Wirkung von Digimerck

Dieses Thema im Forum "Pharmakologie" wurde erstellt von marlies, 06.01.2006.

  1. marlies

    marlies Newbie

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    Digimerck

    hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier und hoffe das ich im richtigen forum die frage stelle.

    wo für ist digimerck und wie oft darf man das nehmen.

    meine schwiegermutter bekommt schlecht luft, weil bei ihr die niere nur noch 10 % prozent arbeitet. sie will nicht mehr leben, aber sie bekommt halt voll mit das die sie schlecht luft bekommt und das manchesmal sehr schlecht. ich habe ihr medikamentenschrank durch gesucht, was sie noch für medikamente hat.

    nun hat sie vor kurzem digimerck verschrieben bekommen, das sie aber nicht nimmt. sie hat mal eine ganze zeit keine medikamente mehr genommen, weil sie meinte nun brauch ich keine mehr, dann sterb ich eben schneller. so einfach ist aber nicht. sie bekam schlecht luft, hatte wasser in der lunge. da hat ihr der arzt gesagt, sie sollte doch wenigstens die wassertabletten wieder nehmen dann ging es wieder besser. es ging dann wieder besser und sie kam wieder aus dem bett und hat sich wieder ein bisschen selber versorgt. nun fängt das ganze wieder an. habe schon den arzt angerufen. der sagte sie sollte ins krankenhaus, nicht um zu verlängern, sondern damit sie wieder luft bekommt. aber das tut sie nicht. jetzt denke ich an digimerck, denn das ist glaub ich fürs herz. könnte ihr mir dazu was sagen?

    es grüßt euch

    marlies
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hallo!

    Ja, Digimerck ist ein sogenanntes Digitalis Präparat. Es verstärkt die Schlagkraft des Herzens und erleichtert ihm die Arbeit. Außerdem zieht es quasi auch ein bisschen das Wasser aus der Lunge, durch eben die Verstärkung des Herzens.

    Natürlich sollte sie dies (und wahrscheinlich auch das meiste andere was sie da noch so hat) nehmen, aber zwingen kann man sie ja nicht. Aber du hast es ja geschafft ihr auch das Entwässerungsmittel wieder anzugewöhnen...


    Hier war letztens irgendwo ein Thread darüber, wie man vorgehen kann wenn ältere Familienangehörige ihre Tabletten nicht nehmen wollen. Aber da ging es glaub ich großteils um die rechtliche Seite.



    Achso, sehe grad das du auch nach der Dosierung gefragt hast, aber dazu kann dir hier keiner was sagen. 1. wissen wir ja nicht was für eine Stärke sie hat, 2. ist das super-individuell! Das kann dir nur ihr Doc sagen...
     
  3. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    sie will nicht mehr leben, aber sie bekommt halt voll mit, dass sie schlecht luft bekommt und das manchesmal sehr schlecht. ich habe ihren medikamentenschrank durchgesucht, was sie noch für medikamente hat.
    nun ich weiß nicht wie alt deine schwiegermutter ist und wie schwer krank, ich bin grundsätzlich schon der Meinung, dass man sterben darf, aber medikamente, die ihr das Leben bis dorthin erleichtern würde ich wohl auch nehmen.:nurse: denn keine Luft zu bekommen ist warscheinlich genau so schlimm als dauernd Schmerzen zu haben. und wenn die Herzleistung daran schuld ist, dass sie wasser auf den lungen hat, hat digimerck natürlich seine berechtigung, das versteht ein laie wie deine schwiegermutter, wenn du es ihr erklärst warum.

    Wir hatten vor kurzem eine Patientin, die kam auch zum "Sterben", alle Medikamente wurden abgesetzt, und es ging ihr besser!!!! Sie stirbt so schnell nicht. Jetzt bekommt sie auch die Medikamente wieder, die sie für ihre kranke Lunge braucht. Der Kommentar ihres Hausarztes: Manchmal sollte man den älteren Pat. wirklich nicht soviele Medikamente verordnen!!!!:gruebel:
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich möchte ausdrücklich vor einer Eigentherapie mit Medikamenten warnen. Ein im Medikamentenscharnk gefundenes Medikament berechtigt nicht zur kritiklosen Applikation.

