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- 15.01.2017
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- Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Hallo liebe Leute,
bin gerade durch eine Internetsuche auf das Forum hier gestoßen. Bin zwar auch in Facebook in einer Gruppe, wollte mich aber hier auch nochmal erkundigen, was ihr so von meiner Situation bzw. dem Verhalten meiner Chefin haltet.
Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll, werde aber erstmal was zu meiner Person erzählen.
Ich bin 28 Jahre alt und arbeite seit fast fünf Jahren jetzt in einem ambulanten Pflegedienst der Caritas, als Pflegehelferin mit Kurs. (30 Stunden - Teilzeit)
Ich bin gelernte Arzthelferin und habe nach meinen drei Ausbildungsjahren noch zwei Jahre als Arzthelferin gearbeitet, wollte aber irgendwann eine Veränderung und auch etwas mehr Gehalt.
Somit war ich dann ein halbes Jahr bei der Diakonie im ambulanten Pflegedienst um zu sehen wie ich mit diesem Berufsbild zurecht komme
Es gefiel mir super gut und deshalb habe ich mich dann anderweitig beworben.
Bin dann zwei Jahre lang bei einem privaten Pflegedienst gewesen und muss sagen, es war der schlimmste Fehler meines Lebens. Diese Chefin hat mir das Leben zur Hölle gemacht! Am Schluss gingen viele Dinge vor das Arbeitsgericht und ich bekam Recht. Daraufhin bin ich eben zur Caritas gegangen.
Die ersten zweieinhalb Jahre war es relativ schön und ich habe zu vielem "Ja und Amen" gesagt. Bin sehr, sehr oft eingesprungen, habe kaum gefehlt und eigentlich alles gemacht was von mir verlangt wurde.
Meine Chefin ist jemand, so lange es nach ihr geht, ist alles super, aber wehe dem nicht... dann wird`s unschön.
Unserer Meinung nacht bringt sie auch immer sehr viel private Probleme mit in die Arbeit und lässt es an uns aus.
Ich muss dazu sagen, sie schaut schon immer, das wir unser Wunschfrei bekommen und unsere Urlaube bekommen wir auch im Normalfall so wie wir ihn möchten, dass muss man ihr schon zu Gute halten! Auch wenn es mal um finanzielle Probleme ging oder etwas privates, stand sie uns zur Seite und auch wenn es mal Probleme mit Angehörigen gab, stand sie fest hinter uns.
Allerdings ist es seit ca. zweieinhalb Jahren immer anstrengender geworden mit ihr und mit der Arbeit.
Wir hatten Monate und Jahre, wo es wirklich an Personal gemangelt hat (auch dank der Geschäftsführung die das tolerierte und meinte wir bräuchten niemanden mehr, da sonst auch der Krankenstand wieder wachsen würde, wenn wir genug Leute wären...), da haben wir wie die Sch.... gearbeitet und es gab Zeiten, da hatten wir alle extrem viele Minusstunden und mussten um unsere Job`s bangen, aber wir haben alles mitgemacht und gemeistert!
Jedenfalls fühle ich mich die letzten Monate und schon fast Jahre teilweise wirklich schikaniert von ihr.
Mal ist sie ein paar Tage super gut drauf, aber wehe dem sie hat schlechte Tage (und diese überwiegen seit langem extrem!!!), dann muss man aufpassen was man sagt, sonst wird man vor anderen Kollegen richtig heftig angemacht oder bekommt einen Dienstplan im nächsten Monat, der es wirklich in sich hat
Ich finde sie macht bei Mitarbeitern ziemliche Unterschiede und ich finde so darf das nicht sein, denn ich reisse mir genauso den Hintern auf wie alle Anderen und ich bin auch jemand, der sehr viel ehrenamtlich macht ohne ein "Danke" zu bekommen.
Das letzte Jahr war wirklich ziemlich heftig mit ihr.
Viele Mitarbeiter, auch die Hauswirtschafterinnen sind teilweise sehr unzufrieden und unglücklich.
Aber irgendwie traut sich kaum einer was sagen, denn derjenige der was sagt, auf den ist sie dann ewig lange sauer und wie gesagt, gibt heftige Dienste oder redet kaum mit einem usw. Man wird dann als "Unruhestifter" bezeichnet.
