Telefonliste der Mitarbeiter auf Station

In meinem Wahleinsatz war ich auf einer Station wo es jeden Tag eine Person in bezahlter Rufbereitschaft auf dem Dienstplan vorgemerkt gab. Das fand ich sehr angenehm, denn so war auch z.B. Krankheitsausfall abgefangen.
 
Joh, davon hab auch auch schon gehört...aber das wird sich kaum ein Haus leisten können...leider..
 
Joh, davon hab auch auch schon gehört...aber das wird sich kaum ein Haus leisten können...leider..

Die Häuser könnten es sich schon leisten, müssen es aber nicht, da ja immer jemand so blöd ist einzuspringen.
 
Klar könnten es die Häuser sich leisten...indem sie ein paar Pflegekräfte weniger einstellen, bzw. Stellen nicht neu besetzen, damit sie täglich Bereitschaftsdienste bezahlen können...
 
Klar könnten es die Häuser sich leisten...indem sie ein paar Pflegekräfte weniger einstellen, bzw. Stellen nicht neu besetzen, damit sie täglich Bereitschaftsdienste bezahlen können...

Oh je, manch jemand geht aber wirklich sehr naiv an die Sache ran. