Fragt nicht, ich war mit 17 Jahren Abstand die jüngste auf Station, in der Psychiatrie (wo ja bekanntlich die Mühlen noch mal ganz anders mahlen

) und hatte die stellvertretende Leitung inne. Das war jeden Tag purer Kampf.
Privat und persönlich hat es mit den meisten Kollegen und Kolleginnen super harmoniert, nur alles fachliche und was die Arbeitsabläufe betraf war es die reinste Kathastrophe. Die Kollegen dachetn, ich wollte alles verändern und würde mit der KPL "unter einer Decke stecken"- was natürlich Quatsch war.
Es hat fast ein ganzes Jahr gedauert, bis sie gemerkt haben was ich kann und dass ich zwar jung aber doch wer bin. Viele Kollegen, die zum Beispiel nicht Bescheid wußten über somatische Pflege, oder über Abläufe und neue Maßnahemn der Geschäftsführung, haben irgendwann gemerkt, dass ich viele dieser Dinge wußte und dass ihnen dieses Wissen hilfreich sein kann. Genauso war es mit dem PC, mit dem sich fast keiner auskannte. Kollegen suchten miestens Hilfe bei mir.
Letzendlich habe ich die letzten eineinhalb Jahre sehr gern mit "denen" gearbeitet, und ich hatte auch das Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung. Als ich gegangen bin, waren viele sehr traurig, auch weil sie wußten dass nun keiner mehr für sie kämpft und sich einsetzt.
Die unverbesserlichen zwei Kollegen habe ich übrigens einfach links liegen gelassen, sie mich auch. Damit konnte ich gut leben.
Im Grunde ist es doch so, dass man nur überleben kann in einem solchen Arbeitsbereich und bei dem Arbeitsaufkommen, wenn die Erfahrenen Kollegen die jungen beraten und die jungen die Arbeiten übernehmen, die die aletn nicht (mehr) schaffen. Ich finde da muss amn irgendwie zusammen durch, und jeder profitiert von jedem.
Lins Lösung finde ich klasse, so hab ich auch immer gemacht ("Also wir in der Somatik machen das meisten so").