Wieviele ver.di-Mitglieder werden wegen der Pflegekammer aus ver.di austreten?

Wie beantworte ich die Anti-Pflegekammer-Kampagne, zu der mich ver.di nicht gefragt hat?

  • Ich bin nicht einverstanden, werde persönlich aber nicht eingreifen.

    Stimmen: 5 23,8%
  • Ich bin nicht einverstanden und werde vom FB 03 fordern, sie sofort einzustellen.

    Stimmen: 4 19,0%
  • Ich bin nicht einverstanden und werde aus ver.di austreten.

    Stimmen: 2 9,5%
  • Ich bin mit der Kampagne einverstanden, werde mich aber nicht beteiligen.

    Stimmen: 1 4,8%
  • Ich bin mit der Kampagne einverstanden, und werde sie persönlich unterstützen.

    Stimmen: 2 9,5%
  • Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus und das kann ruhig so bleiben.

    Stimmen: 1 4,8%
  • Ich kenne mich mit dem Thema nicht aus, will mich aber informieren.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin Mitglied, mir ist das Thema aber egal.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich bin kein ver.di-Mitglied und finde die Kampagne nicht gut.

    Stimmen: 4 19,0%
  • Ich bin kein ver.di-Mitglied und finde die Kampagne gut.

    Stimmen: 2 9,5%

  • Umfrageteilnehmer
    21

pericardinchen

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Da gibt es schon positive Beispiele und zwar sehe ich z.B. Baden-Württemberg dahingehend sehr fortschrittlich an.
 
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pericardinchen

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@pericardinche: Das stimmt positiv. Wie verhält sich verdi in Ba-Wü?

Ich bezog dies auf die Ausbildung, Weiterbildung : Theorie-Praxis- Transfer

In Ba-Wü empfand ich verdi bis auf ein paar Reaktionen immer fair und korrekt. In Bayern stellt sich verdi regional teilweise durch entsprechende Vertreter eher nicht so positiv dar. Vorsichtig ausgedrückt: es gibt verdianer, die ihre Position durchaus sehr zu schätzen wissen.
 

white horseman

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In Bayern hat sich jedenfalls wohl noch nicht herumgesprochen, dass sie mit Stimmungmache gegen die Pflegekammer ihre eigenen Mitglieder hintergehen. Wenn es in Bayern auch wieder so ausgehen sollte, wie in Niedersachsen - 84% der Gewerkschaftsmitglieder für die Errichtung einer Pflegekammer - müssen die Funktionäre doch die Konsequenzen ziehen, wenn es die ver.di-Mitglieder nicht per Austritt tun sollen.
 

Elisabeth Dinse

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Ich kopier jetzt mal einfach.
1. In RP sind 2011 rund 60.000 (sechzigtausend) Kollegen in der Pflege tätig gewesen.

2. Man hat laut eigenen Aussagen ca. 15.000 Kollegen per Informationsveranstaltung erreicht.

3. 9.324 Personen haben sich registriert- entspricht laut Aussagen des Ministeriums 20% aller Pflgekräfte.

4. 7.061 Pflegekräfte haben schlussendlich ihr Wahlrecht in Anspruch genommen.

5. 5.357 haben sich für die Kammer entschieden.

https://www.pflegekammer-befragung-rlp.de/
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz | Krankenhaeuser
http://www.statistik.rlp.de/fileadm...gemeinschaftsveroeff/Pflegestatistik_2009.pdf

Man sollte nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Du sitzt in einem.

Elisabeth
 

ludmilla

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In Bayern hat sich jedenfalls wohl noch nicht herumgesprochen, dass sie mit Stimmungmache gegen die Pflegekammer ihre eigenen Mitglieder hintergehen. Wenn es in Bayern auch wieder so ausgehen sollte, wie in Niedersachsen - 84% der Gewerkschaftsmitglieder für die Errichtung einer Pflegekammer - müssen die Funktionäre doch die Konsequenzen ziehen, wenn es die ver.di-Mitglieder nicht per Austritt tun sollen.

Was willst Du eigentlich? Pflegende Gewerkschaftsmitglieder dazu überreden aus der Gewerkschaft auszutreten? ver.di hat sicher in den letzten Jahren nicht alles für die Pflegenden durchgesetzt, was ich mir erhofft habe. Aber teilweise ist hier sicher auch der niedrige Organisationsgrad schuld. Aber vieles wäre nicht durchgesetzt worden und davon profitieren ja auch alle Nichtmitglieder.

