Umgang mit Mitarbeitern

*ggg* Wie werden denn neue Pflegeaspekte eingebracht? Ich höre dann immer den Satz: Das haben wir aber in der Schule anders gelernt. Dies ist für mich kein Argument etwas zu ändern.

Mitunter ist sehr erschwert neue Pflegeaspekte einzubringen weil so alt eingesessene Pflegekräfte wie du :nurse: dafür meist kein Gehör haben!
:beten:
 
Nun ja-ich bin mittlerweile gut 10-20J älter, als meine Neuen Kollegen/innen....habe das Gefühl, das Beide Seiten voneinander profitieren....die Einen vom Erfahrungsschatz der Einen- die Eine vom "neuesten Stand" der Anderen...schön ist einfach, wenn die Chemie stimmt!!!Ich war zuletzt mit einigen "jungen Kolleginnen" ein Bierchen trinken-einfach so und hatte Riesenspaß...
vlt.könntest Du Dein Team im priv.Rahmen von einer ganz anderen Seite kennenlernen???
 
Mitunter ist sehr erschwert neue Pflegeaspekte einzubringen weil so alt eingesessene Pflegekräfte wie du :nurse: dafür meist kein Gehör haben!
:beten:

Sofern du mir deine "neuen" Aspekte mit Hintergrundwissen anbietest können wir gerne darüber diskutieren. "Anweisungen" von jungen Kollegen übernehme ich grundsätzlich nicht.
Warum erwartet Jugend eigentlich immer, dass man sofort alles Neue gut findet? *fg*

Elisabeth
 
Sofern du mir deine "neuen" Aspekte mit Hintergrundwissen anbietest können wir gerne darüber diskutieren. "Anweisungen" von jungen Kollegen übernehme ich grundsätzlich nicht.
Warum erwartet Jugend eigentlich immer, dass man sofort alles Neue gut findet? *fg*

Elisabeth

Und wie sieht das mit Anweisungen aus die du erteilst? Müssen die "Jungen" die übernehmen? Oder können die sich auch grundsätzlich weigern?
Irgendwie ziemlich überspitzt, deine Aussage.
 
Warum erwartet Jugend eigentlich immer, dass man sofort alles Neue gut findet?

Wieso kämpft ältere Generation immer so für das alt bewährte und ist selten offen für neues?
Wieso erwartet ältere Generation immer das Jugend den Mund hält?

Oh.. ich könnte noch viel mehr aufzählen!

Elisabeth mit dir könnte ich Real nicht diskutieren, ich kenn solche Kollegen! :emba:

LG
 
Wieso kämpft ältere Generation immer so für das alt bewährte und ist selten offen für neues?
Wieso erwartet ältere Generation immer das Jugend den Mund hält?

Oh.. ich könnte noch viel mehr aufzählen!

Elisabeth mit dir könnte ich Real nicht diskutieren, ich kenn solche Kollegen! :emba:

LG

Es ist auf der Arbeit hald auch so wie im wahren Leben draussen.
Neues macht eher mal Angst.
Und jemand, der auf eine neue Weise arbeitet, wird erstmal kritisch beäugt.
Es ist nicht nur bei Mitarbeitern so, sondern bei allem, was sich (in der Klinik) erneuert.
Werden neue Arbeitsabläufe eingeführt, sind sie erstmal schlecht.
Ein neues Konzept-erstmal abzulehnen.
Ein neuer Vorgesetzter ist erstmal der böse.
Auch wenn es dafür keine Gründe, keine rationalen Beweggründe gibt, ist es doch so.

An den Antworten von Elisabeth Dinse zeigt sich das recht gut.
Neues, egal was, wird von vornherein abgelehnt, ohne zu überlegen, was genau es jetzt ist, was genau falsch, rational oder richtig daran ist.
"Anweisungen" von jungen Kollegen übernehme ich grundsätzlich nicht
Das allein ist ein Beleg, dass solche Verhaltensweisen selten rationall Gesteuert sind, sondern oft Trotzreaktionen, oder auch Neophobie.
 
"Anweisungen" von jungen Kollegen übernehme ich grundsätzlich nicht.
Wir kennen jetzt deine Position nicht so hunderprozentig, allerdings ist diese Aussage so für sich schon eine Frechheit und Beleidigung.
Anweisungen von älteren Kollegen übernimmst du schon, ja?
Von gleichaltrigen?
Wo setzt du die Grenze?

Ab 30 darf man dir etwas sagen?
Ab 50?
Oder nur Ältere??
 
Nur mal so zwischendurch:

Ihr geht hier zwar nicht mit Mitarbeitern um, allerdings mit Mitschreibern... :knockin:
 
Ich empfinde das Alt/Jung-Geplänkel eigentlich eher als Neckerei.
"Diese freche junge Generation heutzutage, tss, das hätten wir uns nicht getraut!"
Meine Antwort:"Hey, ihr seid meine älteren Vorbilder, ich habe das alles von euch gelernt!"

