Einige Fragen zum Verhalten meiner Chefin!

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Hallo liebe Leute,

bin gerade durch eine Internetsuche auf das Forum hier gestoßen. Bin zwar auch in Facebook in einer Gruppe, wollte mich aber hier auch nochmal erkundigen, was ihr so von meiner Situation bzw. dem Verhalten meiner Chefin haltet.

Ich weiß gar nicht wo ich zuerst anfangen soll, werde aber erstmal was zu meiner Person erzählen.
Ich bin 28 Jahre alt und arbeite seit fast fünf Jahren jetzt in einem ambulanten Pflegedienst der Caritas, als Pflegehelferin mit Kurs. (30 Stunden - Teilzeit)
Ich bin gelernte Arzthelferin und habe nach meinen drei Ausbildungsjahren noch zwei Jahre als Arzthelferin gearbeitet, wollte aber irgendwann eine Veränderung und auch etwas mehr Gehalt.
Somit war ich dann ein halbes Jahr bei der Diakonie im ambulanten Pflegedienst um zu sehen wie ich mit diesem Berufsbild zurecht komme :-) Es gefiel mir super gut und deshalb habe ich mich dann anderweitig beworben.
Bin dann zwei Jahre lang bei einem privaten Pflegedienst gewesen und muss sagen, es war der schlimmste Fehler meines Lebens. Diese Chefin hat mir das Leben zur Hölle gemacht! Am Schluss gingen viele Dinge vor das Arbeitsgericht und ich bekam Recht. Daraufhin bin ich eben zur Caritas gegangen.

Die ersten zweieinhalb Jahre war es relativ schön und ich habe zu vielem "Ja und Amen" gesagt. Bin sehr, sehr oft eingesprungen, habe kaum gefehlt und eigentlich alles gemacht was von mir verlangt wurde.
Meine Chefin ist jemand, so lange es nach ihr geht, ist alles super, aber wehe dem nicht... dann wird`s unschön.
Unserer Meinung nacht bringt sie auch immer sehr viel private Probleme mit in die Arbeit und lässt es an uns aus.
Ich muss dazu sagen, sie schaut schon immer, das wir unser Wunschfrei bekommen und unsere Urlaube bekommen wir auch im Normalfall so wie wir ihn möchten, dass muss man ihr schon zu Gute halten! Auch wenn es mal um finanzielle Probleme ging oder etwas privates, stand sie uns zur Seite und auch wenn es mal Probleme mit Angehörigen gab, stand sie fest hinter uns.
Allerdings ist es seit ca. zweieinhalb Jahren immer anstrengender geworden mit ihr und mit der Arbeit.
Wir hatten Monate und Jahre, wo es wirklich an Personal gemangelt hat (auch dank der Geschäftsführung die das tolerierte und meinte wir bräuchten niemanden mehr, da sonst auch der Krankenstand wieder wachsen würde, wenn wir genug Leute wären...), da haben wir wie die Sch.... gearbeitet und es gab Zeiten, da hatten wir alle extrem viele Minusstunden und mussten um unsere Job`s bangen, aber wir haben alles mitgemacht und gemeistert!
Jedenfalls fühle ich mich die letzten Monate und schon fast Jahre teilweise wirklich schikaniert von ihr.
Mal ist sie ein paar Tage super gut drauf, aber wehe dem sie hat schlechte Tage (und diese überwiegen seit langem extrem!!!), dann muss man aufpassen was man sagt, sonst wird man vor anderen Kollegen richtig heftig angemacht oder bekommt einen Dienstplan im nächsten Monat, der es wirklich in sich hat :(
Ich finde sie macht bei Mitarbeitern ziemliche Unterschiede und ich finde so darf das nicht sein, denn ich reisse mir genauso den Hintern auf wie alle Anderen und ich bin auch jemand, der sehr viel ehrenamtlich macht ohne ein "Danke" zu bekommen.

Das letzte Jahr war wirklich ziemlich heftig mit ihr.
Viele Mitarbeiter, auch die Hauswirtschafterinnen sind teilweise sehr unzufrieden und unglücklich.
Aber irgendwie traut sich kaum einer was sagen, denn derjenige der was sagt, auf den ist sie dann ewig lange sauer und wie gesagt, gibt heftige Dienste oder redet kaum mit einem usw. Man wird dann als "Unruhestifter" bezeichnet.
Jedenfalls bin ich momentan aber eben auch so, dass ich nicht mehr immer springe wenn sie dies möchte, ich sage auch mal "nein" und erlaube mir, meine freien Tage auch "wahrzunehmen", so wie es andere auch machen ohne schlechtes Gewissen.
Komischerweise ist sie zu den Mitarbeiterinnen, welche kaum da sind (dadurch, dass sie eben weniger Stunden arbeiten) oder die sich eben kein Bein ausreissen, stinkfreundlich. Wir, was immer da sind, werden wie "Deppen" behandelt.

