Inhalte von Zielvereinbarungsgesprächen

Elisabeth Dinse

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...War klar, dass du Vertrauen so definierst. Von detailliertem Krankenbericht oder Anamnese habe ich nix geschrieben. ...
Aber darum geht es in diesem Thread. Die TE hat ein ungutes Gefühl, dass genaueste Angaben zu ihrer Erkrankung in dem Protokoll stehen.

Zum Verallgemeinern- das dürfte keine Einbahnstraße sein. Wenn ich mich auf die Aussagen der TE beschränke, dann scheint es dort nicht ganz so toll sein mit dem Vertrauensverhältnis. Und Erfahrungen prägen nun mal. Ich kann nachvollziehen, dass man bestimmte Aspekte nicht verschriftlicht sehen will.

Elisabeth
 

Kalimera

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Warum nur schreibt die TE nichts mehr hier?
Die TE wollte wissen was in keinem Fall in ein solches Gespräch gehört, aber dieses Gespräch wird von beiden Seiten gestaltet. Infolgedessen frage ich mich woher die STL den Gesundheitszustand explizit protokollieren und beschreiben kann? Solche Infos können nur vom Arzt oder der TE kommen. Der Arzt war nicht anwesend, also wird die TE es erzählt haben.
Und jetzt kommen sicher wieder die misstrauischen Stimmen, die der STL eine subtile Gesprächsführung mit etlichen Fallen unterstellen, wo das Gegenüber machtlos ist und nicht bemerkt welche Fragen ihm gestellt werden.
Die wenigsten MA sind wirklich so dumm, wie sie manchmal gerne dargestellt werden um die Leitungen als böse darzustellen.

Ich gehe mit Maniac konform, ich selektiere keine Gesprächsinhalte beim protokollieren , es werden alle Inhalte protokolliert und da achte ich auch als MA drauf, so manche Leitung kann sich damit besser erinnern.
Und dann gibt es noch die MA, die Gesprächsinhalte sehr frei interpretiert weitergeben, insbesondere wenn sie grad mal wieder sauer auf eine Leitung sind und Verbündete suchen. Manches Protokoll hat dann sehr gute Dienste geleistet, um demjenigen die wahren Inhalte nochmal vor Augen zu führen.

Wenn wir dieses Krankenhaus bauen, dann aber auch mit den enstprechenden MA..:-)))
 

opjutti

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Außerdem hat jeder MA nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, das Gesprächsprotokoll gegenzulesen und zu unterschreiben.
Wenn Inhalte drinstehen, die nicht besprochen wurden oder der MA das Gefühl hat, es wurde falsch übertragen, dann muss er das korrigieren lassen.
Es muss sich keiner das Wort m Munde rumdrehen lassen, weder hier im Forum, noch in der Realität.
LG
 

-Claudia-

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Außerdem hat jeder MA nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, das Gesprächsprotokoll gegenzulesen und zu unterschreiben.
Richtig.
Wenn Inhalte drinstehen, die nicht besprochen wurden oder der MA das Gefühl hat, es wurde falsch übertragen, dann muss er das korrigieren lassen.
Das scheint ja hier nicht das Problem zu sein; die SL hat den Gesprächsinhalt offenbar korrekt zu Protokoll genommen. Die TE will nur nicht, dass ihr Gesundheitszustand schriftlich festgehalten wird.
 

Elisabeth Dinse

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Als Quintessenz ist also jedem MA zu raten... Er sollte sich vorher ganz genau informieren, um was für ein Gespräch es sich da handelt und welche Fragen berechtigt sind, welche nicht.
Allgemein lässt sich sagen, dass eine SL niemals berechtigt ist, medizinische Aspekte zu erfragen. Demzufolge sind entsprechende Protokollierungen unzulässig. Führt das Gespräch mit der SL nicht zum Ziel, ist BR/MAV einzuschalten.

