Körperpflege lernen: an Dummys oder unter den Azubis?

Also ich kann Deine Bedenken nachvollziehen. Ich würde das auch nicht wollen, daß mich Kurskollegen waschen.
Wenn ich mich an meine Ausbildung zurückerinnere, dann war das damals so, daß wir uns gegenseitig das Gesicht gewaschen haben, die Zähne gegenseitig geputzt haben (ist auch schon etwas grenzwertig) und wir haben uns gegenseitig Joghurt mit dem Löffel eingegeben.
Ich würde Dir raten, das Gespräch mit den Lehrkräften zu suchen und sie zu bitten, daß sie es respektieren, daß Du das nicht mitmachen möchtest.
 
Hey !
Gegenseitiges Zähne putzen und Essen anreichen finde ich okay ! Gesicht waschen geht auch noch ! Aber der Rest muss nicht sein !

Naja ich warte jetzt mal bis es losgeht mit der Ausbildung und dann mal sehen wie es bei uns läuft ! Ansonsten spreche ich mit dem entsprechenenden Dozenten und fertig !

schlauberberger
 
Bei uns wurde das letztes Jahr in Form eines "praktischen Tages" gemacht... Wir sind dafür auf eine leere Station im Krankenhaus... Dort durften wir uns in die Betten legen, wir haben dann gegenseitig Blutdruck, Puls gemessen und uns dann gewaschen.
Dabei hatten wir ein T-Shirt und eine kurze Hosse an...
Gewaschen wurde also Gesicht, Arme und Beine und wer wollte auch noch der Bauch..

War ein wirklich witziger Tag, würde jedem empfehlen, da mit zu machen... ;)
 
Ich finde das gar nicht so schlecht. Man kann sich so eben sehr viel besser hineinversetzen wie es Patienten in der Situation geht.

Wir haben des auch gemacht gehabt und geschadet hat es nicht. :D
 
Hallo,

Es ist defintiv etwas anderes ob man von einem Kurskollegen zum Teil gewaschen wird, als wirklich, aufgrund des Gesudheitszustands Hilfe zu benötigen. Desweitern kann man auch nicht grundsätzlich von sich auf andere Menschen schließen. Daher sehe ich in dieser Methode nicht so viel Sinn.

mary
 
Ach,ich denke schon,dass es Sinn macht. So hat man als Azubi gleich mal eine Vorstellung davon,was in einem Patienten vorgeht,der gewaschen werden muß,dies aber nicht will und es nur akzeptieren muß,weil er sich allein halt nicht waschen kann. Ist die selbe Situation,als wenn man sich seines Körpers schämt und ihn anderen,auch Krankenpflegeschülern,nicht zeigen mag. Jawohl,das ist haargenau dasselbe und so kann man lernen,damit umzugehen,denn was man als Pflegekraft einem Patienten gegen seinen Willen "antut",muß man auch selbst aushalten können!
 
Das von dir beschriebene Ergebnis sollte genau nicht herauskommen bei diesen Übungen. Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen dem Waschen eines selbständigen Menschen* und einem hilflosen Menschen**. Was letzterer fühlt und denkt, dass bekommst du mit dem Waschen eines Azubikollegen leider nicht mit.

* kann sich selbst waschen ggf. unter Anleitung, braucht ev. nur länger
** ist soweit bewegungseingeschränkt, dass eine selbständige Pflege auch unter Anleitung nicht möglich ist

Elisabeth
 
Normalerweise geht man davon aus, daß eine Deutsche sich von mir pflegen und auch auf den Topf setzen läßt.
Und man geht davon aus, daß eine Türkin das nicht will.
Ob diese Denkweise immer richtig ist, ist fraglich, aber je älter ich werde, desto mehr deutsche Frauen darf ich auf den Pott setzen. Die Quote bei Muslimas ändert sich nicht.
Warum glaubt man, daß jede(r) Schüler(in) sich vor Kollegen/-innen entblößen will? Was machen muslimische Schülerinnen oder Schüler, die ihren Glauben ernst nehmen?
Ich will hier nicht die soundsovielte Kopftuchdebatte lostreten, sondern anregen, darüber nachzudenken, ob sich jede(r), gleich welcher Religion, entblößen will. Mir machte es als Soldat anfangs auch keinen rechten Spaß, mit sechs Kameraden gleichzeitig zu duschen und dabei von jedem, der in dem riesigen Waschraum war, beobachtet werden zu können. (Auch, wenn´s wahrscheinlich keiner gemacht hat.)
Nein, ich bin nicht prüde; ich wähle nur selbst, wem ich mich (teil)entblößt zeige. Und ich habe das Waschen gelernt, ohne es an halbnackten Kollegen zu üben und wenn ich wissen will, wie man sich als Gewaschener fühlt, bitte ich meine Frau darum.
 
