Kinderkrankenpflegeausbildung abbrechen

AlessiaSophia

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Hey,

Ich mache jetzt seit fast einem halben Jahr die Ausbildung zur Kinderkrankenpflegegerin und habe gerade meine Probezeit bestanden. Nun ist es so, dass ich seit meinem ersten Einsatz daran zweifle, dass die Ausbildung und der Beruf an sich das richtige für mich ist.

Ich habe vor der Ausbildung ein FSJ im Kreißsaal gemacht und mich auf Grund der Erfahrungen dort gegen die Hebammen und für die Kinderkrankenpflege Ausbildung entschieden.
Alle Probleme, die ich im Folgenden anspreche hatte ich während meinem FSJ gar nicht oder nicht so ausgeprägt. Ich weiß aber auch, dass ich keine Hebamme werden möchte.

Wie gesagt bin schon länger am Überlegen die Ausbildung abzubrechen und ich hoffe, dass mir hier jemand bei der Entscheidung weiter helfen kann.

Gründe um die Ausbildung abzubrechen:

1. Ich komme mit dem Schichtdienst nicht wirklich klar. Zur Frühschicht muss ich mich immer quälen und habe wenn ich nachmittags wieder zu Hause bin absolut keine Energie mehr im auch nur irgendwas zu machen. Ich bin während der Praxis auch allgemein immer übermüdet und total kraftlos.
2. In meiner Freizeit tanze ich sehr gerne, allerdings gibt es in meiner Tanzschule nur Nachmittagskurse, so dass ich ständig nicht hingehen kann, sobald ich Spätdienst habe. Und das gilt irgendwie für alles was ich während der Schule in meiner Freizeit mache. Ein Job ohne Schichtdienst wäre da viel praktischer. Das klingt vielleicht nicht so wichtig, aber mich belastet das schon.
3. Während der Praxis musste ich mich jeden Tag zur Arbeit quälen und bin immer mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit gegangen. Ich hatte auch während der Arbeit schlechte Laune.
4. Ich bin ein Familienmensch, weshalb es für mich immer blöd ist, wenn ich an Feiertagen oder so arbeiten muss.
5. Ich will später auf jeden Fall Kinder haben, und da fände ich es auch blöd, an den Wochenenden und Feiertagen oft nicht da zu sein. Das wusste ich natürlich schon vor der Ausbildung, aber da dachte ich noch, dass sich diese Nachteile für den Beruf lohnen.
6. Mir geht es während der Arbeit einfach nur schlecht und komme deshalb oft heulend nach Hause.
7. Mir ist in der Schule unglaublich langweilig, was nicht daran liegt dass mich die Themen an sich nicht interessieren, sondern dass wir immer nur an der Oberfläche kratzen. Außerdem fühle ich mich ständig unterfordert. Ich mag es Dinge zu lernen, wenn ich mich für sie interessiere, und ich habe immer das Gefühl dass in der Schule viel Zeit für Dinge draufgeht, die entweder relativ simpel sind und trotzdem tausend mal besprochen werden oder in der Praxis absolut keinen Nutzen haben.
8. Auch wenn ich sehr gerne mit Menschen arbeite mag ich es, Dinge auf eigene Faust zu machen. Außerdem bin ich jemand, der gerne sein eigener Chef ist. Beides ist in der Pflege nicht der Fall
9. Ich kann mir nicht vorstellen den Beruf für den Rest meines Lebens auszuüben. Ich dachte immer, die Pflege wäre einigermaßen abwechslungsreich, aber der Stationsalltag fühlt sich für mich sehr eingefahren an und ich habe mich auch da gelangweilt.
10. Ich hatte schon vor der Ausbildung psychische Probleme, und ich habe das Gefühl, dass der Stress und die große Verantwortung dass nur noch schlimmer machen. Hinzu kommt dass ich wirklich Probleme damit habe, während der Praxis regelmäßig zu essen und mich um meinen Haushalt zu kümmern.

