Unterschiede im Stationsalltag?

Clari23

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01.08.2015
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Altenpflege
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Pflegefachkraft
Hallo,
ich würde gerne mal von euch wissen wie euer Stationsalltag (grob) aussieht, auf welcher Station ihr momentan arbeitet / gearbeitet habt und was euch auf den verschiedenen Stationen gefallen hat oder was auch nicht.

Vielen Dank :cheerlead:
 
Wenn Du Dich im Krankenhaus bewerben möchtest dann tue es, und mache einen Probearbeitstag.

Es wird Dir nicht helfen, wenn Du hier viele verschiedene Tagesabläufe erfährst und/oder was dem Einzelnen gefällt oder nicht. Ob eine Arbeit gefällt oder nicht ist maßgeblich auch vom Team abhängig, und das kannst Du Dir, zumindest auszugsweise, am Hospitationstag ansehen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Schritt ins Krankenhaus zu gehen.
 
Es gibt aus meiner Erfahrung heraus Unterschiede zwischen der Inneren Medizin und der Chirurgie. Während im ersten Bereich die Ärzte meist vor Ort sind, sind im zweiten die Ärzte meist im OP. Das hat Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein der Kollegen und auf die Arbeitsabläufe.

Wer sich insgesamt eher unsicher fühlt, dem würde ich den Bereich Innere Medizin empfehlen. Erfahrungen aus dem Altenpflegebereich... warum nicht schauen, ob es gerontologische Abteilungen gibt. Das sind in der Regel interdisziplinäre Stationen. Ist gut für den Wissenserwerb.

Mir persönlich hat es persönlich eigentlich überall gefallen. Egal ob Kinder oder Erwachsene, ob Basic oder Intensiv. Jedes Fachgebiet war interessant.

Elisabeth
 
Ähm, die TE hat nichts davon geschrieben ins Krankenhaus wechseln zu wollen. Oder hab ich da was verpasst!?

Zur Frage: Ganz grob lief es auf den Stationen wo ich bisher eingesetzt war so ab:

Übergabe, Patienten wecken, Vitalzeichen + Anti-Thrombosespritzen verabreichen, Unterstützung/Übernahme Grundpflege, Frühstück verteilen, Infusionen bereiten und anhängen, Visite, Verbandsrunde (vor allem auf den chirurgischen Stationen), Arbeitsräume, etc. auf Vordermann bringen, Mittag, Dokumentation und dann Übergabe an den Spätdienst.

Wie gesagt, das ist wirklich nur ein gaaaaaaanz grober Ablauf. Und es läuft auf jeder Station und in jedem Krankenhaus anders.

Am besten hat es mir bisher auf der Internistischen mit Schwerpunkt Schlaganfälle gefallen. Aber Urologie war auch sehr gut. Momentan bin ich im Außeneinsatz in der Psychiatrie.
 
Wenn man sich das Profil der TE ansieht und weitere Beiträge, dann ergibt sich die Ausrichtung der Antworten.


Elisabeth
 
07.30 Dienstbeginn, Narkosegerät checken, Narkose und Patient vorbereiten
08.00 Kaffee trinken und Frühstücken, OP läuft...
08.30 Doc auslösen zum Kaffee
09.00-12.00 OP-Punkte abarbeiten und Narkose machen, zwischendurch Kaffee trinken (im Wechsel mit meinem Doc der muss ja schließlich auch mal raus, bin ja kein Unmensch)
12.00-12-30 Mittagessen (1. fester Fixpunkt)
13.00 Espresso trinken, Bauch ist ganz schön voll vom Essen
13.10 weiter im OP-Programm (ganz schön stressig..) - siehe oben
15.00 Kuchen essen und Mittagskaffe einnehmen (2. fester Fixpunkt)
15.30 OP-Programm hoffentlich bald fertig, also alles aufräumen und wieder aufrüsten
15.50 nochmal n schneller Kaffee, ist ja bald Feierabend...
16.00 Feierabend, endlich! War ganz schön stressig der Tag.

Also ich bin zufrieden, gibt schlechtere Jobs. ;)
 
Tjäääää...

Der Eingangsbeitrag ist nicht besonders informativ...
Wenn man allerdings kein Interesse an "Alltag" hat,
sollte man sich die ambulante Pflege anschauen.
 
Dienstbeginn - Übergabe - Monitore & Alarmpiepser kontrollieren - 1. Durchgang (VZ, GP, etc.) - Visite - Zugänge holen - 2. Durchgang (VZ, Bilanzierungen, etc.) - "grosse" Dokumentation - Übergabe.

Hört sich wenig an. Ist aber jemand (vital) instabil wird's schnell eng. Oder man legt zwischendurch 'ne TD. Zur Not fällt auch mal eine OP im Zimmer an (sehr, sehr selten). Tjaha. So ist das in einem pflegerischen Fachbereich der sich zwischen Internie & Chirurgie bewegt.

Pause ist übrigens flexibel. Wird aber immer eingehalten. Fast. :-)
 
@FLORA.BLEIBT
Unsere Anästhesisten können die Kaffeezeiten sogar noch übertreffen, die wechseln sich im 15-Minuten Takt ab...

