D
dieter70
Gast
Hallo Forum!
Hier mal was berufspolitisches:
Während der ganzen Berichterstattung über den Ski-Unfall von Thüringens Ministerpräsidenten Althaus ist es mir einmal mehr aufgefallen,
wie sehr sich Mediziner in die Pflege einmischen.
Schaut mal genau hin: Da berichtet der Chefarzt der österreichischen Klinik,
welche Fortschritte der Patient macht,
dass er schon wach und ansprechbar sei, dass er an der Bettkante sitzen könne, dass er bereits gegessen und getrunken habe.
Sicher, in vergleichbaren Situationen haben immer Ärzte die Lage kommentiert und die Medien informiert....
Aber ist genau diese Information nicht originär und ausschließlich pflegerelevant????
Warum sitzt in dieser Pressekonferenz nicht die verantwortliche leitende Schwester der Intensivstation???
Genaugenommen, könnte der Herr Chefarzt lediglich berichten, er habe ein klassisches Schädelhirntrauma behandelt und eine gute Prognose für den Patienten. Pflege und Befinden jedoch fällt gar nicht in sein Ressort!
In der ganzen Diskussion um die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten seitens der Pflege, wird überhaupt nicht darüber nachgedacht, welche pflegerischen Tätigkeiten von den Ärzten wieder abgegeben werden müssen.
So fällt mir ein meinem Bereich ständig auf, wie Ärzte Patienten beraten bezüglich Wundpflege, Ernährung, Prophylaxen, Rehabilitation, etc... und nicht selten erzählen sie dabei reinen Unsinn, weil sie keine Pflegeerfahrung haben.
Leider glaube ich, dass noch viel Zeit vergehen wird, bis Journalisten lieber eine Pflegefachkraft interviewen würden als den Chefarzt,
weil die Grenzen der Verantwortlichkeit in diesen Bereichen
von niemandem klar erkannt werden.
LG
D.
Hier mal was berufspolitisches:
Während der ganzen Berichterstattung über den Ski-Unfall von Thüringens Ministerpräsidenten Althaus ist es mir einmal mehr aufgefallen,
wie sehr sich Mediziner in die Pflege einmischen.
Schaut mal genau hin: Da berichtet der Chefarzt der österreichischen Klinik,
welche Fortschritte der Patient macht,
dass er schon wach und ansprechbar sei, dass er an der Bettkante sitzen könne, dass er bereits gegessen und getrunken habe.
Sicher, in vergleichbaren Situationen haben immer Ärzte die Lage kommentiert und die Medien informiert....
Aber ist genau diese Information nicht originär und ausschließlich pflegerelevant????
Warum sitzt in dieser Pressekonferenz nicht die verantwortliche leitende Schwester der Intensivstation???
Genaugenommen, könnte der Herr Chefarzt lediglich berichten, er habe ein klassisches Schädelhirntrauma behandelt und eine gute Prognose für den Patienten. Pflege und Befinden jedoch fällt gar nicht in sein Ressort!
In der ganzen Diskussion um die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten seitens der Pflege, wird überhaupt nicht darüber nachgedacht, welche pflegerischen Tätigkeiten von den Ärzten wieder abgegeben werden müssen.
So fällt mir ein meinem Bereich ständig auf, wie Ärzte Patienten beraten bezüglich Wundpflege, Ernährung, Prophylaxen, Rehabilitation, etc... und nicht selten erzählen sie dabei reinen Unsinn, weil sie keine Pflegeerfahrung haben.
Leider glaube ich, dass noch viel Zeit vergehen wird, bis Journalisten lieber eine Pflegefachkraft interviewen würden als den Chefarzt,
weil die Grenzen der Verantwortlichkeit in diesen Bereichen
von niemandem klar erkannt werden.
LG
D.

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