Wundversorgung Dekubitus

Alexa89

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Hallo ihr lieben ,

ich benötige mal eure Hilfe.
Wir haben eine Bewohnerin bei uns leben, welche rezidivierende Dekubitus im Kreuzbeinbereich und an der rechten Ferse hat.
Der Dekubitus ist 7x 7 cm groß , hat eine Tiefe von 1,8.
zum Teil gibt es Gebiete mit trockene Nekrosen. Der Wundrand ist trocken und zum Teil eingerissen.
Die Wunde hat leichten Infektionszeichen wie Rötung, Schwellung, Schmerzen.
leichtes Granulationsgewebe ist vorhanden.Die Wunde hat nur wenig seröses Exsudat.

Der Dekubitus wird aktuell mit Betaisadona Salbe mit Zucker von meiner Kollegin versorgt. Bactigras und Pflaster drüber... an manchen tagen möchte der Dr. dass wir nur octeniseptkompressen drüber legen.
Ich lehne diese Behnadlung ab, weil ich sie absolut schei.... finde. Könnt ihr mir eure Meinung sagen?

ich würde eine Reinigung vorschlagen mit Lavanid oder Octenisept bis die Infektionszeichen weg sind. Anschließend Reinigung mit NaCl 0, 9 %:
Hautpflege der Wundumgebung ist sehr wichtig, hierfür würde ich CavilonSalbe benutzen.
In die Wunde würde ich ein Hydrogel einbringen. Abdecken würde ich dann mit einem Schaumverband von Mepilex.

Sie ist 77 Jahr , hatte einen Apoplex vor 5 Jahren und hat von diesem eine Restlähmung im rechten Bein beibehalten.

Leider liegt die Bewohnerin bei uns fast nur im Bett. Sie sitzt mal für wenige Minuten an der Bettkannte, dies fällt ihr jedoch sehr schwer.

Sie isst und trinkt sehr schlecht!

über eure Meinung oder Ratschläge würde ich mich sehr freuen
lg Lexa
 

Resigniert

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Innere Medizin
Ich bin kein Wundmanager, sondern hauptsächlich Nachtdienst , aber auf einer DFS-Station.
Ernährungsberatung betreffs Eiweißzufuhr hat einen hohen Stellenwert bei uns. KG zur weiteren Fähigkeit stabil sitzen zu können.
Nachdenken über Nekrosenabtragung (ja wohl stationär im KH) und dann Erstbehandlung von einem Wundmanager Team. Die haben mehr Möglichkeiten herauszufinden was am besten anschlägt.
Ansonsten hören sich für mich deine Vorschläge professioneller an als die beschriebene Versorgung
 

Elfriede

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Autsch ! Moin Lexa !

Euer Problem ist ja wohl weniger die Wundversorgung, als die Weisungskompetenz ?
Macht da denn jeder was er will ? Mixt Ihr Eure eigenen Mittelchen ? Was steht auf der ärztlichen Verordnung ? Habt Ihr einen Maßnahmen-/Wundbehandlungsplan ? Geht der mit der Verordnung und der Wunddokumentation konform und wird er eingehalten ?
(Betaisadona haben wir zu der Zeit mit Zucker vermischt, als wir noch Dinosaurier mit der blanken Faust gejagt haben.
Inzwischen gibt es Gesetze zu Arzneimitteln.)

Zu viele Fragezeichen und juristische Fallstricke um Deine Frage hier auch nur annähernd zu beantworten.

Das solltest Du zunächst mit Deiner Leitung und/oder dem Hausarzt besprechen. Bringt das auch keine Lösung, lade Dir einen Wundexperten einer Homecare-Firma zum Hausbesuch bei der Patientin ein. (Der wird dann vermutlich auch Deiner Ansicht zur Wundversorgung sein und mit dem Arzt "nachverhandeln".)

L.G. Frieda

(By the way: Profil ("Notaufnahme") und Post ("Bewohnerin") passen nicht zusammen.)
:cool:
 
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