Außerdem gibt es Ältere, die sind viel lockerer als die Jungen, oft auch selbstbewusster, und umgedreht Jüngere, die ganz spießig drauf sind - kann man alles gar nicht vom Alter abhängig machen.
Wenn es um den Arbeitsstil geht, muss man sich mit etwas Neuem oft ganz schön durchsetzen, das ist wohl war, aber das war schon immer so. Das Neue muss sich erstmal beweisen, ob es auch gut ist und nicht nur neu.
 
kann mich @die Ev nur anschliessen
und daß hier wieder so scharf geschossen wird ist verdammt schade. :knockin:
Wer von Jüngeren Mitarbeitern " keine Anweisungen entgegennimmt "
hat meines Erachtens ein Problem. Was, wenn dieser "jüngere Mitarbeiter"
zufällig Deine Stationsleitung ist/wird....?? :gruebel:
da hätte ich doch mal gerne eine Stellungnahme....
der Ton macht die Musik, auch beim schreiben. :streit:
 
Fragt nicht, ich war mit 17 Jahren Abstand die jüngste auf Station, in der Psychiatrie (wo ja bekanntlich die Mühlen noch mal ganz anders mahlen :mrgreen:) und hatte die stellvertretende Leitung inne. Das war jeden Tag purer Kampf.
Privat und persönlich hat es mit den meisten Kollegen und Kolleginnen super harmoniert, nur alles fachliche und was die Arbeitsabläufe betraf war es die reinste Kathastrophe. Die Kollegen dachetn, ich wollte alles verändern und würde mit der KPL "unter einer Decke stecken"- was natürlich Quatsch war.
Es hat fast ein ganzes Jahr gedauert, bis sie gemerkt haben was ich kann und dass ich zwar jung aber doch wer bin. Viele Kollegen, die zum Beispiel nicht Bescheid wußten über somatische Pflege, oder über Abläufe und neue Maßnahemn der Geschäftsführung, haben irgendwann gemerkt, dass ich viele dieser Dinge wußte und dass ihnen dieses Wissen hilfreich sein kann. Genauso war es mit dem PC, mit dem sich fast keiner auskannte. Kollegen suchten miestens Hilfe bei mir.
Letzendlich habe ich die letzten eineinhalb Jahre sehr gern mit "denen" gearbeitet, und ich hatte auch das Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung. Als ich gegangen bin, waren viele sehr traurig, auch weil sie wußten dass nun keiner mehr für sie kämpft und sich einsetzt.
Die unverbesserlichen zwei Kollegen habe ich übrigens einfach links liegen gelassen, sie mich auch. Damit konnte ich gut leben.

Im Grunde ist es doch so, dass man nur überleben kann in einem solchen Arbeitsbereich und bei dem Arbeitsaufkommen, wenn die Erfahrenen Kollegen die jungen beraten und die jungen die Arbeiten übernehmen, die die aletn nicht (mehr) schaffen. Ich finde da muss amn irgendwie zusammen durch, und jeder profitiert von jedem.

Lins Lösung finde ich klasse, so hab ich auch immer gemacht ("Also wir in der Somatik machen das meisten so").
 
Hallo

hmm.. ein interessantes Thema. Meine Meinung dazu:

Ich habe den Eindruck, dass Menschen generell Veränderungen nicht mögen. Ob jetzt Beruflich oder Privat. Ob die Veränderungen von Jung oder Alt kommen. Veränderungen schmeißen unter Umständen mühevoll gelernte über den Haufen, man ist gezwungen umzudenken, sich anzupassen.

Im Berufsleben hab ich häufiger auch die Sprüche gehört, wie "wat willst du Küken schon", "wer spricht denn schon vom Kuchen, wenn du Krümel dich meldest", "dat war immer so und dat wird so gemacht".

Generell stört es mich nicht, allerdings fand ich es nicht in Ordnung, wenn einem von älteren Kollegen die eigene Lebenserfahrung völlig abgesprochen wird, nur weil man gerade Mitte 20 ist. Ich sehe das so, egal wie alt oder jung ein Mensch ist, er hat seine altersentsprechenden Lebenserfahrungen gemacht. Klar, kann ich jemandem, der 30 Jahre im Beruf ist, nicht das "Wasser" reichen, weil er einfach viel mehr Erfahrung mitbringt. Allerdings kann man in einigen Bereichen durchaus von "jugendlichem Elan" vieles Lernen, was man durch seine jahrelangen eingefahrenen Strukturen "verlernt" hat. Jeder, der neu auf eine Station kommt, bringt erstmal frischen Wind mit und kann so helfen, Betriebsblindheit zu reduzieren!

Meiner Meinung nach ist es ein Geben und Nehmen... man kann von alt lernen, man kann von jung lernen und alle, die was anderes sagen, halte ich ehrlich gesagt für nicht fähig über ihren eigenen Tellerrand hinauszublicken.