Gründe die für die Ausbildung sprechen:

1. Ich liebe die Arbeit mit Kindern.
2. Ich habe Angst es später zu bereuen, wenn ich abbrechen würde
3. Bis jetzt war ich nur auf der Allgemein Pädiatrie, Einsatzorte für die ich mich mehr interessiere, wie Neo, Psychiatrie und ambulante Pflege werden erst innerhalb der drei Jahre drankommen. Allerdings habe ich auch Probleme mit dem Gedanken, diese Einsätze abzuwarten, weil ich Angst habe so nur unnötig Zeit zu verschwenden.
4. Ich bin schon 21 und wenn ich jetzt oder noch später was neues anfange, bin ich noch älter, wenn ich denn dann mal fertig bin.
5. Eigentlich interessiere ich mich für medizinische Themen.
6. Ich wäre wahrscheinlich enttäuscht von mir, dass ich es nicht hinbekommen würde, die Ausbildung durchzuziehen.
7. Meine Eltern würden mir garantiert davon abraten, abzubrechen.
8. Ich weiß zwar grob was mich interessiert, aber ich habe noch keine konkrete Vorstellung, was ich denn stattdessen machen möchte.


Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder sonst irgendwie einen Tipp für mich hat.

Danke schonmal
 

Jillian

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Hallo,
Allein Punkt 1, 4 & 5 aus der Kontraliste lassen mich fragen, wieso du überhaupt den Beruf ergriffen hast. Das sind doch Dinge, die man schon vor Beginn der Ausbildung weiß, erst Recht wenn man wie du schon im Vorhinein ein Praktikum gemacht hat. Wenn du so genau weißt, dass das nicht deins ist, verstehe ich nicht, wieso du die Ausbildung überhaupt begonnen hast. Das soll kein Vorwurf sein, aber für mich ist solches Verhalten schon fast masochistisch angehaucht.

Bezüglich Punkt 4, 5, 7 & 8: 21 ist kein Alter, in dem man sich Sorgen machen muss, keinen Beruf mehr zu finden. Ich habe meine Ausbildung zur GUK erst mit 27 begonnen. Im Lebenslauf ist eine abgebrochene Ausbildung zwar kein Highlight, aber wenn du das gut begründen kannst ("Ich habe abgebrochen weil ich gemerkt habe, dass X und Y usw..."), kann man es sogar als Pluspunkt umdeuten, denn damit zeigst du, dass du selbstreflektiert genug bist zu erkennen, was dir gut tut und wo deine Fähigkeiten enden.

Ich glaube, wäre ich in deiner Position, würde ich spätestens jetzt abbrechen. Berufe im medizinischen Kontext gibt es noch so einige, auch solche, die deine Plus-Liste bedienen würden.
 

AlessiaSophia

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Hallo,
Allein Punkt 1, 4 & 5 aus der Kontraliste lassen mich fragen, wieso du überhaupt den Beruf ergriffen hast. Das sind doch Dinge, die man schon vor Beginn der Ausbildung weiß, erst Recht wenn man wie du schon im Vorhinein ein Praktikum gemacht hat. Wenn du so genau weißt, dass das nicht deins ist, verstehe ich nicht, wieso du die Ausbildung überhaupt begonnen hast.
Ich weiß selbst nicht genau warum, aber während dem FSJ hat sich das alles nicht so schlimm angefühlt. Vielleicht weil ich wusste dass das FSJ zeitlich begrenzt ist. Und was den Schichtdienst und so angeht, dachte ich halt, dass ich die ganzen Nachteile schon ertragen kann, weil mir der Beruf und das was ich anderen Menschen damit geben kann wichtig genug ist. Aber das fällt halt mit der Zeit immer mehr weg.

Berufe im medizinischen Kontext gibt es noch so einige, auch solche, die deine Plus-Liste bedienen
Was würdest du denn vorschlagen?
 

Jillian

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Was würdest du denn vorschlagen?
Spontan fiel mir beim Lesen deines Beitrags "MFA in einer Kinderarztpraxis" ein. Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit würde hier im Regelfall schon mal wegfallen, du hast eine medizinische Tätigkeit im direkten Kontakt zu Kindern. Innerhalb deines Kompetenzrahmens kannst du dich, wie in jedem anderen Beruf auch, frei entfalten und eigenverantwortlich handeln und entscheiden.

