Unterschied Shaldon-/Hickman-Katheter

graueKatze

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08.09.2007
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18
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Aachen
Beruf
Gesundheits- & Krankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Notfallambulanz
Hallo zusammen,

in meinem letzten Praxiseinsatz hatten wir mehrere Dialyse- Patienten auf Station und es kam bei jedem der drei die Diskussion auf, ob es sich bei den Kathetern zur Dialyse um einen Hickman- oder einen Shaldon- Katheter handelt.
Aber keiner wusste genau, wo denn nun der Unterschied ist und hat die Namen nach Lust und Laune verwendet, wobei immer jemand anderer Meinung war. Ja, klingt ein wenig verwirrend und blöd, aber darum frage ich ja euch ;)

Also, wo genau liegt denn der Unterschied? Für mich als Schülerin, die weder den einen noch den anderen zuvor gesehen hat, sahen alle drei Katheter, die ich gesehen habe, gleich aus.

Es wäre super, wenn ihr mir das beantworten könntet :)
 
... Katheter bestehen aus Polyurethan oder Silikon und sind z.T. teflonbeschichtet. Sie sind, je nach den zu verabreichenden Substanzen, 1- bis 3-lumig (z.B. mindestens 2-lumig, wenn die Substanzen miteinander nicht kompatibel sind). Eine Dacronmuffe (antibiotisch imprägniert oder mit Silber behandelt; [Hadaway LC 1995] ), die etwa in der Mitte des untertunnelten Katheteranteils zu liegen kommt, bietet Schutz gegen aufsteigende Infektionen und hat zusätzlich durch Verwachsung mit dem Unterhautgewebe eine mechanische Schutzfunktion. Die am häufigsten implantierten untertunnelten Katheter sind z.B. der sog. Hickman-Katheter (doppelläufiger Katheter mit einem Durchmesser von 1,6 mm) und der Broviac-Katheter (1-lumig, Durchmesser von 1 mm).

Der nach Dr. Stanley Shaldon benannte Shaldon-Katheter ist ein dünner Kunststoffschlauch, der durch die Haut in das Venensystem eingeführt wird, um eine Blutwäsche (Dialyse) bei Nierenversagen durchzuführen.
... innere Ende des Katheters liegt direkt oberhalb des Herzens in der oberen Hohlvene (V. cava superior). ...als vorübergehende Maßnahme zur Dialyse verwendet, wenn kein funktionsfähiger Dialyseshunt zur Verfügung steht. ... Als längerfristige Lösung kommt ein Shaldon-Katheter nicht in Frage. Wegen des Risikos von Thrombosen und Infektionen bedarf dieser Katheter einer besonderen ärztlichen und pflegerischen Aufmerksamkeit und eignet sich grundsätzlich nicht für Blutabnahmen oder Infusionen.
 
... Katheter bestehen aus Polyurethan oder Silikon und sind z.T. teflonbeschichtet. Sie sind, je nach den zu verabreichenden Substanzen, 1- bis 3-lumig (z.B. mindestens 2-lumig, wenn die Substanzen miteinander nicht kompatibel sind). Eine Dacronmuffe (antibiotisch imprägniert oder mit Silber behandelt; [Hadaway LC 1995] ), die etwa in der Mitte des untertunnelten Katheteranteils zu liegen kommt, bietet Schutz gegen aufsteigende Infektionen und hat zusätzlich durch Verwachsung mit dem Unterhautgewebe eine mechanische Schutzfunktion. Die am häufigsten implantierten untertunnelten Katheter sind z.B. der sog. Hickman-Katheter (doppelläufiger Katheter mit einem Durchmesser von 1,6 mm) und der Broviac-Katheter (1-lumig, Durchmesser von 1 mm).

Der nach Dr. Stanley Shaldon benannte Shaldon-Katheter ist ein dünner Kunststoffschlauch, der durch die Haut in das Venensystem eingeführt wird, um eine Blutwäsche (Dialyse) bei Nierenversagen durchzuführen.
... innere Ende des Katheters liegt direkt oberhalb des Herzens in der oberen Hohlvene (V. cava superior). ...als vorübergehende Maßnahme zur Dialyse verwendet, wenn kein funktionsfähiger Dialyseshunt zur Verfügung steht. ... Als längerfristige Lösung kommt ein Shaldon-Katheter nicht in Frage. Wegen des Risikos von Thrombosen und Infektionen bedarf dieser Katheter einer besonderen ärztlichen und pflegerischen Aufmerksamkeit und eignet sich grundsätzlich nicht für Blutabnahmen oder Infusionen.



Ähm..also,die Lagebeschreibung des Shaldon`s ist nicht so ganz richtig....und das mit der Blutentnahme und der Infusionsgabe möchte ich auch nicht so bestätigen...
 
Ähem... und warum korrigierst du dann nicht und schreibst hier einfach die deiner Auffassung nach richtige Version hin?

Leider hat muggel keine Quelle hinzugefügt, denn ich glaube im Moment nicht, dass er das selbst verfasst hat.
 
Was Muggel schreibt ist schon ziemlich richtig! Zur Lagebeschreibung des Shaldon: eingebracht wird dieser über eine Punktion der A. subclavia oder der A. juguglaris externa (seltener A. femoralis). Der Hickman wird mittels einer kleine OP implantiert.
Näheres läßt sich übrigens bei Wikipedia nachlesen.....

Matras
 
Guten Morgen,

zur Infusion im Shockraum wird schon auch ein Shaldon benutzt, weil eben innerhalb kurzer Zeit viel Volumen zugeführt werden kann.

Was aber nix mit der Dialyse zu tun hat.

lg
Narde
 

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