Wenn den Mitgliedern von ver.di die eingeschlagene Richtung bzgl. der Kammerbildung nicht gefällt, dann sollten sie vielleicht in der Lage sein sich bei ver.di selbst zu melden und das kundzutun. Die Aufgabe von ver.di ist nicht nur sich um oder gegen die Kammerbildung zu kümmern. Es gibt noch viele andere Themen, die den ver.di Mitgliedern vielleicht deutlich wichtiger sind. Du unterstellst, dass die ver.di Mitglieder, die die Kammer befürworten, dies sooo wichtig ist, dass sie aus der Gewerkschaft austreten sollten. Ich glaube, dass viele der ver.di Mitglieder die Prioritäten ganz woanders setzen, nämlich bei Arbeitsbedingungen und Bezahlung und dabei wird die Kammer ihnen nicht helfen.

Gruß Ludmilla
 

white horseman

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Was willst Du eigentlich? Pflegende Gewerkschaftsmitglieder dazu überreden aus der Gewerkschaft auszutreten?

Lieber wäre mir, dass ver.di die unseelige Kampagne stoppt, weil es in meinen Augen Selbstzerfleischung ist, gegen mehr Einfluss von Pflege durch Selbstverwaltung zu sein. Aber man kann ja auch in eine Gewerschaft wechseln, die Pflege auf ganzer Linie unterstützt einschließlich Pflegekammer, wie die Komba es z. B. tut.

Mir ist egal, in welcher Gewerkschaft man sich organisiert. Aber eine Gewerkschaft sollte nicht gegen einen höheren Organisationsgrad der Pflege im Allgemeinen arbeiten, nur weil dieser nicht ausdrücklich zugunsten von ver.di erreicht wird. Eine ordentliche Pflegekammer mit Pflichtmitglieschaft würde uns auf einen Schlag 100% Organisationsgrad bringen.

Solange ver.di seinen Anti-Kurs nicht aufgibt, finde ich tatsächlich, dass die Pflege-ver.di-Mitglieder ihr 1% vom Brutto ver.di nicht bedingungslos zur Verfügung stellen sollten. Sie sollten ver.di von diesem Kurs abbringen, nötigenfalls mit Androhung des Austritts. Dann doch lieber in eine andere Gewerkschaft, als in eine, die Fremdbestimmung über die Pflege im eigenen Lager betreibt.

ver.di hat sicher in den letzten Jahren nicht alles für die Pflegenden durchgesetzt, was ich mir erhofft habe. Aber teilweise ist hier sicher auch der niedrige Organisationsgrad schuld.

Der Organisationsgrad wäre durch eine Pflichtmitgliedschaft in einer Pflegekammer sehr leicht auf 100% zu erhöhen und die Arbeitgeberseite fürchtet sich mächtig davor. Aber durch die Verbesserung des Berufsbewusstsein dürften durchaus auch zusätzlich Mitgliederschaften für ver.di, komba oder sonst wo dabei abfallen.

Aber vieles wäre nicht durchgesetzt worden und davon profitieren ja auch alle Nichtmitglieder.

Da hast Du Recht und das gilt es anzuerkennen. Es gilt auch anzuerkennen, dass ver.di aufgrund des schwachen pflegerischen Organisationsgrades nicht alles erreichen konnte. Es wird auch in Zukunft anzuerkennen sein, dass auch eine Pflegekammer nicht alles erreichen wird.
Aber es gilt auch anzuerkennen, dass ver.di auf die Bereiche, auf die eine Pflegekammer Einfluss nehmen kann, selbst keinen Einfluss nehmen kann. Und in diesem Punkt wäre es fair den eigenen pflegerischen Mitglieder gegenüber, hier nicht den Blockierer eines aufstrebenen Berufsstandes zu spielen.

Wenn den Mitgliedern von ver.di die eingeschlagene Richtung bzgl. der Kammerbildung nicht gefällt, dann sollten sie vielleicht in der Lage sein sich bei ver.di selbst zu melden und das kundzutun.

Das ist es, wozu ich aufrufe.

Die Aufgabe von ver.di ist nicht nur sich um oder gegen die Kammerbildung zu kümmern.

Falsch: Es ist überhaupt nicht die Aufgabe von ver.di, sich in die Berufspolitik des Pflegeberufes einzumischen. Die Aufgaben von Pflegekammern und Gewerkschaften sind so klar getrennt. Die Gewerkschaft hat hier weder die Aufgabe, noch innerhalb seiner Mitglieder ein Mandat dazu.

Es gibt noch viele andere Themen, die den ver.di Mitgliedern vielleicht deutlich wichtiger sind.

Stimmt genau. Da wären die Mitgliedsbeiträge auch besser investiert.