Jedenfalls bin ich momentan aber eben auch so, dass ich nicht mehr immer springe wenn sie dies möchte, ich sage auch mal "nein" und erlaube mir, meine freien Tage auch "wahrzunehmen", so wie es andere auch machen ohne schlechtes Gewissen.
Komischerweise ist sie zu den Mitarbeiterinnen, welche kaum da sind (dadurch, dass sie eben weniger Stunden arbeiten) oder die sich eben kein Bein ausreissen, stinkfreundlich. Wir, was immer da sind, werden wie "Deppen" behandelt.
In letzter Zeit sind mir einige Dinge aufgefallen und auch sauer aufgestossen:
- Sie schreibt sehr oft Zettelchen, die dann im Fach liegen (jeder kann ins Fach des Anderen sehen und einige machen dies auch!)
Die Zettel sind TEILWEISE extrem unschön und unfreundlich geschrieben. Ich erwähne das Teilweise deshalb so groß, da es auch hier bei den Mitarbeitern Unterschiede gibt. Es gibt Leute, die haben NUR freundliche Zettel, sogar mit "Hallo", "liebe ...", "danke", usw. drauf.
Ich gehöre zu denen, die immer sehr unschön geschriebene Zettel im Fach liegen hat. Das stört mich und ich habe es ihr einmal auch unter vier Augen gesagt, da meinte sie nur "Manchmal kommt mir eben was in den Sinn, dann schreib ich das einfach schnell und achte nicht darauf wie freundlich es sich ließt." (Habe ich ja auch Verständnis dafür wenn das MAL so ist, sie hat ja auch viel um die Ohren, aber es geht ja auch anders wie man sieht).
- Sie redet vor Mitarbeitern über andere Kollegen die nicht da sind und regt sich auf oder erzählt was, was keinen anderen angeht! Z. B. wenn jemand krank ist und ihr das nicht passt, dann fallen da schon oftmals gehässige Sätze!
- Bei manchen Mitarbeitern ist es nicht so schlimm wenn sie krank sind, bei anderen wie z. B. mir ist es dann immer ein richtiges Drama. Ich bin nicht oft krank (im Jahr vielleicht so ein bis zwei Wochen insgesamt, WENN es hoch kommt!) Anderen wünscht sie dann gute Besserung und wir schaffen das ja alles bla bla und wenn ich mich krank melde auf unserem Diensthandy, ruft sie auch nochmal an um zu erfahren was los ist und ob man denn schon weiß wie lange man krank ist, jeden Tag kommen Nachrichten wann man kommt und ich werde dann teilweise auch mit Sätzen unter Druck gesetzt wie "Naja, vielleicht solltest du dir überlegen, ob du nicht mit deinen Stunden runter gehst"... Meißt muss ich nach einem Krankheitsfall auch zum Gespräch.
Ich muss dazu sagen, ich habe Übergewicht, weiß auch das ich was dagegen tun muss, aber jedes Mal wenn ich krank bin, egal wegen was, muss ich zum Gespräch damit sie mir eine Standpauke hält wegen meinem Übergewicht.
- Sie achtet teilweise nicht auf Ruhezeiten - meißt folgt auf einen Spätdienst ein Frühdienst und man hat nicht mal acht Stunden Ruhezeit - sagt man was heißt es "Das geht schon MAL" und man soll sich nicht so anstellen... Ja, MAL... da sagt ja auch keiner was...
- Wir haben vier Dienstautos, haben aber oft fünf Touren, manchmal auch sechs Touren. D. h. einer MUSS meißt privat fahren.
Als ich eingestellt wurde, hieß es "EVTL. MAL mit dem Privatauto" aber sie wussten, dass ich keines hatte (dann musste ich schon mal mit dem Rad oder zu Fuß zu einem Patienten, was nicht tragisch war, da es keine ganze Tour war, aber schön war es trotzdem nicht bei Wind und Wetter) und es war auch in Ordnung für sie, dass ich kein eigenes Auto hatte. Es war kein Einstellungskriterium!
