Ab wann Spritzen geben?

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Also wir befinden uns soweit ich weiß in der Durchführungsverantwortung...aber bekommen für den Fall das nachweislich was falsch gelaufen ist in dem Fall wohl nur eine Teilschuld, weil wir angeleitet worden sind und unter Aufsicht gespritzt haben...denke ich jednefalls
 
maniac schrieb:
Also gelernt haben wir es ja in der Schule. Mussten uns auf die Tische legen und dann wurd das Dingen reingekloppt :-)
ohne Kommentar...... hört sich so insgesamt auch nach vorsätzlicher Körperverletzung an....

@mellimaus:
aber bekommen für den Fall das nachweislich was falsch gelaufen ist in dem Fall wohl nur eine Teilschuld, weil wir angeleitet worden sind und unter Aufsicht gespritzt haben...denke ich jednefalls
...wenn der Richter auch so denkt..... vielleicht solltest du dich mal mit mit Leuten unterhalten, die unter Marcumar stehend eine i.m.Injektion bekommen haben.....
 
Ich bin Kinderkrankenschwester und wir dürfen kein Blut abnehmen, haben es auch nie in der Schule besprochen. Allerdings durften wir mit dem Spritzenschein auch ohne Aufsicht s.c. und i.m. spritzen. Da wurde einmal geschaut ob man es kann und dann war gut
 
Tja ich sag mal wenn ein Marcumar Pat. eine i.m. Injektion erhält scheint da ja irgendwas nicht richtig gelaufen zu sein. Entweder wurde der Schüler nicht aufgeklärt oder die Sr. sind allesamt inkompetent.....normalerweise hängen da auch Schilder überm Bett mit dem Hinweis keine i.m. Injekton!!
 
Mellimaus schrieb:
Tja ich sag mal wenn ein Marcumar Pat. eine i.m. Injektion erhält scheint da ja irgendwas nicht richtig gelaufen zu sein. Entweder wurde der Schüler nicht aufgeklärt oder die Sr. sind allesamt inkompetent.....normalerweise hängen da auch Schilder überm Bett mit dem Hinweis keine i.m. Injekton!!

Wo Menschen arbeiten können auch menschl. Fehler passieren. Wie oft wird der Dienstarzt bemüht? Man vergisst ihm mitzuteilen, dass der Pat. z.B. nicht sone flotte Gerinnung hat (ist auch ohne Marcumar möglich). 30 Pat. auf Station, Hektik, Streß und schwupps, schon isses passiert. Der Schüler marschiert stolz mit seiner i.m. Injektion los, wurde schon so oft überprüft und kann nun schon alleine arbeiten. Wetten, dass die Pflegekraft sich hinterher von allem wird versuchen reinzuwaschen? Vom Doc ganz zu schweigen.

Wieviele Kenntnisse sind eigentlich bei Azubis so präsent zu den Medis die da verabfolgt werden: Wirkung, Nebenwirkung, Kontraindikationen? Die Technik des Apllizierens- das lernt man schnell und problemlos. Die Probs lauern in einer ganz anderen Ecke.

Elisabeth
 
Ja nun gut, aber aus dem Grunde kenne ich es nur das ein Schild ans Bett gehangen wird, das der Pat NICHT i.m. gespritzt werden darf....damit sowas erst gar nicht passiert...
 
mellimaus schrieb:
Schild ans Bett gehangen
das wiederum verstösst gegen den Datenschutz......
Warum verweigerst du dich eigentlich, an dem Ursprung/Ursache des Ganzen zu arbeiten? Der Patient hat den Schaden, er hat darunter zu leiden, weil du als Krankenschwester nachlässig/fahrlässig gehandelt hast.
Darum gehts doch eigentlich in diesem Thread, mit "heile heile Sonnenschein" klappt es nur hin und wieder.
Und als Patient habe ich eine (hohe) Erwartung an die Qualität deiner Arbeit, sowie du auch an jeden anderen Verkäufer einer Dienstleistung oder Ware.
 
flexi schrieb:
ohne Kommentar...... hört sich so insgesamt auch nach vorsätzlicher Körperverletzung an....

Ich sollte mich vielleicht wieder etwas gewählter ausdrücken ;-)
In der Tat lagen wir auf den Tischen, aber dann wurde halt nach der Theorie, unter Aufsicht des Direktors punktiert. Nichts gespritzt. Natürlich "mussten" wir nicht, aber es war erwünscht, also ahben wirs alle machen lassen. ich durfte ales Erster pieksen :-)

Achja, zum Thema Datenschutz: Wenn da ein Schild hängt "keine i.m. Injektion" ist das dann schon ein Verstoß - und vor Allem: Kann uns der Pat dafür ein rein würgen?
Falls wirklich ja, so fällt das aber doch dann schon flach wenn wir mit dem Ding ankommen und er nicht sagt das er das nicht möchte. Damit doch die stille Erlaubnis dafür!?

