Umgang mit Schmerzpatienten

kaiowas

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Heyhoo!
Ich bin auf einer orthopädischen Station tätig und wir haben vorwiegend Patienten mit Bandscheibenproblemen (oft langjährig). Patienten, die bereits drei oder viermal nukleotomiert wurden, sind bei mir keine Seltenheit (ob das Sinn macht ist die andere Frage!?). Letzte Woche bekamen wir einen 47jährigen Mann mit LWS- Beschwerden, der von Geburt an eine Tetraspastik hat. Bei Schmerzfreiheit ist dieser Mann völlig selbständig, ja er hat sogar nen Sohn von 20 Jahren. Das Problem ist nur die Spastik, die ihn jedesmal dazu zwingt, Bewegungen durchzuführen, die seine Schmerzen noch verstärken. Gestern hatte er ein CT in Narkose (!) von LWS und HWS. Kam nicht viel bei raus, lediglich Protrusionen. Da ich als einziger Pfleger auf Station tätig bin (sonst nur weibl. Pflegekräfte), hab ich natürlich nen besonderen Bezug zu ihm (man bedenke, das dieser Mann voll orientiert ist und nebenbei von zuhause am PC arbeitet!) Zuhause braucht dieser Pat. keinerlei Medikamente, hat jemand ne Ahnung, wie ich ihm bei seiner Spastik helfen kann? Der Arzt hat 3 mal täglich ne Kurzinfusion mit ner Ampulle Aponal angeordnet, - na klasse -, jetzt schläft der Gute nur noch...
Vielleicht hab ich ja Glück, und einer von euch hat ähnliches erlebt oder Ratschläge für mich..
Im voraus schonmal Danke!
MfG
 

Trisha

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Hallo kaiowas,

Deine Frage erscheint mir recht unspezifisch.Die Überschrift lautet "Umgang mit Schmerzpatienten", aus dem Text geht hervor, dass gewisse Bewegungen - durch die Spastik bedingt - Schmerzen auslösen.Soll nun was gegen die Schmerzen getan werden, oder kausal, gegen die Spastik? Bei Schmerzen aller Art ist die Schmerzfreiheit immer erstes Ziel. Die medikamentöse Schmerztherapie entscheidet der Arzt.Welche konkreten Pflegeziele strebt Ihr bei diesem Patienten an?

LG
Trisha
 

kaiowas

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Sorry liebe Trisha, das ich mich nicht genau und deutlich ausgedrückt habe, vielleicht ist dir in meinem Beitrag auch meine "Hilflosigkeit" in dieser Situation aufgefallen.. Also dem Patienten die Schmerzen zu nehmen ist noch das einfachste, ich finde es nur schade, das unsere Ärzte den Armen nur unter Aponal legen und er dadurch nur schläft! Das eigentliche Problem ist natürlich seine Grunderkrankung, d.h. seine Tetraspastik. Könnte man den Muskeltonus etwas heruntersetzen wäre ihm vielleicht ja schon geholfen! Aber da traut sich von unseren Ärzten niemand ran! (Wir sind ein KH der Grund- und Regelversorgung mit 170 Betten, da ist nicht so die geballte Kompetenz vorhanden!
Wollte eigentlich nur wissen, ob es im Forum jemand gibt, der mit angeborener Tetraspastik schon Erfahrungen hat.. Vielleicht kann ja auch jemand meine Überschrift ändern in Umgang mit angeborener Tetraspastik..
MfG
 

kaiowas

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Heyhoo!
Anscheinend hat also noch niemand Erfahrung mit Pat. mit angeb. Tetraspastik gemacht. Da der Patient mittlerweile entlassen wurde, sind Antworten auch nicht mehr notwendig...
MfG
 

Tobias

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Hi kaiowas,
wie (weniger Spastiken/Schmerzen) ist er denn entlassen worden?
Welche Therapie hat er erfahren, was habt Ihr mit Ihm gemacht?
Vielleicht können wir auch aus diesem Fall was lernen/Ideen schöpfen!:thinker:

LG Tobias
 
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