Körperpflege lernen: an Dummys oder unter den Azubis?

ohjee, waschen an mir selbst lernen lassen?

fange oktober mit der ausbildung an und frische grad mein gehirn etwas auf, was so alles auf mich zukommen wird*g*.

mal ehrlich, ich lag ne lange zeit und öfters im krankenhaus. wenn man da gewaschen wird, vertraut man den schwestern und das ganze ist " oke ".

aber sich vor mitschülern halbnackt da hinzuknallen und sich in dieser halb amusant-halb peinlichen lage in die position eines patienten zu versetzen?? naaaja. :rocken:, wurst ich werds machen*g*, wenns sein muss. dann weiß ich ja, worfür ich den sommer über trainiere*scherzle*
 
Bei uns war es so, dass es 4 freiwillige gab die sich waschen lassen konnten von jemandem nach ihrer Wahl. Allerdings vor der ganzen Klasse und auch in Badekleidung.
Einer wurde gebadet.

Als das Thema basale Stimulation kam sollte jeder einmal waschen und gewaschen werden. Und das "Paar" war alleine im Raum.
Ich und meine Waschpartnerin haben es ausgelassen. Wir wollten es auch nicht so gern.

Verlangen kann und wird es euer Lehrer doch sicher nicht, oder?!
 
ich habe im April mit der Ausbildung zur "normalen" Krankenschwester begonnen.
Nun wurde uns gestern eröffnet, dass wir das Waschen an uns selber durchführen werden.

Wir sollen doch bitte in einigen Wochen Bikini bzw. Badesachen mitbringen und uns dann von unserem Partner waschen lassen !!!!

Aber keine Panik, die männlichen und weiblichen Schüler sind in getrennten Räumen untergerbracht. Dies heißt, dass die 16 anderen weiblichen Schüler alle in einem Raum sind.

Ich habe damit ein sehr großes Problem, da ich meinen Körper ungern vor andern zeige. Gehe auch nicht schwimmen oder dergleichen. Befinde mich deshalb auch in psychotherapeutischer Behandlung.

Der Lerneffekt ist natürlich sehr groß, da man selber mal für einige Zeit in die "Patientenrolle" schlüpft und so sicherlich merkt, wie sensibel man auf Berührungen reagiert etc.

Allerdings frage ich mich, ob die Schule das wirklich von einem verlangen kann, wenn ich damit persönlich Probleme habe?!

Genauso gut, kann man das ja an der Puppe üben (soweit ich weiß, wird das auch an einigen Schulen NUR so praktiziert).

Was meint ihr ?! Kann man mit der Lehrerin reden und ihr das Problem schildern oder wird man da nur auf Unverständnis stoßen?
ganz ehrlich ich würde an deiner stelle mit machen rede mit deiner therapeutin darüber was sie dazu meint....aber es ist für eine krankenschwester eine unfassbar wichtige erfahrung zu spüren wie man selbst gewaschen wird....zieh dir vieleicht einen badeanzug an oder was wo man nicht so viel sieht aber ich würde es nicht von der lehrer seiten ansprechen weil die meisten bei sowas ziemlich verärgert reagieren und deine mitschüler werden auch nicht begeistert sein....ich glaub du bist besser dran wenn du mit machst weil extrawurst ist in der ausbildung immer schlecht von autotitärer sowie von schüler seite

grüße
 
...aber es ist für eine krankenschwester eine unfassbar wichtige erfahrung zu spüren wie man selbst gewaschen wird....zieh dir vieleicht einen badeanzug an oder was wo man nicht so viel sieht aber ich würde es nicht von der lehrer seiten ansprechen weil die meisten bei sowas ziemlich verärgert reagieren und deine mitschüler werden auch nicht begeistert sein....ich glaub du bist besser dran wenn du mit machst weil extrawurst ist in der ausbildung immer schlecht von autotitärer sowie von schüler seite

grüße

Hallo krankenschwetserdora,

entschuldige aber das ist meines Erachtens kompletter Blödsinn was du da schreibst. Sorry, wenn ich das so direkt kommentiere. Ich habe bereits an anderer Stelle hier im Thread meine Meinung dazu beschrieben und es hat sich nichts geändert.
Mit dieser Waschübung sollen Auszubildende sensibel gemacht werden für die Bedürfnisse und Empfindungen anderer. Und gleich zu Beginn dieser Übung werden die Gefühle unserer Mitmenschen mit Füßen getreten und nun soll sie auch noch nicht mal darüber reden, weil sie keine Extrawurst sein soll. :gruebel:Nicht alle Lehrer reagieren da verärgert, warum sollten sie auch, wenn sich eine Auszubildende mit Problemen vertrauensvoll an sie wendet.