Übrigens dürfen wir bei uns nur unter "Anleitung" bzw. Beobachtung spritzen, wir ahebn zwar sowieso die D-verantwortung, aber sind doch somit schön abgesichert, der Arzt hats deligiert, die Deligierte hats an uns weiterdeligiert :-) kontrolliert dies aber...
 
Zuletzt bearbeitet:
flexi schrieb:
Warum verweigerst du dich eigentlich, an dem Ursprung/Ursache des Ganzen zu arbeiten? Der Patient hat den Schaden, er hat darunter zu leiden, weil du als Krankenschwester nachlässig/fahrlässig gehandelt hast.

Wrum gefällt mir der Ton jetzt nicht? Warum sprichst du so als ob irgendjemand bestimmtest einen Fehler gemacht hat? Und unterlass mal bitte die "DU" Form, denn ICH habe gar nichts gemacht.
Und was den Datenschutz angeht steht da nicht das der Patient Marcumar bekommt sondern das er nicht i.m. gespritzt werden darf. Das ist ja wohl ein kleiner Unterschied.Außerdem wenn der Pat. nichts dagegen hat kannst du x mal sagen verstösst gegen Datenschutz...
Und im übrigen was hat das mit verweigern zu tun. Wenn jemand einen Marcumar Pat. spritz hat er eben ******e gebaut. Das darf nicht passieren. Und wo liegt da jetzt dein Problem.....???Ist langsam alles ein bischen lächerlich....
 
Vielleicht liegt das Problem im Thread selbst: ab wann darf man spritzen? Es ging hier vordergründig um die Applikation. Diese Tätigkeit erfordert keine großen Kenntnisse- nur etwas Übung. Das Problem liegt in der Substanz, die appliziert wird.
Ich wollte lediglich auf die Gefahren hinweisen. Die Reaktion auf diesen Hinweis bestätigt mich allerdings in der Vermutung, dass rechtliche Tatsachen oft vergessen werden, wenn es um "wertvolle" Tätigkeiten geht.

Gibt es eigentlich auch einen Schein für Pflegeberatungen, Pflegvisiten, Pflegeplanungen usw.? Wieviel muss man da nachweisen?

@Maniac; was wäre eigentlich passiert, wenn jemand bei solchen "Spielchen" zu Schaden gekommen wäre? Immerhin durchdringst du die Hautbarriere- auch ohne Applikation von Substanzen. Ich finde, manche Schulen gehen mit ihren Selbsterfahtungsideen doch etwas zu weit.

Elisabeth
 
Was wenn bei der Mundpflege (Selbsterfahrung) jemand abrutscht und die Klemme ins Zahnfleisch rammt oder sonstwas ... Schicksal!
Was genau passiert wäre`? ich hätte dem der mich misshandelt hat eins aufs Maul gehauen !
 
Ich halte eh nicht viel von Selbsterfahrung um der Selbsterfahrung willen.

Diese Spritzen"mut"probe bestätigt für mich mal wieder: wenn man nicht mehr weiß, wie man den Unterricht füllen soll und Action braucht um die Masse zu faszinieren- dann muss eine Selbsterfahrungsübung her. Macht kann ausgelebt werden und die Hierarchie gibt vor, wer in welcher Position zu sein hat.
Tolle Ergebnisse: was hast du konkret gelernt, als dir jemand eine Nadel in den Muskel gestochen hat?

Elisabeth
 
Hallo Elisabeth und Maniac,

wir haben nur Orangen misshandelt, aber bei allen anderen Themen in der Ausbildung waren wir uns auch Gegenseitig "Opfer".

Was habe ich dabei gelernt: Als Patient bin ich immer von der Pflegekraft abhängig.
Ob ich die ausgeführten Tätigkeiten als unangenehm oder erträglich evtl. sogar als angenehm empfinde hängt davon ab wie diese ausgeführt werden.

Die Mundpflege mit der Klemme empfand ich als absolut ekelhaft:x - Seit dem verwende ich dafür keine Klemme mehr - und habe noch immer all meine Finger!

Was das Spritzen anbelangt, die Azubis müssen es lernen, richtig, unter fachkundiger Anleitung. Wenn es im Unterricht besprochen wurde.