Elisabeth
 

Kalimera

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Du weißt aber schon, dass die Welt nicht nur weiß oder schwarz ist?
Wie stellst Du Dir das vor? Die Leitung gibt dem MA vorher den genauen Fragekatalog und der MA streicht alle Fragen, die nicht erlaubt sind durch, natürlich nur, nachdem er vorher einen Anwalt konsultiert hat. Jegliche sonstige Themen/Fragen erwidert er durch beharrliches Schweigen? Die böse STL könnte ja sonst was auf subtile Art und Weise aus ihm herausbekommen.
Wie kommst Du darauf, dass eine STL niemals nach medizinischen Aspekten fragen darf? Und warum so absolut?
Die Arbeitswelt ist nicht Leitung böse, MA gut. Manchmal ist sie auch: Leitung gut, MA böse
Und dann gibt es noch viele Nuancen dazwischen. Selbst die Variante Leitung gut und MA gut ist keine Seltenheit und weit verbreitet.
Selbstverständlich sollte der MA seine Rechte kennen, aber es ist nicht die Leitung Schuld, wenn er sie nicht kennt und bis zu dem Schritt, dass Leitung das ausnutzt ist es auch ein weiter Weg, falls dieser Weg überhaupt gegangen wird.
 

ludmilla

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Wie stellst Du Dir das vor? Die Leitung gibt dem MA vorher den genauen Fragekatalog und der MA streicht alle Fragen, die nicht erlaubt sind durch, natürlich nur, nachdem er vorher einen Anwalt konsultiert hat. Jegliche sonstige Themen/Fragen erwidert er durch beharrliches Schweigen?

Ich stell es mir genau so vor. Die vorraussichtlichen Inhalte des Gesprächs sind auch dem Mitarbeiter bekannt. Schließlich gibt es in einem Zielvereinbarungsgespräche auch Dinge, die der Mitarbeiter/Stationsleitung tun muss um dem Mitarbeiter das Erreichen der Ziele zu ermöglichen, also muss der Mitarbeiter sich auf solche Gespräche schon vorbereiten können.
Wie kommst Du darauf, dass eine STL niemals nach medizinischen Aspekten fragen darf? Und warum so absolut?

Du sprichst zwar Elisabeth an, aber ich antworte dir mal! Sie kann solche Sachen zwar fragen, aber sie kann nicht erwarten eine Anwort zu bekommen. Von mir käme auf eine solche Frage mittlerweile keine Antwort mehr, nur beharrliches Schweigen. Es geht sie nichts an. Warum glaubst du steht auf der AU keine Diagnose, warum glaubst Du erfährt weder PDL noch Stationsleitung von der Befunden des Betriebsarztes? Es geht sie nichts an! Und glaub mir, es ist sehr schwer, diese Fragen einer freundlichen Stationsleitung oder PDL/Chef nicht zu beantworten. Selbst wenn sie nur subtil fragen und noch ein freundliches "ich darf sie ja gar nicht nach der Diagnose fragen" voran schicken...., mir ist das 2x passiert und es ist schwierig, darauf neutral zu antworten ohne was preiszugeben und trotzdem nicht oppositionell zu erscheinen.
Auch der guten Chef oder die gute Stationsleitung hat keinen Aspruch auf solche Informationen, was will sie also mit der Info? Zuständig, ob ein Mitarbeiter seine Arbeit in erforderlichen Umfang leisten kann, ist der Betriebsarzt. Der wird da ggfs. tätig werden.....

Gruß
Ludmilla
 
N

NN

Gast
Vielen Dank für die vielen Antworten und Gedankenanstösse!
Die Infos, die in meinem MAG verschriftet wurden bezügl. meiner Diagnose stammen natürlich von mir, jedoch haben wir im MAG gar nicht mehr explizit darüber gesprochen, aber als ich im Juni diesen Jahres die Verletzung erlitt, war ich noch mehrer Wochen humpeldnerweise arbeiten, bevor ich mittels MRT selbst die Diagnose bekam. Da kamen natürlich Fragen, was ich habe sowohl von meinen Kollegen als auch von meiner SL.
Da meine Arbeit nicht unter der Verletzung leidet, Da auch mittlerweile ausgeheilt, bin ich doch sehr erstaunt gewesen. Jetzt detaillierte Angaben im MAG vorzufinden.
Reder ihr denn nie über eine Verletzung oder reicht ihr wirklich alle wortlos eure AU ein?
Ich wollte hier auch keine Grundsatzdiskusssion entfachen, lediglich auf meine Frage, ob solche Infos wirklich was in einem MaG verloren haben.

