Schwangerschaft - eine Krankheit?

Ich denke, dass im ambulanten Bereich einfach Grenzen gesetzt sind. Wie will ich in einer Firma, die vielleicht 10 Leuts beschäftigt den ohnehin schon mit der heißen Nadel gestrickten Dienstplan so umstellen, dass ich eine Schwangere sinnvoll beschäftigen kann.

Hamburg hat seinen Ärzten übrigens ff. informiert:
http://www.hamburg.de/contentblob/1718666/data/d01-aerzteinfo-beschaeftigungsverbote.pdf
http://www.hamburg.de/contentblob/121416/data/muster-gefaehrdungsbeurt-muetter.pdf

warum machen eigentlich so wenige AG von ihrem recht Gebrauch udn sprechen ein betriebsbedingtes Beschäftigungsverbot aus? Geht das nicht? Oder woran liegt es?

Elisabeth
 
Zum Thema Dienstplan hab ich auch was:
Mein juni sah so aus: 8Tage arbeiten,1Tag frei,dann 7Tage arbeiten,1 Tag frei,dann 3 Tage arbeit und 2 Tage frei,dann 6Tage arbeiten,wieder nur 2Tage frei...knackig.

Ich habe mich bei der SL beschwert,da kam nur: Geht nich anders,viele haben Urlaub und sind krankgeschrieben!:evil1:

Habs durchgezogen,weil ich keinen wirklichen Grund hatte mich dann auch krankschreiben zu lassen,obwohl es die 90 Stunden pro Doppelwoche überschritten hat. Also,es gibt auch schwangere die ihrem AG entgegenkommen,obwohl das gesetz etwas vorgibt...selbst schuld. das hab ich zum letzten mal gemacht,da nichtmal ein "danke" kam...
 
War da nicht was mit einer gesetzlichen Vorgabe für Schwangere: innerhalb von 14 Tagen nur 90 Arbeitsstunden?
http://www.bgw-online.de/internet/g...Pflege/Mutterschutz__DL,property=download.pdf

Es sollte dich mehr als wenig interessieren, was dein AG für Probleme in der Urlaubszeit oder mit dem Krankenstand hat. Solltest ihn mal drauf hinweisen, dass du bei der Überbelastung auch schnell ausfallen könntest.

Man sollte seine Rechte schon kennen und diese per Fakten auch einfordern. Wenn dies net reicht, gibts da doch noch ne Behörde, die gegen solche Verstöße aktiv wird.

Elisabeth
 
Hallo Elisabeth,
ja du hast völlig recht, dass habe ich auch gesagt dass im Mutterschutzgeset vorgeschrieben ist nicht mehr als 90 Stunden pro Doppelwoche zu arbeiten. Daraufhin bekam ich die Antwort:"Das musste mir aber zeigen":rofl:

Bei uns auf Station liegt nichtmal eine Kopie vor,so wie ich hier gelesen hab ist es eig. Vorschrift...

Wie gesagt,war er das letze mal in dieser Schwangerschaft dass ich meinem AG entgegengekommen bin.Traurig,weil ich eigentlich nicht so bin,aber mir ist mein ungeborenes Kind wichtiger.
Jetzt habe ich mich heute an meinem letzten Tag vor meinem Urlaub auchnoch krankgemeldet,weil mein Rücken streikt und ich mir sicher keine Schmerzmittel einbau,nur um leistungsfähig zu sein.

Zwei Wochen Uralub,ich werde sie sowas von genießen:cheerlead:
Liebe Grüße
 
Hallo Elisabeth,
ja du hast völlig recht, dass habe ich auch gesagt dass im Mutterschutzgeset vorgeschrieben ist nicht mehr als 90 Stunden pro Doppelwoche zu arbeiten. Daraufhin bekam ich die Antwort:"Das musste mir aber zeigen":rofl:

§ 8 Absatz 1 im Mutterschutzgesetz - damit du beim nächsten Mal besser vorbereitet bist. ;)
 
Oder man hat einen einen guten Frauenarzt der einen krank schreibt
wenns nötig ist!!
Bei mir wars so, dass ich 2008 als ich meiner Chefin sagte das ich schwanger
bin, die sofort meine Touren umgeändert haben, dass ich nur Behandlungs-
pflege hätte machen müssen, was ich echt entgegenkommend fand.
Dann aber als ich noch einen Termin beim Frauenarzt hatte, und sich
rausstellte das es Zwillinge sind hat meine Ärztin sofort Berufsverbot
erteilt, da es ja eine Risikoschwangerschaft ist, sagte sie mir.
 
Bei mir wars so, dass ich 2008 als ich meiner Chefin sagte das ich schwanger bin, die sofort meine Touren umgeändert haben, dass ich nur Behandlungspflege hätte machen müssen, was ich echt entgegenkommend fand.

Ich finde es eher unverantwortlich. Hast du schonmal überlegt, was auch dabei dir und deinen Kindern hätte passieren können?

1. Autofahren
2. Stechen an gebrauchten Kanülen
3. Belastung beim Anziehen von Kompressionsstrümfen
usw.

Les dir bitte gerade diesen Thread nochmal aufmerksam durch. Solche PDLs wie deine gehören aus dem Verkehr gezogen. Und du bist noch Dankbar:twisted:.

Herzlichen Glückwunsch.
 
Auch wenn der letzte Beitrag nun schon ne Weile her ist möchte ich noch meine Erfahrung dazu mitteilen.
Ich bin (inzwischen im 8. Monat) schwanger und arbeite im OP. Bei uns lief das so dass ich gefragt wurde wieviel ich mir noch zutraue und dem entsprechend werde ich eigentlich weiter als "volle Kraft" eingesetzt -im Rahmen der gesetzlichen Regeln. Aber: ich hatte bisher auch kaum Beschwerden und habe ganz tolle Kollegen die mich unterstützen wenns mal nicht so geht.
Eine Kollegin wurde kurz nach mir schwanger und kämpfte von Anfang an mit Beschwerden, dem entsprechend wird sie eben mehr "geschont" und bleibt auch öfter mal aussen vor.
Ich finde, man sollte sich klaro an die gesetzlichen Vorgaben halten, aber jede Schwangerschaft ist anders und jede Schwangere eben auch und man darf nicht von "unkollegial" sprechen nur weil jemand sagt sie ist schwanger, fühlt sich nicht gut, kann nicht arbeiten etc.
Wenn man sowas sagt sollte man -meiner Meinung nach- am besten gleich nur Männer einstellen, damit umgeht man das Problem, die können nicht schwanger werden (nein, sollte man natürlich nicht, diskriminierung!! Aber ich finde es schrecklich wenn man die schönste Sache der Welt nur unter dem Aspekt "dann kann die ja nicht mehr richtig arbeiten" hinstellt!!)
Liebe Grüße
Dani
 
Aber ich finde es schrecklich wenn man die schönste Sache der Welt nur unter dem Aspekt "dann kann die ja nicht mehr richtig arbeiten" hinstellt!!)

Genauso schrecklich finde ich es, wenn Schwangere diese schönste Sache der Welt unter den Aspekt "prima, dann brauche ich ja jetzt nur noch anwesend zu sein auf der Arbeit, oder melde mich krank, wenn ich keinen Bock habe" hinstellt.
 
Solche Leute gibts sicher auch. Aber die gibt es auch unter den Nicht-Schwangeren und die haben diese Einstellung ein bißchen länger als 9 Monate....
 

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