Telefonliste der Mitarbeiter auf Station

Sehe ich aus so, immerhin sitzt die ordentliche deutsche Krankenschwester ja direkt neben dem Telefon.
Was aber mit den KollegInnen die nicht zu Hause sind? :gruebel:
Ihr seid doch erwachsen, oder? Könnt ihr euch das nicht selbst denken?

Worauf willst du hinaus? Das bei Katastrophen (bleiben wir riuhig bei dem Brand) niemand informiert werden soll und die 7 Nachtschwestern im Haus das ganze Haus alleine evakuieren sollen?!?
 
Ich hoffe mal, dass man net wartet, bis die angerufenen Kollegen vor Ort sind. Die wenigsten dürften neben dem Krankenhaus wohnen und in Tageskleidung schlafen.

Elisabeth
 
Ihr seid doch erwachsen, oder? Könnt ihr euch das nicht selbst denken?

Worauf willst du hinaus? Das bei Katastrophen (bleiben wir riuhig bei dem Brand) niemand informiert werden soll und die 7 Nachtschwestern im Haus das ganze Haus alleine evakuieren sollen?!?

Ich hoffe doch, daß jedes KH richtige Brandschutztüren hat, wo man einfach abdichten kann. Somit können viele Pat auf den Zimmern bleiben. Ok, die Aufregung wird dort dann groß genug sein, so daß zusätzliches Personal nötig sein wird.
 
Ich fasse es zusammen:
1. Es muss also doch definiert werden was Katastrophenfall bedeutet, die MA müssen wissen wo ihr Notfallposten ist und wann und wie dieser zu besetzen ist. Diese Pläne müssen auch geübt werden. Im Falle, dass AG die Telefonnummer für so einen Fall verlangt müssen die Rahmenbedingungen im Vertrag oder in einer Dienstanweisung festgehalten werden.
2. Stationslisten: da müssen auch die Rahmenbedingungen geklärt werden sonst kommt es schnell zu Konflikten.
 
Kannst du einen groben Überblick geben, wer bei welchen Szenarien angerufen wird? Denn wenn ich dich richtig verstehe, ist es net so, das Nachtdienst-Sr. Martha auf der Station sich die Telefonliste schnappt und alle Kollegen abtelefoniert.

Nein, das tut sie nicht. Habt Ihr keine Katastrophenpläne?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein Katastrophenplan greift. Szenarien der letzten Monate wären z.B. Hochwasser und Überschwemmungen im Norden und Osten Deutschlands, eine bei Bauarbeiten entdeckte Fliegerbombe (hatten wir letzte Woche bei uns im Heimatort) oder die Massenkarambolage bei einem Sandsturm in der Gegend um Rostock.

Bei jedem solcher Vorfälle läuft eine Kaskade an, bei der klar festgelegt ist, wer was tut, wer der Verantwortliche für welchen Bereich ist und wo die Fäden zusammenlaufen, damit das Ganze nicht in Chaos ausartet. Die Massenkarambolage war ein Fall, bei dem die Krankenhäuser mit in der Verantwortung waren - es gab 80 oder 90 Verletzte, eine Zahl, die die gewöhnlichen Kapazitäten der Krankenhäuser bei weitem übertraf.

In einem solchen Fall wird der Zuständige im Krankenhaus - meist ein diensthabender Chefarzt - von den Behörden verständigt und muss seinerseits die festgelegte Kette in Gang setzen. Dazu gehört auch die Benachrichtigung der Leute aus dem Frei - denn dann gilt eben nicht mehr "mein Frei gehört mir", wenn Du abkömmlich bist, musst Du kommen.

Ob in der Verwaltung dann einer die Leute einzeln anruft, ob dies ein Computersystem übernimmt oder ob Sirene und Rundfunk die Leute aufmerksam machen, ist jedem Bezirk selbst überlassen - es muss nur sichergestellt sein, dass in einem solchen Fall Leute im Frei erreicht werden können. Bei meinem AG ist es nunmal so festgelegt worden, dass das Ganze übers Telefon funktioniert, was die anderen Wege nicht ausschließt. (Die Sirene gab laut, als man die Bombe fand und das Stadtviertel evakuierte.) Ich denke, dass der Katastrophenplan des Krankenhauses den Stellenwert einer Dienstanweisung hat.

