Chemie in der Ausbildung zur Pflegefachfrau

Miss Marpel

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Hallo,

ich beginne zum 01.09 meine Ausbildung zur Pflegefachfrau.

Nun bin ich in Chemie absolut ahnungslos. Ich habe mir dazu mal die Lehrbücher angeschaut. Hier Themen wie Blutgasanalyse, Puffersysteme usw. . Ist es relevant dazu die Formeln zu beherrschen oder muss man lediglich die Funktion beschreiben? Letzteres ist für mich nachvollziehbar aber die Reaktionsgleichungen sind für mich ein absolutes nominosum. Ich habe unzählige Videos geschaut aber ich raff einfach nicht, dieses chemischen Formeln. Ich kann aber durchaus nachvollziehen, was zb eine Azedose und was eine Alkalose im Körper bewirkt. Nur halt die Formelumstellungen, die verstehe ich nicht aber auch weil ich darin eine starke Lernschwäche habe.

Jetzt habe ich Angst, dass ich es nicht packen werde, halt weil es zu viele Lücken in Chemie zu Reaktionsgleichungen bei mir gibt. Das macht mich gerade richtig fertig.

Kann mir einer dazu was sagen? Mache ich mir hier unnötig Sorgen weil es nicht relevant ist oder sollte ich mir schon ernsthaft Gedanken machen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir weiter helfen würdet.

Dankeschön.
 

Resigniert

Poweruser
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vormeiner Ausbildung hatte ich von ca. 80% dessen, was ich dann gelernt habe, keine Ahnung. Deshalb ging ich in die Ausbildung
Ich konnte vor der Einschulung weder lesen noch schreiben. Habe ich alles gelernt.
Wo ist der Unterschied?
 
G

Gelöschter User 45894

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Also ich hab in der ganzen Ausbildung - bis auf Dreisatz und "normalem" Rechnen - noch keine Gleichung o.ä. aufstellen müssen...
Du musst wissen, wie eine Azidose/Alkalose zu stande kommt. Das war's. Dafür muss man nicht großartig rechnen oder Chemie können
 
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ludmilla

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Das was du in Chemie können musst, lernst du in der Ausbildung. Was Azidose oder Alkalose sind musst nicht errechnen, sondern lernst du auch in der Ausbildung. Eine Reaktionsgleichung habe ich weder gelernt, noch je gebraucht....., also entspann dich
 

Jillian

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Reaktionsgleichungen musste ich nie aufstellen. Es ist aber von Bedeutung, wenn man die Funktionsweise von Osmose und Diffusion beherrscht, da sie eine Vielzahl physiologischer Vorgänge im Körper begründen. Manche Pflegelehrer scheitern schon an diesen elementaren Dingen, wie soll es dann der Azubi lernen? Und doch ist es Chemie.
Man muss nicht gut in Chemie sein und keinen Nobelpreis vorweisen können, aber das grundlegende Verständnis der Unterstufe sollte rudimentär vorhanden und abrufbar sein. Darauf baut dann die Wissensvermittlung in der Ausbildung auf. Hat bisher noch jeder irgendwie geschafft, also schaffst du das auch!
 

Ribka is Mori

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das grundlegende Verständnis der Unterstufe sollte rudimentär vorhanden und abrufbar sein. Darauf baut dann die Wissensvermittlung in der Ausbildung auf. Hat bisher noch jeder irgendwie geschafft, also schaffst du das auch!

Jetzt machst du mir angst! 8O
In der Hauptschule hatte ich zwar das Fach PCB (Physik/Chemie/Biologie) aber davon waren 99% Bio, & das 1% waren dann Physik & Chemie! In der Abendrealschule hatte ich dann absolut gar keine Chemie!!

Also doch net zu schaffen?
 
G

Gelöschter User 45894

Gast
Jetzt machst du mir angst! 8O
In der Hauptschule hatte ich zwar das Fach PCB (Physik/Chemie/Biologie) aber davon waren 99% Bio, & das 1% waren dann Physik & Chemie! In der Abendrealschule hatte ich dann absolut gar keine Chemie!!

Also doch net zu schaffen?
Ich hatte in Physik 'ne 5, in Chemie mit ach und krach 'ne 3-4 (mit 4 gilt man bei uns schon als durchgefallen) und in Mathe auch 'ne 5.
Trotzdem bin ich eine der wenigen, die Dreisatz, Osmose und Diffusion drauf haben.
Mach dir keinen Kopp.
 

Vanilly

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Also ich war auch eine absolute Null in Chemie in der Schule.

Das kann man aber auch zum Glück nicht vergleichen. Du lernst viel in der Ausbildung und dazu gehört auch dies.
Ich habe auch nochnie irgendwelche chemischen Formeln oder sonstiges in der Ausbildung benötigt. :lol1:
Du lernst alles "learning by doing". Ich z.B hatte von BGA´s null Plan, aber in meinem Intensiveinsatz wurde mir alles gezeigt und ich habs direkt verstanden.

1.Hast du den Praxisbezug -> einen Patienten mit z.B viel zu hohem pCO2 (Achtung Klugscheisermodus :besserwisser:: Der pCO2 spiegelt die Menge des im arteriellen Blut gelösten Kohlendioxids wider. Da Kohlendioxid vornehmlich über die Lungen durch Abatmung ausgeschieden wird, ist der pCO2-Wert eine wichtige Kenngröße für die Lungenfunktion.) wird dir auch das entprechende Bild mit schlechter/veränderter Atmung, Atemnot u.s.w. zeigen.

2. Wichtig ist einfach das du verstehst, was der jeweilige Wert heißen soll. Das lernst du auch ganz nebenbei, es wiederholt sich alles immer wieder.

Den Rest lernst du schon mit Anatomie und Phsyiologie, da viele dieser Prozesse in den normalen Körperfunktionen stattfinden.
-> Diffussion, Filtration z.B

Mach dich nicht verrückt, es ist wirklich nicht so wild wie du es dir ausmalst. :wink:
 
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Ribka is Mori

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Danke euch beiden dann bin ich ja beruhigt! Hab auch ne 5 in Mathe... so lange ich etwas in Verbindung setzen kann, haben ich idR. wenig Probleme es zu verstehn.
Zum Glück gibt's learning by doing!
 

Jillian

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Solange du Dreisatz und Prozentrechnung kannst, sollte sich auch niemand an einer Mathe-5 stören. Ohne diese Kenntnisse wirst du nicht praktisch arbeiten können. Da ich dich aber nicht als absolut lernresistent einschätze, bin ich zuversichtlich, dass du das ruckzuck beherrschen wirst, wenn du es dir ein paarmal ins Gedächtnis zurückgerufen hast. Das meiste ist eh Learning by doing. Dinge, die ich lange nicht angewendet habe, muss ich auch nachschlagen. Niemand weiß oder kann alles. ;)
 
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trixie

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Was hatten wir in Chemie in der Ausbildung?? Ich erinnere mich, dass da was mit der Wirkweise von Seife war....... Diffusion, Osmose wird beigebracht. Mathe (Grundlagen) ist dagegen schon eher wichtig.
 

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