Wer schreibt bei euch die EKG's ?

Na weil Du doch davon sprachst, hauswirtsch. Tätigkeiten etc. werden, wenn schon nicht gutgeheißen, so doch zumindest klaglos hingenommen... dies entspricht zumindest nicht meiner Beobachtung.
 
Ok, vielleicht hätte ich besser "resigniert " schreiben sollen.
Nach meiner Erfahrung gibt es diese "diversen Putzarbeiten" schon so lange, dass sie wohl genervt erledigt, aber nicht wirklich hinterfragt werden -zumindest von den Älteren-, weil das war ja schon immer so und früher haben wir sogar noch....:kloppen:
Ich dachte, du zweifelst generell die Verrichtung der "hauswirtschaftlichen Tätigkeiten" durch PK an ;)
 
Ok, vielleicht hätte ich besser "resigniert " schreiben sollen.
;)

Ich habe damit nix zu tun!
Als ich '76 die Ausbildung begann gab es gar so viel Putzarbeiten wie heutzutage!
Es gab die Stationshilfen (die genaue Bezeichnung weiß ich gar nicht mehr :oops:), heute heißen sie Servicekraft.
Sie machten die Küche - Brote schmieren, sie bereiteten das 2. Frühstück für die Diabetiker zu, sie putzten die Station, sie unterhielten sich mit den Patienten - JA! dazu hatten wir alle Zeit! :flowerpower: , blieben aber wirklich außerhalb der Pflege.
Dann kam irgendwann die Zeit der Kostenersparnis, die Stationshilfen kamen in die Zentralküche ans Band, die Putzfirmen kamen für die Fußböden und wir begannen zu putzen.
Da kam kein Widerspruch: es wurde angeordnet und punkt. Widerspruch wurde bestraft - mein Jahrgang wurde ja auch noch von Geburt an zum Gehorsam erzogen, das Gehorchen haben wir mit der Muttermilch aufgesogen.
Irgendwann begann dann aber auch für viele von uns das Erwachsen werden, sehr viele blieben aber noch in der Gehorsamshaltung hängen.
Dies ist noch heute zu merken: es wird abgenickt, mit den Schultern gezuckt und getan, sich dem Schicksal ergeben (Malu - die Vasen geschrubbt, da bist du traumatisiert, was? :rofl: ) und dann ganz laut nach Mama gerufen und gejammert, gejammert, gejammert, gejamm.., gejam..
 
Kenne auch noch die Stationshilfen, die fest auf Station eingestellt waren. Die haben ,wenn Land unter, auch mal geholfen das Essen auszuteilen. Damals durften wir noch "schöpfen". Als die dann weg waren, wurde versucht der Pflege, wir waren noch viele, Putzarbeiten aufs Auge zu drücken. Der allseits beliebte Fäkalienraum war nun Pflegearbeit, auch das Putzen der Betten. Wir von der Pflege wurden immer weniger, die Anforderungen immer höher, trotzdem putzten wir eifrig weiter. Seit 25 Jahren wurde es dann richtig knapp in der Pflege, heute brennt es an allen Ecken und Enden und trotzdem gibt es immer noch Stationen auf denen GKP arbeiten die Betten putzen,Schränke auswischen usw, weil ich zitiere:" Bis ich auf den Putztrupp warte dauert es zu lange und ich spar mir das lästige Zettel ausfüllen". Die Welt würde untergehen,wenn ein Patient 1 Stunde warten müsste, bis sein Schrank geputzt ist, damit er seine Sachen einräumen kann. Solange Pflege das Zeug im Fäkalienraum nicht stehen sehen kann,weil der erst Mittag geputzt wird, und es deshalb selber macht, solange wird sich auch nichts ändern und Pflege wird weiter ausgebeutet.
Alesig
 
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Ich habe damit nix zu tun!
Als ich '76 die Ausbildung begann gab es gar so viel Putzarbeiten wie heutzutage!
Es gab die Stationshilfen (die genaue Bezeichnung weiß ich gar nicht mehr :oops:), heute heißen sie Servicekraft.
Sie machten die Küche - Brote schmieren, sie bereiteten das 2. Frühstück für die Diabetiker zu, sie putzten die Station, sie unterhielten sich mit den Patienten - JA! dazu hatten wir alle Zeit! :flowerpower: , blieben aber wirklich außerhalb der Pflege.
Dann kam irgendwann die Zeit der Kostenersparnis, die Stationshilfen kamen in die Zentralküche ans Band, die Putzfirmen kamen für die Fußböden und wir begannen zu putzen.
Da kam kein Widerspruch: es wurde angeordnet und punkt. Widerspruch wurde bestraft - mein Jahrgang wurde ja auch noch von Geburt an zum Gehorsam erzogen, das Gehorchen haben wir mit der Muttermilch aufgesogen.
Irgendwann begann dann aber auch für viele von uns das Erwachsen werden, sehr viele blieben aber noch in der Gehorsamshaltung hängen.
Dies ist noch heute zu merken: es wird abgenickt, mit den Schultern gezuckt und getan, sich dem Schicksal ergeben (Malu - die Vasen geschrubbt, da bist du traumatisiert, was? :rofl: ) und dann ganz laut nach Mama gerufen und gejammert, gejammert, gejammert, gejamm.., gejam..

Ich habe gut 10 Jahre später die Ausbildung angefangen (1987) in einem 400 Betten-Haus und kann mich noch erinnern, dass wir Schüler immer am WE die Nachtschränkchen der Pat aufräumen und abwischen musste. Unter der Woche machte das die Putzfrau mit.
Betten wurden von einem Hol- und Bringedienst der Bettenzentrale ausgetauscht und aufbereitet.

Traumatisiert :mrgreen: wurde ich erst Jahre später durch das Blumenvasen-Schrubben auf der Wochenstation. In meiner Schülerinnenzeit wurde auch das von den Reinigungskräften erledigt....
 

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