Als Schüler im OP

Hi!

Ob ein Funktionsbereich etwas für einen ist weiß man vorher nie 100%ig. Aber wenn man Interesse an der Arbeit mitbringt sollte man einfach mal (möglichst vorurteilsfrei) reinschnuppern und dann sieht man ob es einem liegt oder eher nicht.
Grade in der Ausbildung hat man ja das Glück in viele Fachbereiche reinschauen zu können und wenn es einem nicht gefällt weiß man, dass es in ein paar Wochen vorbei ist...

Also viel Spaß und Glück bei der Ausbildung!
 
hallo :)

ich bin grad frisch im 2. jahr und hab heute erfahren dass ich wahrscheinlich schon im november für 5 wochen in den OP komm.. fachbereich? AKUT UNFALL :eek1: :knockin:

bin schon sehr gespannt wie das wird.. und wie oft ich umfalle :lol:
 
Hallo...
Ich war Ende MK als Schüler für 5 Wochen im OP eingesetzt und meine erste OP war eine Phimosen OP, bei der der Assistenzarzt nach kurzer Zeit abtreten musste (keine Ahnung warum, aber er war weiß wie ´ne Wand)...
Ich hab es durchgehalten (*g*) und war happy es länger wie der Doc ausgehalten zu haben...klar stehen die näher am Geschehen, aber ich war trotzdem ein klein bisschen stolz...
Während des Einsatzes bin ich zwischen Saal 1-3 (war ein kleines KH) eingesetzt worden und hab so mnach interessante OP mitbekommen, wobei ich die Gyn-OP´s und die Magen-OP´s (RNYGB, Gastric Banding, BPD, BPD-DS...) am interessantesten fand...
Wurde da gut eingearbeitet und war ab der 2. Woche bei kleineren OP´s alleine Springer (konnte aber jederzeit Hilfe holen) und ab der 3. Woche war ich allgemein allein Springer...
Durfte auch mal mit am Tisch stehen, was natürlich nochmal ganz anders war, aber super interessant...
Die Zeit im OP war eine sehr schöne Zeit, man lernt da so viel und kriegt vieles erklärt...
 
Also ich komm jetzt in 2 Wochen auch für eine Woche in den OP!
Hab auch schon bei einigen OPs zugesehen.
- Lap- Galle
- Knie- Tep
- Wertheim OP ( größste Gynäkologische OP, hat 8 (!) Stunden gedauert:rofl:!!!)
- Hüft- Tep
- Histerektomie

Ich freu mich schon sehr auf den OP- Einsatz!
Was ich aber noch viel interessanter finde ist Chirurgische Ambulanz! Das strebe ich an, nach meiner Ausbildung auf eine Ch. Amb. zu kommen. Da kann man auch mal das, was man in der Schule über Wunden und Wundversorgung lern anwenden. Und zwar SOFORT! Auf Station ist alles so geplant und in der Ambulanz muss man einfach sofort handeln:):lol:
 
Hi Leute,
also ich fang jetzt auch am 1.10 meine Ausbildung an. Hab aber schon 3 Monate Praktikum gemacht auf der Unfallchirurgie und bin da auch öfters mal mit in den Op, weil es mich einfach interessiert hat. (Natürlich außerhalb meiner regulären Arbeitszeiten)
@cHubbu: wenn du eigentlich mit Blut, offenen Wunden etc. klar kommst, wird es im OP sicherlich nicht so schlimm werden und ich denke, dass du recht gut damit klarkommen wirst. Die Klimaanlage empfand ich eigentlich immer als sehr angenehm...besser wie auf Station in so manch stickigen Zimmern, was halt ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, das ist der Mundschutz : )-> Luftmangel ; ) :smoking:

@alle Anfänger: fragt doch einfach mal die Docs von eurer Station, ob ihr mit in den OP könnt ( schon vor eurem ersten OP Einsatz ) natürlich dann am Besten wenn ihr Spätschicht habt...einfach mal den Vormittag im OP mitdackeln, so kann man gleich in Ruhe gucken, ob es was für einen ist oder eher nicht und viele Ärzte freuen sich auch über euer Interesse und dann bekommt man auch vieles ganz toll erklärt und gezeigt und steht nicht nur doof im Eck, wo man eh nichts sieht und so wird einem denk ich auch die Angst vor dem ersten "richtigen" Einsatz als Schüler genommen und man kann sich zurechtfinden.
Liebe Grüße :flowerpower:
 
Danke für die Motviation und Eindrücke. Ich schreib nochmal, wenn ich es überlebt habe ;)
 
@alle Anfänger: fragt doch einfach mal die Docs von eurer Station, ob ihr mit in den OP könnt ( schon vor eurem ersten OP Einsatz ) natürlich dann am Besten wenn ihr Spätschicht habt...einfach mal den Vormittag im OP mitdackeln, so kann man gleich in Ruhe gucken, ob es was für einen ist oder eher nicht und viele Ärzte freuen sich auch über euer Interesse..
Man merkt, das du noch keine Arbeitsplatzerfahrung im Krankenhaus hast.
In der Pflegeausbildung bestimmen nicht die Ärzte, wer was wann und wo lernt, sondern andere Gesundheits- und Krankenpfleger bzw Deine Schule.
Nicht dass du da was mit "Schwester Stefanie" aus dem Fernsehen verwechselst...
 