In letzter Zeit sind mir einige Dinge aufgefallen und auch sauer aufgestossen:
- Sie schreibt sehr oft Zettelchen, die dann im Fach liegen (jeder kann ins Fach des Anderen sehen und einige machen dies auch!)
Die Zettel sind TEILWEISE extrem unschön und unfreundlich geschrieben. Ich erwähne das Teilweise deshalb so groß, da es auch hier bei den Mitarbeitern Unterschiede gibt. Es gibt Leute, die haben NUR freundliche Zettel, sogar mit "Hallo", "liebe ...", "danke", usw. drauf.
Ich gehöre zu denen, die immer sehr unschön geschriebene Zettel im Fach liegen hat. Das stört mich und ich habe es ihr einmal auch unter vier Augen gesagt, da meinte sie nur "Manchmal kommt mir eben was in den Sinn, dann schreib ich das einfach schnell und achte nicht darauf wie freundlich es sich ließt." (Habe ich ja auch Verständnis dafür wenn das MAL so ist, sie hat ja auch viel um die Ohren, aber es geht ja auch anders wie man sieht).
- Sie redet vor Mitarbeitern über andere Kollegen die nicht da sind und regt sich auf oder erzählt was, was keinen anderen angeht! Z. B. wenn jemand krank ist und ihr das nicht passt, dann fallen da schon oftmals gehässige Sätze!
- Bei manchen Mitarbeitern ist es nicht so schlimm wenn sie krank sind, bei anderen wie z. B. mir ist es dann immer ein richtiges Drama. Ich bin nicht oft krank (im Jahr vielleicht so ein bis zwei Wochen insgesamt, WENN es hoch kommt!) Anderen wünscht sie dann gute Besserung und wir schaffen das ja alles bla bla und wenn ich mich krank melde auf unserem Diensthandy, ruft sie auch nochmal an um zu erfahren was los ist und ob man denn schon weiß wie lange man krank ist, jeden Tag kommen Nachrichten wann man kommt und ich werde dann teilweise auch mit Sätzen unter Druck gesetzt wie "Naja, vielleicht solltest du dir überlegen, ob du nicht mit deinen Stunden runter gehst"... Meißt muss ich nach einem Krankheitsfall auch zum Gespräch.
Ich muss dazu sagen, ich habe Übergewicht, weiß auch das ich was dagegen tun muss, aber jedes Mal wenn ich krank bin, egal wegen was, muss ich zum Gespräch damit sie mir eine Standpauke hält wegen meinem Übergewicht.
- Sie achtet teilweise nicht auf Ruhezeiten - meißt folgt auf einen Spätdienst ein Frühdienst und man hat nicht mal acht Stunden Ruhezeit - sagt man was heißt es "Das geht schon MAL" und man soll sich nicht so anstellen... Ja, MAL... da sagt ja auch keiner was...
- Wir haben vier Dienstautos, haben aber oft fünf Touren, manchmal auch sechs Touren. D. h. einer MUSS meißt privat fahren.
Als ich eingestellt wurde, hieß es "EVTL. MAL mit dem Privatauto" aber sie wussten, dass ich keines hatte (dann musste ich schon mal mit dem Rad oder zu Fuß zu einem Patienten, was nicht tragisch war, da es keine ganze Tour war, aber schön war es trotzdem nicht bei Wind und Wetter) und es war auch in Ordnung für sie, dass ich kein eigenes Auto hatte. Es war kein Einstellungskriterium!
Die Geschäftsführung möchte oder darf kein fünftes Auto anschaffen, da wir privat angeblich nicht so viele Kilometer zusammen bekommen würden, dass es sich für uns lohnen würde... Die Hauswirtschafterinnen müssen alle mit ihren privaten Autos fahren, ist glaube ich auch von Anfang an klar. Wir bekommen für einen Kilometer 30 Cent bezahlt, wenn wir privat fahren.
Auf alle Fälle ist es so, dass ich mir im Februar letzten Jahres endlich mein erstes eigenes Auto leißten konnte und es mir aber erstmal drei Jahre geleast habe. Ich hatte es gerade mal einen Monat und habe in diesem Monat 200 Kilometer (!) allein für die Arbeit verfahren! Bin auch wann es eben sein musste privat gefahren oder habe mich freiwillig gemeldet, wenn es hieß "Morgen muss einer privat fahren".
Aber eines schönen Morgens, standen nur noch zwei Autos da und wir waren zu dritt. Meine Chefin, eine Kollegin und ich. Meine Chefin hatte sich schon einen Autoschlüssel genommen. Ich fragte meine Kollegin ob sie evtl. mit ihrem Auto fahren könne, da ich am Tag zuvor nicht getankt hatte, auf Reserve fuhr und meinen Geldbeutel nicht dabei hatte um zu tanken (Heim kommen musste ich ja auch noch). Meine Kollegin sah darin kein Problem, wir einigen uns ja immer irgendwie. Jedenfalls hörte meine Chefin das und fuhr mich dann vor meiner Kollegin ziemlich fies an, dass das ja wohl voll die ******* Ausrede wäre um nicht privat zu fahren und was ich denn machen würde, wenn das Dienstauto nicht anspringen würde und (jetzt kommt´s!) ES MEINE PFLICHT SEI, MEIN AUTO BETANKT BEREIT ZU HALTEN FÜR DIE ARBEIT. Das fand ich so frech, da sie genau weiß, mein Auto ist geleast, ich habe jährlich eine Kilometergrenze UND ich bin vor allen Dingen NICHT versichert wenn etwas passiert. Bis ich mein Auto hatte, ging es ja auch immer und wenn mal was war, half man sich eben aus.