Du unterstellst, dass die ver.di Mitglieder, die die Kammer befürworten, dies sooo wichtig ist, dass sie aus der Gewerkschaft austreten sollten. Ich glaube, dass viele der ver.di Mitglieder die Prioritäten ganz woanders setzen, nämlich bei Arbeitsbedingungen und Bezahlung und dabei wird die Kammer ihnen nicht helfen.


Genau diese Rhetorik von ver.di ist doch schon ein unehrlicher Täuschungsversuch gegenüber den eigenen Leuten. Die Pflegenden haben doch gar keine Veranlassung, Prioritäten setzen zu müssen. Sie können doch alles haben, ohne auf eine Pflegekammer verzichten zu müssen. Die Komba macht es vor.

Und die Kammer ist tätsächlich soooo wichtig! Es geht eben nicht nur um Geld und mehr Stellen, auch wenn da der Horizont von ver.di zu enden scheint. Es geht auch um berufliche Selbstbestimmung bei den Inhalten von Aus-, Fort- und Weiterbildung, bei der Selbstbestimmung von Qualifikationsanforderungen, um fachliche Orientierung in der Sicherstellung von Qualität in der Berufsausübung, um gesellschaftliche Anerkennung, um eine stärkere Pflegelobby und mehr Einfluss auf die Politik. Dabei kann uns eine Gewerkschaft nicht helfen.

Aber eine Pflegekammer kann ver.di helfen, die Löhne auch künftig auf einem guten Niveau zu halten. Ohne eine Pflegekammer werden die Arbeitgeber nämlich lauter neue, gering qualifizierte Berufe erfinden und die Pflege mit Hilfskräften überschwemmen, für die nur noch präkere Tarife zu erreichen sind. Das wird Auswirkungen auf die Pflege haben, wie derzeit die Leiharbeitsfirmen in anderen Branchen. Und der Lohndumping in der Pflege hat längst begonnen und ist hinter vorgehaltener Hand bei den Arbeitgeberverbänden längst fest eingeplant. Hier ist es wohl ver.di, die auf Kosten der Pflegenden mit ihrer Kampagne gegen die Pflegekammer Schaufensterpoltik in einem Feld betreibt, wo sie nichts zu suchen hat. Sie sollte sich stattdessen lieber mit der drohenden Verelendung von Pflegehilfskräften befassen, die nach ihren schlechten Einkommen mit kaputten Rücken keine Geld mehr haben, für die eigene Pflege zu sorgen.

Ver.di sollte sich um seine Kernaufgaben kümmen und Verantwortung übernehmen. Ver.di sollte die Zeichen der Zeit deutlich machen und auf diese Weise mehr Mitglieder werben, anstelle die eigenen Leute fremdzustimmen.

Warum findet es keine Anerkennung, wenn die Mehrheit der Pflegenden sich ein breites Gespann wünscht aus Verbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern?
 

Elisabeth Dinse

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Kann es sein, dass du nur ein Argument Pro_Kammer hast: Verdi ist dagegen, dann bin ich dafür? Mehr hattest du auch im 127.Posting nicht zu bieten- außer natürlich ein gerüttelt Maß an Überheblichkeit.

Warum findet es keine Anerkennung, wenn die Mehrheit der Pflegenden sich ein breites Gespann wünscht aus Verbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern?

Nicht mal Jörg als Verdianer behauptet von allen Pflegekräften zu sprechen. Diese Anmaßung lese ich stets nur in deinen Posts.

Du erweist mit deiner Art der Argumentation der Kammer einen Bärendienst. Genau das, wovor die Gegner warnen, bekräftigst du: Allmachtsanspruch durch wenige.

Elisabeth
 

ludmilla

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Mir ist egal, in welcher Gewerkschaft man sich organisiert. Aber eine Gewerkschaft sollte nicht gegen einen höheren Organisationsgrad der Pflege im Allgemeinen arbeiten, nur weil dieser nicht ausdrücklich zugunsten von ver.di erreicht wird. Eine ordentliche Pflegekammer mit Pflichtmitglieschaft würde uns auf einen Schlag 100% Organisationsgrad bringen.

Warum sollte man einen 100%igen Organisationsgrad für gut finden, wenn man den nur in einer Pflegekammer mit Zwang erreicht und die Ziele und Umsetzung vorher nicht einheitlich und klar benennt, bzw. dies für den nicht richtigen Weg findet.

