Mit Psychose , Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger/ Kaufmann im Gesundheitswesen

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Devanther, 01.06.2012.

  1. Devanther

    Devanther Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ich bin leider schwer krank, das heißt konkret, dass ich an einer Psychose leide.
    Ich muss 3mal täglich Medikamente einnehmen und brauche aufgrund der Medikation mehr Schlaf.
    Und darüber hinaus habe ich eine Zwangsstörung, die mich zusätzlich belastet und einschränkt!
    Aber ansonsten bin ich sehr motiviert und will unbedingt ne Ausbildung machen!

    Und jetzt die Frage, ist es trotzdem möglich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger zu machen?
    Bekäme ich irgendwo Unterstützung, bei der Ausübung einer Ausbildung?
    Ich bräuchte echt Unterstützung, ohne Unterstützung ist es für mich kaum möglich ne Ausbildung zu meistern.

    Alternativ könnte ich auch den Kaufmann im Gesundheitswesen oder Industriekaufmann, Bürokaufmann machen!
    Das was ich gerne wüsste ist, WO und WELCHE Unterstützung bekomme ich?
    Berufsbildungswerk (BBW) ... bekommt man dort die in meinem Fall, notwendige Unterstützung?

    Es muss nicht der Gesundheits und Krankenpfleger sein!
    Ich will wissen wie ich trotz Krankheit eine Ausbildung im wirtschaftlichen Bereich machen kann!


    wäre für Hilfe sehr dankbar, man findet im Netz auch nur schwer Infos zu solchen Themen
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Allgemein solltest Du erstmal die Möglichkeiten, eine Ausbildung zu absolvieren, mit Deinen Therapeuten besprechen.

    Wahrscheinlich können die Dir auch sagen, was für eine Art Unterstützung es gibt und wie Du da ran kommst - denn um finanzielle Unterstützung scheint es sich ja nicht zu handeln.
     
  3. anästhesieschwester

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    Wenn Du dich tatsächlich für die Ausbildung in der (Kranken-)Pflege entscheiden würdest: meinst Du, Du packst das? Die Ausbildung ist manchmal schon für gesunde Personen nicht einfach: schwer kranke junge Patienten, Sterben und Tod, "unschöne" Wunden, Notfallsituationen und natürlich so Dinge wie Probezeit-Druck, Klausurenstress, zwischenmenschliche Probleme auf Station, UNGELIEBTE FACHRICHTUNG wie bereits in einem anderen Beitrag von dir besprochen, Examensprüfungen, ...). Und nach der Ausbildung wird es nicht leichter.

    An deiner Stelle würde ich für ALLE Berufe, die dir vorschweben, ein Praktikum von mindestens 1 Monat machen, in der Pflege vielleicht auch länger.
    Was sagt eigentlich dein behandelnder Arzt zu deinen Berufswünschen? (Falls das auch an anderer Stelle schon besprochen wurde - sorry) Hält er dich für fit genug?
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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  5. Devanther

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    Mittlerweile bin ich wieder fit, die letze Psychose ist auch schon 3 Jahre her...die Ärzte sehen mich auch als fit an...
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn Du wirklich fit wärst, bräuchtest Du wahrscheinlich keine Unterstützung und könntest die Ausbildung ohne fremde Hilfe machen. Mit Sicherheit geht's Dir viel besser als im akuten Schub.

    Was sagen Deine Therapeuten zu Deinen Plänen? Speziell für die Pflege? Der Betriebsarzt wird ohnehin ein Gutachten von ihnen anfordern, ehe er Dich als "gesundheitlich geeignet" einstuft.

    Motivation allein genügt nicht, wenn eine Krankheit oder Behinderung vorliegt. Ich bin Brillenträgerin. Ich könnte jetzt noch so motiviert sein, Berufspilotin zu werden - davon werden meine Augen leider keinen Deut besser und deshalb würde der Betriebarzt der Lufthansa mich auch gleich wieder wegschicken.
     
  7. Devanther

    Devanther Junior-Mitglied

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    man kann sich die Augen einfach lasern lassen^^


    Wie unterscheidet sich der Kaufmann im Gesundheitswesen vom Gesundheits- Krankenpfleger?
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Off-topic, aber: Kein Mensch stochert jemals mit einem Laser in meinen Augen herum!