lg
malu
 

Kalimera

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Ich stell es mir genau so vor. Die vorraussichtlichen Inhalte des Gesprächs sind auch dem Mitarbeiter bekannt. Schließlich gibt es in einem Zielvereinbarungsgespräche auch Dinge, die der Mitarbeiter/Stationsleitung tun muss um dem Mitarbeiter das Erreichen der Ziele zu ermöglichen, also muss der Mitarbeiter sich auf solche Gespräche schon vorbereiten können.
So kenne ich das, so handhabe ich das. Eine Fragensammlung zum Thema wird dennoch niemand von mir vorher bekommen, da ich nichtg vorhersehen kann welche Fragen sich im Gespräch ergeben werden.

Sie kann solche Sachen zwar fragen, aber sie kann nicht erwarten eine Anwort zu bekommen.
Damit stimmst Du dem zu, was ich geschrieben habe.
 

ludmilla

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Damit stimmst Du dem zu, was ich geschrieben habe.

Das ist deinerseits aber sehr frei interpretiert..., so interpretierst du aber sicher nicht Aussagen deiner Mitarbeiter, oder doch? :zunge:

Nochmal, ich stimme dir in keinster Weise zu!!! Du hast keinerlei Recht auf die Antworten, also kannst du das Fragen auch lassen! Ich würde es als nötigend empfinden, wenn ich trotzdem gefragt werde, könnte das Schweigen aber mittlerweile aushalten. Das war nicht immer so und ich weiss, dass es anderen auch so geht/ ging.

Ludmilla
 

Kalimera

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Ich interpretiere eher selten, sondern frage nach wie was gemeint ist, wenn Interpretationsspielraum vorhanden ist.

Wo stimmst Du mir denn jetzt nicht zu? Ich habe nachgefragt, ob es sicher ist, dass eine STL nicht nach den Erkrankungen fragen darf, weil ich diesbzgl. kein Gesetz kenne, was dies einer Leitung verbietet. Du scheinst ein solches Gesetz auch nicht zu kennen.

Ich habe nicht behauptet, dass der MA verpflichtet ist mir Auskunft zu geben, geschweige denn ich das Recht auf Auskunft bei der Frage nach der Erkrankung habe..
Es ist viel mehr so, dass zum großen Teil die MA selbst den Grund ihrer AU nennen ohne jegliche Aufforderung und/oder es anderen Kollegen erzählen und das nicht nicht mal mit Verschweigensheitsgarantie desjenigen, so dass ich auf diesem Weg davon erfahre.
Es gibt viele Gründe warum ich mich bei jemand erkundigen könnte wie es ihm/ihr geht, wie er/sie klar kommt oder ähnliches und diese Fragen werde ich auch zukünftig nicht unterlassen nur weil ich kein Recht auf Antworten habe. Du kannst es Dir evtl. nicht vorstellen, aber viele MA freuen sich über Anteilnahme und/oder Interesse, auch wenn sie von der SL kommen.
Du magst ja schlechte Erfahrungen gemacht haben und heute dementsprechend agieren. Das kann ich nachvollziehen.
Was willst Du mir eigentlich damit zeigen, dass Du so viele Ausrufezeichen benutzt?
 

Kalimera

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Reder ihr denn nie über eine Verletzung oder reicht ihr wirklich alle wortlos eure AU ein?
Doch, ich vermute, dass sogar die Mehrheit darüber redet, ob nun mit Kollegen oder auch der STL selber. Ich selbst nehme mich dabei auch nicht aus, habe selber noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.
Wenn in Deinem MAG nicht darüber gesprochen wurde, dann kannst Du auch darauf bestehen, dass es nicht protokolliert wird.
Deine STL meint es vielleicht gar nicht böse, scheinbar fehlt ihr das notwendige Wissen.
Hast Du sie darauf aufmerksam gemacht? Du musstest das Protokoll doch sicher auch unterschreiben?
 