Wenn es im Krankenhaus selbst brennt, werden wahrscheinlich zuerst die Feuerwehr kommen und dann die umliegenden Krankenhäuser plus die Rettungsleitstelle auf ihre eigenen Notfallpläne zurückgreifen - die Patienten müssen schließlich irgendwo hin.
 
Hallo Elisabeth,
nee,S.Martha im ND schnappt sich das Telefon und gibt z.B. 9962 ein,hört die Bandansage,daß die Rettungskette in Gang gesetzt wurde und legt auf. Es werden automatisch Verwaltung,Chef-u.Oberärzte,Rettungsleitstelle usw. informiert,sowie der AvD und die ZNA. Anschließend nimmt sie das Telefon mit,sind ja meist Handy's und steht als Ansprechpartner für Rückfragen zur Verfügung.
Solche Szenarien wären bei uns z.B. MANV durch Unfall Autobahn,Bahnunfälle,Hochwasser,Brände in Alten-u. Pflegeheimen und natürlich ein Feuerchen im eigenen Haus oder aber Christoph49 fällt uns auf's Dach.
Telefonlisten sind out,kostet zu viel Zeit und ist zu unübersichtlich,deswegen die zentrale Nummer und dann letz fetz...:cheerlead:!
 
@zna-öse:

Dein Szenario gilt doch nur für bestimmte "Spezialisten" und Schwerpunktkliniken, aber doch nicht für jedes KH und jede Station auf denen mit dieser Begründung Tele.listen rumliegen.

Wo gibts denn solche Meldeketten die du beschreibst?
Das sind doch die Ausnahmen.
 
Naja ich bin zwar erst ab 01.10 in der Ausbildung :lol: Aber habe ja schon 5 Jahre in einem anderen Beruf gearbeitet.Selbst da gab es Telefonlisten für den Notfall oder wenn sich Änderung in der Schicht ergeben hat.Also ka warum sich manche hier anstellen als ob es das schlimmste auf der Welt wäre seine Telefonnummer rauszugeben.

Nur als Beispiel !

Durch wenig Arbeit wurde eine Zeitlang nur Frühschicht gemacht und ich hatte Urlaub:cheerlead: Was wäre also passiert ich hätte meine Telefonnummer nicht meinem Schichtführer gegeben? Wäre nach meinem urlaub zur Nachtschicht erschienen, obwohl es keine mehr gab:wut:

Oder als wir eine Frage wegen eines Auftrag hatten.Wäre da die Telefonnummer des Mitarbeiter nicht bekannt gewesen hätte es Probleme geben können.


Im Krankenhaus stelle ich mir das sogar noch wichtiger vor wenn Fragen auftauchen.
 
...


Im Krankenhaus stelle ich mir das sogar noch wichtiger vor wenn Fragen auftauchen.

Nochmal, wenn ich frei habe, habe ich frei, da ist mir jegliche dienstliche Frage zu viel und unerwünscht. Keiner ist so wichtig, dass man ihn zu Hause anrufen muss. Ausnahme vieleicht die GF.
 
Hallo zusammen!

Bei uns ist es wie bei Claudia. Habe mal in einem ruhigen Nachtdienst unseren überflogen. Mächtiges Teil, zum Lesen hätte die Nacht nicht gereicht! Da ist wirklich ALLES geregelt. Z.B. gibt es einen Schrank in dem Utensilien für den Notfall lagern. (Triage-Karten aber auch Bleistifte, Eddings und ?Blaupapier? - weiß jemand wofür man das dann braucht?)

Es gibt auch verschiedene Stufen von Katastrophen. Z.B. wird bei einem Autounfall mit 10 Verletzten auch schon der Alarm ausgelöst. Selbstverständlich mit anderen Konsequenzen als bei einem Ereignis mit 500 Verletzten. Dementsprechend ist auch je nach Alarmstufe geregelt wer "alarmiert" wird. Also bei 10 Polytraumen, erst mal Ärzte anderer Disziplinen, Pflegepersonal, Mtas,..., die im Haus gerade Dienst haben. Im schlimmsten Fall dann Alle, inkl. Techniker, Reinigungskräfte, IT-Menschen usw..

