Als Schüler im OP

Hi!!

Ich bin jetzt in der Mitte des zweiten Lehrjahres meiner Ausbildung. Heute war der letzte Tag meines Praxiseinsatzes im OP. Leider... :cry1: Der letzte Tag von 5 Wochen. Und es war einfach nur genial, viel besser, als ich erwartet hätte!
Ich hab super viel über über die Anatomie des Menschen gelernt und selbstverständlich festgestellt, dass alles gar nicht so einfach zu erkennen ist wie im Anatomie-Buch! :razz1: Es war sehr interessant, zu sehen, wie so eine Hüft-TEP eingesetzt wird oder bei einer Laparoskopie zu sehen, wie es im Inneren des Bauchraums aussieht! Ich kann gar nicht aufzählen, wie viele verschiedene OPs ich gesehen habe, so viele Eindrücke waren das...

Anfangs stand ich während der OP nur rum, hab zugesehen und hab nur bei den Vorbereitungen geholfen (also Einmalartikel etc. steril aufgemacht und angereicht, die sterilen Leute angezogen, Siebe geöffnet...), dann hab ich den zweiten Springer gespielt und war auch teilweise alleine als Springer im Saal (konnt natürlich immer jemanden fragen, falls es nötig war!). Hab auch für HNO und Abrasios Tische gerichtet und mal bei ner Septum-OP (HNO) und ner Herniotomie nach Lichtenstein mitinstrumentiert. :D :daumen:

Außerdem wurde ich super ins Team aufgenommen. Die meisten waren wirklich lieb und total nett zu mir. Ich wusste immer, wen ich fragen konnte, wenn ich was erklärt bekommen wollte und wen lieber nicht. :D
Natürlich hats nicht NUR Spaß gemacht und natürlich wurde man auch mal "blöd" agemacht. Aber das kam wirklich selten vor und wenn, dann lags meist am Stress! So etwas darf man nicht immer persönlich nehmen, auch wenns manchmal schwer fällt...

Alles in allem, war es eine super Zeit und eine tolle Erfahrung. Ich könnte mir auch gut vorstellen, nach meiner Ausbildung im OP zu arbeiten, da es mir sehr liegt! Oder stattdessen lieber eine Ausbildung zur OTA?? Bin in letzter sehr am überlegen, ob ich mich richtig entschieden habe...:gruebel:
 
ich kann mich noch gut an meine zeit während der ausbildung im op erinnern. man konnte viel sehen und lernen, jedoch fand ich es auf dauer langweilig und weniger spannend als im stationären tagesgeschäft.
 
Ich habe keinen OP-Einsatz und war deswegen ganz froh, daß ich jetzt auf der Gyn mal mitgehen durfte zum Haken halten. War anstrengend, aber sehr interessant...
 
hallöchen ihr lieben...
ich möchte auch sehr gerne für ein paar wochen im op eingesetzt werden!
wir haben nur das probelm das von 40 schülern nur 5 da die möglichkeit bekommen! naja und bei meinem glück gehöre ich da bestimmt nicht zu...
war aber schon bei ein paar gynops und bei ein paar anderen mit dabei und das war schon interessant!

vlt doch ne op-weiterbildung?!

liebste grüße caro
 
Brauche mal einen Tipp: arbeite zur Zeit auf einer Orhtopädischen/Traumatologischen Station und finde das Fachgebiet echt super interessant. Würde vor allem auch voll gerne mal in den Trauma-OP schaun. Zu ner TEP oder so. Weiß aber irgendwie nicht so recht wie ich fragen soll, weil eigentlich haben wir ja auch Station genug zu tun, kommt es da nicht doof, wenn ich frage ob ich mal in den OP hospitieren darf? Habt ihr nen Rat für mich? Wie soll ich es am besten anstellen?
 
Hallo

Bin derzeit in der gleichen Situation. Habe bis jetzt "nur" zwei Mamma-OPs gesehen, aber eine Hüft-TEP wäre schon sehr interessant. Ich habe die Kollegen gefragt und auch die operierenden Stationsärzte. Eigentlich kein Problem, aber wie bei dir auch lässt es der Stationsalltag leider nicht zu. Als Oberkursschüler werden wir derzeit fast schon als Examinierte eingeplant und können also nicht fehlen.
Andere Möglichkeit: Du bietest an, dass du in deiner Freizeit einmal in den OP gehst. Sitzt bei mir zeitlich leider nicht drin, sonst würde ich das sicher auch machen. Voraussetzung ist natürlich auch, dass das OP-Personal nichts dagegen hat, wenn da jemand völlig ohne Erfahrung dabei ist.

