Wann muss man PEG-Spritzen oder normale Spritzen auswechseln?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Bianca W., 04.06.2008.

  1. Bianca W.

    Bianca W. Newbie

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    Hallo,
    wir sind dabei uns zertifizieren zu lassen. Uns ist eingefallen, wenn man uns fragt, wann wir die Spritzen bei PEG-Trägern auswechseln. Eigentlich sind Spritzen steril-verpackte Einmalartikel, die nach Gebrauch weggeworfen werden sollten, aus hygienischen Gründen. In den Altenheimen sind Spritzen realistisch mindestens 1 Woche in Gebrauch, da die Hausärzte in großen Mengen nicht oder wenig verordnen.
    Wirft man in Krankenhäusern nach verabreichen von Arzneimitteln nach Gebrauch weg, oder benutzt man diese einen Tag lange, wie wird das gehandhabt?

    Bianca W.
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Was macht ihr denn mit den PEG-Spritzen?

    Meinst du damit normale 10 oder 20ml Spritzen, wie sie für alles mögliche benutzt werden? In diesem Fall halt zum Med. zuspritzen...
    Oder was Anderes?

    Wenn ja, das sind wie gesagt 1xArtikel und da die halt für die verschiedensten Medikamente genutzt werden, werden die im KH, idR, nach dem Gebrauch weggeworfen. Also, falls ich sie 2x aufziehen muss um alles was morgens zugespritzt werden muss, zuzuspritzen, dann zieh ich sie auch 2x auf. Ist ja dieselbe Lösung. Danach dann halt weg.
    Ist ein Pfennig-Artikel...

    Edit: Im Internet kostet eine 10er Spritze um die 10-12 Cent.
     
  3. ChristinF

    ChristinF Newbie

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    Hallo,
    also zu meinen Zeiten auf der Inneren haben wir täglich zwei Spritzen pro Patient verwendet, eine für die Med-Applikation und eine um die Sonde zu spülen oder für Bolusgaben von Flüssigkeit, aber da bin ich auch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, kann Dir Freitag ja mal sagen was in unserem STA steht.

    LG Christin:nurse:
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    wie der Name schon sagt, handelt es sich um Einmalartikel, die auch nicht öfter verwendet werden dürfen. Wenn du diese öfters benutzt, trägst du die Verantwortung wenn etwas passiert.

    Früher wurden diese Spritzen für 24 Stunden benutzt, bei einer Benutztungsdauer von 7 Tagen wird mir ganz schwummerig...

    Wir nutzen sie wirklich nur einmal und ich glaube, seit dem haben wir weniger Durchfälle bei den Patienten, allerdings ist das subjektiv.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  5. Angus

    Angus Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen

    Wann entsorgst du zuhause/im Spital das Besteck und deine Teller???
    Wann sterilisierst du zuhause/im Spital dein Besteck und deine Teller???
    :-)knockin:ooh was bin ich für ein böser, blöder, idiot . . . )

    Zum Thema äähm:
    Von der Hygiene her seh ich (persönlich) kein Problem.
    Grund:
    Ob ein Patient die Medikamente Oral zu sich nimmt oder über Peg. Sonde verabreicht bekommt es landet doch alles in der Magensäure.
    Ein Medibecher ist normalerweise auch nicht steril (oder?) warum sollte es also eine Spritze für die Peg Sonde sein?

    Bei uns wird das so gehandhabt:
    Spritze mit Pat. Name und Datum anschreiben.
    Wechsel nach einer Woche, bei sichtbarer Verschmutzung oder bei Abnutzungserscheinungen.

    Nach Medikamentengabe
    Spritze ausspülen/abwaschen, evtl. mit Seife, abtrocknen und in ein Tuch einpacken.
    Vor gebrauch ausspülen und verwenden.

    Bei Norovirus oder stark geschwächten Pat. werden Sterile spritzen verwendet.

    cheers angus
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    auch das ist nicht erlaubt, es bleiben gerne Sporen zurück, Ausser du hast eine Spülmaschine mit einem Strahl direkt in die Spritze.

    Eine Spritze kostet im Centbereich, da ist das Aufbereiten teurer als eine neue Spritze zu benutzen. Ich nenne das sparen am falschen Ende.

    Schönen Tag
    Narde
     
  7. elli42

    elli42 Junior-Mitglied

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    hallo,
    sparen am falschen ende hört sich schrecklich an. leider ist es im heimbereich und auch in der ambulanten pflege so, dass die hausärzte diese artikel verschreiben müssen. nicht jeder hausarzt sieht die notwendigkeit und tut es, was wieder bedeutet der patient bzw. bewohner muß die kosten selbst tragen, was wiederum nicht jeder kann. ich finde es daher unfair, den pfleger oder die schwester zu verurteilen, die so handeln müssen. verurteilt gehören die ärzte, die sich weigern rezepte auszustellen und das gesundheitssystem, dass uns dazu zwingt solche dinge hinzunehmen.
    gruß elke
     
  8. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich kenne den Umgang da nicht, aber könnt ihr nicht den Angehörigen sagen was Sache ist?

    Wir benötigen ein 100er Pack 10er Spritzen, aus dem und dem Grund...

    OK, so mittendrin, nachdem es Jahr so läuft ist das natürlich schlecht möglich ;)
     
  9. elli42

    elli42 Junior-Mitglied

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    hallo,
    ich denke mal bei uns läuft, dass so wie woanders auch. man spricht mit den angeghörigen und mit dem pat. oder bewohner, doch raus kommt dabei nicht viel. sowie es an den eigenen geldbeutel geht ist für die meisten schicht im schacht. leider erleben wir das immer wieder. aussagen wie :" das muß doch in der pflege drin sein", "das muß die krankenkasse bezahlen" oder " dafür reicht die rente oder das pflegegeld nicht" sind an der tagesordnung. auch wenn man ihnen erklärt was so eine 100er packung (100 stck 10 ml spritzen ca. 10-20€) kostet und wie lange die reichen, hilft das nichts. die generation die zur zeit pflege benötigt, hat leider immer noch nicht verinnerlicht, dass die gelder der pflegeversicherung ein zuschuss zur pflege ist, und nicht die gesammte pflege damit abgedeckt ist.
    gruß elke
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wer zerstößt Medikamente in einem sterilen Mörser?

    Sind Babyflaschen im KKH Einmalartikel?

    Wird das Essen (Ausnahmen bestätigen die Regel) auf sterilen Tellern gereicht?

    Wie hoch ist die Keimzahl nach der Benutzung der Spritzen? Wie kann so gearbeitet werden, dass diese Kontamination reduziert oder vermieden wird? Wie erfolgt die Aufbewahrung der benutzten Spritzen?
    Diese Fragen sind im KKH sicher anders zu beantworten als in der Heimsituation bzw. häuslichen Pflege. Stichwort: begrenztes Keimreservoir.

    Vom Gefühl her würde ich also im KKH zum Verwerfen tendieren. Fakten pro wären: unklare Keimbelastung auf der Station, keine adäquate Aufbewahrungsmöglichkeit.

    Elisabeth
     
  11. narde2003

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    Hallo,

    es geht hier nicht um eine Grundsatzdiskussion, die Threadstarterin hat bezüglich der Zertifizierung gefragt, den Visitatoren wird man diese Sichtweise sicher nicht nahelegen können.

    Elisabeth, unsere Babyfläschchen werden thermisch aufbereitet. Dein Vergleich mit dem Geschirr hinkt in meinen Augen, dies wird nämlich auch thermisch desinfiziert und bei 93 Grad gespült, sowie die Temp. in der Spüle über eine bestimmte Zeit gehalten.

    Stelle ich eine Spritze in die Spülmaschine wird diese nicht überall gespült, es verbleiben Reste im im Ansatzkonus der Spritze, da wiederum setzen sich dann vtl. Keime fest.

    Schönen Abend
    Narde
     
  12. veronika

    veronika Newbie

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    ich denke, jedes krankenhaus hat eigene standards mit welchen gearbeitet wird.
    bei uns gilt: wechsel von "alexanderspritzen" (100ml) alle 24 stunden
    mit dieser wird nahrung, medikamente und wasser verabreicht- nicht gemeinsam :-)
     
  13. waldbruder

    waldbruder Newbie

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    Hallo zusammen
    In Absprache mit unserer Hygienefachfrau wechseln wir wie folgt.
    medikamentenspritzen nach gebrauch. Spülspritzen, ansatzstücke, besteck evtuelle container nach 24h. Wenn ein container der nur für tee oder wasser verwendet wird nach 3 Tagen. Bei uns hat sich dieses sytem bestens bewährt, keine vermehrten durchfälle etc.
    Es sind zwar meistens nur "pfennigartikel" jedoch muss man die masse dazu auch betrachten. Und wenn ich mir die kostenexplossion im gesundheitswesen anschaue so sind wir auch dazu verpflichtet auch diese rechnug mit einzuarbeiten solange es nicht auf kosten des patienten geht. Wir müssen auch bedenken es geht letztlich auch um unsere arbeitstelle.
    Noch ein wort zum teller zuhause. Es ist meiner meinung nach ein fehler die mit der situation im spital bzw. im pflegeheim zu vergleichen. Wir sind gesund wir können mit keimen besser umgehen und nicht zu vergessen habe ich zuhause hoffentlich keine spitalkeime zu bekämpfen und vorallem nicht keime in so grossen und unterschiedlichen mengen.

    gruss waldbruder.
     
