Krankschreibung, dennoch zur Arbeit?

lisabet

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07.07.2009
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Hallo, ich arbeite in der mobilen Pflege und bin seit gestern krankgeschrieben. Nun meinte meine Chefin da wir unter ständigem Personalmangel leiden ich müßte spätestens am Mittwoch oder Donnerstag wieder zur Arbeit kommen obwohl ich vom Arzt bis einschließlich Sonntag krankgeschrieben bin .Bin völlig verzweifelt :knockin:Darf sie das verlangen?
 
Hallo Lisabeth,

ganz einfache Antwort: NEIN!!!!!!!!!!

Lass dich nicht unter Druck setzen.

Gute Besserung
Narde
 
Falls sie das doch tut, wende Dich an - sofern vorhanden - an BR/PR/MAV.

PS: Krankheit ist kein Kündigungsgrund, falls sie Dir direkt so kommt. Bist Du noch in der Probezeit?
 
Dankefür die schnelle Antworten. Betriebsrat und so haben wir nicht es ist ein kleiner Betrieb mit 3Vollzeitkräften und 2Teilzeitkräften jeder von uns hat enorme Überstunden aber Personal wird keines eingestellt weil ja auch wieder mal schlechtere Zeiten kommen könnten. In der Probezeit bin ich nicht mehr
 
das ist nicht dein problem krank ist krank und da kann deine chefin drohen womit auch immer sie will!

Gute Besserung!
 
Dankefür die schnelle Antworten. Betriebsrat und so haben wir nicht es ist ein kleiner Betrieb mit 3Vollzeitkräften und 2Teilzeitkräften jeder von uns hat enorme Überstunden aber Personal wird keines eingestellt weil ja auch wieder mal schlechtere Zeiten kommen könnten. In der Probezeit bin ich nicht mehr

Schlechte Personalplanung ist eine Sache des AG und net des AN!
Lass Dich von Deiner Chefin net unter Druck setzen! Wenn Du krank bist bist Du krank, basta. Wenn sich Deine Chefin in ihrer unendlichen Weisheit net vorstellen kann das jemand krank wird, muss sie die Touren halt selbst mit übernehmen.
Ach ja, Ihr seid 5 Angestellte? Das reicht zur Gründung eines BR!
Wenn Ihr das durchziehen wollt, einfach an die einschlägigen Gewerkschaften werden, die würde Euch auf jeden Fall helfen!
 
... Und löst das Problem leider auch nicht. Oder welche Druckmittel hat ein BR/MAV gegen den Arbeitgeber? So ein bischen Mobbing hat schon so manchem Arbeitgeber geholfen unliebsame MA loszuwerden.
Wer drüber nachdenkt, ob er trotz Krankschreibung arbeiten muss weils der AG so will, ist schon ein optimales Opfer.

Du hast den KS abgegeben. Du informierst deinen AG möglichst emotionslos, dass du nicht arbeiten kannst- siehe Krankenschein... und machst darauf aufmerksam, dass es eindeutige Aussagen zur Krankschreibung und dem Verhalten in dieser gibt. Und dann legst du den Telefonhörer auf und widmest dich intensiv deiner Gesundung. ... Und nebenbei schaust du schon mal nach einer neuen Stelle.

Elisabeth

PS So mancher Pflegedienstbesitzer hatte große Flausen im Kopf, was den eigenen Betrieb anbetrifft. Alles wollte sie/ er besser machen. Schnell kommt die Realität und mit ihr die Probleme. Und nicht wenige Betriebe schließen wieder, weil kein tragfähiges Konzept dahinter steckt. Endlos Überstunden und MA drangsalieren bringens nun mal nicht- das spürt auch der Kunde und sucht sich was besseres.
 
... Und löst das Problem leider auch nicht. Oder welche Druckmittel hat ein BR/MAV gegen den Arbeitgeber?

Eine MAV hat nicht viele, das lässt das Kirchenrecht ja net zu.
Ein Betriebsrat hat schon starke gesetzliche Grundlagen dem AG das Leben schwerer zu machen (z.B. Mitbestimmung bei der Anordnung von Überstunden).
Allerdings ist es langer, schwerer Weg einen BR aus dem Boden zu stampfen. Das braucht Leute mit einem starken Willen und ohne Angst dem AG gegenüber. Aber das haben wir hier im Forum ja auch schon das ein oder andere Mal durchgekaut.
 
Das braucht Leute mit einem starken Willen und ohne Angst dem AG gegenüber.

