Rettungsassistent & GuKP

Neuling93

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30.04.2011
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5
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Stuttgart
Beruf
Schüler, ab Okt.'12 Azubi GuKKP
Akt. Einsatzbereich
Gymnasium
Hallo Forengemeinschaft,

ich bin neu hier im Forum, ich werde nächstes Jahr mein Abitur machen und dann steht natürlich die grooooße Frage nach dem "Danach" an...

Ich wollte eigentlich zuerst ein FSJ im Rettungsdienst machen, dann habe ich meine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Darauf aufbauend wollte ich den Rettungsassistenten machen. Aber auch die Krankenpflege interessiert mich sehr, würdet ihr eher erst den RA empfehlen oder die GuKp-Ausbildung.

Die Sache ist die, dass ich warscheinlich mit einem Abi-Schnitt von 2,0-2,2 mein Gymnasium verlassen werde. Ich möchte eigentlich Medizin studieren, das wird allerdings nicht sofort möglich sein, denke ich mal sehr!

Die beiden Ausbildungen wollte ich dann als Überbrückung. Was haltet ihr von dem Vorgehen?
 
Viele Ärzte haben die Zeit bis zum Studium mit dem Rettungsdienst überbrückt, im Prinzip reicht dir der RS um auch während des Studiums dein Budget aufzubessern.

Wenn du eh studieren willst, mach den RS und vlt. noch den RA.

Die Ausbildung in der Pflege ist doch recht anspruchsvoll und aufwändig, der RA ist schnell erledigt, ob du danach allerdings eine Stelle als RA bekommst oder nur als RS (mit entsprechender Bezahlung) kann dir keiner sagen.

Schädlich ist auch die Ausbildung in der Pflege nicht für das Studium, auch damit kann man sich dann sein Studium erjobben.

Ich kenne auch ÄrzteInnen die zuerst die Pflegeausbildung gemacht haben und dann studiert.

Diese Entscheidung kann dir wohl keiner abnehmen.

Mach dir eine Liste mit Vor- und Nachteilen von beiden Berufen.
 
Hallo!

Was denkst Du, wird Dir mehr Spaß machen? Der Rettungsdienst ist von Natur her viel spektakulärer und einfacher.
Die Krankenpflege ist wesentlich vielschichtiger und anspruchsvoller im Alltag.
Eine frischexaminierte Kollegin hat wesentlich mehr Fachwissen und Kompetenz als ein Rettungsassistent und einen wesentlich breiteren Überblick über die vielen Bereiche und Möglichkeiten des Gesundheitswesens.
Aus meiner Antwort lässt sich sicherlich eine leichte Tendenz herauslesen.

Wünsche Dir eine "gute" Entscheidung!

Gruß KGK
 
[...]würdet ihr eher erst den RA empfehlen oder die GuKp-Ausbildung.
[...]

Ich würde zuerst die Ausbildung zum GuK machen. Danach brauchst du ganze 34 Schultage bis zum RA und kostet meist weniger als 2000 Euro. Wenn du vorher RS bist 72 Tage und um die 3000 €. Ohne irgendwas vorher dauerts deutlich länger und kostet einiges mehr.
Ich werd vor Ausbildungsbeginn noch den RS machen und wenn es passt danach den RA, den man ja in 6 Wochen recht flott hat. Und wenn man in den 3 Jahren Ausbildung fleißig ehrenamtlich gefahren ist, kann man sich die ganzen Stunden anrechnen lassen und hat sich dann das Anerkennungsjahr gespart :-)
 
Ja, so 2000 Stunden fahren sich während der Ausbildung auch ganz locker nebenher...

Dann war da noch was, dass man seine Stunden erst nach dem Abschluss der RA-Prüfung fährt...
 
1600 Stunden sind es, also 67 24 Stunden Schichten. Bei 3 jähriger Ausbildung 2 mal im Monat fahren. Das sollte zu schaffen sein.
und vom RS auf RA kann man sich die Stunden normalerweise anerkennen lassen ..
 
Das hängt aber davon ab, was die Länder anerkennen. Nicht jedes Bundesland erkennt alle Stunden an. Das musste schon so mancher Kollege und Kollegin schmerzhaft erfahren.