Das sind nur einige Kleinigkeiten, aber was mich wirklich richtig aufgeregt hat letztens war diese Situation:
- An einem Montag hatte ich Frühdienst, da habe ich das Diensthandy bekommen.
Dienstag hatte ich auch wieder Frühdienst.
Unser Diensthandy ist dazu da, weil wir mit dem SOPHIA Hausnotruf zusammen arbeiten. Wenn jemand drückt, werden wir im Notfall verständigt.
Ab und an rufen aber auch Patienten an, die nicht über diesen Hausnotruf verfügen und die wir "nur" pflegen.
Jedenfalls in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2.15 Uhr ging das Diensthandy los - ein Notfall von einem "normalen" Patienten - ich hab mich dann gleich auf den Weg dorthin gemacht und war bis ca. 3 Uhr dort! Bis ich dann zuhause war und wieder eingeschlafen bin, war es sicherlich 4 Uhr!
Am Morgen hatte ich wieder Frühdienst und musste um ca. 6.30 Uhr schon wieder anfangen!
Habe mich tapfer durchgekämpft und meinen Frühdienst angetreten obwohl ich wirklich richtig kaputt war und mir der Schlaf einfach fehlte, habe dann eine Kollegin gebeten mir meine letzten drei Patienten abzunehmen, so das ich um ca. 9.00 Uhr fertig bin und gleich wieder in mein Bett fallen kann. Meine Kollegin hatte eine kurze Tour und war auch bereit mir zu helfen.
Im Laufe meiner Tour bekam ich dann aber einen Anruf von meiner Chefin, ich solle meine tour selbst zu Ende fahren, jetzt bin ich ja schon mal wach, ich könne mich ja nach der Tour immer noch hinlegen, ich hätte ja schließlich keinen Spätdienst an diesem Tag. Die Kollegin müsse IHR Patienten abnehmen (im Nachhinein erzählte mir die Kollegin das es um Mittagspatienten ginge und das meine Chefin total abgelästert hätte über mich!) und es würde eben nicht gehen. Das hätten alle schon durchgemacht und sie fände es total blöd, dass ich überhaupt gefragt habe!

Ich war dann wirklich angesäuert, da ich es völlig normal finde wenn jemand nachts raus muss, ihm zu helfen, damit er wieder schnell in sein Bett kommt! Das war noch nie ein Problem und wir handhaben es immer so, dass wir untereinander sowas ausmachen und uns helfen wenn es nötig ist - genauso wie wir meiner Chefin auch schon bei sowas geholfen haben...
Das Ende vom Lied war, ich war dann bis 11.30 Uhr unterwegs und wirklich entkräftet bei meinen Leutchen und natürlich auch etwas "mürrisch".
Das Ding ist, ich hatte genau das jetzt schon ein paar Mal - sogar dann wenn ich Früh UND Spät hatte und ich finde es einfach total Unkollegial, so zu reagieren wie meine Chefin, vor allen Dingen, weil andere Kolleginnen um 9.30 Uhr fertig waren und wirklich hätten helfen können.