Fazit: Fragen schadet nie. Mehr als ein Nein kann ja nicht kommen.
 
Hallo !
Ich war zwar nur eine Woche im OP und auch nur im Kleinen, aber es war super interessant. Viele vag HE, Laparoskopien, Zirkumzisionen, Abrasios, 1 Vasektomie (die hat locker 1 1/2 Stunden gedauert) , die ganze Coloproktologischen kleinen OPs und sogar Brustvergrößerungen und Fettabsaugen. Total interessant.
War auch hauptsächlich als Springer eingesetzt.
Die coolsten und interessantesten OPs waren aber die Herzklappe und die ACVB Op :mrgreen: Super Mega war das
Wenn man das ganze mal gesehen hat, dann versteht man alles viel besser.
 
Hi,
das ich fest im OP war ist schon lange her. War damals Praktikant, der für den Rettungsdienst seine Stunden in der Klinik leisten musste. War aber jedenfalls eine sehr lernreiche Zeit. War damals im Akut/Not-Op. Wir hatten einige Aortenrupturen und ähnliches. Dementsprechend, war es bei uns oft hektisch und blutig aber immer systhematisch und interessant.
Die Klinik, in der ich jetzt lerne, ist weltweit bekannt für unseren Prof. der Wirbelsäulenchirurgie. Wir haben daher häufiger mal OP's die so 6-8 Stunden gehen. Daher ein ernst gemeinter Tip an alle Schüler, besorgt euch passende ATS, auch wenn ihr häufiger nur OP's habt die 2 oder 3 Stunden gehen. Ich werde als Schüler leider nicht mehr direkt im Op eingesätz. Komme dafür auf Intensiv/Schockraum...
Liebe Grüße
Kai
 
Hallo!

Sehr intressant zu lesen was so alles auf einen zukommen kann!
Ich hätte mal eine Frage zwischendurch. Ab welchem Lehrjahr kommt man denn "mal" in den OP?
Oder ist das von KH zu KH unterschiedlich?


Vielen Dank schonmal.
LG Honey.
 
Hi,
also bei uns im Haus ist es so, dass wenn du auf Station bist, du immer "mal" mit in den OP kannst. Reintheoretisch schon im Ersteinsatz. Musste halt mit Station, Operierendem Arzt, OP - Team und Pat. klären. Wenn die alle ihr O.K. geben, ist es erfahrungsgemäß kein Problem, dass man bei ner OP zuguckt. Ein richtiger "OP- Einsatz" ist nicht vorgesehen. :knockin:
Allerding gibt es ja den Intensiv-/ Anästhesie- Einsatz. Es ist naheliegend, dass man, wenn man in der Anästhesie eingesetzt ist, bei vielen OP's dabei ist und nicht nur im AWR rumsitzt, wobei das auch echt interessant sein kann. :boozed:*scherz* War aber jedenfalls nach Dienstschluss häufiger feucht-fröhlich bein uns. (Gamma-GT-Werte von verschiedenen Mitarbeitern, werden hier jetzt nicht veröffentlicht!) :mrgreen:

Da der Anästhesie - Einsatz unter die Intensivstunden fällt, welche während der Ausbildung erfüllt werden müssen, ist dieser Einsatz, zumindest meistens, frühestens im Zweitenlehrjahr. Was meiner Meinung nach auch logisch ist aber wie gesagt, es gibt auch Häuser, die das nicht so eng sehen....
 
hallo honeybloom,
erfahrungsgemäß (kann nur von unserem haus sprechen) werden die unterkursschüler am entbehrlichsten sein auf station, da sie vieles noch nicht alleine machen können. ich würde an deiner stelle auch gleich am anfang den wunsch äußern mal in den OP zu dürfen, damit die das auch einplanen können :)

viel spaß, falls es klappen sollte
liebe grüße
 
Huhu,

also eigentlich wollte ich die Ausbildung zur OTA machen. Allerdings sind für dieses Jahr keine Lehrstellen mehr frei. Als Kinderkrankenpfleger gibts jedoch noch ein paar. Mir ist die Verantwortung dieses Berufes durchaus klar und ich möchte hier nicht den Anschein erwägen, dass es für mich ein "Notnagel" ist! Ich arbeite sehr gern mit Kindern zusammen (ich war Kinderanimateurin). Doch anstatt nur mit Kindern zu spielen, möchte ich ihnen lieber sinnvoll helfen. Auf den OP möchte ich aber auch nicht ganz verzichten.