Vor einer Entscheidung für eine neue Berufsausbildung solltest du aber die von dir erwähnten psychischen Probleme bewältigen, nötigenfalls mit fachlicher Unterstützung.
 

FLORA.BLEIBT

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AlessiaSophia

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Spontan fiel mir beim Lesen deines Beitrags "MFA in einer Kinderarztpraxis" ein. Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit würde hier im Regelfall schon mal wegfallen, du hast eine medizinische Tätigkeit im direkten Kontakt zu Kindern. Innerhalb deines Kompetenzrahmens kannst du dich, wie in jedem anderen Beruf auch, frei entfalten und eigenverantwortlich handeln und entscheiden.

Vor einer Entscheidung für eine neue Berufsausbildung solltest du aber die von dir erwähnten psychischen Probleme bewältigen, nötigenfalls mit fachlicher Unterstützung.
Ich bin mir ehrlich gesagt ziemlich sicher dass ich keine MFA Ausbildung machen möchte, eifnsch weil mir das zu viel organisatorisches und so ist. Ich glaub nicht dass ich glücklich werde, wenn ich hauptsächlich an der Rezeption sitze oder Blut abnehme. Aber danke trotzdem für den Vorschlag
 

malu68

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Mir macht das hier den Eindruck ala "wasch mich, aber mach mich nicht nass"
Du hast für dich ja schon ziemlich genau eruiert, was dich stört. Das klingt ja eigentlich schon ziemlich differenziert.
Du hast aber keinen Plan B....
Natürlich hat dir Ausbildung für dich auch Vorteile, die du ja auch benennst.

Deine Eltern spielen dabei allerdings keine Rolle, denn du musst in dem Beruf arbeiten und niemand sonst.

Ich habe vor 32 Jahren die Ausbildung gemacht, allerdings in der Erwachsenenpflege. Mir war auch in der Ausbildung schon klar, dass Pflege am Bett nicht mein Ding war.
Jedoch stand bei mir auch das medizinische Interesse immer im Vordergrund.
Also hab ich die Ausbildung durchgezogen, hatte auch bei manchen Einsätzen nur den Wunsch, sie mögen schnell vorbei gehen.... aber andere fand ich auch super interessant.
Die Ausbildung allgemein halte ich für eine super Basis, um später in verschiedenste Richtungen zu gehen.
So bin ich nach der Ausbildung erstmal für 7 Jahre in eine Praxis gegangen, dann später war ich 12 Jahre auf einer Wochenstation, danach 5 Jahre ZNA, jetzt seit 4 Jahren wieder Praxis und ab 1.10. wieder eine ZNA, weil ich gemerkt habe, dass Praxis heute auch nicht mehr mein Ding ist und das Arbeiten in der ZNA eigentlich genau mein Ding ist. (Die Gründe, warum ich vor 4 Jahren dort weg bin, hatten nichts mit der Arbeit zu tun, sondern es gab andere Gründe).

Was ich dir damit sagen will ist, dass du, wenn du die Ausbildung geschafft hat, eigentlich im nicht-ärztlichen Bereich fast alle Möglichkeiten hast: OP, Ambulanz, verschiedene Fachrichtungen, Funktionsbereiche wie Endoskopie, Dialyse oder Praxis, Kindergarten, ambulante Pflege......oder mit entsprechender WB Leitungsfunktion oder in Richtung Lehrberuf,....
Schau doch hier mal auf die Funktion in den diversen Avatars.... da kannst du sehen, wie vielfältig der Beruf sein kann.

Ich würde es jedenfalls immer wieder tun....obwohl Pflege am Bett bis heute nicht mein Ding ist...... ich liebe meinen Beruf trotzdem und bin stolz darauf, auch wenn die Arbeitsbedingungen seit einiger Zeit zu wünschen übrig lassen....
 