Solange ver.di seinen Anti-Kurs nicht aufgibt, finde ich tatsächlich, dass die Pflege-ver.di-Mitglieder ihr 1% vom Brutto ver.di nicht bedingungslos zur Verfügung stellen sollten. Sie sollten ver.di von diesem Kurs abbringen, nötigenfalls mit Androhung des Austritts. Dann doch lieber in eine andere Gewerkschaft, als in eine, die Fremdbestimmung über die Pflege im eigenen Lager betreibt.
Es ist die alleinige Entscheidung der einzelnen Mitglieder, die wahrscheinlich sehr genau abwägen warum sie ihrer Gewerkschaft treu bleiben.
Hälts du diese Leute für gedankenlos, oberflächlich oder gar dumm wenn sie ver.di trotzdem die Stange halten. Vielleicht sind den Leuten andere Dinge einfach wichtiger, mir übrigens auch. Mir erschließt sich der Sinn einer Pflegekammer noch immer nicht, auch wenn du noch 10 andere Threads aufmachst um letztlich das gleiche Thema zu diskutieren.


Und die Kammer ist tätsächlich soooo wichtig! Es geht eben nicht nur um Geld und mehr Stellen, auch wenn da der Horizont von ver.di zu enden scheint. Es geht auch um berufliche Selbstbestimmung bei den Inhalten von Aus-, Fort- und Weiterbildung, bei der Selbstbestimmung von Qualifikationsanforderungen, um fachliche Orientierung in der Sicherstellung von Qualität in der Berufsausübung, um gesellschaftliche Anerkennung, um eine stärkere Pflegelobby und mehr Einfluss auf die Politik. Dabei kann uns eine Gewerkschaft nicht helfen.

Sorry, nur weil es Menschen gibt, die übrigens zu weiten Teilen gut qualifiziert sind und denken können, die nicht pro Kammer sind, haben diese einen beschränkten Horizont?!? Willst du das damit sagen? Worum es dir geht, denke ich, haben mittlerweile alle verstanden, du musst es nicht gebetsmühlenartig wiederholen. Ich und andere Kammergegner sehen nur nicht, dass uns das eine Kammer bringen

Warum findet es keine Anerkennung, wenn die Mehrheit der Pflegenden sich ein breites Gespann wünscht aus Verbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern?
Das stelle ich noch immer sehr in Frage, dass dies tatsächlich so ist. Ich habe 25 Jahre in den verschiedensten Bereichen gepflegt und habe noch unzählige Kontakte unter den aktiv Pflegenden, den meisten Pflegekräfte sind meiner Erfahrung nach Berufsverbände, Gewerkschafiten total egal und für die Thematik Pflegekammer interessiert sich auch keiner sonderlich. Zu welcher Gruppe zählen wir die denn? Zu denen, die für Pflegekammer sind oder zu den Gegnern....?

Wir drehen uns im Kreis, ich sehe keinen Grund meine bisherige Einstellung zu oder gegen Pflegekammern zu ändern.

Gruß
Ludmilla
 

white horseman

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Du erweist mit deiner Art der Argumentation der Kammer einen Bärendienst. Genau das, wovor die Gegner warnen, bekräftigst du: Allmachtsanspruch durch wenige.

Wie leitest Du aus der Wunsch, dass nicht ver.di allein, sondern auch Verbände und Pflegekammern die Interessen der Pflege vertreten sollen, einen "Allmachtsanspruch durch wenige" ab?
 

Elisabeth Dinse

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Willst du nicht verstehen oder kannst du nicht verstehen. Du kannst nicht von dir auf 1,2 Mill. Pflegekräfte schließen. Wie die ca. 90% denken, die sich bis datot nirgendwo geäußert haben, dass weiß niemand. Es kann also gut möglich sein, dass diese sich net für die Kammer interessieren. Die werden, um es mal ganz bösartig auszudrücken, zwangsbeglückt.

Wenn du ganz großes Pech hast, dann machen diese Kollegen das, was heute schon viele Mitglieder in den Verbänden machen: sie zahlen und erwarten die Lösung ihrer Probleme vom Vorstand. Aber so wie ich dich einschätze, ist das genau dein Ziel: die Kammer als Nachfolgerin von Mutter Oberin. Die kam ja bekanntlich auch aus den eigenen Reihen und erfüllte somit nicht den Tatbestand Fremdbestimmung.

Und so, wie ich die Pflege einschätze wirst du dieses Pech haben. Heinrich Mann hat uns Deutsche schon gut beschrieben in "Der Untertan".

Elisabeth
 

white horseman

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Warum sollte man einen 100%igen Organisationsgrad für gut finden, wenn man den nur in einer Pflegekammer mit Zwang erreicht und die Ziele und Umsetzung vorher nicht einheitlich und klar benennt, bzw. dies für den nicht richtigen Weg findet.

Weil es effektiver ist. Und weil es darum geht, alle Berufsangehörigen in die Verantwortung für ihre Berufsausübung zu nehmen mit den laut Heilberufekammergesetzt dazugehörigen Pflichten und Selbstbestimmungsrechten.