Elisabeth Dinse

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...Deine STL meint es vielleicht gar nicht böse, scheinbar fehlt ihr das notwendige Wissen. ...
Und da ist offensichtlich auch nicht alleine.

Schwarz-Weiß... es dürften wohl Meilensteine liegen zwischen einem offiziellen Mitarbeitergespräch und einer einer netten "Plauderstunde". Zu letzterem gibt es kein Protokoll. Aus gutem Grund.

Es geht doch nicht darum, dass man nix mehr erzählt auf der Arbeit. Es geht doch darum, was man mit dem Erzählten macht. Scheinbar muss man sich mittlerweile auch im Kollegenkreis genau überlegen, was man da sagt. Es könnte sein, dass es demnächst bei der SL im Protokoll und ggf. nicht nur in der Schublade bleibt.

Ofizielle Gespräche, die vom AH angeordnet sind- da hat der AG auch ein Anrecht auf die Einsichtnahme.

Elisabeth
 

ludmilla

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@kalimera: du fragst nach einer gesetzlichen Grundlage? Der Mitarbeiter ist, ich hoffe ich erinnere mich richtig, nach dem Entgeldfortzahlungsgesetzes lediglich verpflichtet anzugeben dass er Krank ist und die voraussichtliche Dauer mitzuteilen. Die voraussichtliche Dauer steht auf der AU-Bescheinigung. Damit weiß der AG was er wissen muss. Dort steht nicht explizit, dass verboten ist danach zu fragen. Für mich ergibt sich aber als Chef eine erhebliche Zurückhaltung zum Erlangen dieser Infos. Warum frage ich nach etwas, von dem ich kein Recht habe, es zu erfahren. Mir erschließt sich dass nicht. Viele Arbeitnehmer werden zumindest ansatzweise antworten, weil sie nicht wissen wie sie aus der Nummer rauskommen. Ich habe als Stationsleitung den Mitarbeitern immer gesagt, dass ich nicht wissen will warum sie AU sind, wenn sie angefangen haben davon zu berichten. Hätte ich Zweifel an der AU gehabt, dass da jemand krank ist, wäre ich den offiziellen Weg gegangen.

Ich finde Deine Bemerkung (also stimmst du mir zu....) unter einem einzigen herausgenommenen Satz meines Beitrags als ziemlich frei interpretiert, als Nachfrage habe ich dass nicht verstanden. Du verteidigst wiederholt die Nachfragen um die Krankheiten und dass die Mitarbeiter ja nicht antworten müssen. Dieser Haltung stimme ich nicht zu und mit den Ausrufezeichen wollte ich dies deutlich machen, damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Ich denke nicht dass man hier im Forum den Eindruck gewinnen kann, dass ich wild mit Ausrufezeichen um mich werfe....

Schönen Abend liebe Kalimera
Ludmilla
 

Kalimera

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Scheinbar hast Du extrem schlechte Erfahrungen gemacht und mit diesem Background interpretierst Du ein wenig zu viel in meine Posts.
Wir sind uns also einig, dass es kein Gesetz gibt welches einem Vorgesetzten verbietet nach dem Grund der Erkrankung eines MA zu fragen.
Ich verteidige nicht das Nachfragen um die Krankheiten der MA aus dem, scheinbar von Dir angenommenen, Grund eine so erlangte Info auch nur ansatzweise gegen jemand zu verwenden, noch um durch den, evtl. auftretenden, Überraschungseffekt bei einer solchen Nachfrage etwas herauszufinden, was der MA mir auf gar keinen Fall sagen möchte.
Ich wollte nur zu bedenken geben, dass eine Vorgesetzte nicht per se die Absicht hat den Mitarbeiter zu schädigen, wenn sie nachfragt.
Wie schon erwähnt ist mein Background so, dass die MA mir den Grund ihrer Erkrankung freiwillig mitteilen, ganz ohne Nachfragen und genau da lasse ich es mir nicht nehmen, bei längerer Krankheitsdauer nochmal nachzufragen, meine MA haben das bisher ohne Ausnahme als positiv empfunden.

