Inhalte Rea-Fortbildung ('Normalstation')

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Cystofix, 25.08.2008.

  1. Cystofix

    Cystofix Poweruser

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    Hallo Community!

    Was lehrt Ihr / was wird bei Euch gelehrt im Rahmen der Rea-Fortbildungen auf den peripheren Stationen?

    Nur BLS + Notfallkaskade + Inhalt Notfallkoffer ( hausintern )?
    Grundlagen Umgang mit Laryngoskop / Intubation?
    Medikamentenübersicht?
    BLS + ALS?
    Was sonst noch?

    Ich möchte keine Diskussion entfachen, sondern hätte lediglich gerne einmal einen ( möglichst breiten ) Spiegel über die Rea-Fortbildungsinhalte Eurer Häuser.

    Wäre Euch dankbar über Antworten.

    Cys
     
  2. Lin

    Lin Poweruser

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    Hallo Cystofix!

    Zuerst mal eine Frage: lernt ihr diese Sachen echt in einer Rea-Fortbildung für eine "Normal"-Station :eek1:? Medis und Intubation darf eine "Normal" DGKS nicht verbreichen und werden erst bei Eintreffen des Herzalarmteams eingesetzt.

    So *schulungsunterlagenherauskram* nun zum Inhalt:
    Bei uns findet die Forbildung immer an 2 Tagen statt.
    1. Tag: Theorie: Wiederholung des Überprüfens von BAK, Lebensbedrohliche Situationen, Tipps (Zahnprothese drinnen lassen,...), Angst vor Rea nehmen, Rea bei Kindern, Erfahrungen des Vortragenden (ist selbst Notarzt)
    2. Tag: Praktische Übungen: es werden Reas nachgespielt, wie sie auf der Station ablaufen könnten/sollten
    (mit einigen Überraschungen: z.B. hat der Vortragende eine Münze im Mund der Puppe versteckt, damit er merkt, ob wir auch den Mund richtig überprüfen)

    Gruß,
    Lin
     
  3. mostbirne

    mostbirne Gast

    BLS -> auf peripherstation, theorie und praxis.
     
  4. Cystofix

    Cystofix Poweruser

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    Danke für Deine Antwort, aber lies den Text von mir bitte nochmal - wo steht da, dass sie es tun sollten und nicht nur den Umgang damit lernen sollen ( richten, anreichen )?
    Ich brauche das alles im Übrigen nicht zu lernen, da ich es kann nach etlichen Jahren ICU.
    Ich weiss, dass auf Normalstationen nicht vom Pflegepersonal intubiert werden darf ( auf Intensivstationen im übrigen auch nicht ).

    Nur wie ein Laryngoskop und ein Tubus ( bspw. mit Führungsstab ) gerichtet werden soll, das sollte man wissen - zumal bei uns - wenn auf der ICU die Hütte brennt - niemand von uns sondern nur die Ärzte und das Stationspersonal da ist. Oder dass man Supra bspw. 1:10 verdünnen sollte, was man pur geben kann .. solche Sachen im Hinblick auf Medikamente.

    Die Frage ist, wie ausführlich haltet Ihr / die entsprechenden Ausbilder diese Fortbildungen?

    Das heisst, Ihr macht praktisch nen Mega-Code Training mit gestellten CPR-Szenarien und nicht nur graue Theorie und dann drücken / beuteln einer Puppe ( was meines Erachtens für Normalstationen ausreichen dürfte an Wissen )?

    Gruss Cys

    edit: danke Mostbirne ... das is mal ne kurze und gute Antwort.
     
  5. Lin

    Lin Poweruser

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    @cystofix:
    Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass bei unserem Herzalarmteam (zusätzlich zur Intensivschwester und zum Anästhesisten) eine Anästhesieschwester und ein Turnusarzt mitrennen, die die Assistenz bei der Intubation übernehmen. Sicher könnten wir auch bei einer Intubation assistieren, dass wird aber bei uns in der Ausbildung gelehrt (hab leider keine Ahnung, wie das in Deutschland ist?) Wir lernen das Intubieren in der Ausbildung, aber praktisch dürfen wir es nicht machen (und das so ausführlich, dass es in Fleisch und Blut übergeht, also ist die Assistenz kein Problem). Die Anweisungen, was aufgezogen werden muss, bekommen wir vom Anästhesisten bzw. hat das bis jetzt immer die Anästhesieschwester gemacht. Naja und Medis aufziehen machen wir ja tagtäglich :emba: - wär also auch kein Problem.

    Zum Praktischen: meiner Meinung nach finde ich die Übungen viel wichtiger, als die Theorie, da die meisten nicht vor der Theorie Angst haben bzw. wissen was sie theoretisch machen müssten, aber es happert dann am praktischen. Es wird in diesen Übungen nachgestellt vom Betreten des Zimmer und Auffinden eines reapflichtigen Patienten bis hin zum Eintreffen des Reateams.
    Es wird so "natürlich" wie es geht nachgestellt, um so gut wie möglich solche Ausnahmesituationen zur "Routine" zu machen.
    Viele Probleme bei der Rea entstehen durch Nachlässigkeiten des Personals und durch solche Übungen fällt es auf, was man vergessen oder falsch gemacht hat und man merkt es sich. Ich denke, dass alleinige Drücken und Bebeuteln einer Puppe würde bei mir nicht die gleichen Eindrücke hinterlassen, wie eine nachgestellte Szene.