    Da Du aber Deine Krankheit nicht durch Lasertherapie weg bekommst (auch wenn es schön wäre), musst Du einfach gucken, wie Du mit ihr leben und arbeiten kannst. Und mit Psychose und Zwangsstörung in der Pflege zu arbeiten halte ich für bedenklich. Inwiefern es in Deinem Fall möglich ist, müssen Deine Ärzte beurteilen. Deswegen solltest Du Dich wirklich direkt an sie wenden.
     
  9. Devanther

    Devanther Junior-Mitglied

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    Wenn ich den Pfleger nicht machen kann, was gäbe es da für Alternativen?

    hm, also mit psychisch kranken Menschen kann ich sehr gut umgehen....
    ich hab keine Lust meinen Traumjob kampflos aufzugeben!
     
  10. hallo Devanther,
    hast Du schon mal Kontakt mit dem Sozialdienst der Rentenversicherung, der Krankenkasse oder dem Landschaftsverband gesprochen?
    Dort wird Dir sicher geholfen, auch bei der Findung des richtigen Berufes für Dich.--Möglicherweise sogar bei der Agentur für Arbeit.

    lg
    Druckerpresse
     
  11. -Claudia-

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    Wenn Du Dich hier durchliest, wirst Du sehen, dass Du a) nicht allein da stehst, b) einige Kollegen mit psychischer Erkrankung arbeiten können, c) andere jedoch massive Probleme haben und letzten Endes aufgeben müssen.


    Man bekommt nun mal nicht alles, was man will.

    http://www.krankenschwester.de/forum/talk-talk-talk/24709-ausbildung-psychischer-erkrankung-2.html

    http://www.krankenschwester.de/foru...-psychischer-erkrankung-krankenschwester.html
    http://www.krankenschwester.de/foru...enschwester-trotz-psychischer-erkrankung.html
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Warum versuchst Du nicht, parallel zu diesen Beratungsgesprächen, die sicherlich sinnvoll sind, einige Praktika in verschiedenen Bereichen zu absolvieren? Nimm sie als Arbeitsversuch. Du erfährst nicht nur, ob der Beruf Dir liegen würde, sondern auch, ob Du überhaupt in der Lage dazu bist. Und Du verbesserst noch dazu Deine Chancen auf eine Ausbildung.
     
  13. Lillebrit

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    "Mehr Schlaf" ist ein relativ vager Begriff und ob Du diesen in der Ausbildung bekommen würdest, kann man pauschal nicht sagen. Auf jeden Fall hast Du Schichtdienst mit wechselnden Dienstzeiten. Im Frühdienst fängst Du um 6 Uhr an ...je nach Anfahrtweg kann das bedeuten, dass Du um 4.30 Uhr oder früher aufstehen musst!
    Wenn Du am Tag davor Spätdienst hattest, dann bist Du unter Umständen nicht vor 21.30 Uhr -oder eben später- zu Hause. Die Arbeit ist sowohl körperlich als auch psychisch anstregend und Du arbeitst auch mal 12 Tage am Stück.



    Käme jetzt darauf an, inwieweit Dein Alltag eingeschränkt ist ...



    Das ist sehr löblich...allerdings reicht für die Ausübung eines Pflegeberufes Motivation alleine leider nicht aus. Der Beruf erfordert körperliche und psychische Gesundheit - verortet ist dieses im KrPflG.

    Ob es Möglich ist wird der Dienstarzt entscheiden! Ich weiss allerdings nicht, was Dir an Unterstützung vorschwebt ...

    Wo genau hättest Du Bedenken bzw. das Gefühl, auf Hilfestellung angewiesen zu sein?
    Leider muss ich aber auch ganz ehrlich sagen, dass die Ausbildung sehr "hart" ist und auch psychisch Gesunde stark fordert. Einen "beschützten Arbeitsplatz" wirst Du nicht vorfinden!

    Hört sich gut an- erkundige Dich doch mal nach diesen Ausbildungsberufen. Das ist was völlig anderes und hat mit dem Pflegeberuf nicht zu tun ...wir sind dafür daher auch die falschen Ansprechpartner.

    Ob Du im wirtschaftlichen Bereich eine Ausbildung machen kannst, können wir Dir nicht sagen. Du solltest Rücksprache mit Deinen behandelnden Ärzten nehmen.
     
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