  14. Tina aus'm Norden

    Tina aus'm Norden Junior-Mitglied

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    ich kenne es aus unserem haus, dass die großen sondenkost und tee spritzen auch mehrmals (zwei drei tage) verwendet werden.die kleinen spritzen für die medis nehmen wir auch nur einmal, denn die kosten ja wirklich (fast) nichts.... hab auch noch nichts schlechtes wie durchfälle oder ähnliches erlebt.

    aber ist der magen-darm trakt nicht sowieso voller keime?? oder hab ich da was falsch verstanden im anatomie-unterricht? :knockin:
     
  15. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Was macht ihr denn eigentlich alle immer mit den "großen Spritzen"? Wozu braucht man die?
     
  16. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Tina,

    wie erklärst du dir Salmonellosen und eine Enteritis die durch Staphylokokkentoxine entstanden ist? Wie werden diese Erreger aufgenommen?

    Liebe Grüsse
    Narde - die sich auch fragt, wofür diese grossen Spritzen notwendig sind
     
  17. Tina aus'm Norden

    Tina aus'm Norden Junior-Mitglied

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    bolusgaben sondenkost und tee bei pat die die schläuche von sondenkostsystem nicht tolerieren. (letzte woche z.b. bei ner chorea huntington patientin und einem dementen patienten)
     
  18. zuckerblume

    zuckerblume Junior-Mitglied

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    wir haben bei uns im heim auch die 100ml spritzen zum verabreichen von medikamenten und flüssigkeit. diese nehmen wir eine woche lang, da unsere bewohner oft nicht das nötige geld haben um mehr zu bestellen oder da die ärzte einfach nicht mehr aufschreiben.
    laut mdk sollten sie natürlich öffters gewechselt werden und was ich nicht wußte, das jedes medikament einzeln über spritze verabreicht werden sollte. wer macht das schon, andere bewohner schlucken ja auch alle medikamente mit einmal...
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    ich bin sehr verwundert, wie es mit den Spritzen gehandhabt wird.
    Mich erinnert es so ein bisschen an eine rote Ampel - klar ist es verboten bei Rot über die Ampel zu gehen, dennoch laufe ich solange über Rot, bis mich ein Auto überfährt - danach ist das Geschrei gross.

    Ähm, wir haben immer wieder Patienten aus Altenheimen mit Enteritis bei PEG - Erreger häufig Staphylokokken, lag aber sicher nicht an der Spritze.

    Schönen Abend
    Narde
     
  20. darouge

    darouge Senior-Mitglied

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    tempus consumere in litteris ^^
    also find elisabeth´s kommentar noch am nüchternsten und realistisch.

    wird zur zertifizierung nicht hilfreich sein aber wir handaben es so:
    50ml spritzen eine/woche (h2o bolusgabe + medigabe) da es einfach nicht finanzierbar ist pro schicht 1-2 sterile spritzen zu "verunglimpfen" von der sterilen mörserei mal ganz abgesehn ;)
    natürlich stimme ich teilweisse narde zu und wenn es nach mir gänge, einmal benutzen und weg. Auf der anderen seite, KH ist KH und PF ist PF bzw häuslichkeit. wenn man die spritzen in den spüler schmeist und bei 90° reinigt sagt selbst mr. staphylokokus adiö!

    Ich persönlich seh es schon so das hygiene extrem wichtig ist, die ökonomie/wirtschaflichkeit aber auch nicht auf "teufel komm raus" weichen sollte. Das eigentlich Problem ist meiner ansicht auch ein anderes, nähmlich nicht der wechselintervall der spritzen sondern die zertifizierung. Täglich erlebe ich das dinge geändert werden die funktionieren, aus Spargründen, zeitgründen, weil ein ufo in berlin gelandet ist etc. Die tatsache das theoretische bedingungen gestellt werden die prakitsch gar nicht durchführbar sind nur damit am ende eines fliesst, nämlich geld, ist meiner ansicht nach perves.

    Spritzenwechsel einmal/woche sowie bei verschmutzung und tägl. thermische desinfektion bei "normaler" immunlage.
     
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