Telefonliste der Mitarbeiter auf Station

Vieleicht ist das eine Art Statusdenken, frei nach dem Motto 'ich bin ganz wichtig, mein AG will meine Telefonnummer'. .
Den Blödsinn hat Elisabeth doch selbst schon geschrieben, muss nicht (für euch beide: Das ist gleichbedeutend mit "net") nochmal dahergequasselt werden...!
 
Erklär mir bitte, welchen vernünftigen Grund es gibt, die Telefonnummer auf der Station zu hinterlegen? Mir fällt da wirklich keiner ein... außer der schnellen Lösung von Dienstplanproblemen.

Wenn es an dem ist, dann ist aber das Gejammere wegen zu wenig Personal falsch. Denn die Telefonnummer wird ja abgegeben damit man immer erreichbar ist.
Wenn man was gegen das zu wenige Personal machen wollte, dann müsste man doch eigentlich konsequent jegliche Bestrebungen des AGs, das Organisationsproblem auf dem rücken der AN auszutragen unterlaufen indem man eben net erreichbar ist, es net mal die Möglichkeit gibt erreicht zu werden.

Elisabeth
 
Steht doch a) schon hier und b) in dem von mir verlinkten Thread und c) sicher noch in anderen Threads...

Und davon ab, ist die "schnelle Lösung von DP-Problemen" ebenfalls ein vernünftiger Grund!

Ich kann dieses verbitterte Der AG ist böse, tut alles um dem AG gröchstmöglich zu schaden, tut nie etwas für den AG, der AG hat zu viel geld, er nutzt euch nur aus langsam echt nicht mehr hören...
 
Man muss sich entscheiden. Entweder ich will mehr Personal. Dann muss ich konsequent aufzeigen, dass es fehlt. Oder ich will dies net udn lieber jammern.

Und das lässt für mich nur den Schluss zu: Ich bin dem AG so wichtig, dass er meine Telefonnummer braucht und ich gebe sie ihm deshalb gern.

Und ja- der AG ist nun mal ein Egoist. Muss er auch sein unter betriebswirtschaftlichen Aspekten.

Elisabeth
 
Danke maniac.....
Vorab: Wir haben eine Telefonliste und wir haben genügend Stellen....denoch kommt es vor, dass jemand kurzfristig erkrankt und Hilfe benötigt wird.
Wir wissen, wenn das Telefon klingelt und die Nummer der Station erscheint, dann brennt es wirklich.Dennoch kann jeder sich entscheiden, ob er a) überhaupt ran geht oder b) Nein sagt.
Und alle sind froh, wenn dann kurzfristig jemand kommen kann und man nicht zu zweit ackern muss.
Kein AG kann kurzfristigen Ausfall kompensieren, da er für solche Fälle kein Personal vor hält.(Und als Springer will doch kaum jemand arbeiten, so ist es doch oder der BR ist dagegen) Wir bekommen bei kurzfristigem Einspringen 30% zusätzlich zuder regulären AZ gutgeschrieben, ab einer Frist bis zu 48 Stunden. Selbst wenn ich vier Tage später geplant dann einspringe, weil ich vor Ort gefragt wurde erhalte ich noch 10%.
Unabhängig davon finde ich es prima, dass man auch mal kurzfristig frei bekommt, weil wenig Patienten da sind und wenn ich dann im minus lande, nicht bei Personalengpässen geholt werde, sondern dass immer geschaut wird, bei wem es Dienstplantechnisch Sinn machen würde.Solche Dinge stehen und fallen mit der Leitung und
Sicher gibt es in einigen Häusern unhaltbare Zustände, aber es gibt auch in vielen Häusern gute Bedingungen, im TVöD 6 Urlaubstage mehr wegen des WSZ und andere Vergünstigungen.
LG
joe
 
OFF TOPIC
Hallo Elisabeth,
eine Frage aus reiner Neugierde: Bist Du beruflich aktiv?
Weil bei Einsatzgebiet "Krankschreibung" steht....
VG lusche
 
Im übertragenen Sinne: Ich habe zu oft den Telefonhörer abgenommen. Manche Erkenntnisse kommen leider oft zu spät und man kann dummerweise die Zeit net zurückdrehen.

Elisabeth
 
Den Hörer abnehmen heißt nicht, immer ja zu sagen, aber ich war eine Vermeiderin und ließ immer öfter meinen AB für mich sprechen:engel:.
Glücklicherweise sind heute meine Kollegen ähnlich drauf wie ich, wenn ich rumtelefoniere und mein gegenüber sagt NEIN akzeptiere ich das ohne Diskussionen.
Nun halten es die meisten meiner Kollegen auch so und das ist gut so, wer einspringt, der tut das weil er/sie das möchte und nicht weil sie emotional erpresst werden.
Es wird auch nicht gemotzt, wenn durch Unterbesetzung mal viel Arbeit ist, weil niemand eingesprungen ist.
 
Stellt sich jetzt die Frage, wieso ich aus diesem Grund meine Telefonnummer auf Station angeben soll? Es reicht für den Notfall ja, wenn die Telefonnummer z.B. in der PDL hinterlegt ist.