Wie seht ihr die ganze Sache? Wie ist das denn rechtlich? Wie handhabt ihr das bei euch?

Sorry für den meeeeega Roman, aber ich brauche wirklich andere Meinungen.

Ich bin die Woche vor Weihnachten ins Krankenhaus gekommen, ich hab mich so mega aufgeregt über alles und bin in letzter Zeit einfach so unter Druck gesetzt worden, dass ich mit einem RR Wert von 240/120 P 101 ins Krankenhaus musste und die Werte tagelang erhöht waren.
Als ich meine Chefin angerufen habe um ihr das mitzuteilen, sagte sie mir, dass sie mir nicht glaube, sie habe lange in einer psychosomatischen Klinik gearbeitet und sie wisse, dass bei mir andere Gründe wären wieso ich nicht arbeiten MÖCHTE! Ich solle gefälligst schauen das ich rauskomme am Freitag und dann am Wochenende (Weihnachtswochenende) gefälligst zu meinem Dienst erscheinen. Wenn ich dies nicht tun würde, müsste ich definitiv Silvester und Neujahr arbeiten, so kollegial würde ich dann ja wohl noch sein... :(
Ich bin so geschockt über diese Aussagen, da ich ihr immer eine treue Mitarbeiterin war :(

LG
 

Akhran

Stammgast
Mitglied seit
08.05.2008
Beiträge
272
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
ambulante Pflege
Hallo Kitty

Es ist wirklich ein sehr langer Roman.
Ich möchte nicht auf alles einzeln eingehen aber ich kann dir mit Sicherheit sagen das einige Arbeitsrechtverstöße dabei sind Ruhezeiten, Dienstplan.

Wegezeiten sind Dienstzeit!!!

Durch deine Schilderung ist dir ja selbst klar das du keine besonders gute Chefin hast.
Aus welchen Gründen privat/arbeit ist vollkommen gleich.

Private Autonutzung gibt es nur wenn es vereinbart ist und dann solltest du auch versichert sein(Eigenschutz).
Selbst wenn der Fuhrpark abgebrannt ist habe ich nicht mein privates Auto zur Verfügung zu stellen.

Fordern kann sie viel Einspringen musst du grundsätzlich erstmal nicht. Ein bindender Dienstplan wurde hoffentlich ausgegeben.

Drohungen in jeglicher Form würde ich mir verbitten bzw. Telefon/SMS/Whatsapp blocken denn du musst in deiner Freizeit nicht erreichbar sein.

Auch Rufbereitschaft unterliegt Regelungen ich meine du musst eine ununterbrochene Ruhezeit von 5,5h haben sonst kannst du deinen nächsten Dienst nicht antreten bzw. erst später. und die fehlende Ruhezeit muss ebenfalls ausgeglichen werden.

Ich weiß nicht wo du wohnst aber in Berlin gibt es großen Mangel an Pflegekräften.

Schau nach was neuem. Und tue dir den Gefallen und lies dir mal intensiv das Arbeitszeitgesetz durch und fordere auch dein Recht. Beratungen wie üblich Gewerkschaften.

Es liegt in deiner Hand

mfg
 
G

Gelöschter User 50426

Gast
...stellt sich halt die frage, ob es für die " pflegehilfskraft/artzhelferin", so wie es in" KittyNascha`s " profil steht, ebenfalls so viele freie stellen gibt, wie für examinierte pfleger/innen...
 