Die Geschäftsführung möchte oder darf kein fünftes Auto anschaffen, da wir privat angeblich nicht so viele Kilometer zusammen bekommen würden, dass es sich für uns lohnen würde... Die Hauswirtschafterinnen müssen alle mit ihren privaten Autos fahren, ist glaube ich auch von Anfang an klar. Wir bekommen für einen Kilometer 30 Cent bezahlt, wenn wir privat fahren.
Auf alle Fälle ist es so, dass ich mir im Februar letzten Jahres endlich mein erstes eigenes Auto leißten konnte und es mir aber erstmal drei Jahre geleast habe. Ich hatte es gerade mal einen Monat und habe in diesem Monat 200 Kilometer (!) allein für die Arbeit verfahren! Bin auch wann es eben sein musste privat gefahren oder habe mich freiwillig gemeldet, wenn es hieß "Morgen muss einer privat fahren".
Aber eines schönen Morgens, standen nur noch zwei Autos da und wir waren zu dritt. Meine Chefin, eine Kollegin und ich. Meine Chefin hatte sich schon einen Autoschlüssel genommen. Ich fragte meine Kollegin ob sie evtl. mit ihrem Auto fahren könne, da ich am Tag zuvor nicht getankt hatte, auf Reserve fuhr und meinen Geldbeutel nicht dabei hatte um zu tanken (Heim kommen musste ich ja auch noch). Meine Kollegin sah darin kein Problem, wir einigen uns ja immer irgendwie. Jedenfalls hörte meine Chefin das und fuhr mich dann vor meiner Kollegin ziemlich fies an, dass das ja wohl voll die ******* Ausrede wäre um nicht privat zu fahren und was ich denn machen würde, wenn das Dienstauto nicht anspringen würde und (jetzt kommt´s!) ES MEINE PFLICHT SEI, MEIN AUTO BETANKT BEREIT ZU HALTEN FÜR DIE ARBEIT. Das fand ich so frech, da sie genau weiß, mein Auto ist geleast, ich habe jährlich eine Kilometergrenze UND ich bin vor allen Dingen NICHT versichert wenn etwas passiert. Bis ich mein Auto hatte, ging es ja auch immer und wenn mal was war, half man sich eben aus.
Das sind nur einige Kleinigkeiten, aber was mich wirklich richtig aufgeregt hat letztens war diese Situation:
- An einem Montag hatte ich Frühdienst, da habe ich das Diensthandy bekommen.
Dienstag hatte ich auch wieder Frühdienst.
Unser Diensthandy ist dazu da, weil wir mit dem SOPHIA Hausnotruf zusammen arbeiten. Wenn jemand drückt, werden wir im Notfall verständigt.
Ab und an rufen aber auch Patienten an, die nicht über diesen Hausnotruf verfügen und die wir "nur" pflegen.
Jedenfalls in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2.15 Uhr ging das Diensthandy los - ein Notfall von einem "normalen" Patienten - ich hab mich dann gleich auf den Weg dorthin gemacht und war bis ca. 3 Uhr dort! Bis ich dann zuhause war und wieder eingeschlafen bin, war es sicherlich 4 Uhr!
Am Morgen hatte ich wieder Frühdienst und musste um ca. 6.30 Uhr schon wieder anfangen!
Habe mich tapfer durchgekämpft und meinen Frühdienst angetreten obwohl ich wirklich richtig kaputt war und mir der Schlaf einfach fehlte, habe dann eine Kollegin gebeten mir meine letzten drei Patienten abzunehmen, so das ich um ca. 9.00 Uhr fertig bin und gleich wieder in mein Bett fallen kann. Meine Kollegin hatte eine kurze Tour und war auch bereit mir zu helfen.
Im Laufe meiner Tour bekam ich dann aber einen Anruf von meiner Chefin, ich solle meine tour selbst zu Ende fahren, jetzt bin ich ja schon mal wach, ich könne mich ja nach der Tour immer noch hinlegen, ich hätte ja schließlich keinen Spätdienst an diesem Tag. Die Kollegin müsse IHR Patienten abnehmen (im Nachhinein erzählte mir die Kollegin das es um Mittagspatienten ginge und das meine Chefin total abgelästert hätte über mich!) und es würde eben nicht gehen. Das hätten alle schon durchgemacht und sie fände es total blöd, dass ich überhaupt gefragt habe!