Meine erste i.m. Spritze die ich einem Patienten verabreicht habe, war für den sicher nicht sehr angenehm, da ich vermutlich mehr Angst hatte etwas falsch zu machen, als der Patient vor der Spritze:(
Mittlerweile habe ich sehr viele Spritzen verpasst und kann unsere Schüler noch immer verstehen wie es vor dem "Ersten Mal" ist.

Aber ich kann's halt nur lernen, wenn ich's mache - anders geht's halt nicht.

Maniac ich finde es von deiner Schule mutig, es an euch auszuprobieren, aber eigentlich nicht wegen der Gefahr den Ischias zu treffen, sondern wegen der Infektionsgefahr mit Spritzenabszess. Ich nehme an du hast es ohne bleibenden Schaden überlebt?:mryellow:

CU
Narde
 
Elisabeth Dinse schrieb:
Tolle Ergebnisse: was hast du konkret gelernt, als dir jemand eine Nadel in den Muskel gestochen hat?

Elisabeth

Also in erster Linie geht es darum das ich das "stechen" gelernt habe. Und zwar unter kompetenter Aufsicht, die mich BEIM durchführen angeleitet hat, eventuelle Fehler korrigiert aht oder Tips gegeben hat. Auf Station weiß man nie wer das richtig macht, macht nämlich jeder anders. Jetzt weiß ICh, wie ICh es mache!

So, als Zweiteres geht es um die Erfahrung wie es ist gestochen zu werden. Wenn ich die Injekltion jetzt am Pat durchführe und sage "das tut nicht weh" ... dann tut es weh. Dann kann ich ja sagen "tja, wusste ich nicht..." oder wie???
Nachdem ich selbst gestocehn wurde kann ich de Pat sagen das es jetzt nen Druckschmerz gibt usw. Und zwar nicht weil ich es irgendwo mal gelesen hab sondern weil ich WEIß wie es ist!
Wie oft hört man von nem Pat wenn man ihn stechen will (sei es sc oder im oder meinetwegen auch iv) und man sagt das tut nicht weh, nur n lkeichter Pieks "Sie haben ja keine Ahnung lassen sie sich mal stechen bevor sie das behaupten" oder "haben sie das auch schonmal gekriegt??" als gegenfrage. Dann kann ich sagen, ich weiß wie das ist und ja, ich wurde schon gepiekst...!
Bringt einfach mehr Nähe und Aufrichtigkeit!

Ausserdem ist nun wirklich nichts dabei wenn man das an sich selbst probiert. Wenn jemand ne Nadelphbie hat, OK, aber sonst ... WEICHEI ;-)
 
narde2003 schrieb:
Maniac ich finde es von deiner Schule mutig, es an euch auszuprobieren, aber eigentlich nicht wegen der Gefahr den Ischias zu treffen, sondern wegen der Infektionsgefahr mit Spritzenabszess. Ich nehme an du hast es ohne bleibenden Schaden überlebt?:mryellow:

CU
Narde

Wird ja alles korrekt durchgeführt - dann kann auch nichts passieren, ausser vielleicht etwas Schmerzen oder paar Tröpfchen Blut...
Wir habens alle überlebt :)
Und ich fühl mich sicherer nachdem mir der fachkundige Dozent (=Direktor ,der auch was drauf hat) dirkt danach gesagt hat genau so und nicht anders war es richtig, als wenn mir irgendne Sr das später auf Station das gesagt hätte...
 
Maniac schrieb:
Ausserdem ist nun wirklich nichts dabei wenn man das an sich selbst probiert. Wenn jemand ne Nadelphbie hat, OK, aber sonst ... WEICHEI

Du bist sicher, dass du nicht ne masoschistische Ader hast? *fg*

Wieso kann der Dozent eigentlich nur per Selbsterfahrung den Inhalt vermitteln? Traut man ihm sonst nicht? Kann er die Gründe der Wahrnehmung nicht erklären? Wie wird eigentlich katheterisieren gelehrt? Da gibts ja auch ev. Mißempfindungen. *ggg*

Elisabeth
 
Mellimaus schrieb:
Tja ich sag mal wenn ein Marcumar Pat. eine i.m. Injektion erhält scheint da ja irgendwas nicht richtig gelaufen zu sein. Entweder wurde der Schüler nicht aufgeklärt oder die Sr. sind allesamt inkompetent.....normalerweise hängen da auch Schilder überm Bett mit dem Hinweis keine i.m. Injekton!!

hallo Mellimaus,
bei uns im Haus gibt es keine Schilder über den Betten für Marcumar-Pat.

Hab ich auch noch nie gesehen, auch nicht in den anderen Häusern,wo ich tätig war..

Wir haben die i.m.,s.c., Spritzentechnikn durchgenommen, und so wende ich auch nur dies an.