Es ist schlimm genug, wenn man im Krankheitsfall darauf angewiesen ist, von anderen Menschen angefasst und berührt zu werden, aber warum muss/soll ich das während der Ausbildung über mich ergehen lassen.
Man muss nicht krank gewesen sein um eine gute Krankenschwester zu sein und man muss nicht die Erfahrung gemacht haben, von jemand gewaschen zu werden. Was soll an dieser Erfahrung unfassbar wichtig sein. Franzi638 wird ganz bestimmt in der Lage sein, sich vorzustellen wie unangenehm das sein kann, weil es für sie selbst einen unangenehme Situation wäre und sie wird ganz bestimmt sehr einfühlsam mit den Gefühlen anderer Menschen umgehen.

Ich halte diese "Waschübungen" für gänzlich überflüssig und ganz besonders dann, wenn man die Gefühle der Schüler ignoriert und dies einfach verlangt.

Liebe Grüße
Behid
 
ich finds total absurd,sowas überhaupt zu verlangen,demnächst gibts noch gruppenduschen und bettpfannenübungen oder was?

ich muss nicht alles selbst erlebt haben um ein verständnis zu entwickeln-oder lass ich mich jetzt wickeln um zu wissen, wie man sich bei inkontinenz fühlt..:kloppen:
ich finds ziemlich unverschämt einfach zu sagen, bringt nen bikini mit und los gehts...
über sowas spricht man jawohl erstmal zusammen und findet dann ne lösung.bei uns würde es sowas nie geben.
dafür hab ich ja den praktischen einsatz um zu erfahren, wie es ist.
mach nix, was du nicht wirklich willst.
schonmal die erfahrung ausprobiert in "schwierigen" situationen einfach nein zu sagen?DAS ist mal ne erfahrung...:gruebel:
 
Guten Morgen,

als ich damals gelernt habe, haben wir diese Übung auch gemacht. Allerdings ohne Bikini, sondern n bequemer Kleidung. Wir sollten Gesicht Hände und Beine waschen. Wir haben uns die Zähne geputzt und mußten uns lagern.
Ich fand diese Erfahrungen ganz hilfreich um sich ein wenig in den Patienten herein versetzten zu können. Is kein so angenehmes Gefühl wenn man auf die Seite gedreht wird und vor sich den Boden sieht. Ich denke da gehört eine große Menge Vertrauen dazu. Und ich finde wenn man bestimmte Dinge mitgemacht hat, geht man ganz anderst damit um.
Im Kinästhetikkurs "übt" man auch an sich.. Auch wenn es nicht unbedingt mit einem Patienten vergleichbar ist.

Auch nach meiner Ausbildung habe ich manche ( NICHT ALLES ) ausprobiert. Ich wollte z.B. einmal wissen wie es ist in einem Patientenlifter umgelagert zu werden. Also habe ich es ausprobiert. Und ich weiß nun das es wirklich nicht unbedingt prickelnd ist sich so auf die Technik verlasen zu müssen. Und dabei bin ich gesund.. Ich geh jetzt noch sensibler mit den Ängsten der Patienten um die leider auf solch einen Lifter angewiesen sind.

LG Diana
 
Hallo,

in der Kinderkrankenpflegeausbildung haben wir Waschen und andere Übungen auf freiwilliger Basis auch an uns selbst ausprobiert.

Es ist wirklich eine spannende und wichtige Erfahrung.

Auch eine wichtige Erfahrung, dass es der ein oder andere so unangenehm findet, dass er sich dieser Übung entzieht, sollte man vielleicht auch mal bei Patienten im Krankenhaus Rücksicht drauf nehmen, das er nicht von Fremden gewaschen werden möchte, sofern es von der Hygiene und Geruchsbelästigung noch tragbar ist.