Jumanji

P.S.: Natürlich macht bei vielen Sachen auch der Ton die Musik. Ich kann nicht als Neuling eingefahrene Strukturen am ersten Tag umschmeißen!
 
Elisabeth mit dir könnte ich Real nicht diskutieren, ich kenn solche Kollegen! :emba:

Woher willst du das wissen. *fg*

Aber mal ehrlich, hängt die Bereitschaft zur Veränderung wirklich vom Alter ab? Ich habe junge und alte Fachkräfte erlebt, da hätte jegliche Veränderung zum mentalen Festplattencrash geführt.

Theorie= Schulwissen und Praxis= Erfahrung finden nur zueinander, wenn man dies zulässt... auf beiden Seiten. Dies ist meine Erkenntnis. Ich kann noch soviel verändern wollen, wenn ich die bisherigen Erfahrungen meiner TN nicht miteinbeziehe und würdige habe ich von vornherein verloren. Erst dann kann ich versuchen, mein Anliegen darzubringen und ihnen die Hintergründe erklären. Und ggf. muss das mehrfach erfolgen und immer wieder mit anderen Mitteln. Ein Erwachsener lernt anders als ein Jugendlicher.

Elisabeth
 
Da muss ich Elisabeth Recht geben, viele junge Kollegen benehmen sich schlimmer als alte.
Neulich habe ich im ZUge eines QM- Projektes in einem landlichen, kleinen KH hospitiert, auf einer Inneren mit 50 Betten. Da erzählte mir eine frisch examinierte zwanzigjährige doch glatt auf die Frage, warum hier niemand mobilisiert werde:" Im Heim hat da ja auch keiner Zeit zu, und die sterben doch sowieso bald." Es ging konkret um einen Mitte fünfzigjährigen mit Korsakow- Erkrankung. Das war dort aber auch der Stationstenor. Soviel dazu...
Hingegen habe ich meine "alte" Kollegin zwei Monate vor der Rente zum SAP- Kurs begleitet, das hat sie einfach interessiert.

Ich denke es kommt eher auf die Persönlichkeit an und auf das Interesse an Beruf und Leben als auf das Alter. Und vor allem auf die sogenannte Betriebsblindjeit, bzw. wie anfällig man dafür ist.
 
Hallo,

bevor ihr die Messe zückt - ich glaube ihr schreibt aneinandervorbei.

Wenn ich Elisabeth richtig verstehe, geht es darum, dass sie mit der pauschalen Aussage, das habe ich aber so in der Schule gelernt ihre Probleme hat, ansonsten könnte sie sich ja revanchieren mit - das machen wir schon immer so.

Ich denke wenn du Elisabeth begründen kannst warum das "Pflaster nun von unten nach oben" kleben willst, statt wie sie von links nach rechts, hat sie auch kein Problem dies so zu machen - sollte es Sinn machen
Das ist als BEISPIEL gedacht, bevor ihr mich fragt, wo der Sinn drin liegt..

Schönen Abend
Narde
 
hallo,
der "kampf" zwischen jung und alt wird glaub ich überall ausgetragen. ich muss mich seit zwei jahren damit auseinander setzen und meine kollegen halten mich für übermotiviert, nur weil ich viele sachen nicht so mache ""wie sie schon immer gemacht"" werden und weil ich mich weiterbilden möchte.
sollen sie doch denken was sie wollen. sie waren bestimmt auch mal jung.
bin echt gespannt wie wir sein werden, wenn wir die "alten" sind
und die jungen "motivierten" kommen.
ich hoffe ich werde nie so gleichgültig und unmotiviert wie meine kollegen.

lg katme
 
Erst dann kann ich versuchen, mein Anliegen darzubringen und ihnen die Hintergründe erklären. Und ggf. muss das mehrfach erfolgen und immer wieder mit anderen Mitteln. Ein Erwachsener lernt anders als ein Jugendlicher.

Elisabeth

Wenn aber die ältere, erfahrerne von vornherein Ablehnt, meine Arbeitsweise anzunehmen, wie du das tust, dann beißt sich wohl jeder die Zähne daran aus.
 
Wieso lehne ich deine Arbeitsweise von vornherein ab?

Ich glaube mittlerweile hat sich hier ein Bild von mir verfestigt, dass ich so nicht stehen lassen kwill. Ich bin zwar 49 Jahre - das bedeutet aber nicht, dass ich Veränderungen nicht aufgeschlossen bin. In der Regel initiiere ich sie sogar.

Veränderungen sind immer ein langer Weg. Und da ist es ebend nicht sehr hilfreich, wenn als Argumentation kommt: "Das haben wir in der Schule aber so gelernt." Um eine Veränderung auslösen zu können, bedarf es mehr. Und gerade das scheint hier übersehen zu werden.

Elisabeth
 

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