Infusionslösungen: Indikation, Wirkung

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Siggi1411, 17.09.2012.

  1. Siggi1411

    Siggi1411 Newbie

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    Hallo,

    ich habe mal eine Frage zu Infusionslösungen: ( Ich schreibe mal mein ganzen (zT vermutetes) Wissen auf )

    Es gibt ja grundsätzlich 3 verschiedene Infusionskonzentrationen:

    1. Isoton = gleiche Teilchenkonzentration wie in Zellen ; Wirkung: Einfache Versorgung mit zB Elektrolyten ; Indikation: Patienten mit vorrübergehender Nahrungskarrenz

    2. Hypoton = niedrigere Teilchenkonzentration wie in Zellen ; Wirkung: Zieht Wasser in die Zelle, um die höhrere Konzentartion an geladenen Teilchen außerhalb der Zelle auszugleichen ; Indikation: Dehydartion???

    3. Hyperton = höhere Teilchenkonzentration wie in Zellen ; Wirkung: Zieht Wasser aus der Zelle, um die niedrigere Konzentartion an geladenen Teilchen außerhalb der Zelle auszugleichen , indikation: Ödeme???


    Ist das soweit richtig? Wenn ihr noch mehr Indikationen wisst, würde ich mich sehr freuen

    Danke!
     
  2. Marty

    Marty Poweruser

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  3. Siggi1411

    Siggi1411 Newbie

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    Wenn ich es also richtig verstehe, dann sind kristalloide Lösungen = hypotone Lösungen und kolloide Lösungen = hypertone Lösungen und isotone Lösungen haben im prinzip wenig bis gar keine Wirkung auf der Wasserhaushalt

    Dann lag ich also mit meiner Vermutung soweit richtig ?
    Dort sind natürlich noch eine Reihe von Indikationen benannt.
     
  4. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

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    rein chemisch-physikalisch ist es ja so: isotone [iso = gleich] lösungen zu infundieren bedeutet, keine veränderung des vorliegenden osmotischen druckgradienten (also des konzentrationsgefälles hinsichtlich gelöster ionen [ca-, fe-, na-ionen etc] innerhalb <-zu-> außerhalb der zelle) vorzunehmen.
    hypotone lösungen "verdünnen" [hypo = unter] das quantum vorhandener ionen in relation zur vorhandenen flüssigkeit, hypertone [hyper = über] lösungen steigern die menge gelöster ionen relativ zur flüssigkeitsmenge.
    und generell ist osmose ja die diffusion eines lösungsmittels durch eine für selbiges durchlässige membran. diese diffusion erfolgt "entlang" des o.g. konzentrationsgefälles, konkret: von der seite der schwächeren konzentration diffundiert lösungsmittel (hier: wasser) durch die zellmembran zur stärker konzentrierten lösung hin. in der theorie also bei infusion einer hypertonen lösung aus dem zellinnenraum heraus und genau umgekehrt bei einer hypotonen lösung. bei einer isotonen lösung verändert sich das konzentrationsgefälle hingegen nicht.
     
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