Frühdienst kritisiert alles – wie mit Zickenterror umgehen?

Nachtbruder2026

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Frühdienst – ständige Kritik und Teamprobleme

Titel: Frühdienst kritisiert alles – wie mit Zickenterror umgehen?

Hallo zusammen,

ich habe oft zur Dienstübergabe an den Frühdienst in einem Altenheim erlebt, dass selbst korrekt erledigte Aufgaben im Nachtdienst von einer alleinigen Nachtwache mit 49 Bewohner ständig kritisiert werden.

Für Frühdienst immer die Tropfen gestellt, Medikamente vorbereitet – egal, es wird immer gemeckert.

Besonders belastend ist:
Hochgelagerte Immobilie Bewohner rutschen nachts durch die Schwerkraft nach unten in den Betten.
Die im Pflegeheim nicht elektronisch verstellbar wie in einem modernen Krankenhaus.
Darum wurden die Bewohner aus gesundheitlichen Gründen etwas flacher gelagert, um die alleinige Pflegekraft zu entlasten.

Dann kommt Kritik vom Frühdienst:

„Die Bewohner liegen ja nicht korrekt.“

Nach dem Urlaub bekommt die Pflegekraft zu hören:
„Gottseidank, dass du wieder da bist.“

Unterton:
Die Kollegin, die dich vertreten hat, war noch schlechter als Du.

Konsequenz aus der ständigen Kritik:

Aufgrund des dauernden Nörgelns hat der Nachtdienst aufgehört, für den Frühdienst die Tropfen zu stellen. Sollen sie die Tropfen selbst stellen, wenn sie ständig unzufrieden sind – so kann man zumindest unnötigen Frust vermeiden.

Mich würde interessieren:

Habt ihr Erfahrungen, wie man ständige Kritik oder Zickenterror im Team sachlich aushalten kann, ohne dass die Motivation leidet?

Wie geht ihr damit um, wenn man bewusst Aufgaben abgrenzen muss, um sich selbst zu schützen?
 
Besonders belastend ist:
Hochgelagerte Immobilie Bewohner rutschen nachts durch die Schwerkraft nach unten in den Betten.
Die im Pflegeheim nicht elektronisch verstellbar wie in einem modernen Krankenhaus.
Darum wurden die Bewohner aus gesundheitlichen Gründen etwas flacher gelagert, um die alleinige Pflegekraft zu entlasten.

Dann kommt Kritik vom Frühdienst:

„Die Bewohner liegen ja nicht korrekt.“

Aus welchem Grund benötigen die Bewohner eine Oberkörperhochlagerung? Was geschieht, wenn sie (zu) flach gelagert werden? Wenn flache Lagerung eine Gefahr für sie darstellt, ist die Kritik gerechtfertigt. Die Bewohner zu gefährden, damit es die Pflegenden leichter haben, kann ja wohl nicht angehen.
Nach dem Urlaub bekommt die Pflegekraft zu hören:
„Gottseidank, dass du wieder da bist.“

Unterton:
Die Kollegin, die dich vertreten hat, war noch schlechter als Du.
Ich hätte das eher als Kompliment verstanden. Der Unterton ist eine Unterstellung Deinerseits.
Konsequenz aus der ständigen Kritik:

Aufgrund des dauernden Nörgelns hat der Nachtdienst aufgehört, für den Frühdienst die Tropfen zu stellen. Sollen sie die Tropfen selbst stellen, wenn sie ständig unzufrieden sind – so kann man zumindest unnötigen Frust vermeiden.
Hältst Du solche kindische Trotzreaktionen wirklich für eine sinnvolle Lösung des Problems?
 
Aus welchem Grund benötigen die Bewohner eine Oberkörperhochlagerung? Was geschieht, wenn sie (zu) flach gelagert werden? Wenn flache Lagerung eine Gefahr für sie darstellt, ist die Kritik gerechtfertigt. Die Bewohner zu gefährden, damit es die Pflegenden leichter haben, kann ja wohl nicht angehen.

Ich hätte das eher als Kompliment verstanden. Der Unterton ist eine Unterstellung Deinerseits.

Hältst Du solche kindische Trotzreaktionen wirklich für eine sinnvolle Lösung des Problems?
Hat auf jeden Fall funktioniert. Der Fruhdienst muss dann für 49 Bewohner die Tropfen selbst stellen. Wohlgemerkt es ist kein Krankenhaus sondern Altenheim und im Altenheim gibt es keine Infusion
 
Aus welchem Grund benötigen die Bewohner eine Oberkörperhochlagerung? Was geschieht, wenn sie (zu) flach gelagert werden? Wenn flache Lagerung eine Gefahr für sie darstellt, ist die Kritik gerechtfertigt. Die Bewohner zu gefährden, damit es die Pflegenden leichter haben, kann ja wohl nicht angehen.

Ich hätte das eher als Kompliment verstanden. Der Unterton ist eine Unterstellung Deinerseits.

Hältst Du solche kindische Trotzreaktionen wirklich für eine sinnvolle Lösung des Problems?
Die Oberkörperhochlagerug dient im pflegeheim zur Aspirationsprophylaxe.
Ich sage ja es ist meckern auf hohem Niveau.
 
Zur Aspirationsprophylaxe? Bei Sondenernährung?
 
Gegen meckern hilft die Übergabe konsequent durchziehen Ruhe verlangen und gleich nach der Übergabe gehen. So hat keiner die Gelegenheit rumzumeckern. Für fachliche Kritik, darf gern ein Termin ausgemacht werden.
In der Nacht den Oberkörper hochlagern zur Aspirationsprophylaxe ?
Eine Dauerhafte Hochlagerung während der Nacht zur Aspirationsprophylaxe dürfte eher selten notwendig sein , da sicher nicht alle Bewohner eine Schluckstörung haben , unter Reflux leiden oder man die ganze Nacht Sondennahrung verabreicht.
 
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Ich denke nicht, dass alle Bewohner eine Oberkörperhochlagerung benötigen. Deshalb ja meine Frage nach der Indikation bei denen, die so gelagert werden.

Wenn ein Aspirationsrisiko vorläge, wäre es fahrlässig, diese nicht durchzuführen, und das "Meckern" mehr als nachvollziehbar. Ich darf keine Bewohner gefährden, nur um es mir leichter zu machen. Worauf verzichte ich dann als nächstes? Mobilisation? Inkontinenzversorgung? Mundpflege?
 
Bei uns wurde gefordert, dass immobile Bewohner:innen nachts durchgehend in 15–30° Oberkörperhochlagerung liegen müssen –
Begründung:
Aspirationsprophylaxe.

Es handelt sich um stark pflegebedürftige, teils inkuriente Bewohner:innen, die sich nicht selbst umlagern können.

Das Problem:

Trotz korrekter Lagerung rutschen viele im Schlaf immer wieder nach unten in eine flachere Position.
Zur Aspirationsprophylaxe? Bei Sondenernährung?
 

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