Manchmal hat man in Krankenhäuser das Gefühl, dass sich das Personal nie gedanklich in die Rolle des Gepflegten hinein versetzt hat .

Meggy
 
Hi,

gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu:

Kann nur jedem raten soviel Erfahrung in den Berufsalltag mitzunehmen wie möglich. Jeder hat da seine Grenze-das muß auch in Ordnung sein.

Die Empathie mancher Kollegen läßt wirklich zu wünschen übrig.

Was mir immer wieder aufgefallen ist, sind die Erstkursschüler die den Patienten kaum mit Wasser benetzen und ihn mehr streicheln als waschen.

Habe mich mal eine Schulstunde fixieren lassen-auch eine interessante Erfahrung.

Gruß, Kompresse
 
Hi,

wir haben das waschen auch an uns Schülern gegenseitig gelernt!

Zweierpaare, und ab ins Bett, dann der andere und fertig!
Was st denn da das Problem, wenn man sich gegenseiteig wäscht?

Naja meine Figur ist nun auch ned der Hammer, dass ich mich umbedingt ausziehen will, aber wenns ned anderes geht?!?!

Also bei uns im Kurs hat sich nur eine geweigert!

Aber sonst war das echt lustig! :-)

Gruß
Angel
 
Hallo zusammen,

wir haben das Waschen nicht an uns selbst geübt und trotzdem würde ich behaupten, dass ich mich sehr gut in einen Patienten versetzen kann. Empathie lernt man nicht dadurch, dass man sich in der Ausbildung von Kurskollegen waschen lässt.

Und für mich wäre interessant zu erfahren, ob sich nur deshalb kaum jemand dieser Waschübung entzieht, weil es ihm/ihr wirklich nichts ausmacht oder weil man eben keine "Extrawurst" sein will und befürchtet dass die Ausbilder dies mit Konsequenzen belegen.

Wer diese "Erfahrungen" braucht um für sich das Gefühl zu bekommen wie es ist gewaschen oder gelagert zu werden, der soll es machen. Ich halte nur rein gar nichts von einem "Gruppenzwang" und finde es sollte, wenn es jemand unbedingt braucht, wirklich nur auf ganz freiwilliger Basis stattfinden.
Für mich besteht zwischen dieser Waschübung und Kinästhetikübung ein riesengroßer Unterschied. Bei den Kinästhetikübungen bleibe ich komplett angezogen und diesen Kurs belege ich freiwillig und weiss vorher genau worauf ich mich einlasse. Für mich wird bei diesen Waschübungen eine Grenze überschritten....!

Und wie gesagt, um empathisch zu sein brauche ich das nicht.
Liebe Grüße
Behid
 
Hallo,

Mensch es geht hier um eine Waschübung mehr nicht.
Und wer das nicht möchte soll dies sagen und fertig! Ich habe lediglich die Vorteile genannt die ich dabei sehe.

Ach ja die krankenpflegeausbildung macht auch jeder freiwillig , hoffe ich. Sowie einen Kinästhetikurs oder eine Waschübung..


Schönen Abend noch

DIana
 
Aber sonst war das echt lustig! :-)

Was mag man da gelernt haben? Wenn der Pat. lacht fühlt er sich wohl?

Ich halte nichts vom waschen üben am Mitschüler. Die Argumente von Behid kann ich da nur unterstützen. Es wird zuviel Schindluder mit dieser Art der Wissensvermittlung getrieben. Wer Empathie nur auf diese Art lernen kann, sollte überlegen was Empathie eigentlich bedeutet.

Es geht nicht darum, die Gedanken, Aussagen und Emotionen des Anderen aus einer eigenen Perspektive oder einer pseudo-rationalen / pseudo-objektiven Sichtweise zu werten, sondern zu versuchen zu verstehen, was den Anderen aus seinem Weltbild und seinem Erfahrungshorizont heraus zu bestimmten Handlungen und Meinungen bewegt.
Empathie

Elisabeth
 
Hallo,

Mensch es geht hier um eine Waschübung mehr nicht.
Und wer das nicht möchte soll dies sagen und fertig! Ich habe lediglich die Vorteile genannt die ich dabei sehe.