Mal schauen, ob ich es hinkriege für die Chirurgie/Orthopädie (Frühdienst), Pflegefachfrau:

07:00: Einlesen der Patienten inkl. Medikamente kontrollieren
07:20: Essen kontrollieren, je nachdem verteilen und dabei Patienten begrüssen
Vitalzeichen kontrollieren, Vorbesprechen mit Schülern/Studierenden
ca. 08:15 Frühstücken
ab 08:30:
Pflegen von 1-2 Patienten, Austrittsunterlagen erklären und abgeben, Verbandswechsel, Arztvisite
11:00: Medikamentenkontrolle
11:20: Essen kontrollieren und evtl. verteilen
11:30: Mittagessen
12:00: Patienten der zweiten Pausengruppe übernehmen, Dokumentationen
13:00: Kurzer Zwischenrapport, um zu schauen wer noch Unterstützung benötigt, um pünktlich fertig zu werden.
13:10: Dokumentationen, Austrittsunterlagen vorbereiten, Organisation Ambulanter Pflege/Transport in Rehas etc.)
14:00: Pflegevisite am Bett mit Spätdienst
14:30: Austrittsgespräche, Dokumentation
16:00: Feierabend

Das sind die ungefähren Fixpunkte. Dazu kommt das abholen von Notfällen, Patienten im AWR holen, Eintrittsgespräche, Postop-Überwachung, i.v.-Medikamente verabreichen etc.

Wenn die Station voll ist, haben wir im Tagdienst 7 Patienten pro Pflegefachperson, darunter dann jeweils mehrere Schüler die Patienten teilweise komplett übernehmen. Oder Pflegehilfen, die die Körperpflegen machen.
 
@anästhesieschwester
Nein, nein, im Süden von Deutschland... gallisches Dorf, ähhh Klinik. ;)

Und ja ich gebs zu: uns geht es wirklich gut in unserer Abteilung und dass trotz einer Hausgröße von > 1000 Betten.

Gute Stimmung, gutes Team, gute Besetzung, gute Organisation, gute OP-Ausstattung und geboten wird alles was das Herz begehrt.
 
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Reaktionen: Elisabeth Dinse
*offtopic* Endlich mal einer, der nicht nur jammert.

Elisabeth
 
Bin mir aber durchaus bewusst, dass wir nicht die Regel sind, so wie es bei uns läuft und ist, da ist unsere Klinik bzw. Abteilung sicherlich ne Ausnahme und da haben wir auch ganz schön viel unserem ärztlichen Scheffe zu verdanken der sich ununterbrochen für uns stark macht (und dass mit Erfolg), er gibt glücklicherweise recht viel auf uns Pflegeeulen und fordert entsprechendes Personal was er dann auch bekommt, deswegen sind wir so gut besetzt (100% Fachpflegequote, ca. 55 Leute nur Anästhesie, IPS dito).

Und wer weiß wann bei uns der Sparstift angesetzt wird... so ich geh jetzt Kaffee trinken, ähhh arbeiten. Man, ich kanns mir einfach nicht merken. Adios und ruhigen Mittag wer noch das Vergnügen heute hat.
 
*offtopic* Niemand weiß, wie viele Einrichtungen so strukturiert sind wie deine. Tu Gutes und Sprich drüber- gilt leider in der Pflege nix. Da wird es oft als Nestbeschmutzung ausgelegt.

*ontopic* Für die TE einfach als Hinweis. Passt es in der ersten Einrichtung nicht- weiter suchen. Die Abläufe auf den Stationen sind auch an dem Organisationstalent der Leitung orientiert. Viele alte Zöpfe, viel Streß.

Elisabeth
 
Dass es bei einem Maximalversorger so entspannt zugeht, kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen...
 
@JessesGirl
Ist ja interessant, Orthopädie und keine Unterstützung bei der Körperpflege?
 
Ok, habs überlesen. Nun verstanden...

Aber das sind ja luxuriöse Verhältnisse mit nur 7 Patienten ohne Grundpflege... Manmanman...
 
Orthopädie und Orthopädie muss net dasselbe sein. Von daher sind Beschreibungen des Tagesablaufes eher wenig sinnbringend.

Elisabeth
 
Egal was für eine Normalstation, 7 Patienten pro Pflegekraft ist eine gute Quote und viele Hilfskräfte machens noch besser.
 
Bei uns gibt es mehrere Bereiche mit Altenpflege, Haus ist groß. Gerontopsychiatrie, ein sog. Zentrum für Altersmedizin, auch auf den internistischen Stationen arbeiten seit einiger Zeit Altenpfleger, relativ neu ist eine multidisziplinäre Station für alte Menschen. Es kann weitere Stationen geben. Warum sollen die Chancen schlecht sein, wenn explizit eine Altenpflegerin gefordert ist? Wenn ich so überleg welche Veränderungen es die letzten Jahre gegeben hat & u.a. auch die Schwerpunkte in den Fortbildungen - da ist inzwischen sehr vieles/ immer mehr auf den älteren Patienten ausgerichtet. Dazulernen, auch fachspezifisch kannst dann auch noch, jetzt noch was zu kriegen wird eh zunehmend schwieriger. Nur Mut, nicht so pessimistisch.
 

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