Es ist die alleinige Entscheidung der einzelnen Mitglieder, die wahrscheinlich sehr genau abwägen warum sie ihrer Gewerkschaft treu bleiben.

Das glaube ich auch. Meine Meinung ist nur, dass die ver.di-Funktonäre ihre Mitglieder ungefragt vereinnahmen und das würde ich mir als Mitglied nicht gefallen lassen.

Hälts du diese Leute für gedankenlos, oberflächlich oder gar dumm wenn sie ver.di trotzdem die Stange halten.

Nein, keineswegs, die werden tun, was sie für richtig halten und sie werden ihre Gründe dafür haben. Die Mehrheit von Ihnen ist sicher nicht gedankenlos, dumm und oberflächlich, wenn sie es für richtig hält, eine Pflegekammer zu unterstützen.

Mir erschließt sich der Sinn einer Pflegekammer noch immer nicht, auch wenn du noch 10 andere Threads aufmachst um letztlich das gleiche Thema zu diskutieren.

Der Sinn ist hier tatsächlich hinlänglich diskutiert worden. Da ich ebenfalls davon ausgehe, dass die Gewerkschaftsmitglieder nicht gedankenlos, dumm und oberflächlich sind, werden sie den Sinn sicher verstanden haben, für den sie sich ausgesprochen haben.

Deshalb befasst sich dieser Thread vom Thema her auch nicht mehr primär mit Sinn- und Unsinn einer Pflegekammer (gibt's ja schon woanders), sondern wie die ver.dianer auf die ver.di-Kampagne reagieren. Das ist eine sehr interessante Frage, finde ich.

Sorry, nur weil es Menschen gibt, die übrigens zu weiten Teilen gut qualifiziert sind und denken können, die nicht pro Kammer sind, haben diese einen beschränkten Horizont?!? Willst du das damit sagen? Worum es dir geht, denke ich, haben mittlerweile alle verstanden, du musst es nicht gebetsmühlenartig wiederholen. Ich und andere Kammergegner sehen nur nicht, dass uns das eine Kammer bringen

Das mit dem "beschräkten Horizont" kann ich nicht bestätigen und habe ich mit keinem Wort gesagt. Aber ich glaube schon, dass das Wissen über die Pflegekammer noch zu sehr lückenhaft in vielen Köpfen ist, um das Thema vollständig zu verstehen. Ich meine das ganz vorwurfslos, einfach nur als eine Feststellung, vergleichbar mit der Feststellung des geringen Organisationsgrades in der Pflege.

Aber ich unterstelle ver.di eine bewusste Desinformation und ich möchte den Finger in die Wunde legen, damit es auch diejenigen erreicht, die bisher immer darauf vertraut haben, dass ver.di ihre Interessen vertritt. Im Punkt Pflegekammer hat ver.di kein Mandat seiner Mitglieder, hört aber nicht auf, gebetmühlenartig und manipulativ Desinformation zu verbreiten.

Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Worum es mir geht ist,
.
  • dass ver.di seine Anti-Pflegekammer-Kampagne stoppt, für die sie keinen Auftrag und kein Mandat hat.
  • dass die pflegerischen ver.di-Mitglieder sich ermutigt fühlen, von ihren Funktionären den Stopp der Kampagne zu fordern.
  • dass wir in der Pflege die Kräfte stärken und bündeln zwischen Berufsverbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern und uns nicht gegenseitig schwächen.
.
Natürlich wird jedes ver.di-Mitglied persönlich entschieden, wie es sich dazu verhält und die Entscheidung ist zu akzeptieren. Aber möglichst jedes Mitglied sollte sich auch darüber bewusst sein, dass wir derzeit an einem historischen Scheideweg stehen, in dem jahrzentelange Arbeit von pflegerischen Berufsverbänden für mehr Anerkennung und gesellschaftlichen Einfluss durch eine Pflegekammer geleistet wurde und dass jedes Mitglied, dass hier die ver.di-Funktionäre einfach machen lässt, mitverantwortlich dafür sein wird, wenn dieser Einsatz unserer engagierten Kolleginnen und Kollegen zunichte gemacht wird.

Ich kann für mich sagen, dass ich jedem jammernden Kollegen, engste Freunde, wenn sie anfangen zu jammern, frage, ob sie in einem Berufsverband oder einer Gewerkschaft sind. Wenn nicht, sagen ich ihnen, dass sie damit ja mal anfangen könnten, unsere Situation zu verbessern, weil es in den Organisationen Leute gibt, die sehr viel mehr tun, als nur zu jammern. Es kommt sogar der eine oder andere Beitritt dabei heraus. Aber da ver.di im Moment die Pflege schwächt, halte ich auch damit nicht hinterm Berg. Den gewerkschaftnahen Kollgen kann ich im Moment nur Komba empfehlen.