Da sehe ich genau das Problem- den längeren Atem zu haben in Zeiten von Mobbing und Co..
Wie mans dreht, als ambulanter Pflegedienst sich am Markt zu behaupten braucht es mehr als nur Berufsideale. Hin und wieder müssen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden. Und damit meine ich nicht Personalflexibilität erreichen durch auspressen von zu wenig Personal um in wirtschaftlich schlechten Zeiten keinen entlassen zu müssen. Chef sein bedeutet nicht jedermanns Liebling sein zu können. Aber diese Erkenntnis scheint leider oft zu spät oder an falscher Stelle zu kommen.

Elisabeth
 
Hallo, wenn du krank geschrieben zur arbeit gehst bist du nicht versichert, es besteht nur die möglichkeit das du dich quasi wieder gesund schreiben lässt, wenn du wieder top fit bist !
 
Ich danke euch für die vielen antworten, werde den Rat von Elisabeth Dinse befolgen und mir eine neue Stelle suchen.Ich weiß genau wenn ich wieder zurück komme am Montag daß ich wieder tägl. 11 Std. schuften muß (als Teilzeitkraft)
 
11h? meines Wissens sind nur 10 erlaubt und dann gibt es ab 9h 45min pause!!

mfg
 
11h? meines Wissens sind nur 10 erlaubt und dann gibt es ab 9h 45min pause!!

mfg

Korrekt!
In diesem Pflegedienst scheinen Gesetze net all zu viel zu gelten.
Wenn das mal das Gewerbeaufsichtsamt erfährt.
 
Danke für den Tipp,werde mal dem Gewerbeaufsichtsamt nen Hinweis auf unsere Arbeitsbedingungen geben, wobei ich ja noch gut dran bin denn meine Kollegin schuftet tägl. 13 Std. Übrigens klingelt mein telefon heute schon den ganzen vormittag(chefin) traue mich gar nicht ranzugehn
 
Krank ist Krank und fertig....lass Deine Chefin nur anrufen geh einfach nicht dran.:emba:
Gute Besserung:nurse:
 
Danke für den Tipp,werde mal dem Gewerbeaufsichtsamt nen Hinweis auf unsere Arbeitsbedingungen geben, wobei ich ja noch gut dran bin denn meine Kollegin schuftet tägl. 13 Std.
Sowas sollte aber schon anonym passieren, es sei denn Du hast bereits einen anderen Job sicher. Prinzipiell ist der Schritt wichtig, aber im Endeffekt ohne Job dazustehen ...?
Übrigens klingelt mein telefon heute schon den ganzen vormittag(chefin) traue mich gar nicht ranzugehn
Ich würde rangehen, sonst heißt es noch, 'die ist den ganzen Tag net daheim, ist unterwegs, macht aber krankt'.
Geh ans Telefon und mach Deiner Chefin klar, was Du von ihren Aktionen hältst. Das ganze aber in einem ruhigen und sachlichen Ton.
 
Danke für den Tipp,werde mal dem Gewerbeaufsichtsamt nen Hinweis auf unsere Arbeitsbedingungen geben, wobei ich ja noch gut dran bin denn meine Kollegin schuftet tägl. 13 Std.

Vorsicht mit solchen Ideen. Deutsches Gesetz schützt den Arbeitgeber. In diesem Falle wäre eine sofortige Kündigung möglich wegen geschäftsschädigendem Verhalten.

Übrigens klingelt mein telefon heute schon den ganzen vormittag(chefin) traue mich gar nicht ranzugehn
Gehe zu deinem Hausarzt und lass dir von diesem schriftlich bestätigen, dass du nicht 24 h das Bett hüten musst und das Spaziergänge der Genesung förderlich und somit erwünscht sind. Das Papier legst du bei Wiederantritt in der Arbeit bei Nachfrage vor.

Elisabeth
 
Gehe zu deinem Hausarzt und lass dir von diesem schriftlich bestätigen, dass du nicht 24 h das Bett hüten musst und das Spaziergänge der Genesung förderlich und somit erwünscht sind. Das Papier legst du bei Wiederantritt in der Arbeit bei Nachfrage vor.

Elisabeth
Das ist doch überflüssig. Sie ist krank. Was sie hat, braucht keiner zu wissen. Und auch nicht, warum sie nicht ans Tel geht/gehen konnte.
 
Ich würde sicher auch nicht rangehen. Erstens bin ich dem AG nicht verpflichtet seinen Anruf entgegenzunehmen (nicht, wenn ich gesund bin und schon gar nicht, wenn ich krank bin). Zweitens dient der Krankenstand auch zur Erholung und da brauch ich mich sicher nicht mit der Arbeit bzw. mit dem AG und seinen Problemen auseinanderzusetzen. Das reicht auch schon, wenn man wieder gesund ist.
Umsonst ist man nicht krank geschrieben, wenn man dann doch wieder jederzeit dem AG zur Verfügung stehen müsste.

Gruß,
Lin
 

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