Angst vor Koloskopie beimir

-Claudia-

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Ich verstehe das Vorgehen auch nicht.

Natürlich muss bei einer orthograden Darmreinigung darauf geachtet werden, dass die "Spülflüssigkeit" (mir fällt gerade nicht der Fachausdruck ein) zügig getrunken wird. Der Stuhlgang muss kontrolliert werden, und bei vorbestehender Inkontinenz werden Schutzhosen verwendet.

Bei der beschriebenen Patientin im Rollstuhl könnte ich auch noch beim WC-Stuhl mitgehen (Alternative: Abführen in Seitenlage im Bett). Aber mobile Patientin auf dem WC-Stuhl fixieren?
 

sowas2

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Auch als Pflegehelferin kannst du dazu beitragen, Patienten wie Menschen zu behandeln und nicht wie ein Stück Schlachtvieh (dein Bericht ist absolut gruselig und es entsetzt mich, dass heutzutage noch so mit Patienten umgegangen wird).

es entsetzt vor allen Dingen, dass es als normal empfunden wird--und dass Marion es auch für sich selbst als normal akzeptiert.
Ich arbeite seit 1976 in der Pflege, und bin auch ab und zu in unserer Orthopädie als Patient .
Aber diese Haltung ( Patienten derartig zu entmündigen und es noch als normal zu empfinden ) ist mir noch nie begegnet.
 

ludmilla

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So ich bin wieder zu Hause es war gar nicht so Schlimm wie ich gedacht habe.Im Zimmer kam noch eine 38 Jahre alte Rollstuhlfahrerin die auch vorbereitet wurde. Sie wurde im Bad zuerst fertig gemacht und kam dann auf Klostuhl zum Tisch gefahren wo bremse festgemacht wurde.Nun kam ich daran muste ins Bad mitkommen am peinlichsten war es wo ich Inkoslip abmachen muste und Pflegerin sa das ich leicht Durchfall vor Aufregungschon etwas gemacht hatte. Dann bekam ich auch den ersten großen Trunk und wurde in zimmer gefahren auf den Klostuhl und an den Tisch geschobenbremse festgemacht damit wir nicht wegkönnen.Eine Lernschwester brachte uns die Getränke und fragte welchen Tee wir dazu woollen ich sagte limone und die andere Frau nam Fenschel. Wir musten beide relativ schnell das Zeug austrinken mit Tee zum neutraliesieren nach gut 45 minuten Gluckerte es in unseren Bäuchen und fast syncron ging es los bei beiden mit dem Durchschlagenden Erfolg.Das Wickeln am Abend war nicht schlim eher nur ungewohnt, Durch den Tee der gegen das Bauchweh noch gebracht wurde habe ich relätiv viel eingenäst gehabtund noch laute Blähungen gehabt. gegen 6 Uhr kam der Nachtdiienst und wir wurden gesaübert danach ging es weiter mit dem Abführen . Leider klappte es bei mir nicht so wie bei der anderen Frau es war nicht klar genug und es wurde entschieden ich bekomme eine Brühe und wir versuchen Abführen abends noch einmal .Heute Früh war ich dann sauber genug nach gefühlt 1 Tag auf den klostuhl der verdacht von Morbus Cron wurde nicht bestätig nur entzundlicher reizdarm.

Also keine Angst vor sowas in Arbeit machen zu lassen
Das was du beschreibst, ist nicht dazu geeignet keine Angst zu haben. Niemals würde ich das mit mir machen lassen! Warum muss man neben jemand anderen auf dem toilettenstuhl sitzen und der Stuhl wird auch noch fixiert. Das ist demütigend, entwürdigend und zeigt Macht seitens des Personals. Ihr solltet auf eurer Station mal über einen menschenwürdigen Umgang mit den Patienten nachdenken, vor allem darüber dass man diesen Umgang als normal und nicht schlimm bezeichnet…
 

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Bitte, bitte bedenkt: Marion wird nichts ändern können! Garantiert auch nicht wollen, dazu hat sie zu große Hürden zu überwinden.

Die Patientenbehandlung empfinde ich aber absolut gesetzeswidrig und strafwürdig
 
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Jillian

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"Ich kann da nichts dran ändern" lasse ich als Argument nicht gelten, wenn man selbst Bestandteil des fragwürdigen Prozesses ist.
a) Als Pflegekraft hat Marion die Möglichkeit, es selbst anders zu machen, und sei sie dabei die Einzige, aber wenigstens wird sie dann für eine humane Behandlung einstehen. Niemand muss sich dem niederen Niveau seiner Kollegen anpassen, nur weil man "das schon immer so gemacht" hat.
b) Als Patientin kann sie sagen, was sie möchte und was sie ablehnt, hat doch einen Mund zum reden.
c) Im Extremfall kann sie mit den Füßen abstimmen und dieses Etablissement verlassen, um diese Menschenmetzgerei nicht weiter aktiv und passiv zu unterstützen.
 
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Du hast Recht @Jillian , aber ich glaube eben in diesem Fall, daß Marion zu abhängig ist, um es, das eigene Verhalten und das der Kollegen zu ändern. Vor allem da sie es ja überhaupt nicht in Frage stellt(e).
Ihr fehlt dazu, mMn mehr als Ausbildung und erworbenes Wissen
 
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