- Registriert
- 06.05.2010
- Beiträge
- 427
- Beruf
- Gesundheits- und Krankenpflegerin, Praxisanleiterin
- Akt. Einsatzbereich
- Neurochirurgie und Neuro-Onkologie, Neurochirurgische Intensivstation
- Funktion
- Praxisanleiterin
Ich habe in der engsten Familie einen Fall von Hypochondrie, der betroffene ist felsenfest davon erzeugt, an ALS, MS oder einer sonstigen neurologischen Krankheit erkrankt zu sein.
Eine körperliche Erkrankung, auch speziell MS und ALS, ist in monatelanger Diagnostik, bis hin zum MRT, EMG und zur Lumbalpunktion, ausgeschlossen worden, natürlich lässt sich mein Angehöriger davon nicht beruhigen, sondern rennt weiter von Arzt zu Arzt (und zum Heilpraktiker, zum Osteopathen..und....und...) und befragt stundenlang Dr. Google zu irgendwelchen Symptomen.
Das einzige, was leicht erhöht war, war der CKMB, die Mitteilung dieser LEICHTEN Verschiebung führte abermals zu Panik und stundenlangem, ja wochenlangem Befragen des Internets,...dass selbst der Arzt Entwarnung gegeben hatte, war natürlich nur ein "Verschleiern von Tatsachen"
Da ich Krankenschester in der Neurochirurgie bin, bin ich natürlich auch bevorzugter Ansprechpartner von ihm :-/
Es ging nun schon soweit, dass er abends völlig aufgelöst und panisch mit einer vermeintlichen Fazialisparese vor meiner Tür stand, dass alles in Ordnung war, muss ich kaum erwähnen.
Ich bin davon überzeugt, dass er die Symptome die er angibt auch wirklich hat, bin aber auch davon überzeugt, dass der Ursprung psychischer Natur ist und er wirklich krank ist - aber krank vor Angst.
Zu einem Besuch bei den Psychosomaten oder Psychologen ist er bisher nicht zu bewegen, auch wenn ihm selbst die Neurologen dringend dazu geraten haben.
Wie gehe ich als Angehörige am besten mit so jemandem um? Die täglichen Anrufe, SMS und Mails zermürben mich zunehmend, und ich habe wirklich Schwierigkeiten, mich professionell davon zu distanzieren. Versuche, ihm zu erklären, dass somatische Ursachen ausgeschlossen wurden und dass ich ihm nicht helfen kann, scheitern. Versuche, ihm zu erklären, dass ich mich nicht mehr mit ihm über Symptome unterhalten will, enden in Weinkrämpfen seinerseits.
Was raten mir die Fachleute für psychische Erkrankungen? Wie soll ich weiter damit umgehen?
Eine körperliche Erkrankung, auch speziell MS und ALS, ist in monatelanger Diagnostik, bis hin zum MRT, EMG und zur Lumbalpunktion, ausgeschlossen worden, natürlich lässt sich mein Angehöriger davon nicht beruhigen, sondern rennt weiter von Arzt zu Arzt (und zum Heilpraktiker, zum Osteopathen..und....und...) und befragt stundenlang Dr. Google zu irgendwelchen Symptomen.
Das einzige, was leicht erhöht war, war der CKMB, die Mitteilung dieser LEICHTEN Verschiebung führte abermals zu Panik und stundenlangem, ja wochenlangem Befragen des Internets,...dass selbst der Arzt Entwarnung gegeben hatte, war natürlich nur ein "Verschleiern von Tatsachen"

Da ich Krankenschester in der Neurochirurgie bin, bin ich natürlich auch bevorzugter Ansprechpartner von ihm :-/
Es ging nun schon soweit, dass er abends völlig aufgelöst und panisch mit einer vermeintlichen Fazialisparese vor meiner Tür stand, dass alles in Ordnung war, muss ich kaum erwähnen.
Ich bin davon überzeugt, dass er die Symptome die er angibt auch wirklich hat, bin aber auch davon überzeugt, dass der Ursprung psychischer Natur ist und er wirklich krank ist - aber krank vor Angst.
Zu einem Besuch bei den Psychosomaten oder Psychologen ist er bisher nicht zu bewegen, auch wenn ihm selbst die Neurologen dringend dazu geraten haben.
Wie gehe ich als Angehörige am besten mit so jemandem um? Die täglichen Anrufe, SMS und Mails zermürben mich zunehmend, und ich habe wirklich Schwierigkeiten, mich professionell davon zu distanzieren. Versuche, ihm zu erklären, dass somatische Ursachen ausgeschlossen wurden und dass ich ihm nicht helfen kann, scheitern. Versuche, ihm zu erklären, dass ich mich nicht mehr mit ihm über Symptome unterhalten will, enden in Weinkrämpfen seinerseits.
Was raten mir die Fachleute für psychische Erkrankungen? Wie soll ich weiter damit umgehen?