Versuche mal nur ein klein bisschen Deinen Blickwinkel zu ändern und meine Posts nicht ausschließlich mit Dem Hintergrund Deiner Erfahrungen zu lesen.
Es könnte evtl. helfen Deine Sicht etwas zu relativieren.
 

ludmilla

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Scheinbar hast Du extrem schlechte Erfahrungen gemacht und mit diesem Background interpretierst Du ein wenig zu viel in meine Posts.

Du hast recht meine Erfahrungen bezüglich dieser Gespräche waren durchweg nicht positiv. Dieser Background ist nicht zu verleugnen, ich sehe aber nicht wo ich in meinem Beitrag interpretier was du gesagt hast. Ich tue meine Sichtweise kund, sicher auch als Reaktion auf deine Beiträge aber nicht ausschliesslich. Das ist was völlig anderes und hat mit Interpretation in meinen Augen nichts zutun.

Wir sind uns also einig, dass es kein Gesetz gibt welches einem Vorgesetzten verbietet nach dem Grund der Erkrankung eines MA zu fragen.

So absolut würde ich es nicht ausdrücken, ich bin kein Jurist. Ich habe nach kurzer Rescherche nichts gefunden, was es verbietet. Das heisst aber nur, dass ich es nicht mit absoluter Gewissheit sagen kann. Da aber gesetzlich geregelt ist, dass der AG keinerlei Recht hat den Grund der AU zu erfahren, kann ich nicht nachvollziehen, dass man danach fragt. Wenn der Mitarbeiter der freundlichen wohlgesonnenen Stationsleitung dies freiwillig mitteilt, kann er das tun.
Ich unterstelle nicht, dass die Stationleitung dies immer und ausschliesslich aus niederen Beweggründen wissen will. Es ist nur nicht so selten, dass man es völlig ausser Acht lassen sollte. Seine Fürsorgepflicht kann man als AG auch ausüben ohne den Grund der Erkrankung zu kennen.

Versuche mal nur ein klein bisschen Deinen Blickwinkel zu ändern und meine Posts nicht ausschließlich mit Dem Hintergrund Deiner Erfahrungen zu lesen.
Es könnte evtl. helfen Deine Sicht etwas zu relativieren.
Klingt ein klein wenig überheblich Dein Tipp, dafür dass du wirklich kaum etwas von mir weisst. Keine Sorge, ich betrachte dieses Thema und schon gar nicht deine Posts nur mit dem Hintergrund meiner zahlreichen gemachten negativen Erfahrungen. Meine Meinung zu diesem Thema ist geprägt aus der Sicht eines normalen des Mitarbeiters, der einer Stationsleitung und der eines Chefs im privaten Bereich (Haushaltshilfe). Und ein klein wenig Lebenserfahrung habe ich auch...., die Zwanzig habe ich schon vor langer Zeit überschritten.

Ich glaube ich habe meins nun zu diesem Thema gesagt!
Gruß und einen schönen Abend
Ludmilla
 

Elisabeth Dinse

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@Kalimera- dann drehen wir den Spieß mal um. Auf welcher rechtlichen Grundlage glaubst du befugt zu sein, in einem Protokoll detaillierte Angaben zum Gesundheitszustand machen zu müssen/dürfen. Stichwort: Persönlichkeitsrecht-Privatsphäre, Datenschutz ... .

Elisabeth
 

Elisabeth Dinse

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Na denn- ohne rechtliche Grundlage werden detaillierte Inforamtionen über Erkrankungen erhoben und schriftlich in Protokolle eingebracht? Das kann es ja wohl nicht sein. Oder? Wer befriedigt hier seine Neugier und zu welchem Zweck?

Elisabeth
 

Kalimera

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@Elisabeth:
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