Umgang mit Autofahrern

Khael87

Newbie
Registriert
28.04.2022
Beiträge
17
Beruf
MFA
Akt. Einsatzbereich
Chirurgie
Funktion
Praxisanleiter
Hey,

wollte euch mal fragen wie ihr damit umgeht wenn alte pflegebedürftige Menschen noch einen Führerschein haben und selbst ihre Fahrten erledigen wollen.
Problem ist dass ich das persönlich schon sehr kritisch sehe.
Würdet ihr mit der Person direkt reden oder mit der Leitung eurer Pflegestelle?
 
Generell kein Problem
Jedoch die Reaktionsfähigkeit und das Sehvermögen der alten Dame ist schon stark eingeschränkt.
 
Im Ausgangspost ging es allgemein um ältere Menschen, plötzlich um irgendeine ältere Dame speziell.

Daher schwierig eine Aussage zu treffen. Grundsätzlich sollte Alter keine Rolle spielen wenn alles funktioniert? Gibt auch genügend jüngere die keinen Führerschein haben sollten, so wie sie fahren.
 
  • Like
Reaktionen: Martin H.
es ging um alte pflegebdürftige Menschen
 
Ich kenne auch genügend "pflegebedürftige Menschen" die trotzdem noch einwandfrei Auto/Fahrrad/whatever fahren und trotzdem pflege benötigen. Das eine schließt das andere ja nicht aus, oder?
 
  • Like
Reaktionen: InetNinja
Ich kenne auch genügend "pflegebedürftige Menschen" die trotzdem noch einwandfrei Auto/Fahrrad/whatever fahren und trotzdem pflege benötigen. Das eine schließt das andere ja nicht aus, oder?
Doch in vielen Fällen schon. Pflegebedürftigkeit entsteht durch eingeschränkte Mobilität oder kognitive Einschränkungen. Reaktionsschnelligkeit und Orientierung sind dann eingeschränkt!
 
Hängen wir uns mal nicht am Pflegegrad auf. Wie sollten Pflegende im ambulanten Dienst reagieren, wenn sie den Eindruck haben, dass die Fahrtüchtigkeit ihrer Kunden nicht mehr gegeben ist?
 
Doch in vielen Fällen schon. Pflegebedürftigkeit entsteht durch eingeschränkte Mobilität oder kognitive Einschränkungen. Reaktionsschnelligkeit und Orientierung sind dann eingeschränkt!
Genau deswegen kam ich auch auf den Gedanken.
Was haltet ihr denn davon wenn ich der Dame zu einem Fahrsicherheitstraining rate?
Hab mich informiert (Fahrsicherheitstraining mit dem Pkw, Motorrad und Co.) und da könnte sie ja selber dann sehen ob sie noch verkehrstüchtig ist.
Oder denkt ihr das macht für alte Leute weniger Sinn?
 
Ah, den Link hab ich vermisst. Wieso hast du den nicht schon im EP untergebracht?
 
Bedenke, dass diese Trainings in der Regel für junge Fahrer konzipiert sind. Personen jenseits der 60 können da schon ziemlich überfordert sein, weil die Übungen teilweise sehr komplex sind, und der benötigte Fahrstil dem der älteren Personen gar nicht mehr entspricht.
 
Verstehe.
Und so eine Auffrischung für ältere gibt es dann gar nicht?
 
Teilweise gibt es extra Kurse für Senioren. Habe aber nur vereinzelt welche gefunden.
Und ob Sinn macht, mit älteren Personen 300 km zu fahren, um zu so einem Kurs zu gelangen ist eine andere Frage.

Jedoch könnte der Hausarzt auch ein gute Ansprechpartner sein, um die allgemeine Situation zu beurteilen.
 
Das können Fahrschulen machen, wie bei der Prüfung. Zumindest habe ich das mal im TV gesehen - WDR oder NDR. Ging aber um Senioren
 
Die Deutsche Verkehrswacht bietet so etwas in Zusammenarbeit mit Fahrschulen an, hab selber mal an einem solchen Angebot teilgenommen.
Man hört was über über aktuelle und neue Verkehrsvorschriften, macht eine 30-minütige Testfahrt im Fahrschulauto mit einem Fahrlehrer, lernt optimale Sitzeinstellung und Notfall-Vollbremsung im eigenen Auto.
Empfehlenswerte Veranstaltung !
 
  • Like
Reaktionen: aquarius2
Vielleicht zuallererst die Seniorin fragen, ob es ihr recht ist, dass du dich für Sie informierst. Alles andere könnte sehr schnell als übergriffig aufgefasst werden, und immerhin ist so ein Kurs mit Aufwand, Zeit und Geld verbunden. Will sie das? Wenn ja: go for it.
 
Pflege ist gerne übergriffig, meine persönliche Meinung! Muss mich auch selbst manchmal bremsen, wir wissen halt alles besser
 
  • Like
Reaktionen: InetNinja
Ich weiß ja nicht, wie eingeschränkt die Person ist, die die threadstarterin im Sinn hatte, aber sich Gedanken darüber zu machen ob jemand noch fahrtauglich ist, halte ich nicht für übergriffig. Einen Betrunkenen hindere ich auch am Fahren, nicht wegen ihm sondern weil er andere Verkehrsteilnehmer enorm gefährdet. Und das tut ein verlangsamter älterer Mensch u.U. auch!

Was wurde hier im Forum über „gesunde und negativ“ Ungeimpfte geschimpft, weil sie andere so sehr gefährden. Da wurden sämtliche Maßnahmen gefordert und nicht als übergriffig gewertet.
Die Gefahr durch einen reaktionsverlangsamten Menschen ist eher größer, im Verkehr als Fahrer eines Autos direkten Schaden anzurichten.

Ich war mal kurz davor einen alten Mann vom Fahren abzuhalten, als er kaum aus dem Auto und etwas später kaum wieder rein kam! Ich hab’s gelassen, aber es tut mir heute noch leid….
 

Ähnliche Threads

Über uns

  • Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit mehr als 19 Jahren eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

Unterstützt uns!

  • Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!