Akhran

Stammgast
Mitglied seit
08.05.2008
Beiträge
272
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
ambulante Pflege
Ja ich schreibe mit Bedacht Pflegekräfte es gibt keine auf dem Markt mitlerweile auch bei 10-12 Euro die Stunde...
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
danke erstmal für die antwort.

sorry, kürzer ging es leider nicht und ich wollte nicht einfach nur hinschreiben "meine chefin ist doof und behandelt mich unfair", liegt ja immer im auge des betrachters ob das unfair ist oder nicht... habe die beispiele genannt, um zu sehen ob ich mich vielleicht zu unrecht aufrege.

genau das ist ja das "problem" - examinierte werden schon genügend gesucht - ungelernte so wie ich, nicht so. aber finden würde ich schon was. nur nicht eben sofort, aber muss ja nicht.
ich komme aus nem kleinen ort in mittelfranken (bayern).

dienstpläne sind eben auch die letzten 1- 1 1/2 jahre immer sehr spät dran, was auch viele ärgert!
der dezember dienstplan war zum beispiel erst am 28.12.16 fertig! -.-
jetzt hat sie mich per post zu einem gespräch eingeladen, da ich mit meiner krankmeldung einen zettel abgegeben habe, worauf ich gefragt hatte, wieso sie mir die erste januar woche die ganze woche als "frei" eingeplant hat, obwohl ich ja bis zum 06.01.17 eine krankmeldung abgegeben hatte und das am 23.12.16.
vor dem gespräch graust es mich aber richtig und ich möchte auch nicht während ich krankgeschrieben bin dort hin :(
 

Akhran

Stammgast
Mitglied seit
08.05.2008
Beiträge
272
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
ambulante Pflege
Während du krank bist musst du auch zu keinem Gespräch.

Fair oder unfair diese Frage stellt sich mir nicht sie verstößt gegen Gesetze.

Kleine Orte ist natürlich immer schwierig aber ruf einfach mal woanders an auch wenn sie gerade keine anzeigen schalten. Fragen kostet nichts.

mfg
 
  • Like
Reaktionen: KittyNascha

renje

Poweruser
Mitglied seit
16.08.2009
Beiträge
3.600
Ort
Bayern
Beruf
GuK, RA, KHbetrw.
Akt. Einsatzbereich
Angestellt
Das Verhalten deiner Chefin, wie du es hier schilderst, gelinde gesagt inakzeptabel.
Was dir aber wenig Hilft, wenn deine Chefin Rückendeckung von oben hat.

Viel mehr solltest du dich Fragen wie DU dich verhältst.
Was hält dich an so einer Arbeitsstelle?
Warum lässt du so mit dir umgehen?
Wieso stellst du dein Auto zu Verfügung, dass im Zweifel für Dienstfahrten nicht ausreichend versichert ist? Bist du von allen guten Geistern verlassen?

Diese Situation wirst du psychisch und physisch nicht lange durchhalten
deshalb wenn du in der Pflege bleiben willst:
Du bist 28 Jahre, willst du die nächsten 40 Jahre als "ungelernte Kraft" dein Arbeitsleben fristen?
Raff dich auf und mach die Ausbildung und du kannst dir die Arbeitsstellen aussuchen wie du willst.
 

malu68

Poweruser
Mitglied seit
29.01.2011
Beiträge
801
Ort
NRW
Beruf
Krankenschwester, Fachwirt f.amb. med. Versorgung
Akt. Einsatzbereich
ZNA
Zwischendurch hatte ich mehrfach den Eindruck, du erzählst von meiner Ex-Leitung... Viels kommt mir sehr bekannt vor.... wechselnde Launen, je nach Tagesform hatte sie mal den einen, mal den anderen lieber...., Verstöße gegen das Arbeitschutzgesetz, Druck einzuspringen etc.....
Ich habe das nur wenige Jahre ausgehalten, bevor mein Körper mir sehr eindringlich signalisiert hat, dass das so nicht mehr geht....
Ich habe Ende 2015 gekündigt und arbeite seitdem in einer Praxis und habe wieder zu mir gefunden....
Wenn du doch gelernte MFA bist, besteht dich auch die Möglichkeit, als solche im Krankenhaus zu arbeiten. hier in NRW gibt es vermehrt Häuser, die MFA suchen... oft in Notaufnahmen,in MVZ, als Stationshilfen.... und die Bezahlung ist deutlich besser als in Praxen....
Das könnte doch einen Versuch wert sein..... lass dich bitte nicht verheizen.... es gibt noch bessere Stellen, garantiert....
Ich hab auch gedacht, das alles nicht so schlimm sei und wohl normal sei.... übrig blieb nur noch Wut... Wut auf mich selbst, weil ich solange ein Schaf war...
 
  • Like
Reaktionen: KittyNascha

Elfriede

Poweruser
Mitglied seit
13.02.2014
Beiträge
1.117
Ort
Niedersachsen
Beruf
KrSr
Akt. Einsatzbereich
ambulante
Bog Kitty !

