Umgang mit Wertgegenständen der Patienten

malu68

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Ich brauche mal eure Erfahrungen, wie ihr teure Uhren, Bargeld, Handys etc aufbewahrt und dokumentiert, wenn Patienten aus der Notaufnahme in den OP gehen, verwirrt sind oder nach einem Unfall nicht bei Bewusstsein sind.

Die Dokumentation auf Papier erscheint mir inzwischen etwas ... veraltet... und die Aufbewahrung von Wertgegenständen in unserem Ambulanztresor ist ja auch nicht optimal..
Nutzt ihr Tüten, die einmal zugeklebt, nicht mehr geöffnet werden können (ähnlich wie die Labortaschen, die eine Klebenaht haben) oder habt ihr noch andere Lösungen?
Wie/wo dokumentiert ihr das?

Danke für eure Erfahrungen.
 

InetNinja

Poweruser
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In unsere ZNA werden Wertgegenstände erst nach dem 4 Augenprinzip dokumentiert und dann in einer Tüte in einem entsprechenden abschließbaren Schrank weggeschlossen. Bargeld, Schmuck etc. wird noch extra in einem Safe eingeschlossen. Diesen Schlüssel hat nur der Schichtleiter. Der andere Schrank beherbergt Kleidung, Gehstöcke etc.

Die Gegenstände wird nur autorisierten ausgegeben. Bzw. geht anschließend mit auf die Station und wird entsprechend auch dokumentiert. Entweder holt es der Pat. angehörige, oder Betreuer selber ab oder die Stationsschwester dokumentiert die Entgegennahme.

So habe ich es auch in meinen Lehrkrankenhaus gelernt. Dort wurde dieses Prinzip auch bei elektiven Operationen mit verschließbaren Boxen gemacht die anschließend in einem verschlossenen Raum gelagert wurden. Entsprechend wurden sie später auf Station geschickt. Allerdings hatte man da kein 4 Augenprinzip. Bei den elektiven hat der Pat. das Wertsachenprotokoll bei der entgegennähme der Schwester auch nochmal unterschrieben.

Ich fände eigentlich sowas ähnliches wie in Schwimmbädern gut. Bei uns wäre das vor der ZNA sogar umsetzbar. Wir haben da einen großen Vorraum der von Sicherheitsleuten ohnehin überwacht ist. Da könnte man auch solche 1Euro Spinde hin machen.
 
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aquarius2

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Wäre toll, wenn das überall so laufen würde! Ich meine wie bei Nina
 

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