Das stimmt.
Der Threadersteller meinte aber, die Telefonliste auf Station sei freiwillig, also....

Inwiefern der Katastrophenplan eine "gesetzliche" Grundlage ist, weiß ich nicht; ich kann mich den Anordnungen darin aber schlecht widersetzen. Bei Katastrophen zu helfen ist Teil der Arbeit im öffentlichen Dienst (man kann auch Beamte zur Hilfestellung verpflichten, z.B. bei Hochwasser Sandsäcke zu stapeln oder dergleichen). Ich kann schlecht meinen Arbeitsvertrag annehmen und dann Teile davon anfechten. Natürlich kennen die Betriebsräte den Katastrophenplan ebenso wie ich. Und ich denke, es ist jedem klar, das man unmöglich im Alltag die Kapazitäten vorhalten kann, um auf eine Katastrophe mit einer hohen Anzahl von Verletzten reagieren zu können. Dazu gibt's weder genug Personal noch Geld.
 
Im übertragenen Sinne: Ich habe zu oft den Telefonhörer abgenommen. Manche Erkenntnisse kommen leider oft zu spät und man kann dummerweise die Zeit net zurückdrehen.
Wenn das die Antwort auf meine Frage war, interpretiere ich sie mit "nicht aktiv" im Beruf tätig..
Versteh ich das richtig?
lusche
 
@Lusche Nicht mehr trifft es, wobei die Betonung auf "mehr" liegt. Inwiefern ist das für dich von Bedeutung?

@Claudia- könntest du die gesetzliche Grundlage verlinken? Es bleibt auch die Frage, wie das dann funzen soll mit dem Telefonieren. Jede Hand wird in der Katastrophensituation gebraucht.

Elisabeth
 
Jede Hand wird in der Katastrophensituation gebraucht.

Elisabeth
TROTZDEM muss telefoniert werden!

Sonst ist doch im Worst case nur die Nachtschicht da und nichts kann vernünftig laufen! Es muss erst alles verfügbare Personal hergeordert werden
 
Du willst also im Katastrophenfall des nächstens eine Telefonliste mit ca. 15 MA abtelefonieren? Pro Anruf rechnen wir mal ca. 2-3 Minuten. Da kommt ne schöne Zeit zusammen in der du nix machen kannst als Nummern eintippen.

Vielleicht definieren wir erst mal "Katastrophe" und sehen dann weiter.

Elisabeth
 
@Elisabeth
von Bedeutung ist das für mich nicht, meine Frage war reine Neugierde (siehe # 46)
lusche
 
Du willst also im Katastrophenfall des nächstens eine Telefonliste mit ca. 15 MA abtelefonieren? Pro Anruf rechnen wir mal ca. 2-3 Minuten. Da kommt ne schöne Zeit zusammen in der du nix machen kannst als Nummern eintippen.

Vielleicht definieren wir erst mal "Katastrophe" und sehen dann weiter.

Elisabeth
Ja! Aber mit 15 kommste nicht hin... Und 1-2min müssen reichen ;)
Ich hab unter Katastrophe zB nen Großbrand im Krankenhaus verstanden.
 
... Und 1-2min müssen reichen ;)
...

Sehe ich aus so, immerhin sitzt die ordentliche deutsche Krankenschwester ja direkt neben dem Telefon.
Was aber mit den KollegInnen die nicht zu Hause sind? :gruebel:
 
So wie ich es von SEG kenn ist Telefonkettesystem also es wird eine Kette ausgelöst werden. Allerdings macht so was Sinn meiner Meinung nach, nur wenn es geübt wird. SEG hat auch Funkmeldersystem.
Ich glaube im Katastrofenfall hat Telekom auch die Gewalt Telefonverkehr einzuschränken.
 
Den Telefonverkehr braucht man nicht einschränken, der bricht automatisch zusammen. Die Telekom hat jedoch spezielle sichere Leitungen, wo an strategisch wichtigen Orten sind. Dies wäre zb. bei der Polizei, Feuerwehr, ILS, Schockräume in Unikliniken, und Blutbanken, wovon man dann immer noch telefonieren kann. Wenn jedoch die Leitungen zerstört wurden, siehts da auch schlecht aus.
 
Ist schon bedenklich,wenn der "Katastrophenfall" erst definiert werden muß...
Unser Haus hält jedes Jahr ne Hauptübung mit den unterschiedlichsten Szenarien ab,damit jeder im Falle des Falles weiß,wer wann und wie angerufen wird. Außerdem bleibt der,der meldet und die Kette auslöst sowieso am Telefon als Ansprechpartner bei Rückfragen. Die Kette bei uns wird mit einer zentralen Nummer,ähnlich Schockfunk,ausgelöst und erreicht dann automatisch alle Glieder dieser Kette,also eigentlich idiotensicher.
 
Kannst du einen groben Überblick geben, wer bei welchen Szenarien angerufen wird? Denn wenn ich dich richtig verstehe, ist es net so, das Nachtdienst-Sr. Martha auf der Station sich die Telefonliste schnappt und alle Kollegen abtelefoniert.

Elisabeth
 

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