Umgang mit dem Tod in der frühen kindlichen Phase

Dieses Thema im Forum "Leben und Tod im Krankenhaus, Umgang mit Sterbenden" wurde erstellt von Gaby, 19.10.2002.

  1. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo,

    ich möchte euch mal wieder ein Buch empfehlen:

    Ein Buch für trauernde Eltern.

    Gute Hoffnung, jähes Ende von Hannah Lothrop.

    Ein Buchtipp für :

    · Fehlgeburt
    · Totgeburt
    · Neugeborenentod
    · Plötzlicher Kindstod
    · Tabuisierte Verluste wie Abbruch

    Ein Buch, dass einfühlsam auf den Weg durch die Trauer begleitet. Betroffene bekommen das Gefühl in ihrer Trauer nicht alleine zu sein. Hannah Lothrop, vermittelt dieses Gefühl sehr deutlich, gibt Einblick in die Betroffenheit, des Schmerzes und versucht Anhaltspunkte zu geben die Untröstlichkeit und den Schmerz zu überwinden. Die geht hin ihrem Buch, nicht nur auf den Verlust eines Babys, während der Schwangerschaft oder Geburt, sondern geht auch sehr offen mit dem doch sehr tabuisierten Thema der Abtreibung, Adoptionsfreigabe um!

    Sie führt die betroffenen Eltern, sehr einfühlsam durch den Trauerprozess und bietet für jeden dieser Schritte Hilfe für Körper, Seele und Geist! Sie hilft anhand sehr gezielter Fragen – Antworten zu finden!

    Für die betroffenen Eltern, soll der Grundstein gesetzt werden, an diesen Erfahrungen nicht zu zerbrechen, sondern wieder neue Hoffnung zu finden. Einen neuen Lebensmut zu bekommen!

    Es ist auch ein wertvolles Buch, für alle, die mit trauernden Eltern arbeiten und ihnen beistehen!

    http://www.under-the-rainbow.de/trauer_links/loss_link.html

    Wer war Hannah Lothrop:

    http://www.under-the-rainbow.de/other_htmls/page1.html

    Schicke euch liebe Grüße aus Wien und wünsche euch ein schönes Wochenende!

    Gaby
     
  2. claudia bott

    claudia bott Newbie

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    Hallo Gaby!

    Das Buch ist in der Tat sehr gut.

    Das Problem für die meisten Eltern ist, daß die Umwelt das Thema am liebsten totschweigen möchte, in der Hoffnung, die Eltern würden es dann irgendwie vergessen. Genau das ist aber das größte Problem für die Eltern. Sie wollen nicht, daß ihr Kind nicht beim Namen genannt wird, sie wollen, das Angehörige, Freunde und auch das Pflegepersonal im Krankenhaus, die Tränen die sie weinen einfach akzeptieren können. Egal in welches Phase das Kind verstirbt, es ist ein Teil der Eltern, ein Teil in ihrem Leben, den sie niemals vergessen wollen und werden. Das schlimmste sind Trostversuche wie: Ihr seid noch jung und könnt andere Kinder haben oder Kopf hoch, das wird schon wieder. Floskeln, die mehr weh tun als alles andere.

    Für alle die, die sich wirklich dafür interessieren wie es Eltern geht, die einen solchen Verlust erlitten haben und wie sie unterstützende Hilfe leisten können kann ich die Homepage von LaLeLu empfehlen. Es ist eine Seite, die für und mit Eltern gemacht wird, die sich aber auch an medizinisches Personal wendet.

    Liebe Grüße (ganz besonders an Dich, Gaby)
    Claudia
     
  3. Gaby

    Gaby Gesperrt

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    Hallo,

    die betroffenen Eltern vergessen den Tod eines Kindes nie. Irgendwann wird es jedoch leichter damit umzugehen. Das braucht aber Zeit. Zeit die ihnen oft nicht zugestanden wird!

    Darüber zu sprechen ist für viele der erste Weg! Die betroffenen Eltern bekommen leider selten Gelegenheit dazu! Die wenigsten trauen sich, die betroffenen Eltern anzusprechen – die wenigsten trauen sich nachzufragen, wie geht es dir! Vereinzelt gibt es immer welche, die es machen – doch wollen die auch die Antwort hören?

    Was heißt ... ihr seid noch jung, ihr könnt noch Kinder haben? Das verlorene Kind kommt nicht mehr zurück! Was heißt .... du hast das Kind noch gar nicht gekannt? Was heißt – es war noch kein richtiges Kind?

    Was wird wieder – nichts ist mehr so wie vorher – eine Narbe bleibt!

    Was heißt, vielleicht ist es besser so – besser als was?

    Was heißt, wer weiß wofür es gut war – ...?

    In unserer Gesellschaft, spricht und befasst man sich nicht gerne mit dem Tod! Passiert er dann noch am Anfang des Lebens wird er von der Gesellschaft nicht richtig wahr genommen! Diejenigen Menschen, die eine solche Erfahrung noch nicht durchgemacht haben, haben keine Vorstellung wie es den betroffenen Eltern geht!

    Bekommen die betroffenen Eltern, meist nach längerer Zeit wieder ein Kind, wird es von vielen im Bekannten und Freundeskreis – als Ersatz betrachtet. Oft bekommen die betroffenen Eltern dann zu hören – na siehst du ...

    Manchesmal fragen Eltern eines schwer kranken, sterbenden Kindes nach – können wir noch Kinder bekommen, wird uns das wieder passieren. Die Fragen werden oft nicht ernst genommen, oft den Eltern nicht zugestanden!

    Es gibt sehr, sehr wenige – die bei den betroffenen Eltern nach dem sie wieder ein Baby bekommen haben, nach dem verlorenen Baby nachfragen! Dabei ist es für die betroffenen Eltern so wichtig, unheimlich wichtig!

    Liebe Grüße aus Wien

    Gaby
     
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