    Vor einigen Jahren hatte ich einen Patienten, dem die Ehefrau wegen bestehender Herzprobleme stets die Herztablette Digimerck gab.
    Der Erfolg war leider nicht der gewünschte: Der gute Mann kam mit einer Digitoxinintoxikation zu uns. Dem Hausarzt war die unerklärliche Bradykardie von 40-28 Schlägen nicht mal aufgefallen. Er hatte einen stark bewußtseinsgetrübten Patienten eingewiesen mit der Verdachtsdiagnose Schlaganfall.
    Die eigenwillige Medikation durch die Ehefrau war erst durch mehrmaliges Nachfragen eruierbar. Sie hatte es gut gemeint: es handelte sich ja schließlich um eine Herztablette nach Aussage des Hausarztes. Das man sich ganz genau an die Dosierung halten muss, dass hatte der Hausarzt verpasst zu erklären.

    Ergo: Bitte Marlies, informiere dich beim Hausarzt und versuche keine Eigentherapie.

    Elisabeth
     
  5. MarcoS

    MarcoS Junior-Mitglied

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    Kann Elisabeth da nur zustimmen: Bitte keine Eigentherapieversuche!

    Erst recht nicht mit Digitalispräparaten, weil hier die Intoxikation doch ganzschön schnell gehen kann.
     
  6. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich möchte mich gerne der Fragestellung bezüglich Digimerck anschließen.
    Dazu Folgendes:
    Ich wohne mit meinem Mann und meinem Schwiegervater(1922)
    in einem Zweifamilienhaus.
    Bis auf seine offenen Beine,die einfach nicht zugehen wollen,hatte er nie irgentwelche Beschwerden.
    Seid drei Monaten jedoch ging sein Puls immer höher(128)
    Blutuntersuchung beim Arzt war O.K.
    Also kam ein Echokardiogramm.
    Jetzt muß er Digimerck (1x am Tag) und Verahexal 80 (3x am Tag)nehmen.
    Normalerweise sollte er ins Krankenhaus zur Tabletteneinstellung.
    Doch er weigert sich! Sagt,das ginge auch zu Hause und großartig helfen könnte man ihm da ja auch nicht.Nur wenn es anders nicht ginge,dann ja.
    Jetzt meine Frage:Auf was können wir uns da einstellen?
    Seine Frau(verstorben vor 3 Jahren)bekam auch diese Tabletten und hatte am Ende Wasser in der Lunge.


    mfg
    Maggi
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Diese Frage kann dir nur der Hausarzt beantworten. Er kennt alle Befunde.

    Elisabeth
     
  8. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Daran zu kommen wird nicht einfach.Schwiegervater geht immer alleine ins Behandlungszimmer.Und wenn man fragt,dann gibt er immer ausweichende Antworten.
    Kann ich las Schwiegertochter denn Auskunft bekommen?
    Denn ich fahre immer mit ihm zum Arzt.
    Oder nur mein Mann?

    lg
    Maggi
     
  9. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo Grittlie,

    suche bitte das Gespräch mit dem Arzt, auch ohne deinen Schwiegervater, du kannst ihm ja einfach mal nur deine Beobachtungen mitteilen.
    Vielleicht lässt er sich dann auf ein Gespräch mit dir ein.

    Ansonsten sind wir jetzt hier offtopic, denn in diesem Thread gehts um Kenntnisse über das Medikament.

    Viel Glück!
     
  10. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ein Verwandtschaftsverhältnis (egal welches) entbindet den Arzt nicht automatisch von seiner Schweigepflicht. Genaugenommen darf er nur mit Einwilligung seines Patienten Informationen weitergeben.

    Andererseits unterliegen Wirkungsweisen und Risiken von Medikamenten natürlich nicht der Schweigepflicht, also darf dich der Arzt darüber aufklären. So kannst Du Dir schon einmal ein Bild davon machen, was geschehen könnte und wie Du Dich dann zu verhalten hast.

    Vielleicht kannst Du ja über die Schiene: "Ich muss die Nebenwirkungen kennen, dann kann ich bei Bedarf helfen" Deinen Schwiegervater vom Sinn eines gemeinsamen Arztgespräches überzeugen?
     
  11. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Ein gemeinsames Arztgespräch wird er nicht zulassen.Egal welches Argument wir bringen würden.
    Kann nicht mal mein Mann,als sein Sohn,Auskunft bekommen?


    lg
    Maggi
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Kommt auf den Hausarzt an. Nachfragen kostet nichts.

    Elisabeth
     
  13. Grittlie

    Grittlie Junior-Mitglied

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    Das werden wir dann tuen.
    Danke für die Tipps.

    lg
    Maggi


    Ich hoffe nur man selber wird im Alter nicht so uneinsichtig.
     
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