Was erwartet mich in der Kinderkrankenpflegeausbildung?

mac92

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hi,

ich habe 2013 mein fachabi gemacht. Hab mich danach orieniert und als Rettungssanitäter 1 jahre gearbeitet. Parralel Praktikas gemacht.

Ich habe dann auf einer Neugeborenenstation und Neuropädiatrischen Station gearbeitet.

Die Arbeit dort war total schön und aufregend. Habe auch die nicht so schönen Seiten kennengelernt, ein Kind ist verstorben, habe es aber nur kurz beim vorbeigehen auf der Intensiv gesehen.

In meiner Zeit als RS habe ich auch mehrere tote gesehen, aber nie reanimiert.

Da ich schon immer einen guten Draht zu Kindern habe und mich das medizinische total interessiert, habe ich nun die Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger angefangen. Das war von 1 Woche.

Die Schule ist super, die Mitschüler auch, die Lehrer, hab meine traumwohnung gefunden und die Klinik ist so toll.

Trotzdem plagen mich ein paar Unsicherheiten und bitte um Auskunft, wäre wirklich sehr dankbar.

Ich habe trotzdem Angst den Belastungen nicht standhalten zu können, sprich wie geht ihr um wenn ein Kind stirbt bzw. wie oft passiert dies im Durchschnitt. Wächst man mit den Aufgaben?

Musstet ihr schon einmal reanimieren bzw. was erwartet mich in der Notfallambulanz?

Wie sieht der Einsatz auf der Onkologie aus?

Die meisten Mädels in der Klasse (bin der einzige Mann, 21) freuen sich total wie ich, aber machen sich bei weitem keinen Kopf wie ich. So auf der Art "hach die süßen Babys!"

Mach ich mir jetzt schon zu viele Gedanken?

Wart ihr am Anfang auch so bzw hattet ihr auch viele Sorgen und Befürchtungen ? Mach ich mir unnötig sorgen?

Wird man Schritt für Schritt angeleitet und hat man viel Möglichkeiten über geschehenes zu reden?

habe mich bis vor kurzem und eigenltich auch jetzt auf die Ausbildung gefreut.


Sry ich weiß, ist ein bisschen viel, :-) Wäre dankbar wenn ihr mir rat geben könntet.
 

Elisabeth Dinse

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Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
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Meine Kinder würden sagen "Ganz schmuuuf"- meint mach ganz ruhig/langsam, mach die nicht so viele Gedanken.

Lass einfach alles auf die zukommen. Wenn du es kannst, schraub deine Ansprüche an dich herunter. Du musst nicht perfekt sein. Leiste dir den Mut, zu fragen- auch dann, wenn du meinst, dass der andere dich für dumm hält.

Du wirst in der Ausbildung lernen, wie man mit Leid und Tod umgehen kann. Das wird zum einen über entsprechende Gespräche und Praxisanleitungen erfolgen. Zum anderen werden die Leute in der Ausbildungszeit begegnen, die eine Art Vorbildwirkung haben an denen man sich orientieren kann.

Wenn dich Tod und Sterben schon jetzt so sehr belastet, dass du ständig darüber nachdenken musst- sprich deine Ausbilder an und oute dich.

Elisabeth
 

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