Das stelle ich noch immer sehr in Frage, dass dies tatsächlich so ist. Ich habe 25 Jahre in den verschiedensten Bereichen gepflegt und habe noch unzählige Kontakte unter den aktiv Pflegenden, den meisten Pflegekräfte sind meiner Erfahrung nach Berufsverbände, Gewerkschafiten total egal und für die Thematik Pflegekammer interessiert sich auch keiner sonderlich. Zu welcher Gruppe zählen wir die denn? Zu denen, die für Pflegekammer sind oder zu den Gegnern....?
Wir drehen uns im Kreis, ich sehe keinen Grund meine bisherige Einstellung zu oder gegen Pflegekammern zu ändern.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, wie sich Veränderungen in der Bevölkerung ausbreiten. Die ersten, die eine Innovation, etwas Neues annehmen, sind die Menschen, die sich mit Argumenten überzeugen lassen. Das trifft vielleicht auf ein Sechstel zu. Die nächsten sind für Argumente zwar empfänglich, trauen dem Braten aber nur, wenn andere Menschen, denen sie vertrauen, sich bereits für die Innovation entschieden haben. Die nächsten sind weniger für Argumente empfänglich, sondern vertrauen vor allem darauf, wie sich ihnen nahestehende Menschen verhalten. Und ein kleiner Rest von vielleicht einem Sechstel wird die Innovation nie oder nur sehr spät akzeptieren. So ein Prozess dauert je nach Rahmenbedingungen um 1 bis 3 Jahre. Quelle: Everett M Rogers (1962): Diffusion of innovations. Alte Quelle aber funktioniert, wie ich aus eigener Erfahrung mehrfach berichten kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Je mehr etwas Neues thermatisiert wird und je überzeugter die Überzeugungstäter sind, desto schneller wird auch die Stille Masse erreicht. Dafür lohnt es sich, oder von mir aus auch die Gebetsmühlen, immer wieder im Kreis zu drehen.

Nur Täuschungsmannöver werden nicht so leicht verziehen. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Wenn ver.di seine Mitglieder halten oder sogar vermehren will, sollte ver.di seine Leute mit fundierten Informationen stärken und nicht mit Parolen und Halbwahrheiten manipulieren.
 

Elisabeth Dinse

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Ich amüsiere mich königlich. Wer sagt dir, dass deine Vision die einzig richtige ist. Vielleicht ist gemäß deiner Theorie längst eine andere Idee am durchsickern und findet immer neue Mitstreiter. Ich könnte dir sogar sagen, welches Interesse hier mehr zieht: es geht um das Haben. Du willst aber das Sein verändern. Daran haben sich schon ganz andere Größen in den letzten Jahrhunderten die Zähne ausgebissen.

Elisabeth
 

pericardinchen

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7. Semester Pflegepädagogik
Leute jetzt entspannt Euch bitte mal.

Unser Berufsstand benötigt deswegen eine Selbstverwaltung, um den Weg der Professionalisierung weiter fortzusetzen bzw. voranzutreiben. Eine Pflichtmitgliedschaft wird u.a. benötigt, da es zu einer der sieben Merkmale einer Profession dazugehört. Ein weiteres Merkmal ist ganz klar die Aus- Weiter-und Fortbildung und vorallem wird derzeit nur das Ziel der Krankenpflegeausbildung geregelt, aber nicht der Inhalt. Die Verantwortung, die wir als Pflegende übernehmen ist ebenso ein wichtiges Merkmal. Ebenso wichtig ist die Akademisierung und die Wissenschaftlichkeit. Wieso benötigt die Pflege die Forschung ? Wieso benötigt Pflege die Wissenschaft ? Was ist Pflege und wieso benötigen wir einen Ehrenkodex ? Der Ehrenkodex ist auch ein Merkmal einer Profession.

Man kann sich darüber streiten, ob eine Pflegekammer nun das Non- Plus- Ultra ist aufgrund der alten Strukturen, wie sie die Ärzte z.B. beklagen und liebend gerne aus der Geschichte hinaus wollen. Wie man das Kind beim Namen nennt ist egal- um die Pflege zur Profession zu machen- benötigt es genau diese Merkmale, die nach aktueller Sachlage nur durch eine Verkammerung ermöglicht werden können. Ich kann allerdings durchaus die Gegenseite nun etwas besser verstehen bezüglich der Strukturen. Allerdings wird es eine Pflichtmitgliedschaft benötigen, um eines der sieben Merkmale einer Profession zu erfüllen. Hochinteressant sind auch die Ausführungen im Krankenpflegegesetz von 1985 im Vergleich zu heute. Ziele--> Damals: eigenständig Heute: mitverantwortlich Zukunft:verantwortlich ?
 

ludmilla

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white horseman schrieb:
Das mit dem "beschräkten Horizont" kann ich nicht bestätigen und habe ich mit keinem Wort gesagt. Aber ich glaube schon, dass das Wissen über die Pflegekammer noch zu sehr lückenhaft in vielen Köpfen ist, um das Thema vollständig zu verstehen. Ich meine das ganz vorwurfslos, einfach nur als eine Feststellung, vergleichbar mit der Feststellung des geringen Organisationsgrades in der Pflege.