Wenn Du Deinen Eingangspost von jemandem anders lesen würdest ---
Was würdest Du ihm raten ???

Laku noc
Frieda
 
  • Like
Reaktionen: KittyNascha

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Bog Kitty !

Wenn Du Deinen Eingangspost von jemandem anders lesen würdest ---
Was würdest Du ihm raten ???

Laku noc
Frieda

hallo :-)

ich weiß was du meinst, aber ich habe einfach hier um rat gefragt, da ich manchmal denke "vielleicht übertreib ich einfach"... verstehst du wie ich meine?
viele hier haben ja auch mehr erfahrung und in foren konnte ich mir schon einige gute tipps und ratschläge von "alten hasen" holen :-)
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Zwischendurch hatte ich mehrfach den Eindruck, du erzählst von meiner Ex-Leitung... Viels kommt mir sehr bekannt vor.... wechselnde Launen, je nach Tagesform hatte sie mal den einen, mal den anderen lieber...., Verstöße gegen das Arbeitschutzgesetz, Druck einzuspringen etc.....
Ich habe das nur wenige Jahre ausgehalten, bevor mein Körper mir sehr eindringlich signalisiert hat, dass das so nicht mehr geht....
Ich habe Ende 2015 gekündigt und arbeite seitdem in einer Praxis und habe wieder zu mir gefunden....
Wenn du doch gelernte MFA bist, besteht dich auch die Möglichkeit, als solche im Krankenhaus zu arbeiten. hier in NRW gibt es vermehrt Häuser, die MFA suchen... oft in Notaufnahmen,in MVZ, als Stationshilfen.... und die Bezahlung ist deutlich besser als in Praxen....
Das könnte doch einen Versuch wert sein..... lass dich bitte nicht verheizen.... es gibt noch bessere Stellen, garantiert....
Ich hab auch gedacht, das alles nicht so schlimm sei und wohl normal sei.... übrig blieb nur noch Wut... Wut auf mich selbst, weil ich solange ein Schaf war...
hallo :-)

vielen dank für deine zeit und deine erfahrungen!

ja, es ist wirklich schlimm momentan, aber das ding ist ich habe bei der caritas einen festvertrag und es ist bei mir im ort, also nur 5 gehminuten von mir entfernt... und ich hänge natürlich auch an meinen patienten... das sind die dinge, die mich momentan eben noch sehr an meiner jetzigen arbeitsstelle halten.

habe allerdings schon zwei bewerbungen geschrieben und natürlich ist mir klar, dass es jetzt um mich und auch um meine gesundheit geht, vor allen dingen psychisch!
mir ist bewusst, dass es so nicht mehr weitergehen kann und das ich mich früher oder später nach etwas neuem umsehen muss.

mvz usw. habe ich mir auch schon überlegt. was mir aber auch gefallen würde, wäre eine tagespflege.

lg
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Das Verhalten deiner Chefin, wie du es hier schilderst, gelinde gesagt inakzeptabel.
Was dir aber wenig Hilft, wenn deine Chefin Rückendeckung von oben hat.

Viel mehr solltest du dich Fragen wie DU dich verhältst.
Was hält dich an so einer Arbeitsstelle?
Warum lässt du so mit dir umgehen?
Wieso stellst du dein Auto zu Verfügung, dass im Zweifel für Dienstfahrten nicht ausreichend versichert ist? Bist du von allen guten Geistern verlassen?

Diese Situation wirst du psychisch und physisch nicht lange durchhalten
deshalb wenn du in der Pflege bleiben willst:
Du bist 28 Jahre, willst du die nächsten 40 Jahre als "ungelernte Kraft" dein Arbeitsleben fristen?
Raff dich auf und mach die Ausbildung und du kannst dir die Arbeitsstellen aussuchen wie du willst.
hallo :-)

danke für deine meinung!

was mich momentan hält sind drei dinge:
- festvertrag
- 5 gehminuten von mir zuhause entfernt
- ich hänge sehr an meinen patienten

ich weiß, diese dinge sind aber kein grund, mich so behandeln zu lassen. ist mir völlig klar. mache ich auch nicht mehr, deshalb suche ich was neues.

das mit der ausbildung ist halt so ne finanzielle sache bei mir... wenn man so schon kaum über die runden kommt ist das nicht einfach ohne jegliche hilfe.

allerdings bin ich ja gelernte arzthelferin und ich denke, dass ich mir hier wieder was suchen werde. altenpflege kommt für mich nicht in frage als "für immer"-beruf... sah ich anfangs anders, aber meine chefin hat mir den beruf wirklich sehr vermiest.
 