Nicht auf allen Wachen fährt man 24 Stunden - unser Rettungsdienstbereich hat meist 8 Stunden, in seltenen Fällen 12 Stundenschichten...

Dann war da noch was mit Lernen für die Ausbildung und arbeiten am Wochenende, das sollte man dann auch auch nicht sooo unterschätzen.
 
Na ja ganz so einfach ist das auch nicht.

Mit 34 Schultagen wirds wohl nix.
460Std. Unterricht
260Std. Klinikpraktikum
1Jahr Anerkennung = 1600Stunden
und die Anerkennung der irgendwannmal abgeleisteten ehrenamtlichen Stunden is auch nicht.

Wenn ich richtig informiert bin, konnten mal 200-300 Stunden anerkannt werden nach der RSausbildung, durften aber nicht mehr als 18Monate zurückliegen.
Das waren aber auch nur die RTW Stunden und nicht die KTW Stunden.
Soweit ich weiß, wird in München nix mehr anerkannt.

Dann brauch ich noch nen Praktikumsplatz, den gibts auch nicht überall, da es dafür Geld gibt.
Oft werden die RAparktikanten auch als Fahrer eingesetzt, dazu brauche ich dann noch den großen Führerschein.

http://www.paramed.de/ausb_raverk.htm

Verkürzte Ausbildung zum Rettungsassistenten für Rettungssanitäter, exam. Gesundheitspflegekräfte, Sanitätsoffiziere und Sanitätsbeamte in Vollzeit: Sanitätsschule Nord

Ganz so locker sehe ich das nicht.

@neuling:
Ich wollte eigentlich zuerst ein FSJ im Rettungsdienst machen, dann habe ich meine Ausbildung zum Rettungssanitäter.
Bist du dir das sicher?
Die stellen dich in 12Monaten FSJ ca. 4 Monate frei damit du den RS machen kannst?
1. Gültiger EH-Kurs
2. Sanitätausb.
3. RS-Kurs
4. Klinikpraktikum
5. Führerschein?

Das geht auch nicht so nacheinander weg, die Kurse finden auch nicht nahtlos aufeinander statt.

12monats Zivis haben schon keinen RS mehr bekommen, wenn sie Glück hatten gerade noch den RDH.

Hat sich jetzt mit narde überschnitten - kann ihr nur zustimmen.
 
Der RS wäre über eine Hilfsorganisation ehrenamtlich möglich, sogar während der Ausbildung, wenn er vorher schon den RDH hat.

Danke Renje, ich dachte schon ich wäre zu pessimistisch.
 
vom KP zum RA brauchst du noch genau 300 Stunden
(200 Schule und 100 Theorie). Kostenpunkt in Bayern ca. 900 €.
Es können je nach Bundesland alle abgeleisteten RS Stunden auf dem RTW angerechnet werden womit das Anerkennungsjahr unter Umständen entfällt
(wenn ausreichend Stunden vorhanden) nix mehr mit Mindeststunden, das war einmal... ;)
 
Hallo mostbirne,

da ich andere Informationen habe, du aber konkrete Zahlen nennst, hast du sicher nen link zu der Schule die 300Std. für 900€ anbietet, würde nämlich einige Kollegen von mir auch Interessieren.

Genauso bitte ich dich auch um nähere Angaben bzgl. der Verordnung über die Anerkennung der Stunden vor Beginn der RA Ausbildung. Wo finde ich diese?
 
Hallo Forengemeinschaft,

ich bin neu hier im Forum, ich werde nächstes Jahr mein Abitur machen und dann steht natürlich die grooooße Frage nach dem "Danach" an...

Ich wollte eigentlich zuerst ein FSJ im Rettungsdienst machen, dann habe ich meine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Darauf aufbauend wollte ich den Rettungsassistenten machen. Aber auch die Krankenpflege interessiert mich sehr, würdet ihr eher erst den RA empfehlen oder die GuKp-Ausbildung.