Aber ich unterstelle ver.di eine bewusste Desinformation und ich möchte den Finger in die Wunde legen, damit es auch diejenigen erreicht, die bisher immer darauf vertraut haben, dass ver.di ihre Interessen vertritt. Im Punkt Pflegekammer hat ver.di kein Mandat seiner Mitglieder, hört aber nicht auf, gebetmühlenartig und manipulativ Desinformation zu verbreiten.

Also sind alle Kammergegner, mal egal ob bei ver.di oder sonstwo nicht ausreichend informiert und verstehen es aus lauter Unwissenheit nicht? Sorry, das ist arrogant und überheblich. Ich meine das übrigens auch nicht als Vorwurf, sondern einfach nur als Feststellung.

white horseman schrieb:
Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Worum es mir geht ist,
.
  • dass ver.di seine Anti-Pflegekammer-Kampagne stoppt, für die sie keinen Auftrag und kein Mandat hat.
  • dass die pflegerischen ver.di-Mitglieder sich ermutigt fühlen, von ihren Funktionären den Stopp der Kampagne zu fordern.
  • dass wir in der Pflege die Kräfte stärken und bündeln zwischen Berufsverbänden, Gewerkschaften und Pflegekammern und uns nicht gegenseitig schwächen.
.

Ich, und ich glaube auch einige Andere wissen mittlerweile sehr gut worum es dir geht. Hast du ein Mandat der Kammerbefürworter dich hier so gegen ver.di zu positionieren?

white horseman schrieb:
Natürlich wird jedes ver.di-Mitglied persönlich entschieden, wie es sich dazu verhält und die Entscheidung ist zu akzeptieren. Aber möglichst jedes Mitglied sollte sich auch darüber bewusst sein, dass wir derzeit an einem historischen Scheideweg stehen, in dem jahrzentelange Arbeit von pflegerischen Berufsverbänden für mehr Anerkennung und gesellschaftlichen Einfluss durch eine Pflegekammer geleistet wurde und dass jedes Mitglied, dass hier die ver.di-Funktionäre einfach machen lässt, mitverantwortlich dafür sein wird, wenn dieser Einsatz unserer engagierten Kolleginnen und Kollegen zunichte gemacht wird.
.

Meine Güte wie pathetisch! Die geforderte Anerkennng und auch den Einfluss machen ganz andere Pflegekräfte kaputt, nämlich all die, die sich von ihren AG ausnutzen lassen, die ständig unentgeldlich bereit stehen und erreichbar sind, all die die ihre Rechte und Interessen nicht durchsetzen und damit wieder Druck auf Kollegen ausüben. Um meine Rechte durchzusetzen und Einfluss zu nehmen brauch ich für meine Person keine Kammer. Ich kann nämlich nicht glauben, dass dann die Kammerfunktionäre, sollte es eine Kammer geben, immer die Interessen der Pflegenden vertreten wird. Sollten sie irgendwann denn wissen, was die wirkliche Mehrheit der Pflegenden will.

white horseman schrieb:
Ich kann für mich sagen, dass ich jedem jammernden Kollegen, engste Freunde, wenn sie anfangen zu jammern, frage, ob sie in einem Berufsverband oder einer Gewerkschaft sind. Wenn nicht, sagen ich ihnen, dass sie damit ja mal anfangen könnten, unsere Situation zu verbessern, weil es in den Organisationen Leute gibt, die sehr viel mehr tun, als nur zu jammern. Es kommt sogar der eine oder andere Beitritt dabei heraus. Aber da ver.di im Moment die Pflege schwächt, halte ich auch damit nicht hinterm Berg. Den gewerkschaftnahen Kollgen kann ich im Moment nur Komba empfehlen.

Genau das habe ich jahrelang auch getan, mit Ausnahme Komba zu empfehlen weil ich eben bei ver.di bin. Die Leute haben mir im Grunde recht gegeben, Mitglied geworden ist meines Wissens aber niemand. Es war ihnen allen zu teuer, die Lohnerhöhungen und die anderen Dinge, die ver.di erstritten hat haben sie alle mitgenommen, inkl. der Dinge, die ich mit Hilfe von ver.di und Gewerkschaft Pflege (bei denen ich auch einige Jahre aktiv war) in der Klinik durchgesetzt habe.


