Angst vor dem Sterben

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LebenInAngst

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Hallo
Ich hoffe ich bin mit meinem Problem richtig hier. Ich habe mich angemeldet mit der Hoffnung fachliche Aufklärung zu erhalten für mein Problem welches mein Leben lähmt seit Monaten.

Ich habe heftigste Angst vor dem Sterben bzw. vor dem Ersticken. Ich stelle mir vor, dass beim Sterben in den letzten Stunden massive Todesangst, Luftnot bestehen muss bis mann dann quallvoll den kompletten Atemstillstand erdulden muss. So stell ich mir zumindest das Röcheln bzw. die Schnappatmung vor. Von aussen mag das vielleicht nicht verstörend wirken, aber wie genau soll man wissen was im Menschen innerlich vorgeht?

Eine Frage könnte man sich all das mit einer genug tiefen Sedierung ersparen lassen in den letzten Tagen bzw. Stunden? Wirkt die Sedierung immer? Kriegt man wirklich nichts mit?

Danke für eine fachliche Aufklärung.
 
G

Gelöschter User 50029

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Deine Angst ist nicht berechtigt, es gibt ausreichend medikamentöse und nichtmedikamentöse Möglichkeiten den Sterbeprozess würdevoll und ohne qualen zu gestalten. Geniess dein Leben und mach dir nicht zu viele Gedanken...
 

LebenInAngst

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Danke für deine Zeilen. Es ist einfach gesagt als getan. Wäre hilfreich, wenn ich zur medikamentösen Therapie etwas ausführliche Antwort haben könnte.
 

LebenInAngst

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Ich bin nicht Sterbeskrank...habe jedoch im Umfeld einen Erstickungstod. Das hat mich mitgenommen. Sseit dem beschäftige ich mich sehr mit diesem Thema
 

supetrosu

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gut. ;) Aber so kann ich dir nur raten professionelle Hilfe zu holen. So ein Erlebnis kann Angst machen. Das stimmt. Aber das muss ein Profi mit dir loesen.
 
G

Gelöschter User 50029

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Was verstehst du unter Erstickungstod??
Ein akutes Bolusgeschehen?

Ich glaube eher du hast da falsche Vorstellungen.... - Wenn du wirklich solche Ängste hast, dann wäre ein Fachmann nicht die schlechteste Adresse.

Wenn dich Medikamente interessieren, belese dich über Opiate (Morphin) und Benzodiazepine, vllt. bist du dann beruhigter.
Entsprechende Literatur zu finden ist ja heutzutage kein Problem.
 

LebenInAngst

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Welcher Facharzt wäre der Richtige?
Mit Erstickungstod meine ich den Zeitpunkt wo die Atmung dann irgend Mal aufhört bis zum endgültigen Tod. Da tritt ja auch die Schnappatmung ein. Spürt man das subjektiv, obwohl man dahindämmert mit Luftnot, Panik und Leiden. Es gibt Literatur, die besagt, dass es nicht leidvoll ist, da Bewusstsein durch Sauerstoffmangel eh nicht vorhanden ist und diese Atmung Produkt des Zwischenhirns ist, der den Körper reflektorisch zum Atmen zwingt.

Andere sagen, dass Leiden wird vom Sauerstoffmangel selbst verursacht ergo ist die ganze Angelegenheit mit der Schnappatmung bis zum endgültigen Tod leidvoll...
 
G

Gelöschter User 50029

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Du wirst nicht leiden... Glaub uns einfach, wir alle hier haben schon zig Sterbende in unterschiedlichsten Bereichen und Situationen begleitet.

Sprich mit deinem Hausarzt und hol dir ne Überweisung zum Psychiater, das wäre dein richtiger Ansprechpartner.
 

LebenInAngst

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Danke. Ich bin schon psych. Behandlung.

Ich suche als "Begleittherapie" fachliche Aufklärung. Was passiert genau (pathlogisch) während Schnappatmung? Ist das ein unbewusster Reflex im Körper?
 
G

Gelöschter User 50029

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Wenn du bereits in Behandlung bist, dann habt Ihr das ja sicherlich schon ausreichend diskutiert, ansonsten weißt du ja wer dein Ansprechpartner bist. Hier bist du auf alle Fälle falsch.
 

Jillian

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Weswegen Flora dir riet:
Sprich mit deinem Hausarzt und hol dir ne Überweisung zum Psychiater, das wäre dein richtiger Ansprechpartner.
Psychiater sind Mediziner.

Aktuell betreuen wir bei uns eine fast 100jährige im Sterbeprozess. Sie wünscht ausdrücklich zu sterben und stimmte einer palliativen Sedierung zu. Nun bekommt sie kontinuierlich Morphin und Midazolam, und im Gegensatz zu vorher wirkt sie friedlich und entspannt. Eine solche palliative Betreuung während des Sterbeprozesses steht mMn jedem Menschen zu und ist richtig und wichtig, wenn gewünscht.
 

-Claudia-

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Mit Erstickungstod meine ich den Zeitpunkt wo die Atmung dann irgend Mal aufhört bis zum endgültigen Tod. Da tritt ja auch die Schnappatmung ein. Spürt man das subjektiv, obwohl man dahindämmert mit Luftnot, Panik und Leiden. Es gibt Literatur, die besagt, dass es nicht leidvoll ist, da Bewusstsein durch Sauerstoffmangel eh nicht vorhanden ist und diese Atmung Produkt des Zwischenhirns ist, der den Körper reflektorisch zum Atmen zwingt.
Sehr richtig.