FLORA.BLEIBT

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Das denke ich aufgrund deinen Bedenken die du geäußert hast, du wirst langfristig nicht glücklich sein in dem Job. Dann lieber jetzt nen Wechsel...
 

Jillian

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Ich bin mir ehrlich gesagt ziemlich sicher dass ich keine MFA Ausbildung machen möchte, eifnsch weil mir das zu viel organisatorisches und so ist. Ich glaub nicht dass ich glücklich werde, wenn ich hauptsächlich an der Rezeption sitze oder Blut abnehme.
Als GU(K)P bist du ebenfalls ein Organisationstalent. Darin unterscheidet sich die MFA nicht sonderlich.

Aber gut. Du hast deine Wunschvorstellungen, und die passen wohl zu keinem Beruf, den es derzeit zu geben scheint. Den Pokal der Suche nach dem Goldschatz gebe ich also an dich zurück. Deine hohen Ansprüche an einen Job scheinen nicht einfach zufriedenzustellen zu sein. Mein letzter Tipp: Besuche eine Jobbörse. Informiere dich über die möglichen Varianten an Berufsbildern im medizinischen Sektor, sprich mit Fachleuten und Arbeitgebern. Klemm dich hinter Google und nerve das Jobcenter. Ich sehe allerdings keine guten Chancen, wenn du weiter mit deiner "Mach mich nicht nass" Einstellung nach einer Beschäftigung suchst. Aber das ist nur eine Vermutung von mir, die gerne entkräftet werden darf. Mein Interesse an deiner Laufbahn ist auf jeden Fall geweckt.
 
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AlessiaSophia

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Als GU(K)P bist du ebenfalls ein Organisationstalent. Darin unterscheidet sich die MFA nicht sonderlich.

Aber gut. Du hast deine Wunschvorstellungen, und die passen wohl zu keinem Beruf, den es derzeit zu geben scheint. Den Pokal der Suche nach dem Goldschatz gebe ich also an dich zurück. Deine hohen Ansprüche an einen Job scheinen nicht einfach zufriedenzustellen zu sein. Mein letzter Tipp: Besuche eine Jobbörse. Informiere dich über die möglichen Varianten an Berufsbildern im medizinischen Sektor, sprich mit Fachleuten und Arbeitgebern. Klemm dich hinter Google und nerve das Jobcenter. Ich sehe allerdings keine guten Chancen, wenn du weiter mit deiner "Mach mich nicht nass" Einstellung nach einer Beschäftigung suchst. Aber das ist nur eine Vermutung von mir, die gerne entkräftet werden darf. Mein Interesse an deiner Laufbahn ist auf jeden Fall geweckt.
Wir haben bis jetzt über genau zwei Berufe gesprochen, das heißt doch noch lange nicht, dass ich an jedem Beruf etwas auszusetzen habe. Ich weiß nicht ob das zu viel verlangt ist, aber ich möchte einfach einen Beruf, der mich glücklich macht, oder zumindest nicht dazu beiträgt, dass es mir schlechter geht.
Der Anspruch war ja auch gar nicht, dass hier jemand einen neuen Job für mich findet, eigentlich wollte ich nur Meinungen zu meiner jetzigen Situation hören, und die hast du ja geschrieben, also vielen Dank dafür! Ich habe nur nachgefragt, weil du erwähnt hattest, dass dir mehrere Jobs einfallen, die vielleicht zu mir passen würden.
Und wegen der Ansprüche : So viele hab ich eigentlich gar nicht, ich würde ja zum Beispiel auch im Schichtdienst arbeiten, wenn die Arbeit mich erfüllt und glücklich macht und ich weiß wofür ich diese Belastung auf mich nehme. Ich dachte dass mir die GuKi Ausbildung dieses Gefühl geben kann, tut sie aber zur Zeit nicht.
 

AlessiaSophia

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Du hast für dich ja schon ziemlich genau eruiert, was dich stört. Das klingt ja eigentlich schon ziemlich differenziert.
Du hast aber keinen Plan B....
Natürlich hat dir Ausbildung für dich auch Vorteile, die du ja auch benennst.