Also , wenn ich mir das überlege, gefällt mir diese Übung überhaupt nicht.- Ich kann mir viel besser vorstellen, wie ein Patient sich dabei fühlt und respektvoll damit umgehen, wenn ich mich nicht von jedem waschen lasse. Mein Körper ist keine öffentliche Bedürfnisanstalt und wenn ich im Krankenhaus war wegen einer Operation dann kam mein Mann und hat mir beim Waschen geholfen, keiner vom Pflegepersonal und ich habe meine Eltern auch selbst gewaschen. Das Pflegepersonal wußte, daß ich kommen werde um die Eltern zu waschen. - Was ist denn das für ein dummes Argument, daß man sich nicht in den Patienten hineinversetzen kann, wenn man sich nicht von Fremden waschen lassen möchte? Noch sensibler als das man es nicht zuläßt kann man mit dem Thema überhaupt nicht umgehen! Ich hab leider eine Erkrankung, die dazu führen könnte, daß ich eines Tages Pflege benötigen werde. Die Vorstellung, daß ich darauf angewiesen sein könnte, daß mich jemand wäscht, anzieht, daß ich auf eine Bettpfanne gesetzt werden müßte, oder gar Pampers tragen müßte, ist das grausamste, was ich mir vorstellen kann. Ich hoffe, daß ich das nicht erleben muß und daß ich vorher an irgendetwas anderem eingehen werde, oder aber so bin, daß ich das nicht voll mitbekommen muß. Und für die Krankenpflegeschule würde ich das schon gar nicht machen lassen. Und natürlich geht man dann mit den Menschen, die man pflegen und waschen muß respekt und taktvoll um und versucht ihnen die Situation so angenehm wie möglich zu machen. Liebe Grüße Christa
 
Gut,jeder hat eine andere Einstellung zu diesem Thema,jedoch eine Meinung als "die dümmste" hinzustellen,ist nun wirklich reichlich kurzsichtig und wie ich aus dem letzten Beitrag entnehme,persönlich motiviert. Aber wie dem auch sei,wenn ich durch besagte Übung weiß,wie ich mich beim Waschen durch einen Fremden fühle,dann kann ich doch guten Gewissens davon ausgehen,daß sich ein Patient auch nicht viel anders fühlen wird oder ? Dies kommt mir als Azubi doch so gesehen nur zugute!
 
Aber wie dem auch sei,wenn ich durch besagte Übung weiß,wie ich mich beim Waschen durch einen Fremden fühle,dann kann ich doch guten Gewissens davon ausgehen,daß sich ein Patient auch nicht viel anders fühlen wird oder ?

Kannst du eben nicht. Du darfst nicht vergessen, dass jeder Mensch anders denkt und fühlt. Dir ist es vielleicht egal, wenn du dich einem Fremden in Unterwäsche oder nackt zeigst, das heißt aber nicht das es einem anderen auch egal ist. Dir ist es vielleicht egal, wenn dir jemand Blut abnimmt, andere kollabieren schon fast beim Gedanken daran.

Davon abgesehen, sind die Begleitumstände bei einem Pat. andere.
Schamgefühl, Angst, Schmerzen, Übelkeit, Zugänge und Ableitungen, Schwindel, Müdigkeit, etc. Man kann nie wissen, was in einer anderen Person vorgeht, außer du kannst Gedankenlesen :roll:.

Gruß,
Lin
 
Vorweg: ich möchte im Alltag möglichst nicht berührt werden von anderen Menschen, außer es ergibt sich in der pflegerischen Situation.