Nun zu meiner eigentlichen Frage :) Kann man als Kinerkrankenpflegerin auch OP-Schwester im Kinderkrankenhaus werden? Oder meint ihr, dass die klassischen GuK- Op-Schwestern bald ganz aus den OP´s verschwinden sollen und nur noch OTA rein sollen? Davor warnte mich nämlich der Herr vom Arbeitsamt, dessen Beratung jedoch noch viele Fragen und Zweifel offen ließ!...

Für Antworten wäre ich sehr dankbar! :)
 
Auf lange Sicht gesehen wird der klassische Ausbildungsweg (drei Jahre Krankenpflegeausbildung, zwei Jahre Berufserfahrung, zwei Jahre OP-Weiterbildung) sicher verschwinden, weil er einfach zu lange dauert. Die OTAs haben sich bewährt, der Beruf steht vor der staatlichen Anerkennung. Weiterbildungsberufe von der OTA aus werden gerade in Modellversuchen erprobt.

Den OP-Pflegern, die jetzt bereits in der Weiterbildung sind oder die sie abgeschlossen haben, wird sicherlich nichts passieren. Ob es in fünf Jahren allerdings noch die OP-Weiterbildung für Pflegekräfte gibt, kann Dir jetzt niemand sagen.

Ich schätze aber, dass man, sollte die Weiterbildung abgeschafft werden, eine verkürzte Ausbildung zur OTA machen kann und auf diese Art in den OP kommt. Alles andere wäre unlogisch.
 
Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe einfach nur Angst/ Bedenken, jetzt eine falsche Entscheidung zu treffen... Ich weiß, dass ich in den OP will. Ich möchte aber auch mit Kindern arbeiten. Doch ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe so lange die Schulbank zu drücken, denn irgendwann möchte man ja auch mal was verdienen. Aber das wäre es mir schon wert.

Ich bin momentan einfach nur durch den Wind! Ich bin so spät dran! Ob als OTA oder Kinderkrankenpflegerin- es kommen nur noch Absagen, da bereits alle Plätze vergeben sind. Ab Oktober habe ich definitiv keinen Job mehr. Was dann? Ich habe hier eine Wohnung,... Mit einem Praktikum (was ich an sich gerne machen würde) komm ich finanziell genau so wenig wie mit einem FSJ um die Runde. Mich macht diese ungewisse Allgemeinsituation grad ziemlich kirre :-(
 
Ich weiß, dass ich in den OP will. Ich möchte aber auch mit Kindern arbeiten.

Beides zusammen wird schlecht gehen. Oder gibt es OPs, in denen ausschließlich Kinder operiert werden? Sind die lukrativ?

Übrigens: Die meisten OP-Patienten schlafen, da ist nicht viel mit "mit ihnen arbeiten". Eher "an" ihnen... :mrgreen:
 
Oder gibt es OPs, in denen ausschließlich Kinder operiert werden? Sind die lukrativ?

Ja, gibt es. Wir haben einen eigenen Kinder-Uro-OP. Lukrativ wird er wohl sein, sonst hätten wir ihn nicht :).

Gruß,
Lin
 
Ich weiß, ich weiß... Mich reizt der OP so sehr, weils da richtig in Richtung Anatomie,... geht. Auch reizt mich das Chirurgische total. Aus diesen Gründen eigentlich OTA. Aber meine Liebe zu Kindern ist so groß und ich möchte ihnen gerne sinnvoll helfen. Eine Pro- und Contraliste hilft nicht, da ich irgendwie immer bei 50-50 lande :( Dann glaube ich wieder, dass ews 51-49 für die OTA ist... Ich weiß es einfach nicht... Aber für dieses Jahr werde ich wohl weder den einen, noch den anderen Platz bekommen!... Wird mir auch nicht helfen, da ich schon seit letztem Jahr am hin und her überlegen bin :-S

Aber lieben Dank an dich, Claudia :)


LG die andere Claudia :)
 
Ich weiß, ich weiß... Mich reizt der OP so sehr, weils da richtig in Richtung Anatomie,... geht. Auch reizt mich das Chirurgische total. Aus diesen Gründen eigentlich OTA. Aber meine Liebe zu Kindern ist so groß und ich möchte ihnen gerne sinnvoll helfen....