Deine Eltern spielen dabei allerdings keine Rolle, denn du musst in dem Beruf arbeiten und niemand sonst.

Ich habe vor 32 Jahren die Ausbildung gemacht, allerdings in der Erwachsenenpflege. Mir war auch in der Ausbildung schon klar, dass Pflege am Bett nicht mein Ding war.
Jedoch stand bei mir auch das medizinische Interesse immer im Vordergrund.
Also hab ich die Ausbildung durchgezogen, hatte auch bei manchen Einsätzen nur den Wunsch, sie mögen schnell vorbei gehen.... aber andere fand ich auch super interessant.
Die Ausbildung allgemein halte ich für eine super Basis, um später in verschiedenste Richtungen zu gehen.
So bin ich nach der Ausbildung erstmal für 7 Jahre in eine Praxis gegangen, dann später war ich 12 Jahre auf einer Wochenstation, danach 5 Jahre ZNA, jetzt seit 4 Jahren wieder Praxis und ab 1.10. wieder eine ZNA, weil ich gemerkt habe, dass Praxis heute auch nicht mehr mein Ding ist und das Arbeiten in der ZNA eigentlich genau mein Ding ist. (Die Gründe, warum ich vor 4 Jahren dort weg bin, hatten nichts mit der Arbeit zu tun, sondern es gab andere Gründe).

Was ich dir damit sagen will ist, dass du, wenn du die Ausbildung geschafft hat, eigentlich im nicht-ärztlichen Bereich fast alle Möglichkeiten hast: OP, Ambulanz, verschiedene Fachrichtungen, Funktionsbereiche wie Endoskopie, Dialyse oder Praxis, Kindergarten, ambulante Pflege......oder mit entsprechender WB Leitungsfunktion oder in Richtung Lehrberuf,....
Schau doch hier mal auf die Funktion in den diversen Avatars.... da kannst du sehen, wie vielfältig der Beruf sein kann.

Ich würde es jedenfalls immer wieder tun....obwohl Pflege am Bett bis heute nicht mein Ding ist...... ich liebe meinen Beruf trotzdem und bin stolz darauf, auch wenn die Arbeitsbedingungen seit einiger Zeit zu wünschen übrig lassen....
Was magst du denn an der ZNA?
 

malu68

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Was magst du denn an der ZNA?
DAs arbeiten n einer ZNA ist unberechenbar. du weisst nie,wie der Tag wird. Es gibt (zugegebenermaßen selten) Tage, da ist nicht viel los und dann gibt es wieder (häufig) Tage, an denen du nicht weisst, was du zuerst tun sollst.
Das Team in einer ZNA hat eine eigene Dynamik, man kann sich blind aufeinander verlassen, man hilft sich gegenseitig und das Arbeiten mit den Ärzten geschieht auf Augenhöhe.
Es ist nie langweilig, man muss schnell reagieren können, fachlich breit aufgestellt sein. Die Patienten befinden sich (manchmal auch nur subjektiv) in einer Ausnahmesituation und man braucht eine hohe Sozialkompetenz.
Nervige Patienten erträgt man leichter, wenn man sich vor Augen führt, dass man sie nur einige Stunden betreuen muss bevor sie nach Hause gehen oder auf eine Station verlegt werden.

Arbeiten in der ZNA polarisiert aber auch.... es gibt welche, die würden nie da arbeiten wollen und dann gibt es die, die sich nichts anderes vorstellen können. Dazwischen gibt es wenig.
 

Leander

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Ein Beruf, der dich erfüllt und die glücklich macht?
Meiner Meinung nach hast du eine verklärte Ansicht über das Berufsleben.
Schau dir andere Berufe an, hospitier in anderen Sparten. Dann wirst du automatisch deine Ansprüche reduzieren.

Wenn du weiterhin bei den oben genannten Bedingungen bleiben willst, dann hast du folgende Optionen:
1. Hartz IV
2. Ins Reichtum heiraten.



...manche müssen erst noch erwachsen werden.
 