Ich habe beide Situationen erlebt: stark bewegungseingeschränkt und nicht in der Lage auch unter Anleitung mich selbst zu waschen. Körperpflege in dieser Situation okey. Und ich habe die andere Situation erlebt: ich hätte mich selbst waschen können, hätte aber viele Pausen gebraucht. Hier habe ich meine Familie gebeten mir behilflich zu sein. Die hatten die nötige Zeit.

Elisabeth
 
Sicher geht jeder Mensch mit diesem Thema anders um,jeder hat seine Eigenarten und jeder hat ein unterschiedlich ausgeprägtes Schamgefühl. Aber sind wir doch mal ehrlich. Wird im KH auf das Schamgefühl des Pat. Rücksicht genommen ? Doch eher nicht,weil in der jeweiligen Situation entweder nicht die Zeit dazu ist oder viele andere Faktoren eine Rolle spielen,auf die der Pat. leider keinen Einfluß hat. Als ich gelernt hab,hieß es,Patientinnen im KH müssen sich von mir als Pfleger waschen oder zur Toilette begleiten lassen,weil ich ja nun mal die gleiche Arbeit mache,wie eine Schwester,dies hätten die Patientinnen eben zu akzeptieren. Da hat keiner einen Gedanken an das Schamgefühl der Patienten verschwendet,aber ebenso hat es keinen interessiert,wie ich mich als Pfleger fühle,wenn ich eine 120kg-Dame mit extremem Körpergeruch waschen sollte. Nun,letztendlich hat es die Patientin ohne bleibende Schäden überstanden und ich auch. Ich will damit sagen,daß man als angehende Krankenschwester schon etwas Charakterstärke haben sollte,um sich nicht schon während der Ausbildung an Dingen zu stoßen,welche im Arbeitsalltag untergehen. Die Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten,so daß man sich selbst nicht immer so wichtig nehmen und auch mal die andere Seite sowie etwaige Konsequenzen beachten sollte. Nehmt dies bitte als meine rein persönliche Meinung,denn ich möchte hier niemandem zu nahe treten!
 