Ich war dann wirklich angesäuert, da ich es völlig normal finde wenn jemand nachts raus muss, ihm zu helfen, damit er wieder schnell in sein Bett kommt! Das war noch nie ein Problem und wir handhaben es immer so, dass wir untereinander sowas ausmachen und uns helfen wenn es nötig ist - genauso wie wir meiner Chefin auch schon bei sowas geholfen haben...
Das Ende vom Lied war, ich war dann bis 11.30 Uhr unterwegs und wirklich entkräftet bei meinen Leutchen und natürlich auch etwas "mürrisch".
Das Ding ist, ich hatte genau das jetzt schon ein paar Mal - sogar dann wenn ich Früh UND Spät hatte und ich finde es einfach total Unkollegial, so zu reagieren wie meine Chefin, vor allen Dingen, weil andere Kolleginnen um 9.30 Uhr fertig waren und wirklich hätten helfen können.
Wie seht ihr die ganze Sache? Wie ist das denn rechtlich? Wie handhabt ihr das bei euch?
Sorry für den meeeeega Roman, aber ich brauche wirklich andere Meinungen.
Ich bin die Woche vor Weihnachten ins Krankenhaus gekommen, ich hab mich so mega aufgeregt über alles und bin in letzter Zeit einfach so unter Druck gesetzt worden, dass ich mit einem RR Wert von 240/120 P 101 ins Krankenhaus musste und die Werte tagelang erhöht waren.
Als ich meine Chefin angerufen habe um ihr das mitzuteilen, sagte sie mir, dass sie mir nicht glaube, sie habe lange in einer psychosomatischen Klinik gearbeitet und sie wisse, dass bei mir andere Gründe wären wieso ich nicht arbeiten MÖCHTE! Ich solle gefälligst schauen das ich rauskomme am Freitag und dann am Wochenende (Weihnachtswochenende) gefälligst zu meinem Dienst erscheinen. Wenn ich dies nicht tun würde, müsste ich definitiv Silvester und Neujahr arbeiten, so kollegial würde ich dann ja wohl noch sein...
Ich bin so geschockt über diese Aussagen, da ich ihr immer eine treue Mitarbeiterin war
LG
bin gerade durch eine Internetsuche auf das Forum hier gestoßen. Bin zwar auch in Facebook in einer Gruppe, wollte mich aber hier auch nochmal erkundigen, was ihr so von meiner Situation bzw. dem Verhalten meiner Chefin haltet.
Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll, werde aber erstmal was zu meiner Person erzählen.
Ich bin 28 Jahre alt und arbeite seit fast fünf Jahren jetzt in einem ambulanten Pflegedienst der Caritas, als Pflegehelferin mit Kurs. (30 Stunden - Teilzeit)
Ich bin gelernte Arzthelferin und habe nach meinen drei Ausbildungsjahren noch zwei Jahre als Arzthelferin gearbeitet, wollte aber irgendwann eine Veränderung und auch etwas mehr Gehalt.
Somit war ich dann ein halbes Jahr bei der Diakonie im ambulanten Pflegedienst um zu sehen wie ich mit diesem Berufsbild zurecht komme
Bin dann zwei Jahre lang bei einem privaten Pflegedienst gewesen und muss sagen, es war der schlimmste Fehler meines Lebens. Diese Chefin hat mir das Leben zur Hölle gemacht! Am Schluss gingen viele Dinge vor das Arbeitsgericht und ich bekam Recht. Daraufhin bin ich eben zur Caritas gegangen.
Die ersten zweieinhalb Jahre war es relativ schön und ich habe zu vielem "Ja und Amen" gesagt. Bin sehr, sehr oft eingesprungen, habe kaum gefehlt und eigentlich alles gemacht was von mir verlangt wurde.
Meine Chefin ist jemand, so lange es nach ihr geht, ist alles super, aber wehe dem nicht... dann wird`s unschön.
Unserer Meinung nacht bringt sie auch immer sehr viel private Probleme mit in die Arbeit und lässt es an uns aus.