Die Bedenken und Schamgefühle einiger Auszubildender kann man nicht einfach mit einem "soll dies sagen und fertig" wegfegen. In dem ein oder anderen Beitrag hier wird geäußert, dass da doch nichts dabei sei und dass man wichtige Erfahrungen machen könne oder solle und dass es besser sei keine Extrawurst gebraten zu bekommen. Für einige Menschen ist es eben nicht so einfach sich von anderen Menschen anfassen zu lassen zum Waschen lassen.
Das hat was mit persönlichen Grenzen zutun, die niemand überschreiten sollte, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Wie schon einmal gesagt, es ist nicht immer so einfach sich einem Gruppenzwang zu entziehen oder gar offen zu verweigern. Ein Mensch, für den es ein Problem ist, sich in eine solche "Übung" zu begeben, hat vielleicht auch das Problem sich so offensiv zu wehren.

Was meinst du damit ,wenn du schreibst, dass man mit bestimmten Dingen anders umgeht, wenn man sie selbst mitgemacht hat? Für mich impliziert dies, dass diejenigen die sich diesen "Übungen" verweigern, sich nicht so gut auf die Patienten einlassen bzw. sie verstehen können. Da habe ich als Kinderkrankenschwester bei Frühgeborenen ja echt schlechte Karten, ich war nie Frühgeborenes und weiss so gar nicht wie es ist, mit unreifen Gehirn und diversen anderen Problemen der Intensivpflege ausgesetzt zusein. Und trotzdem bin ich gut in meinem Job. Man muss nicht alles selbst erfahren haben um verantwortungsvoll und einfühlsam auf Patienten einzugehen, aber ich wiederhole mich.

Behid
 
Sowie einen Kinästhetikurs oder eine Waschübung..

*lol* den Kinästhetik Kurs musste ich machen=) da gabs nix freiwillig oder dass man gefragt wurde!!

Waschen mussten wir uns nur gegenseitig das Gesicht, die Arme und wer wollte die Beine/Füße, mehr aber auch nicht und das war alles auf freiwilliger Basis. Ich verstehe sowieso nicht was das bringen soll, weil am Pat. ist das was ganz anderes...

LG
 
Was hast du ganz genau gelernt bei dieser Art der Vermittlung?

Elisabeth
 
Hallo,
ich bin der Meinung, es muss jedem selbst überlassen werden. Wir haben (bis auf Waschen) viel bei uns im Kurs ausprobiert und z. B. beim Üben der s.c.-Injektion haben nur ich und eine Kollegin gesagt: Gut, wir probieren es.

Ich muss für mich einfach Sachen ausprobieren, um zu wissen, WAS ich von dem Patienten verlang. Ich denke, dass ich genug Empathie habe um zu ahnen, wie sich ein Patient fühlen muss, der das erste Mal (oder auch schon mehrere Male) von einer ihm fremden Person gewaschen wird. Aber so Sachen wie Andickungsmittel, Injektionen oder ähnliches probier ich, auch als examinierte Schwester, noch aus. Oder z. B. die Situation, wenn man in einem, auf Arbeitshöhe gestelltem Bett, gedreht wird... Ich denke, manche Sachen muss ich einfach ausprobiern, das ist meine, auf mich bezogene Meinung!

Ich denke, es sollte jedem freigestellt sein, was er wann probiert und was nicht. Und da sollte es auch keinen Gruppenzwang geben, so wie: alle machen es, was ist mit dir...??
 
Wahrnehmung ist etwas ganz subjektives. Du wirst nie wissen können, was der Pat. in der Situation fühlt. Du wirst es allenfalls erahnen können und selbst dies ist eher unwahrscheinlich.
Unter diesem Aspekt ist die Selbsterfahrung eigentlich eine Farce.

Elisabeth
 
s.c. sprizen haben wir auch bei uns gegenseitig gemacht, sowie Fußbäder, eincremen, Verbände, puffyverbände, und gelagert haben wir uns auch, und BZ gemessen...
 

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