Martin H.

Poweruser
Mitglied seit
03.12.2016
Beiträge
3.217
Ort
Bayern
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Intensivpflege
Und tue dir den Gefallen und lies dir mal intensiv das Arbeitszeitgesetz durch und fordere auch dein Recht. Beratungen wie üblich Gewerkschaften.
... oder durch Berufsverbände! :wink:
Hier steht auch so einiges zum Thema geschrieben.
Das Verhalten deiner Chefin, wie du es hier schilderst, gelinde gesagt inakzeptabel.
Was dir aber wenig Hilft, wenn deine Chefin Rückendeckung von oben hat.
Das wär auch meine Frage gewesen, was sagen denn die Vorgesetzten der Chefin zu solchen Zuständen??
 

renje

Poweruser
Mitglied seit
16.08.2009
Beiträge
3.600
Ort
Bayern
Beruf
GuK, RA, KHbetrw.
Akt. Einsatzbereich
Angestellt
das mit der ausbildung ist halt so ne finanzielle sache bei mir... wenn man so schon kaum über die runden kommt ist das nicht einfach ohne jegliche hilfe.
Es ist sicherlich schwierig wenn Familie dran hängt und bereits finanzielle Verpflichtungen.
aber
bei jungen ungebundenen Menschen halt ich das für eine blose Schutzbehauptung.
GuK bietet mit die höchste Ausbvergütung in der BRD.
Mit dem Geld müssen nicht selten Familen leben und lese immer wieder - ich kann es mir nicht leisten.

Wenn es mir die Ausbildung WERT ist, werde ich auch 3 Jahre mit dem Ausb.gehalt auskommen
und
wie unsere Schüler behaupten nicht mal schlecht.
Nicht wenige haben sogar auch Autos, was ja nicht zwingend über lebenswichtig wäre.

Solltest du ungebunden sein
lass die Ausreden und finde einen Weg
oder lass es
mach aber später nicht die äußeren Umstände dafür verantwortlich und trauere der vertan Chance hinterher.
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Es ist sicherlich schwierig wenn Familie dran hängt und bereits finanzielle Verpflichtungen.
aber
bei jungen ungebundenen Menschen halt ich das für eine blose Schutzbehauptung.
GuK bietet mit die höchste Ausbvergütung in der BRD.
Mit dem Geld müssen nicht selten Familen leben und lese immer wieder - ich kann es mir nicht leisten.

Wenn es mir die Ausbildung WERT ist, werde ich auch 3 Jahre mit dem Ausb.gehalt auskommen
und
wie unsere Schüler behaupten nicht mal schlecht.
Nicht wenige haben sogar auch Autos, was ja nicht zwingend über lebenswichtig wäre.

Solltest du ungebunden sein
lass die Ausreden und finde einen Weg
oder lass es
mach aber später nicht die äußeren Umstände dafür verantwortlich und trauere der vertan Chance hinterher.

ICH kann es mir nicht leisten im moment, das ist KEINE ausrede, das IST leider so.
ob du es glaubst oder nicht, ich möchte hier nicht zu viel privates ausschwatzen, aber ich KANN es mir nicht leisten und wie gesagt, ich habe ja schon eine abgeschlossene ausbildung und könnte auf diesen job auch noch zurückgreifen, da ich sowieso nicht weis, ob ich diesen beruf auf dauer ausüben möchte. mir wurde es zu sehr vermiest und ich bin im moment sehr zwiegespalten.
WENN ich es mir i-wann leisten kann, werde ich sicherlich diese ausbildung auch noch machen, da kannst du dir sicher sein!
meine arbeitskollegin hat ihre ausbildung jetzt mit mitte 40 gemacht, nachdem die kinder sich selbst versorgen können und der mann endlich einen beruf hat, wo er die ganze familie ernähren kann... es geht auch noch wenn man älter ist.
natürlich werden viel examinierte gesucht, aber auch als helferin hat man hier viele chancen.
ich wohne in einem dorf, ich war jetzt seitdem ich meinen schein habe (7 jahre) ohne auto und es war echt nicht berauschend - nun möchte ich nicht mehr darauf verzichten und werde ich auch nicht - ob zwingend notwendig oder nicht, aber ich habe sehr lange darauf verzichtet... vielleicht kannst du mich da etwas verstehen oder eben auch nicht.
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
... oder durch Berufsverbände! :wink:
Hier steht auch so einiges zum Thema geschrieben.