Die Sache ist die, dass ich warscheinlich mit einem Abi-Schnitt von 2,0-2,2 mein Gymnasium verlassen werde. Ich möchte eigentlich Medizin studieren, das wird allerdings nicht sofort möglich sein, denke ich mal sehr!

Die beiden Ausbildungen wollte ich dann als Überbrückung. Was haltet ihr von dem Vorgehen?

Ich würde dir auf jeden Fall raten, zuerst ein FSJ im RD zu machen. Wenn du Glück
hast, wirst du noch die RS Ausbildung bekommen (bei uns bekommen noch alle FSJler die RS Ausbildung),
Wenn du danach die GuKP Ausbildung dranhängst, kannst du immer noch neben der Ausbildung ehrenamtlich Schichten fahren und bekommst dafür noch etwas Taschengeld (bei uns 35 euro pro 12h Schicht). Außerdem hast du im Gegensatz zu den anderen mehrere enorme Vorteile.
Einiges an Stoff, besonders in den ersten Monaten, kommt dir bereits bekannt vor.
Du hast wahrscheinlich nur noch wenige Berührungsängste bei Fremden.
Du kippst nicht mehr aus den Socken wenn ein Patient zum Notfall wird und kannst
unter Umständen in dem Moment brauchbarer sein als so manches frisch examiniertes Personal.
Wenn du mit der Ausbildung fertig bist, kannst du den verkürzten RA dranhängen.

aber mit einem 2,0 - 2,2 er Schnitt wirst du bestimmt schon während der Ausbildung nen Studienplatz erhalten.

So ähnlich sieht dann auch mein Plan für die Zukunft aus ;) befinde mich allerdings schon in der Ausbildung.
 
@neuling

ich persönlich würde dir empfehlen erst mal ein praktikum im krankenhaus zu machen um die materie überhaupt mal kennen zu lernen.

24 stunden dienste, kaum freizeit, viel papierkram, überstunden, schlechte bezahlung, lange lange ausbildungszeit, ärztliche krankenhaushierachie,..

sind eigentlich alles dinge die nicht soooooo erstrebenswert sind, finde ich zumindest. also schaus dir erst mal an. lass dich durch fernsehen und co. nicht allzu sehr blenden, der alltag sieht anderst aus und ich kenne nur sehr sehr wenige ärzte die zufrieden mit ihrem beruf sind, die meisten würden nicht mehr medizin studieren wenn sie nochmal die wahl hätten.
 
Mit einer Ausbildung im Krankenpflegebereich sparst Du Dir beim Medizinstudium das dreimonatige Pflegepraktikum. Ist auch ein kleiner Vorteil, denn Du beim Rettungsdienst nicht hättest.
 
Wenn du danach die GuKP Ausbildung dranhängst, kannst du immer noch neben der Ausbildung ehrenamtlich Schichten fahren und bekommst dafür noch etwas Taschengeld (bei uns 35 euro pro 12h Schicht).
Andere wiederum zahlen eine Stundenvergütung von 1,60 Euro oder nur die Fahrtkosten zur Wache.
 
Wieso meinen alle, daß sie ehrenamtlich RD fahren müssen?
Ich kenne viele Wachen, die haben 400€-Kräfte, und bekommen somit den gleichen Stundenlohn wie das hauptamtlich angestellte Personal.
 
@sosylos:
Wieso meinen alle, daß sie ehrenamtlich RD fahren müssen?
Weil es ausserhalb von größeren Städten die Regel ist.
Das Angebot ist offensichtlich noch groß genug an Ehrenamtlichen.
Warum für eine Leistung bezahlen, die ich fast kostenlos bekomme?

Ich kenne viele Wachen, die haben 400€-Kräfte, und bekommen somit den gleichen Stundenlohn wie das hauptamtlich angestellte Personal.
In München und Augsburg wird zwischen 7 und 8€ bezahlt - Brutto, keine Zuschläge. Wenn ich davon Leben müsste, müsste ich zum AA und aufstocken.
Als HA gibts schon so in etwa ca. 15€ Brutto, Zuschläge.

Ich meine als GuK sind da meine Chancen mein Studium relativ unkompliziert zu finanzieren ungleich höher.
 

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