FLORA.BLEIBT

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-Claudia-

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Ich hatte schon vor der Ausbildung psychische Probleme, und ich habe das Gefühl, dass der Stress und die große Verantwortung dass nur noch schlimmer machen.
Mir geht es während der Arbeit einfach nur schlecht und komme deshalb oft heulend nach Hause.
Es ist legitim, sich einen Beruf zu wünschen, der sich mit dem (geplanten) Privatleben vereinbaren lässt. Aber vielleicht solltest Du Dir Unterstützung bzgl. der seelischen Schwierigkeiten holen, ehe Du eine Ausbildung abbrichst, ohne zu wissen, was Du danach mit Dir anfangen möchtest. Ohne Ausbildung, FSJ oder sonstwas steht Dir noch nicht einmal Kindergeld zu. Wovon willst Du leben?
 
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-Claudia-

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Schon mal über Berufe wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie nachgedacht? Im weitesten Sinne "medizinisch", auch Arbeit mit Kindern möglich und Du hättest die Möglichkeit, einmal eine eigene Praxis zu eröffnen. Es ist kein 9-to-5-job, aber die Arbeitszeiten sind regelmäßiger als in der Pflege.

Nachteil: Es sind allesamt kostenpflichtige Ausbildungen. Du bekommst keine Ausbildungsvergütung, sondern muss der Schule Gebühren bezahlen. Ich weiß nicht, ob Deine Familie dazu in der Lage ist.
 

AlessiaSophia

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Ein Beruf, der dich erfüllt und die glücklich macht?
Meiner Meinung nach hast du eine verklärte Ansicht über das Berufsleben.
Schau dir andere Berufe an, hospitier in anderen Sparten. Dann wirst du automatisch deine Ansprüche reduzieren.

Wenn du weiterhin bei den oben genannten Bedingungen bleiben willst, dann hast du folgende Optionen:
1. Hartz IV
2. Ins Reichtum heiraten.



...manche müssen erst noch erwachsen werden.
Tut mir leid dass ihr wohl alle Berufe habt die euch unglücklich machen. Mir geht es ja nicht darum, dass ich einen Beruf habe, der mich zum glücklichsten Menschen der Welt macht, sondern einen Beruf, der es mit ermöglicht durch andere Dinge glücklich zu werden. Also einfsch einen Beruf der mich nicht unnötig runter zieht. Natürlich gibt es den einen perfekten Beruf nicht, aber nur deshalb muss man ja nicht den Kopf in den Sand stecken und weiter unglücklich sein.
 

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Es ist legitim, sich einen Beruf zu wünschen, der sich mit dem (geplanten) Privatleben vereinbaren lässt. Aber vielleicht solltest Du Dir Unterstützung bzgl. der seelischen Schwierigkeiten holen, ehe Du eine Ausbildung abbrichst, ohne zu wissen, was Du danach mit Dir anfangen möchtest. Ohne Ausbildung, FSJ oder sonstwas steht Dir noch nicht einmal Kindergeld zu. Wovon willst Du leben?
Ich habe zum Glück Eltern die mich da unterstützen könnten, aber ohne einen konkreten Plan würde ich sowieso nicht abbrechen. Und wegen der psychischen Schwierigkeiten: das ist auch ein Punkt der gegen die Ausbildung spricht. Ich hab leider die Erfahrung gemacht dass es sehr schwierig ist einen Therapeuten zu finden, der dir mit Schichtdienst einen Platz anbieten kann.
 

malu68

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Tut mir leid dass ihr wohl alle Berufe habt die euch unglücklich machen. Mir geht es ja nicht darum, dass ich einen Beruf habe, der mich zum glücklichsten Menschen der Welt macht, sondern einen Beruf, der es mit ermöglicht durch andere Dinge glücklich zu werden. Also einfsch einen Beruf der mich nicht unnötig runter zieht. Natürlich gibt es den einen perfekten Beruf nicht, aber nur deshalb muss man ja nicht den Kopf in den Sand stecken und weiter unglücklich sein.
Entweder hab ich die falschen Kekse gegessen oder du... :freakjoint:... irgendwie versteh ich nicht wirklich, was du da erzählst....
 

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