Mh was machen wir denn da?:gruebel:
:thinker:
Ich habs. Wie wäre es mit der Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und anschließend auf ne Chirurgische-Kinderintesiv oder halt Kindernotaufnahme arbeiten?
In der Notaufnahme brauchst du, nach eigenen Erfahrungen, jedenfalls sowohl Chirugischeswissen als auch Anatomie und das soltleste dort beides im schlaf können...
 
Auf lange Sicht gesehen wird der klassische Ausbildungsweg (drei Jahre Krankenpflegeausbildung, zwei Jahre Berufserfahrung, zwei Jahre OP-Weiterbildung) sicher verschwinden, weil er einfach zu lange dauert. Die OTAs haben sich bewährt, der Beruf steht vor der staatlichen Anerkennung. Weiterbildungsberufe von der OTA aus werden gerade in Modellversuchen erprobt.

Die klassische Variante gibt es schon nicht mehr. Bevor die OTA´s eingeführt worden sind hat man aufgrund der langen Ausbildungsdauer die Zugangsvoraussetzungen auf 1/2 Erfahrung geändert, also nur noch geschlagene 5,5 Jahre. Ist aber schon logger sieben oder acht Jahre so. Weiss ich ganz sicher, da ich zu diesem Zeitpunkt gerade fertig geworden bin und mich noch nen wenig drüber geärgert habe das ich noch 2 Jahre warten musste. (Vieleicht liegt es auch am Bundesland)

Ich denke auch das noch seeehhrr viel Zeit vergehen wird bevor der Fachpfleger ausgedient hat. Das dann noch ein Beruf der bis heute noch nicht legitimiert ist, den Fachpfleger in Rente schickt halte ich für unwahrscheinlich. (Aber wer weiss)

Warum sollen die zwei Berufszweige nicht nebeneineander existieren. es ist doch OK wenn anhand einer Berufsbezeichnung kenntlich ist, dass da noch mehr hinter steckt als eine reine OP-Spezialisierung. Sonnst wäre es doch auch Egal wenn Studierte Krankenschwestern auch nur Krankenschwester heissen.

Aber nun denn, wer weiss was da alles noch so kommt. Lasse mich ja immer wieder gern überraschen.

Da aber das Ausgangsthema ein anderes ist belasse ich es dabei und freue mich über jeden neuen der Interesse hat im OP zu arbeiten. Übrigens ist es mir auch egal ob es Schüler sind ,Krankenpfleger, OTA´s oder Fachpfleger.
Habe einige die keine OP-Spezialisierte Ausbildung haben, dennen man aber sicher nichts vormacht und die etliche Fachpfleger oder OTA´s oder was auch immer in den Sack laufen lassen.

Was zählt ist das Interesse und die Liebe zum Beruf, da hilf auch keine Berufsbezeichnung um nen wirklicher Könner zu sein.

Gruß
Hame
 
@KKE Mensch... Das ist doch mal Idee :D Vielen, vielen Dank! Das klingt wirklich sehr gut und es wäre tatsächlich die Realisierung meiner Träume- fast wie bei einem Ü-Ei *lach*

Auch an die anderen ganz, ganz lieben Dank! Ich finde das Forum wirklich spitze. Tausendmal effektiver als sich mit einem Arbeitsamt-Typi zu unterhalten, wo man hinterher weniger weiß als vorher...

Muss mich jetzt nur noch jemand wollen... Habe nun für beide Berufe Bewerbungen ohne Ende losgeschickt, doch es trudelt eine Absage nach der anderen ein *schnief*... Doch davon versuche ich mich nicht unterkriegen zu lassen... Nur die Tage fliegen so dahin :-/


Jedenfalls nochmal ein riesiges Dankeschön an alle, die sich für/ um mich Gedanken gemacht haben :) *freu*
 

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