Jedoch hab ich auch schon i.v.Medikamente gegeben, beonders wenn der Pat. einen i.v.-Zugang hat (Neurocil,Lasix,Aspisol,Rivotril...).
Meist versuche ich das dann als Infusion zu verabreichen, jedoch bringt das bei einigen (z.B. Lasix) nichts (Verdünnungseffekt und damit Wirkungsabschwächung).

Wenn unsere Schüler das Spritzen im Kurs durchgenommen haben, wird auf Station auch noch einmal geschaut, wie sie das machen, und dann dürfen sie auch nur diese Techniken anwenden, auch ohne Aufsicht, aber nach Anordung und nicht wild durcheinander.

Wir haben am Anfang einen KP-Helfer gehabt, dem haben meine Kollegen nicht einmal zugetraut, dass er eine Infusion zusammen bekommt (also Besteck in die Flasche).
Nun macht er es allein, und zwar sehr gut.

Und wo wir schon dabei sind..
Ich habe auch Exam. KP-Personal gesehen, die nicht wussten,was sie da taten..
(Eine KS aus Russland..37,5°C rektal waren Fieber bei ihr, 39,0 und mehr dagegen total ok. Und sie hing beinahe eine Infusion an, deren System nicht entlüftet war..das konnte jedoch rechtzeitig verhindert werden, und als mein Kollege es dann entlüftete,war sie entsetzt,weil da ja Wasser reinkommt :fidee: ..
Und ein Pfleger aus nem Pflegeheim hat die ganze Sondenkost im Schuss einlaufen lassen, obwohl der Pat. einen Tag zuvor eine PEG bekommen hatte und somit Kostaufbau das Stichwort war..)
Manchmal weiss ich auch nicht,was die PDL's da einstellen (zumindest sollte man sich vorher von der Kompetenz überzeugen).

Aber zurück zum Thema, wenn ich einen Pat. durch einen Schüler spritzen lassen möchte, sollte ich dem Pat. schon um sein Einverständnis fragen.
Allerdings gehören Schüler ja zum KH, und der Pat. willigt ja mit dem Unterschreiben des Behandlunsgvertrages ein, dass alle notwendigen Massnahmen durchgeführt werden dürfen, auch eben "Körperverletzung" durch das Spritzen.
Jedoch wie schon gesagt, sollte man wissen,welcher Schüler es wirklich kann oder wer nur so daher redet..
Denn wenn etwas passiert, wird die Schwester/der Pfleger dafür zur Verantwortung gezogen, der sich von den Kompetenzen des Ausführenden überzeugt hat.

LG,nic
 
Zuletzt bearbeitet:
Elisabeth Dinse schrieb:
Du bist sicher, dass du nicht ne masoschistische Ader hast? *fg*

Elisabeth

Eigentlich nicht :mryellow:

Bist du eigentlich generell Selbsterfahrungen? ich denke wenn die Situation dies zulässt sollt man das machen. Bei uns wurde auch Dk legen angeboten, aht aber keiner machen lassen wollen ;-)
Auch magensonde legen. In unserem Kurs wollte keiner, dann hab ichs nur an der Puppe gemacht. Im UK jetzt haben es aber ein paar machen lassen ... ich findsa nur positiv - aber mir persönlich war das auch zu viel ;-)
 
Ich bin nicht generell gegen Selbsterfahrung (wäre auch schwierig als BasStim PA).

Aber ich habe mittlerweile den Eindruck, dass Selbsterfahrung das Mittel der Wahl im Unterricht geworden ist. Kann ich was nicht erklären: Selbsterfahrung. Will ich jemandem zeigen, wie "gut" er pflegt: Selbsterfahrung. Bei diesen Selbsterfahrungsübungen wird sehr häufig die Distanz überschritten. Das "Opfer" muss sich unterordnen. Es wird von ihm nicht selten verlangt, seine eigenen Wahrnehmungen und Bedürfnisse zu unterdrücken. Das Ergebnis einer Selbsterfahrung ist in der Regel vorgegeben.

Pflegen wir wirklich besser, wenn wir versuchen Empathie über Selbsterfahrung zu lernen? Auch hier war so schön zu lesen: ich empfand das Üben von... als sehr angenehm. Das werde ich dem Pat. bestimmt auch so anbieten. Problem nur: nicht jeder mag das Gleiche. Was man ev. lernen könnte: nonverbale Kommunikationszeichen zu erkennen. Aber das Erkennen sagt noch nichts über die Aussage des Zeichens aus. Und da stehen wir wieder am Anfang.

Elisabeth
 
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