Ich muss dazu sagen, sie schaut schon immer, das wir unser Wunschfrei bekommen und unsere Urlaube bekommen wir auch im Normalfall so wie wir ihn möchten, dass muss man ihr schon zu Gute halten! Auch wenn es mal um finanzielle Probleme ging oder etwas privates, stand sie uns zur Seite und auch wenn es mal Probleme mit Angehörigen gab, stand sie fest hinter uns.
Allerdings ist es seit ca. zweieinhalb Jahren immer anstrengender geworden mit ihr und mit der Arbeit.
Wir hatten Monate und Jahre, wo es wirklich an Personal gemangelt hat (auch dank der Geschäftsführung die das tolerierte und meinte wir bräuchten niemanden mehr, da sonst auch der Krankenstand wieder wachsen würde, wenn wir genug Leute wären...), da haben wir wie die Sch.... gearbeitet und es gab Zeiten, da hatten wir alle extrem viele Minusstunden und mussten um unsere Job`s bangen, aber wir haben alles mitgemacht und gemeistert!
Jedenfalls fühle ich mich die letzten Monate und schon fast Jahre teilweise wirklich schikaniert von ihr.
Mal ist sie ein paar Tage super gut drauf, aber wehe dem sie hat schlechte Tage (und diese überwiegen seit langem extrem!!!), dann muss man aufpassen was man sagt, sonst wird man vor anderen Kollegen richtig heftig angemacht oder bekommt einen Dienstplan im nächsten Monat, der es wirklich in sich hat

Ich finde sie macht bei Mitarbeitern ziemliche Unterschiede und ich finde so darf das nicht sein, denn ich reisse mir genauso den Hintern auf wie alle Anderen und ich bin auch jemand, der sehr viel ehrenamtlich macht ohne ein "Danke" zu bekommen.
Das letzte Jahr war wirklich ziemlich heftig mit ihr.
Viele Mitarbeiter, auch die Hauswirtschafterinnen sind teilweise sehr unzufrieden und unglücklich.
Aber irgendwie traut sich kaum einer was sagen, denn derjenige der was sagt, auf den ist sie dann ewig lange sauer und wie gesagt, gibt heftige Dienste oder redet kaum mit einem usw. Man wird dann als "Unruhestifter" bezeichnet.
Jedenfalls bin ich momentan aber eben auch so, dass ich nicht mehr immer springe wenn sie dies möchte, ich sage auch mal "nein" und erlaube mir, meine freien Tage auch "wahrzunehmen", so wie es andere auch machen ohne schlechtes Gewissen.
Komischerweise ist sie zu den Mitarbeiterinnen, welche kaum da sind (dadurch, dass sie eben weniger Stunden arbeiten) oder die sich eben kein Bein ausreissen, stinkfreundlich. Wir, was immer da sind, werden wie "Deppen" behandelt.
In letzter Zeit sind mir einige Dinge aufgefallen und auch sauer aufgestossen:
- Sie schreibt sehr oft Zettelchen, die dann im Fach liegen (jeder kann ins Fach des Anderen sehen und einige machen dies auch!)
Die Zettel sind TEILWEISE extrem unschön und unfreundlich geschrieben. Ich erwähne das Teilweise deshalb so groß, da es auch hier bei den Mitarbeitern Unterschiede gibt. Es gibt Leute, die haben NUR freundliche Zettel, sogar mit "Hallo", "liebe ...", "danke", usw. drauf.
Ich gehöre zu denen, die immer sehr unschön geschriebene Zettel im Fach liegen hat. Das stört mich und ich habe es ihr einmal auch unter vier Augen gesagt, da meinte sie nur "Manchmal kommt mir eben was in den Sinn, dann schreib ich das einfach schnell und achte nicht darauf wie freundlich es sich ließt." (Habe ich ja auch Verständnis dafür wenn das MAL so ist, sie hat ja auch viel um die Ohren, aber es geht ja auch anders wie man sieht).
- Sie redet vor Mitarbeitern über andere Kollegen die nicht da sind und regt sich auf oder erzählt was, was keinen anderen angeht! Z. B. wenn jemand krank ist und ihr das nicht passt, dann fallen da schon oftmals gehässige Sätze!
