Zum Gewicht. Nette Berechnungsversuche. *g* Aber was bedeutet das nun für die Praixs. Wer ist mehr gefährdet einen Dekubitus zu bekommen wenn man davon ausgeht, dass die weiteren Dispositionspunkte identisch sind? Pat. mit einem Normgewicht? Pat. der untergewichtig ist? Oder jemand mit einer Aidpositas? Was ist bei Pat. mit einer Adipositas per magna?
Was das bedeutet, hatten wir doch schon zu Anfang geklärt. Das bedeutet, dass sowohl Pat. mit Adipositas (per magna) als auch Pat., die kachektisch sind, stärker gefährdet sind, einen Dekubitus zu kriegen.
Warum bekommt ein gesunder Mensch keinen Dekubitus, wenn er längere Zeit auf einer harten Unterlage sitzt?
Ganz einfach deshalb, weil ein gesunder Mensch niiiemals über so lange Zeit absolut unverändert auf einer Stelle sitzen kann, dass es zur Entstehung eines Dekubitus kommen könnte. Man macht ja immer Mikrobewegungen.
Auf der Grundlage: Welche neurologischen Erkrankungen gibt es? Und welche Auswirkungen haben diese auf die Wahrnehmungsfähigkeit?
Gut, ich muss gestehen, dass ich mich damit im ersten Lehrjahr nicht so sehr auskenne. Ich vermute einfach, dass Sensibilitätsstörungen gemeint sind. Bzw. kann z.B. nach einem Apoplex ja auch eine Hemiplegie vorliegen, dann spürt man da ja auch nichts mehr. Oder die neuromuskuläre Übertragung funktioniert nicht richtig.
Um welche Medikamente mag es sich handeln, die relevant sind für die Dekubitusentstehung?
Keine Ahnung, ich denke ganz einfach an verschiedene Psychopharmaka, Haloperidol, Diazepam. Medikamente, die ruhig stellen oder eben starke Schmerzmittel (BTM).
Zu den 2 Stunden- kann ein Dekubitus nur entstehen, wenn die Druckeinwirkung mindestens 2 Stunden anhält? War das net so, dass diese Ansicht heut als überholt gilt?
Das kann ich dir nicht sagen, ich schätze mal, dass es sich nicht um genau zwei Stunden handeln muss, das wäre ja Schwachsinn. Nach einer Stunde und 59 Minuten entsteht noch keiner und eine Minute später geht es los. Nein, das nicht, aber vllt. kann man die 2 Stunden als Richtwert sehen.