Das wär auch meine Frage gewesen, was sagen denn die Vorgesetzten der Chefin zu solchen Zuständen??
die geschäftsführerin steht eigentlich so fast immer hinter ihr, da sie sich schon seit zwanzig jahren kennen und die geschäftsführung auch nicht so ganz bei trost ist, wie ich mittlerweile finde.
sie tätigt z.b. so aussagen wie: "nein, wir brauchen keine mitarbeiter mehr, lieber weniger und mehr zu tun, als das die krankenstände bei genügend leuten wachsen." und zu dieser zeit brannte es wirklich bei uns und wir kamen kaum hinterher mit der arbeit!
wir haben teilweise 170 überstunden bei einer 30 stunden woche... abfeiern oder auszahlen kommt fast garnicht in frage, denn "seid froh, dass ihr überstunden habt, man weis nie".
als wir dann mal die zeit hatten, wo wir alle ein paar minusstunden hatten kam die aussage "naja, wenn es halt nicht besser wird, muss halt einer gehen"...
von dem her ist das sehr schwierig hilfe zu bekommen.
ist halt auch schwierig, wenn vor allen dingen "die alten hasen", die aber auch meiner meinung sind, den mund nicht aufmachen, weil sie sich nicht trauen -.-
 

InetNinja

Poweruser
Mitglied seit
24.01.2017
Beiträge
598
Wie kommt man als Teilzeitkraft zu so immensen Überstunden?

TZ müssen keine Überstunden leisten, dann macht das TZ ja keinen sinn mehr.
 
  • Like
Reaktionen: KittyNascha

Resigniert

Poweruser
Mitglied seit
27.12.2012
Beiträge
873
Beruf
GuK
Akt. Einsatzbereich
Innere Medizin
stimmt, Teilzeitkräfte machen Mehrarbeit und bei 90% von ihnen steht die Verpflichtung dazu im Arbeitsvertrag.
 

KittyNascha

Newbie
Mitglied seit
15.01.2017
Beiträge
10
Alter
32
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Pflege
Funktion
Pflegehilfskraft / gelernte Arzthelferin
Wie kommt man als Teilzeitkraft zu so immensen Überstunden?

TZ müssen keine Überstunden leisten, dann macht das TZ ja keinen sinn mehr.
vollzeitkraft ist nur meine chefin (sie fährt auch touren mit).
es gibt drei teilzeitkräfte, ich mit 30 stunden/wo. und zwei andere mit 32,5/wo. stunden...
alle anderen haben wenger stunden die woche, die meißten haben aber auch viele überstunden. scheint aber allen recht zu sein. klar, wenn man angst haben muss, sobald man ins minus kommt gehen zu müssen...

wie man dazu kommt? indem man extrem viel arbeit hat und zu wenig personal -.- wobei ich sagen muss, wir haben schon gut abgebaut an überstunden mittlerweile... die ein oder andere hat aber noch über 100 überstunden... kommt immer wieder vor bei uns - leider. sobald aber einige patienten dann ins KH oder heim kommen, können wir auch an überstunden abbauen.
und wie erwähnt, es gibt tage, da mache ich drei schichten und natürlich recht viele geteilte dienste...
es gibt zum beispiel eine tour da arbeite ich z.b. so: 7.00 - 10.30 uhr, 13.30 - 14.45 uhr und 15.45 - 20.30 uhr...
kommt immer ganz drauf an, wirklich feste touren gibt es von den zeiten her nicht.
 

Martin H.

Poweruser
Mitglied seit
03.12.2016
Beiträge
3.217
Ort
Bayern
Beruf
Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
Ambulante Intensivpflege
Wie kommt man als Teilzeitkraft zu so immensen Überstunden?

TZ müssen keine Überstunden leisten, dann macht das TZ ja keinen sinn mehr.
Seit wann das?
Ich kenne es von je her so, daß Teilzeitkräfte z. T. die brutalsten Überstunden haben... weil (Zitat meine frühere SL) "die Vollkräfte ja eh schon die ganze Zeit da sind" :roll:
 
  • Like
Reaktionen: Bachstelze

Über uns

  • Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit mehr als 15 Jahren eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

Unterstützt uns!

  • Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!