- Bei manchen Mitarbeitern ist es nicht so schlimm wenn sie krank sind, bei anderen wie z. B. mir ist es dann immer ein richtiges Drama. Ich bin nicht oft krank (im Jahr vielleicht so ein bis zwei Wochen insgesamt, WENN es hoch kommt!) Anderen wünscht sie dann gute Besserung und wir schaffen das ja alles bla bla und wenn ich mich krank melde auf unserem Diensthandy, ruft sie auch nochmal an um zu erfahren was los ist und ob man denn schon weiß wie lange man krank ist, jeden Tag kommen Nachrichten wann man kommt und ich werde dann teilweise auch mit Sätzen unter Druck gesetzt wie "Naja, vielleicht solltest du dir überlegen, ob du nicht mit deinen Stunden runter gehst"... Meißt muss ich nach einem Krankheitsfall auch zum Gespräch.
Ich muss dazu sagen, ich habe Übergewicht, weiß auch das ich was dagegen tun muss, aber jedes Mal wenn ich krank bin, egal wegen was, muss ich zum Gespräch damit sie mir eine Standpauke hält wegen meinem Übergewicht.
- Sie achtet teilweise nicht auf Ruhezeiten - meißt folgt auf einen Spätdienst ein Frühdienst und man hat nicht mal acht Stunden Ruhezeit - sagt man was heißt es "Das geht schon MAL" und man soll sich nicht so anstellen... Ja, MAL... da sagt ja auch keiner was...
- Wir haben vier Dienstautos, haben aber oft fünf Touren, manchmal auch sechs Touren. D. h. einer MUSS meißt privat fahren.
Als ich eingestellt wurde, hieß es "EVTL. MAL mit dem Privatauto" aber sie wussten, dass ich keines hatte (dann musste ich schon mal mit dem Rad oder zu Fuß zu einem Patienten, was nicht tragisch war, da es keine ganze Tour war, aber schön war es trotzdem nicht bei Wind und Wetter) und es war auch in Ordnung für sie, dass ich kein eigenes Auto hatte. Es war kein Einstellungskriterium!
Die Geschäftsführung möchte oder darf kein fünftes Auto anschaffen, da wir privat angeblich nicht so viele Kilometer zusammen bekommen würden, dass es sich für uns lohnen würde... Die Hauswirtschafterinnen müssen alle mit ihren privaten Autos fahren, ist glaube ich auch von Anfang an klar. Wir bekommen für einen Kilometer 30 Cent bezahlt, wenn wir privat fahren.
Auf alle Fälle ist es so, dass ich mir im Februar letzten Jahres endlich mein erstes eigenes Auto leißten konnte und es mir aber erstmal drei Jahre geleast habe. Ich hatte es gerade mal einen Monat und habe in diesem Monat 200 Kilometer (!) allein für die Arbeit verfahren! Bin auch wann es eben sein musste privat gefahren oder habe mich freiwillig gemeldet, wenn es hieß "Morgen muss einer privat fahren".
Aber eines schönen Morgens, standen nur noch zwei Autos da und wir waren zu dritt. Meine Chefin, eine Kollegin und ich. Meine Chefin hatte sich schon einen Autoschlüssel genommen. Ich fragte meine Kollegin ob sie evtl. mit ihrem Auto fahren könne, da ich am Tag zuvor nicht getankt hatte, auf Reserve fuhr und meinen Geldbeutel nicht dabei hatte um zu tanken (Heim kommen musste ich ja auch noch). Meine Kollegin sah darin kein Problem, wir einigen uns ja immer irgendwie. Jedenfalls hörte meine Chefin das und fuhr mich dann vor meiner Kollegin ziemlich fies an, dass das ja wohl voll die ******* Ausrede wäre um nicht privat zu fahren und was ich denn machen würde, wenn das Dienstauto nicht anspringen würde und (jetzt kommt´s!) ES MEINE PFLICHT SEI, MEIN AUTO BETANKT BEREIT ZU HALTEN FÜR DIE ARBEIT. Das fand ich so frech, da sie genau weiß, mein Auto ist geleast, ich habe jährlich eine Kilometergrenze UND ich bin vor allen Dingen NICHT versichert wenn etwas passiert. Bis ich mein Auto hatte, ging es ja auch immer und wenn mal was war, half man sich eben aus.