Ich akzeptiere diese Ansicht sicherlich. Dennoch bin ich nicht nur Krankenschwester. Ich bin auch Privatperson und ich möchte, daß man als Privatperson und auch als Patient meinen " Tanzabstand" den ich zum Leben benötige respektiert. Das bedeutet tatsächlich, daß ich mich nicht von jedem unnötig anfassen lassen möchte. Ich mag auch keine Massagen verordnet bekommen, weil mir das zuviel Nähe ist. Und ich denke, wenn man sich in einer Krankenpflegeschule darüber hinwegsetzen möchte, weil ich Krankenschwester bin und mich mal wieder nicht so anstellen soll, um es überschärft auszudrücken, dann greift das in mein Persönlichkeitsrecht ein. Ich mag nicht öffentlich zur Schau gestellt werden und das würde ich jedem Patienten gewähren. Das hat nicht einmal damit zu tun, daß ich nun übermäßig dick wäre. (Ich wiege 54 kg bei einer Größe von 160 cm). Dennoch mag ich das nicht und ich laufe auch nicht in der Badeanstalt herum usw. Ich mag das ganz einfach persönlich nicht und ich denke, daß eine der Ursachen die Distanzlosigkeit im Krankenpflegeberuf ist, der man einfach im Laufe der Jahre überdrüssig wird. Von mir aus kann man das auch neurotisch nennen. Das ist mir so ziemlich egal. Es ist meine Intimsphäre in die da eingegriffen werden soll und ich hoffe, daß ich niemals in die Situation kommen muß, daß ich von einem fremden Mann gewaschen werden soll oder von jemandem der mit mir umgeht als wäre mir das egal. Der Gedanke ist zum Gruseln ! Andererseits ist es auch okay, wenn es einem nichts ausmacht an Waschung der Krankenpflegeschule teilzunehmen. Die Menschen müssen auf keinen Fall so denken und empfinden wie ich.- Wenn ein männlicher Kollege einer anderen Station eine Patientin waschen soll, dann kann der durchaus in der Zeit auf meiner Abteilung arbeiten kommen und ich gehe diese Dame waschen sobald es sich in den Dienst einbauen läßt. Dabei kommt es aber darauf an, daß man die Arbeit auch tatsächlich kurzfristig tauscht und nicht, daß ich nun zusätzlich deren ganzen Patientinen wasche.;-))) Der Pfleger kann mir durchaus in der Zeit meine "Männer " auf der Abteilung waschen kommen. Wir können in der Zeit gerne tauschen der cooperieren. Ich würde dafür auch Überstunden ableisten.- ( allerdings keineswegs unbezahlt), weil ich das durchaus verstehen kann, wenn die Patientin Hemmungen hat von einem Mann gewaschen zu werden. Leider läßt sich vom Ablauf her soetwas kaum noch realisieren, weil für solche Aspekte keinerlei " Luft" gelassen wird. Ich bin auch gerne bereit auf einer anderen Abteilung einer Dame einen Katheter zu legen. Die Stationsbesetzungen müßten aber bei der Verplanung des gesamten Klinikpersonals darauf Rücksicht nehmen, daß es das ATL " Sich als Mann oder Frau fühlen" nicht nur auf einem Papierbogen bei der Aufnahme beschränken muß auf denen man ein Kreuzchen machen kann." Die Kreuzchen würden nur Sinn machen, wenn man die Konsequenz aus diesem Kreuzchen ziehen würde und falls die Frage, ob man von einem Mann oder von einer Frau gewaschen werden wolle auch die Möglichkeit ergäbe zu organisieren, daß das möglich ist. Dieser Aspekt wird leider überhaupt nicht berücksichtigt. Und ich habe nicht einmal die Möglichkeit die Patienten zu fragen, ob es ihnen etwas ausmacht von mir als Frau gewaschen zu werden, weil ich bei der Umsetzung einen Zwergenaufstand produzieren würde und mir gar keine Wahl bleibt als das selbst zu machen. Es ist mir im Prinzip egal welche Patienten ich während meiner Dienstzeit von welcher Abteilung auch immer betreue und pflege. Man muß mir nur die Möglichkeit geben meine Arbeit zu schaffen und abzuleisten und so abzuleisten, daß man mit seiner Leistung noch zufrieden sein kann und daß dabei auch noch Qualität heraus kommt. Liebste Grüße Fearn
 
Nur so am Rande: bei der ATL "sich als Mann oder Frau fühlen" geht es nicht um die anatomischen äußeren Merkmale. Roper et al sehen hier die Problematik das Ausleben der Rollenidentität in der Familie in der Gesellschaft u.ä..

Und ich bin immer wieder entsetzt, dass man von dem Initiationsritus- du kannst nur eine gute KS werden, wenn du mal selbst gespürt hast, wie es ist so ohne jegliche Privatsphäre. Für mich ist das mehr als Armutszeugnis der Ausbildung: handwerkliches lernen ohne Hintergrundswissen... oder wird diese Übung im Rahmen des Unterrichtsfaches Psychologie durchgeführt. Werden Aspekte der Persönlichkeitspsych, der Wahrnehmungspsych, der Kommunikationspsych, der Entwicklungspsych, Coopingstrategien usw. vermittelt?

Elisabeth
 
Die Einstellungen kann ich durchaus nachvollziehen und akzeptiere die Meinungen. Jedoch stellt ein "waschen üben",bei dem man bekleidet ist,in meinen Augen keine großartige psychische Herausforderung dar,denn das,womit man die Psyche des Patienten doch am meisten belastet,die Intimpflege,wird ja bei solch einer "Übung" völlig ausgeklammert. Und ich kann verschiedene Dinge am Patienten sehrwohl völlig anders machen,wenn ich es selbst schon erfahren habe! Ich denke da z.B. an das Fädenziehen,denn als eine Kollegin bei mir nach einer Kniegelenks-OP die Fäden zog und dabei wohl mit der Pinzette etwas heftig am Knoten "gezerrt" hatte,so daß ich doch relativ starke Schmerzen hatte,habe ich in der Folge,von meinem Erlebnis ausgehend,beim Patienten darauf geachtet. Ich denke,sehr viel anders verhält sichs beim Waschen auch nicht und deshalb sind solche Übungen m.E. zu begrüßen.
 