    Gruß,
    Lin
     
  6. Pflegerzwerg

    Pflegerzwerg Newbie

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    Hallo,

    also bei uns im krankenpflegekurs hatten wir auch eine Rea Fortbildung. Da wurde halt Theoretisch halt Die Rea besprochen, dann Medi's also welche wohl in Frage kommen(Anhand des Notfallkoffer's) und wie sie grob wirken und dann praktisch üben von Intubation vorbereiten, Rea an der Puppe mit Bebeuteln, und dann haben wir 2-3 Fälle direkt auf Station nachgemacht. Halt mit Auffinden, Alarm des Rea Teams usw.

    Ich fand es gut gemacht und hat auch was gebracht. Hab jetzt in der Ausbildung schon mehrere Rea's mit gemacht und ich war mit mir selbst auch zufrieden. Vor allem wird dadurch die Angst genommen..

    Naja euch noch schönen Abend...
     
  7. cosi

    cosi Newbie

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    Mega Code Training nennt man das heutzutage und das gibt es für Pflegekräfte und Ärzte im Angebot. Sinnvoll ist es durchaus Ärzte und Pflegepersonal (egal ob peripher, IC oder ITS u.s.w.) zusammen zu tun, um genau die verschiedensten Situationen zu üben.
    Intubieren ist grundsätzlich kein Diskussionsgrund. Entweder man lernt es und wird es im Notfall durchführen (auch eine Pflegekraft) oder man ist sich nicht sicher, dann sollte man sowieso die Finger davon lassen.
    Grundsätzlich gibt es wenige bis gar keine Situationen, wo der Arzt nicht intubieren kann oder nicht dabei ist.
    Dennoch finde ich absolut sinnvoll, dass jeder in der Pflege eine adäquate Maskenbeatmung durchführen können sollte sowie eine HDM.
    Wobei ich wiedermal die HDM der Beatmung vorziehe, da ich der Meinung bin das dies das outcome für den Pat. verbessern kann.
    Wenn mehere Leute vor Ort sind, dann ist es sowieso immer sinnvoll, dass eine Person die Koordination übernimmt.

    Es ist meiner ERfahrung nach nicht sinnvoll zwischen Intensiv, IC und peripherer Station zu unterscheiden.
    Das Reateam muss auch ersteinmal einen Weg zurücklegen und das braucht Zeit. Also was wäre, wenn z.B. eine Pflegekraft von der peripheren Station neben dem Pat. stehen bleibt und auf das Reateam wartet - nur weil sie Angst davor hat etwas falsch zu machen?

    Bei uns im Haus können alle ein Mega Code Training in 2 Stufen besuchen und bekommen es bezahlt.

    Dies beinhaltet:

    Notfallwagen bzw. koffer mit Defibrillator (mit Allem was dazugehört), Laryngoskop und ET u.s.w., Medikamente, klebende Elektroden, SM, Intubation an Puppe, HDM, Defibrillation, Kardioversion u.s.w.

    Übungen, Übungen und nochmals Übungen
     
  8. Gasmann

    Gasmann Junior-Mitglied

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    Hallo,
    wir (Anästhesist und/oder Pflegekraft) unterrichten nur BLS, hierbei legen wir einen gesonderten Wert auf die Diagnostik und die Hausinternen Alarmierungswege des Reateams.
    Das herbeiholen von benötigtem Material, richten von Laryngoskop und Tubus etc. gehört genauso dazu wie das richten von Adrenalin in der Verdünnung 1:10, findet aber in der Fortbildung einen Untergeordneten Stellenwert, da zur Rea immer mind. 1 Pflegkraft und ein Arzt gehen, und eigenes Material mitbringen.
    Das Überprüfen des Notfallkoffers ist Sache der Station, denn die soll auch Wissen was drin ist und ob und wie es funkftioniert.
    Anwesenheit bei der Rea auf Station ist für Stationsmitarbeiter Pflicht, da man sich als Reateam nicht so gut auf Normanstation auskennt und möglicher Weise noch Zubehö von Station benötigt werden kann.( Sauerstoff, weitere Braunülen, o.ä.)
    :streit::nurse::streit:
     
  9. Rabenmädel

    Rabenmädel Newbie

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    Zitat von Cosie:
    Es ist meiner ERfahrung nach nicht sinnvoll zwischen Intensiv, IC und peripherer Station zu unterscheiden.
    Das Reateam muss auch ersteinmal einen Weg zurücklegen und das braucht Zeit. Also was wäre, wenn z.B. eine Pflegekraft von der peripheren Station neben dem Pat. stehen bleibt und auf das Reateam wartet - nur weil sie Angst davor hat etwas falsch zu machen

    Kann ich nur beipflichten, bei uns wäre das Reateam nicht schnell genug da, und da wir häufig Reas haben, ist also anfangen angesagt. Gibt aber meiner Erfahrung nach auf jeder ITS einen notfallscharfen Möchtegern-Pflegerdoktor, der was anderes erzählt, weil er so drauf steht.
    Also keine Scheu, was machen ist besser als nix machen

    Lieben Gruß
    Rabenmädel
     
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