Das sind nur einige Kleinigkeiten, aber was mich wirklich richtig aufgeregt hat letztens war diese Situation:
- An einem Montag hatte ich Frühdienst, da habe ich das Diensthandy bekommen.
Dienstag hatte ich auch wieder Frühdienst.
Unser Diensthandy ist dazu da, weil wir mit dem SOPHIA Hausnotruf zusammen arbeiten. Wenn jemand drückt, werden wir im Notfall verständigt.
Ab und an rufen aber auch Patienten an, die nicht über diesen Hausnotruf verfügen und die wir "nur" pflegen.
Jedenfalls in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2.15 Uhr ging das Diensthandy los - ein Notfall von einem "normalen" Patienten - ich hab mich dann gleich auf den Weg dorthin gemacht und war bis ca. 3 Uhr dort! Bis ich dann zuhause war und wieder eingeschlafen bin, war es sicherlich 4 Uhr!
Am Morgen hatte ich wieder Frühdienst und musste um ca. 6.30 Uhr schon wieder anfangen!
Habe mich tapfer durchgekämpft und meinen Frühdienst angetreten obwohl ich wirklich richtig kaputt war und mir der Schlaf einfach fehlte, habe dann eine Kollegin gebeten mir meine letzten drei Patienten abzunehmen, so das ich um ca. 9.00 Uhr fertig bin und gleich wieder in mein Bett fallen kann. Meine Kollegin hatte eine kurze Tour und war auch bereit mir zu helfen.
Im Laufe meiner Tour bekam ich dann aber einen Anruf von meiner Chefin, ich solle meine tour selbst zu Ende fahren, jetzt bin ich ja schon mal wach, ich könne mich ja nach der Tour immer noch hinlegen, ich hätte ja schließlich keinen Spätdienst an diesem Tag. Die Kollegin müsse IHR Patienten abnehmen (im Nachhinein erzählte mir die Kollegin das es um Mittagspatienten ginge und das meine Chefin total abgelästert hätte über mich!) und es würde eben nicht gehen. Das hätten alle schon durchgemacht und sie fände es total blöd, dass ich überhaupt gefragt habe!
Ich war dann wirklich angesäuert, da ich es völlig normal finde wenn jemand nachts raus muss, ihm zu helfen, damit er wieder schnell in sein Bett kommt! Das war noch nie ein Problem und wir handhaben es immer so, dass wir untereinander sowas ausmachen und uns helfen wenn es nötig ist - genauso wie wir meiner Chefin auch schon bei sowas geholfen haben...
Das Ende vom Lied war, ich war dann bis 11.30 Uhr unterwegs und wirklich entkräftet bei meinen Leutchen und natürlich auch etwas "mürrisch".
Das Ding ist, ich hatte genau das jetzt schon ein paar Mal - sogar dann wenn ich Früh UND Spät hatte und ich finde es einfach total Unkollegial, so zu reagieren wie meine Chefin, vor allen Dingen, weil andere Kolleginnen um 9.30 Uhr fertig waren und wirklich hätten helfen können.
Wie seht ihr die ganze Sache? Wie ist das denn rechtlich? Wie handhabt ihr das bei euch?
Sorry für den meeeeega Roman, aber ich brauche wirklich andere Meinungen.
Ich bin die Woche vor Weihnachten ins Krankenhaus gekommen, ich hab mich so mega aufgeregt über alles und bin in letzter Zeit einfach so unter Druck gesetzt worden, dass ich mit einem RR Wert von 240/120 P 101 ins Krankenhaus musste und die Werte tagelang erhöht waren.
Als ich meine Chefin angerufen habe um ihr das mitzuteilen, sagte sie mir, dass sie mir nicht glaube, sie habe lange in einer psychosomatischen Klinik gearbeitet und sie wisse, dass bei mir andere Gründe wären wieso ich nicht arbeiten MÖCHTE! Ich solle gefälligst schauen das ich rauskomme am Freitag und dann am Wochenende (Weihnachtswochenende) gefälligst zu meinem Dienst erscheinen. Wenn ich dies nicht tun würde, müsste ich definitiv Silvester und Neujahr arbeiten, so kollegial würde ich dann ja wohl noch sein...

Ich bin so geschockt über diese Aussagen, da ich ihr immer eine treue Mitarbeiterin war

LG