Die Atemmuster der Cheyne-Stokes- und später der Schnappatmung, die typisch für den nahenden (natürlichen) Tod sind, haben mit Ersticken nichts zu tun. Hier setzt das Atemzentrum im Gehirn infolge des Sterbeprozesses allmählich aus. Die natürliche Elektrolytverschiebung durch das Multiorganversagen und die Austrocknung wirken dabei bereits als eine natürliche Form der Sedierung (der liebe Gott hat sich was dabei gedacht, als er uns konstruiert hat); Medikamente wie Morphin und Midazolam können dies zusätzlich unterstützen.

Ein Mensch "erstickt" mit intaktem Atemzentrum, wenn die Atemwege verlegt sind; dann versucht er nach Luft zu ringen. Das mag ähnlich wirken wie eine Schnappatmung, hat aber nichts miteinander zu tun.

Ich habe fast zwanzig Jahre Erfahrung in der Palliativpflege und habe in dieser Zeit eine Menge Patienten bis zu ihrem Tod begleiten dürfen. Ich kannte viele Patienten, die unter Luftnot litten (häufiges Symptom, aber heutzutage glücklicherweise gut zu lindern) und habe auch häufig Sterbende mit Schnappatmung erlebt. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
 

LebenInAngst

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Morphin und Midazolam können dies zusätzlich unterstützen.

Midazolam scheint in der Literatur nicht immer ausreichend bzw. paradox zu wirken. Gibt es dann Alternativen wenn man das so verfügt? Z.B. Propofol wirkt doch immer?

Habe hier in Forum in einem Beitrag gelesen, dass Morphium in extremen Dosen das Atemzentrum lähmen kann und man dadurch quallvoll erstickt!? Ich dachte das tue eher die Erstickungsgefühle lindern indem es im Gehirn CO2 Rezeptoren dämpft?

Ein Mensch "erstickt" mit intaktem Atemzentrum, wenn die Atemwege verlegt sind; dann versucht er nach Luft zu ringen

Kommt bei Fussballern vor, nicht? Aber da sie anscheinend tief Bewusstlos sind nehmen sie es anscheinend gar nicht wahr?

Gibt es Notfallmedikamente, die sehr schnell wirken gegen Ersticken, oder sind das immer die besagten Medikamente?
 
G

Gelöschter User 50029

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Junge Junge... Jetzt mach dich mal locker.
 

-Claudia-

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Du solltest aufhören, die elektronische Müllhalde zu durchforsten. Dr. Google ist der Feind medizinischer Laien, seine Algorhythmen unterscheiden nicht zwischen seriös und unseriös. Wenn Du gute Literatur suchst, geh in eine Fachbuchhandlung und las Dir Bücher über Palliative Care vorlegen.
Habe hier in Forum in einem Beitrag gelesen, dass Morphium in extremen Dosen das Atemzentrum lähmen kann und man dadurch quallvoll erstickt!? Ich dachte das tue eher die Erstickungsgefühle lindern indem es im Gehirn CO2 Rezeptoren dämpft?
Morphin dämpft den "Lufthunger" und ist ein guter Vorlastsenker. An einer Überdosis Morphin kannst Du sterben (das haben auch schon viele hingekriegt), qualvoll ersticken tust Du dabei nicht.
Midazolam scheint in der Literatur nicht immer ausreichend bzw. paradox zu wirken. Gibt es dann Alternativen wenn man das so verfügt? Z.B. Propofol wirkt doch immer?
Es gibt Alternativen, und ein guter Palliativmediziner wird sie bei Bedarf auch anwenden. Bei den meisten ist Midazolam ausreichend. Propofol ist genaugenommen nur für kurzzeitige Sedierungen gedacht, z.B. bei medizinischen Eingriffen. Und Michael Jackson ist an einer Überdosis Propofol verstorben.
Kommt bei Fussballern vor, nicht? Aber da sie anscheinend tief Bewusstlos sind nehmen sie es anscheinend gar nicht wahr?
Fußballer? Ich habe noch nie gehört, dass jemand einen Fußball verschluckt und sich damit die Atemwege verlegt hätte. 8O (Hat die Autokorrektur da was verzapft?)
 
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LebenInAngst

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Fußball verschluckt

Entschuldige...natürlich meinte ich die Zunge, die sich zurück in den Rachen auf die Luftröhre legt.

Bei mir haben schon einige Medikamente nicht gewirkt, wo die Ärzte nicht wenig gestaunt haben. Darum die Nachfragen. Einzig bei Propofol bei einem kurzen Eingriff war ich schnell weg.

Ihr meint, ich soll mit ruhigem Gewissen vertrauen, dass ein Palliativmediziner heute sicherlich gut hinkrieg, dass man nicht qualvoll ersticken oder mit dem Tod kämpfen muss...egal mit welchen Mitteln? Man kriegt halt von links und rechts soviel mit, dass man staunen muss, wieviele Menschen heutzutags mit Schmerzen oder Qualen sterben müssen.
 
G

Gelöschter User 50029

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Genau genommen ist Propofol ein Hypnotikum und kein Sedativum.

Hast du auch Angst im Strassenverkehr, was wenn du einen Unfall hast, dein Hirn hängt raus oder dein Oberschenkel ist abgerissen oder du hast eine Aortdendissektion von der du nichts weißt, die platzt irgendwann, grausige heftigste Schmerzen.. oder oder oder - man kann sich verrückt machen, ständig alles in Frage stellen oder akzeptieren dass es Fachpersonal gibt was im Falle eines Falles weiß was zu tun ist und dafür sorgt dass es ohne Leiden geht...
 
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