Überstunden verweigern

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von gewitterhexle, 16.10.2016.

  1. gewitterhexle

    gewitterhexle Junior-Mitglied

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    Ich habe keinen halbwegs passenden und einigermaßen aktuellen Beitrag dazu gefunden, deshalb stelle ich die Frage einfach selbst ;) wobei sie so einfach leider nicht ist.

    Die Fakten:
    ich habe einen seit 2011 bestehenden unbefristeten Vertrag über 28 Wochenstunden, in dem ebenfalls festgehalten ist:
    30 Überstunden/Monat müssen auf Anordnung geleistet werden
    Überstunden über die 150. (VZ) bzw 75. (TZ) hinaus werden mit Zuschlägen ausbezahlt

    Letzteres gibt es 'aus formalen Gründen' nicht mehr und könnte nur dann wieder eingeführt werden, wenn sich das Team einstimmig dafür ausspricht - was leider nicht geschieht!

    Anfang 2016 wurde mein Deputat befristet bis 31.10. auf 32 Wochenstunden angehoben.
    Eine Verlängerung/Weiterführung, um die ich gebeten hatte, wurde mit der Begründung 'nicht genug Arbeit' abgelehnt, obwohl ich im November und Dezember mit jeweils rund 35 Stunden im Dienstplan stehe und aktuell bereits 230 Überstunden habe.

    Mein AG weiß, dass ich einen Nebenjob benötige , sobald meine Stunden wieder reduziert werden, dessen Ausübung er durch die Aufteilung der Stunden und Rufbereitschaften allerdings deutlich behindert.


    Habe ich eine rechtlich sichere Möglichkeit mich dagegen zu wehren?

    Dass ich bereits die Fühler nach einem anderen AG ausgestreckt habe, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt ;) Aber irgendwie muss ich ja auch die Zeit bis zu einem möglichen Wechsel finanziell überbrücken können.
     
  2. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Hallo,

    wenn der AG stattdessen einen neuen Mitarbeiter einstellt, kann ich mir vorstellen, dass du mit deinem Wunsch mehr zu arbeiten Vorrang hast. Ansonsten wirst du wohl keine Möglichkeit haben. Aber hier ist sicher jemand der das rechtlich sicher weiß und untermauern kann.
    Gruß
    Ludmilla
     
  3. gewitterhexle

    gewitterhexle Junior-Mitglied

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    Ich habe mich damit abgefunden, die 32-Stunden-Woche nicht bezahlt zu kriegen, möchte sie unter diesen Umständen aber auch nicht leisten müssen - DAS ist mein Problem!

    Wir haben eine neue Kollegin bekommen, insofern kann ich die Argumentation nachvollziehen - leider spricht der Dienstplan dagegen.
     
  4. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Ihr habt einen Betriebsrat? Der genehmigt die Dienstpläne. Sprich mit ihnen. Wenn du ständig über deine Sollstundenzahl geplant bist, dann besteht Bedarf. Wer noch gute Antworten hat ist" Buch der 100 Fragen ". Ich arbeite auch Teilzeit und wurde ständig überplant. Mit dem BR zusammen habe ich es geschafft daß die auf ein Mindestmaß reduziert wurde.
    Alesig
     
  5. gewitterhexle

    gewitterhexle Junior-Mitglied

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    Kein Betriebrat, Mini-Sozialstation mit 5 Mitarbeitern einschl. PDL
    Danke für den Tipp :-)
     
  6. stormrider

    stormrider Poweruser

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    Ich denke das wird eine neverending Story die du nur vernünftig durchbrechen kannst, wenn du dir einen neuen AG suchst. Und vor allem niemals einen Arbeitsvertrag unterschreiben wo eine gewisse Anzahl an Überstunden zur Pflicht gemacht wird. Vor allen Dingen nicht in der Höhe, wo die Anzahl deine Wochenstundenanzahl überschreitet.

    Übrigens sind solche Klauseln in der Regel rechtswidrig.
     
  7. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Hhhmmm.....

    Manche AG finden laufend "formale (???)" und andere Gründe, Überstunden nicht auszuzahlen / nicht anzuerknnen / nicht auszugleichen. Oder sie sagen schlicht : "Du schreibst Deinen Stundenzettel doch eh mit der Gabel!"
    Nach meiner Erfahrung ist bei solchen Kandidaten der Gang zum Anwalt unerlässlich.
    In der Folge : Anwaltliche Mahnung der ausstehenden Bezüge und/oder vollstreckbarer Titel vom Amtsgericht. Klar : Mit dem Arbeitsverhältnis war´s das dann.
    Aber solche Klamotten muss/kann/darf man sich nicht antun. Man zerbricht sonst daran.
     
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