Ich will nicht frech klingen, aber was heisst " Anfänger" ? Soviel ich weiss fängst du erst deine Ausbildung an:lol:

Und einfach so om OP "mitdackeln" wird mit Sicherheit nicht gehen. Man wird zugucken können, auch während der Dienstzeit, aber mit "mitdackeln" ist da nicht viel!
 
Ich weiß, dass das nicht die Ärzte bestimmen wann und wo ich was lerne. Ich weiß auch, dass ich noch sehr wenig Arbeitserfahrung habe. Ich meine ja nur damit, dass wenn es einen interessiert, bevor man seinen ersten"richtigen" Einsatz im OP hat, man auf Station mal nachfragen kann, ob es möglich wäre, bei einer OP zuzusehen. Ich und übrigens auch damalige andere Praktikanten und Schüler, haben damals zunächst die Stationsleitung gefragt, sie meinte fragt doch den Stationsarzt und wir haben es schließlich mit dem Chefarzt abgeklärt und er hat uns dann alle der Reihe nach mal mitgenommen. Es war natürlich nur möglich mitzugehen wenn man keinen Dienst auf Station hatte. Und so konnten wir einen ersten Eindruck gewinnen, wie es dort so zugeht.

Mit Anfänger meinte ich alle, die GENAU WIE ICH, die Ausbildung jetzt beginnen. Und das "mitdackeln" war sehr flapsig ausgedrückt, weil man halt wirklich sehr ängstlich im Eck steht und aufpasst nichts "Grünes" zu berühren und niemandem im Weg umzugehen.

Liebe Grüße,
Cutie
 
Ich beneide euch, ich hatte nie einen Einsatz im OP. Bei uns im haus wurde dies vor ein paar jahren abgeschafft.Habe nur 2 oder 3 eine Op gesehen, aber das nur weil ich auf der Station damit rum genervt habe. :boxen:
ich habe dabei festgestellt, dass mich die Arbeit dort sehr interssiert.
An alle, die im Op eingesetzt sind, genießt die Zeit. Und nimmt soviel an Eindrücke mit wie er könnt.

 
dazu hätte ich mal eine Frage @ crizzy, welche Ausbildung machst du denn?

Ich möchte gerne Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin werden, habe aber Angst im OP eingesetzt zu werden. (Innere Organe sehen, meine Hände in eine blutige Wunde drücken, etc.) ist das wirklich so und muss ich das auch machen?

Danke für eure Antworten im Voraus
 
@schäfchen87
Ich mach eine ganz "normale" Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin seit Oktober 06. Bei uns gehört der Einsatz im OP zum "Standard", d. h. jeder Schüler kommt für 4 Wochen in den OP.

Wenn Du Dich für die Ausbildung interessierst, lass Dich nicht abschrecken an viele Dinge gewöhnt man sich im Laufe der Zeit, z. B. Gerüche, Aussehen von Wunden, Blut (wurd mir schonmal schwindlig am Anfang, mittlerweile gehts - kann aber immer noch vorkommen, bin halt nur ein Mensch ;) ) Und vor der Ausbildung ist eh zu einem Praktikum zu raten....

Noch zu Deiner Frage "Hände in Wunden drücken" -> denke sowas passiert einem Azubi z. B. auf einer Allgemeinstation (Nachblutungen postop) eher als im OP, wo wir als Schüler ja größtenteils als "Zuschauer" und Helfer für kleinere Aufgaben (Springer) fungieren....

Hoff das war jetzt nicht zu offtopic :engel:

Hab gehört dass Schüler auch oft "Haken halten" während der OP, stimmt das oder is das nur ein "Schauermärchen"?

lg
 
@ crizzy

ich danke dir! ich muss schon sagen mir wird schon ein wenig anders, wenn ich dran denke, was so alles auf mich zukommen kann, da fallen mir nur horrorgeschichten ein :D ich hoffe, so schlimm wirds nicht...

ein praktikum kann ich leider nicht machen, weil ich gerade ein fsj mache und das nicht abbrechen kann/will...ich hoffe, es ist trotzdem der richtige beruf für mich...
 