Und ich kann verschiedene Dinge am Patienten sehrwohl völlig anders machen,wenn ich es selbst schon erfahren habe! Ich denke da z.B. an das Fädenziehen,denn als eine Kollegin bei mir nach einer Kniegelenks-OP die Fäden zog und dabei wohl mit der Pinzette etwas heftig am Knoten "gezerrt" hatte,so daß ich doch relativ starke Schmerzen hatte,habe ich in der Folge,von meinem Erlebnis ausgehend,beim Patienten darauf geachtet.

Ich glaube mit diesem Argument kann man nicht besser gegen die "Waschübung" argumentieren. Deine Aussage würde nämlich bedeuten, dass man erst wenn man es selbst erlebt hat genung Empathie aufbringen kann: bekommt demnächst jeder eine Mini-Op nebst Naht zwecks Üben des Fäden ziehens. wird demnächst eine Flexüle gelegt und bewusst para gestochen um die Schmerzen nachvollziehen zu können, schieben wir demnächst Katheter u.ä. um zu lernen, wie es sich anfühlt?

Wie schon gesagt: die Ausbildung stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus, wenn sie meint nur auf diese Art und Weise ist es möglich Empathie zu erlernen.

Und wie ebenfalls schon vermerkt: man kann solche Sachen anbieten- dann aber bitte mit einer ordentlichen Auswertung und nicht mit: ich fands jetzt bei mir nicht so toll. Und jetzt fasse ich den Pat. aber anders an.

*grübel* Ich glaube, dass habe ich hier alles schon mal geschrieben. Aber es scheint ein nicht enden wollendes Thema zu sein.

Elisabeth (PA BasStim)
 
Gut,über dieses Thema kann man nun wirklich lang und länger diskutieren,stimmt. Ich wollte auch nur meine persönliche Meinung dazu kundtun und da ja auch jeder seine eigene Meinung dazu hat,sollte man jede Meinung akzeptieren und doch bitte nicht eine Meinung über die andere stellen. Ich finde es gut,Du,Elisabeth eben nicht,jedoch müssen letztendlich die Schulen entscheiden,was sie zur Ausbildung anbieten und jeder Schüler muß wiederum für sich selbst entscheiden,ob er dies annimmt oder nicht.
 
Man sollte aber bei allem Für und Wider bedenken, dass es Menschen gibt, denen es a) peinlich ist oder b) aus anderen Gründen einfach nicht recht ist, dass sie von Kurskollegen gewaschen werden. Und es könnte Menschen geben, denen es c) unangenehm ist (und sich nicht trauen), zu sagen, dass es ihnen peinlich ist. Wäre ja auch normal, denn schließlich handelt es sich um junge Leute. Schaden wird es sicher nicht, wenn man sich gegenseitig wäscht, aber es wird auch nicht schaden, wenn man es eben nicht tut. Das sollte halt eben jeder für sich selber entscheiden. Und wenn es einer nicht mag, dann ist dies zu respektieren.
 
Also ich sag ganz ehrlich.
Sollte sowas auf mich zukommen, hätte ich auch ein Problem damit.
Nicht gegen das waschen an sich. Es kommt dabei für mich darauf an, in welchem Umfang das stattfinden soll.
Arme, Beine, Gesicht und meinetwegen auch Dekoltee würden mir in dem Fall wirklich nichts machen. Aber da nur in Bikini oder Badeanzug zu liegen fänd ich für mich äußerst unangenehm. Top und kurze Hose sag ich nichts gegen.

In dieser Sache wäre ich also durchaus Kompromiss bereit :D
Aber das ist schon ziemliche Schmerzgrenze. Grade aus diesem Grund,
weil ich weiß wie ich mich fühle, wie unangenehm für mich die Sache ist, glaube ich das ich genug einfühlungsvermögen und Respekt den Patienten gegenüber aufbringen könnte. Ich will meinen Patienten die Situationen ja auch so angenehm wie möglich machen.

Ich denke, jeder hat seine eigene "Schmerzgrenze" die man auf keinem Fall überschreiten sollte. Immerhin ist das mein Körper über den ich immer noch selbst entscheiden kann.

LG
 

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