Wer bei uns neu eingestellt wird füllt ein Formular aus auf dem man für den Katastrophenplan seine Telefonnummer angibt. Diese wird irgendwo in der Verwaltung hinterlegt und die telefonieren die Liste im Notfall dann ab und sagen dir auch schon wo du hinkommen sollst oder das du dich zum Schichtwechsel bereithalten sollst. (Eine Katastrophe ist ja selten in einer Schicht erledigt...) Diese Liste dient nur für den Notfall!!! Unabhängig davon kann ich meine Nummer noch im Personalbogen angeben.

Die Liste auf Station ist ein freiwilliges (privates) Ding und hat mit dem AG erst mal nichts zu tun. Das solche Listen natürlich genutzt werden um Dienstplan-Zeugs zu klären ist klar. Klar ist aber auch, dass wenn sich jemand krank meldet der eigentliche Weg ist, dass der Vorgesetzte informiert wird und der sich darum kümmern muss. Dieses Angerufe durch Kollegen ist der letzte Mist! Es ist auch nicht ihre Aufgabe!

Viele Grüße,
xXAggaXx
 
@zna-öse:

Dein Szenario gilt doch nur für bestimmte "Spezialisten" und Schwerpunktkliniken, aber doch nicht für jedes KH und jede Station auf denen mit dieser Begründung Tele.listen rumliegen.

Wo gibts denn solche Meldeketten die du beschreibst?
Das sind doch die Ausnahmen.

Naja,diese Meldekette gibt's bei uns in der Region in jedem KH und auch in Berliner Kliniken ist sie Standard.
Also würd ich nicht von "Ausnahmen" sprechen,nur weil's mein Haus grade nicht hat und noch mit Telefonlisten arbeiten muß.
 
Können wir das Thema nicht mal erweitern? Katastrophenalarme sind wohl ziemlich selten, aber Telefonnummern werden schon meist am ersten Arbeitstag abgefragt.
Hat jemand Erfahrungen, was passiert, wenn man die nicht angeben will? Mich fragte man damals noch: "Haben Sie Telefon?". Aber diese Frage kann ja heute niemand mehr ernsthaft mit: "Nein." beantworten.
 
Die Telefon-oder Handynummer auf Station zu hinterlegen,ist meines Wissen nach nicht zwingend,man kann also auch ablehnen.
Außerdem werden die Tel.nummern ja eh zu 90% dazu da,den Kollegen wegen DP-Änderungen oder einspringen anzurufen.
Im echten,wirklichen Katastrophenfall,z.B. Großbrand der Klinik,würden die MA sowieso durch Melder informiert,da die Verwaltung zu diesem Zweck die Anschriften raus gibt. Meist kommt dann Polizei oder Feuerwehr,um einen abzuholen,entweder zur Evakuierung oder zur Betreuung der Patienten.

Deshalb bin ich der Meinung,daß man die Angabe der Tel.nummer ruhig verweigern kann.
 
Im echten,wirklichen Katastrophenfall,z.B. Großbrand der Klinik,würden die MA sowieso durch Melder informiert,da die Verwaltung zu diesem Zweck die Anschriften raus gibt. Meist kommt dann Polizei oder Feuerwehr,um einen abzuholen,entweder zur Evakuierung oder zur Betreuung der Patienten.
Ich vermute jetzt mal ganz stark, dass in einer wirklichen Katastrophe (was immer das auch sein mag) Polizei und Feuerwehr anderweitig beschäftigt sind.

Wir nutzen: F24 AG – Experte für Alarmierung: FACT24

Eine Katastrophe zeichnet sich durch katastrophale Zustände aus und nicht durch einen Taxiservice von Polizei und Feuerwehr, bzw. solange das möglich ist, ist es keine Katastrophe.
 
Wäre nicht die Frage erlaubt, wozu die Telefonnummer benötigt wird? Dass ich im Katastrophenfall benachrichtigt werde, kann ich nicht verweigern; wer auch immer dafür zuständig ist, muss sie bekommen. Ist aber die Liste auf Station nicht für einen solchen Fall vorgesehen (das wäre z.B. im Haus von ZNA-Öse der Fall), muss ich sie dort auch nicht hinterlegen.