Ich fang zwar erst am Montag an, bin aber jetzt schon äußerst gespannt, vor allem auf den Einsatz im Op, da ich bislang nur ein gutes dutzend mal auf der anderen Seite des OP's stand, bzw lag :schlafen:

Berührungsängste mit Gerüchen/Instrumenten etc. dürften von daher schon lang abgebaut worden sein, da ich damals in derKlinik, als kleine Patientin, eine OP-Führung bekommen hab
 
ich hatte neulich nen einsatz im HKL. also nicht ganz op, aber manches ähnlich.

ich war ab dem zweiten tag "die unsterile schwester".

hab spritzen gerichtet (nachdem ich unter zeitdruck bewiesen hatte das ich es kann!!), hab nacl nachgefüllt, hab aufgerüstet wenn es nötig war (also wenn ein stent implantiert wurde), hab katheter angegeben, dem pat nitro gegeben usw.

vorher beim pat nachrasiert, desinfiziert usw, hinterher den tisch abgedeckt und desinfiziert usw.

ausserdem regale auffüllen, putzen, erklärungen bekommen, vom doc einmal alles zeigen lassen usw.

ich finde, ich durfte schon einiges. dabei war ich da noch UK....
 
Ich fand den OP-Einsatz klasse. Wir wurden dort recht schnell als Springer eingesetzt. Irgendeinen "Faden" aus zig Kisten ausfindig machen und solche Dinge. Immer wieder eine Herausforderung. Es waren auch nur 2 Wochen... also so schnell wurde das dann auch nicht langweilig.

Im OP kann man etwas Routine beim sterilen Arbeiten erlangen. Also, wenn man das Material vorbereitet. Da kann man später noch gut auf Station anwenden, wenn man mit Sterilgut zu tun hat.
Steril an den Tisch durften wir als Schüler nicht, muss ja auch nichts sein. Dafür gibt´s ja ne extra Ausbildung.

Außerdem bekommt man eine Vorstellung über die Anatomie jenseits der 2-dimensionalen Darstellung in Büchern.

Ich persönlich finde OPs live seltsamer Weise gar nicht erschreckend, während ich mir manches auf TV fast gar nicht anschauen kann/mag ;-)

Grüße
Michl
 
Ich war als Schülerin selber im OP und fand es fürchterlich!!! Arogante Überhebliche Schwestern. Für mich stand fest, so will ich nicht werden und dort möchte ich nie arbeiten. So und jetzt kommt der Knaller, ich bin OP-Fachschwester.Da ich niemals vergessen habe, wie ich die Anfänge im OP erlebt habe, versuche dem Ausbildungsstand des Schülers entprechend ihn mit in die Arbeit am Patienten und in den Springertätigkeiten einzubeziehen.
Nun kommt es aber auch den Schüler an, hat er Interesse und wie setzt er selber die Arbeit die ihm erklärt und gezeigt wird um.Neulich 6. Kurs die Frage vom mir was ist die Mamma, kam nicht mal die Antwort Brust. Nun dann wird es such für mich schwerr, wenn das Grundwissen Anatomie nicht abgespeichert ist.Stelle Fragen gehe am besten das OP-Programm mit dem Dir zugewiesenen Mentor durch und dann habe keine Scheu.Es gibt nur blöde Antworten und keine blöden Fragen.Ich wünsche Dir viel Spaß und hoffe das Dir das dort in dem Funktionsbereich OP gefällt.
 
Was sind denn eigentlich so "kleine" "mittlere" und "große" OP's ca.?
 
Guten Morgen:smoking:

bevor ich in die Dialyse wechselte, war ich in der Anästhesie im OP tätig. Ich kann dir sagen, das du deine eigene Unterwäsche trägst und KEINE Netzhöschen:rofl:.
Spaß beiseite.....ist mir jedenfalls nicht bekannt das die Unterwäche gewechselt werden muss.

LG Matze

doch sie muss gewechselt werden...1x täglich:mrgreen:
ich war für 6 wochen im op. springer tätigkeit, pat. lagern, gerätschaften vorbereiten usw.
hab ziehmlich viel gesehen von port anlagen, über transanale geschichten, mic, nephrektomie und soweiter.
ich kann mich noch gut an meine knieschmerzen erinnern, die ganze zeit stehen is echt nix für mich.
@hauttacker. es gibt keine dummen fragen, aber es gibt fragen, die man sich durch vorheriges überlegen selbst beantworten kann;-)
 
Guten Morgen,

@Crazy_Beccy: kleine OPs sind z. B. CTS in der Handchirurgie o. Arthroskopien. Mittlere z.B. div. Osteosynthesen o. Appendektomie.
Und große Eingriffe findet man häufig in der Herz-/Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Zahn-Mund-Kiefer-Chirurgie. Das wären dann Sachen wie Bypässe, Herzklappenersatz, Entfernung von Hirnumoren, plastischer Kieferaufbau mit autologem Knochenmaterial,...

Die Listen könnte man beliebig lange fortsetzen, das würde aber eindeutig den Rahmen hier sprengen!


Gruß

Die Anästhesieschwester
 

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