Pflegeberufereformgesetz vom 17. Juli 2017 habe ich aber nichts zu den 18 Monaten gefunden.
§12 Anrechnung gleichwertiger Ausbildung.
(1) Die zuständige Behörde kann auf Antrag eine andere erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder erfolgreich abgeschlossene Teile einer Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit bis zu zwei Dritteln der Dauer einer Ausbildung nach § 6 Absatz 1 Satz 1 anrechnen. Das Erreichen des Ausbildungsziels darf durch die Anrechnung nicht gefährdet werden.


Kannst du mir sagen, ob das mit den 18 Monate eine verbindliche Regelung ist?

Liebe grusse.
 
G

Gelöschter User 54276

Gast
Ich hab das auch gemacht, und ich kann Dir nur empfehlen, besteh nicht auf der Verkürzung! Ich hatte sie nicht und war dankbar, denn meine Altenpflegeausbildung hatte beträchtliche Mängel bezüglich der Krankenpflegeausbildung.
 

-Claudia-

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Kannst du mir sagen, ob das mit den 18 Monate eine verbindliche Regelung ist?
Es gibt kein solches Gesetz. Aber die Schule kann Dich zu ihren eigenen Bedingungen einstellen. Selbst wenn die zuständige Behörde eine Verkürzung genehmigen würde, kannst Du keine Schule dazu zwingen, Dich tatsächlich verkürzt auszubilden. Vielleicht haben sie bereits schlechte Erfahrungen mit verkürzten Ausbildungen gemacht und wollen das nicht erneut riskieren.

Du könntest natürlich eine Verkürzung beantragen und schauen, ob Du an einer anderen Schule zu entsprechenden Konditionen unterkommst.
 

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