Was die Leitung dazu sagt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
 
ich verstehe das ganze Aufheben nicht, wenn jemand krank wird und im Dienst fehlt, hat man ja auch keine Lust, alleine auf der Station zu stehen und den Laden schmeißen zu müssen, weil keiner Lust hat, ans Telefon zu gehen...

Bei uns läuft das in der Regel so, dass man sich nach Pool- Mitarbeitern erkundigt und wenn dort nichts zu machen ist, schnappt man sich halt den Dienstplan und schaut, wer gerade nicht im Urlaub ist und evt einspringen könnte...

Wird man gebeten, innerhalb der nächsten 24 Std. Dienst zu schieben, gibt es 50 Euro (brutto, leider, aber trotzdem ^^ ) Bonus, im Nachtdienst 75 Euro. Die anfallenden Überstunden werden ja sowieso irgendwann ausbezahlt, also warum nicht auch mal einspringen, wenn es sonst heißt "Land unter!", und das letztlich ja auch auf Kosten der Patienten....
 
In einem größeren KH ist für diesen Fall ein MA der Pflegedirektion o.ä. erreichbar,welcher sich dann um Aushilfen aus dem Springerpool oder Leasingkräfte kümmern sollte. Es ist überhaupt nicht die Aufgabe des Stationspersonals,selbst den fehlenden Dienst abzudecken,denn die Zeit,die Du dafür brauchst,fehlt Dir bei den Patienten.
Außerdem,jeder,der im Frei an's Telefon geht und einspringt,wird auch in der Folge immer wieder angerufen und es wird dann ungerechtfertigt über ihn geschimpft,wenn er mal nicht einspringt.
el salmonelli,Du bist wahrscheinlich frisch examiniert und hast Deine Ideale noch,aber glaub mir,wenn man Dich 3 oder 4 x zum einspringen aus'm Frei geholt hat,denkst Du anders.
 
...

Wird man gebeten, innerhalb der nächsten 24 Std. Dienst zu schieben, gibt es 50 Euro (brutto, leider, aber trotzdem ^^ ) Bonus, im Nachtdienst 75 Euro. Die anfallenden Überstunden werden ja sowieso irgendwann ausbezahlt, also warum nicht auch mal einspringen,

Das ist doch schon mal was, ich würde es in Eurem Fall aber besser finden, wenn die Überstunden auch in Freizeit abgegolten werden. Aber der Zusatzbonus ist ja schon mal etwas, was es in vielen Häusern nicht gibt.

wenn es sonst heißt "Land unter!", und das letztlich ja auch auf Kosten der Patienten....
Juckt es denn den AG wenn Du Dich kaputt machst, damit der Pat. nicht zu Schaden kommt? Wieso hat der AG denn keine gescheite Personalplanung? Der Grund ist ganz einfach und wurde von mir hier schon vielfach erwähnt. So wird sich in der Pflege nie was ändern.
 
Juckt es denn den AG wenn Du Dich kaputt machst, damit der Pat. nicht zu Schaden kommt? Wieso hat der AG denn keine gescheite Personalplanung? Der Grund ist ganz einfach und wurde von mir hier schon vielfach erwähnt. So wird sich in der Pflege nie was ändern.

Tatsächlich liegt es bei uns weniger am Stellenplan als am eindeutigen Personal- bzw. Bewerbermangel... Als IMC haben wir ne relativ hohe Fluktuation im Personal, da man auf Wunsch vom AG Fachweiterbildungen in der A&I kreigt, Elternzeit usw usf, aber einfach keine Bewerber nachrücken... Haben zwei interne Bewerbungen, die ihre Stationen nicht verlassen können, weils da auch nicht anders aussieht und zwei Schüler, die sich beworben haben... und das wars (bei ca . 6 offenen Stellen...)

Da wäscht halt eine Hand die andere... Sry, ist meine Meinung, aber ich springe dann halt auch gerne mal ein, wenns nicht anders geht....
 

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