Nochmal white horseman, es soll Leute geben, die ihre Meinung bilden ohne sich von Ver.di beeinflussen zu lassen. Ich bin und bleibe (bis mir vielleicht jemand mal überzeugende Argumente bringt) gegen eine Pflegekanmer und das war ich schon bevor ich die Position von ver.di dazu kannte. Auch wenn ver.di pro Kammer wäre würde mich das nicht beeinflussen. Ich unterstelle mal, dass es vielen anderen auch so geht. Die ver.di-Mitglieder nutzen wahrscheinlich nicht alle nur die Informationen zur Pflegekammer von ver.di, sondern lesen auch andere Stellungnahmen dazu. Ich fühle mich in keinster Weise getäuscht von ver.di und würde mich egal um was es geht neimals bei der Eminungsbildung nur auf eine Quelle verlassen.

Ich finde mittlerweile deine Art und Weise gegen Ver.di zu schießen ziemlich ärgerlich und ich werde diesen Thread nicht weiter mit meinen Beiträgen an die Spitze treiben.....
Schönen Abend noch.

Ludmilla
 

white horseman

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Sollten sie irgendwann denn wissen, was die wirkliche Mehrheit der Pflegenden will.

Da wären wenigstens alle Pflegekräfte Kammermitglieder und wahlberechtigt. Mehr Mehrheit geht nicht.

Ich finde mittlerweile deine Art und Weise gegen Ver.di zu schießen ziemlich ärgerlich und ich werde diesen Thread nicht weiter mit meinen Beiträgen an die Spitze treiben.....

Dieses Gefühl kenne ich sehr gut, das habe ich bei den öffentlichen ver.di Atacken gegen die Kammer auch.
Aber ich werde Euch jetzt auch ein paar Tage in Ruhe lassen, zeitlich bedingt.:wavey:
 

Joerg

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Dieses Gefühl kenne ich sehr gut, das habe ich bei den öffentlichen ver.di Atacken gegen die Kammer auch.

Bei Dir klingt das so, als ob ver.di jeden Tag massenhaft Infos gegen die Kammer durch's Netz und per Papier durch's Land treibt!
Kannst Du das bitte mal irgendwie beweisen? Dem ist nämlich nicht so!
Auf verdi.de findest Du schonmal gar nicht, dazu muss man direkt auf die Fachbereichsseite gehen und da gibt es genau einen Artikel über die Pflegekammer.
Ich kann nur für RLP reden und hier gab es in Papierform ca. 2 offizielle Flugblätter gegen die Kammer die jeweils vom Landesbezirk rausgegeben wurden. Auf Bezirksebene wurde nicht's der Gleichen gemacht. Alles andere was es noch gab und das ist nicht viel, für RLP weiß ich das aus guten Quellen, haben wenn dann die VL vor Ort gemacht.
Wie gesagt, ich spreche NUR für RLP, für kein anderes Bundesland.
Ach ja, es gibt übrigens noch einen witzigen Flyer der Charité in dem die ver.di-VL sich für eine Pflegekammer stark machen, allerdings nur unter Veraussetzung, dass eine klare Mehrheit der Pflegekräfte in RLP (darauf war der Flyer bezogen) sich klar für eine Kammer aussprechen! Da das nicht geschehen ist, wird es da wohl mit der Unterstützung eher nicht (nur 5357 von ca. 37000 Pflegekräften in RLP haben mit JA gestimmt, also nicht mal 15%).
 

Joerg

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Im Moment sieht es so aus. Allerdings ist der Druck auf die Landesregierung, auf Grund der schlechten Beteiligung an der Abstimmung und dem zweifelhaften Registrierungsverfahren, sehr groß. Es wird mit Sicherheit Klagen geben, sobald die Gründungskonferenz startet.
Der Flyer der Chartie war ja ein Ergebnis der katastrophalen Abstimmung und eine Reaktion auf die Freudentänze der Pro-Kammer-Fraktion.
 

pericardinchen

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7. Semester Pflegepädagogik
Zweifelst Du an der Umfrage ? An der Methode ? Es wird ja von einer Grundgesamtheit ausgegangen. Welche Freudentänze der Pro- Kammer- Fraktion. Ich z.B. kann nicht abstimmen, weil ich nicht angestellt bin. Bin zwar freiwillig registriert, aber da stellt sich mir schon die Frage, wieso ich nicht befragt werde ?
 

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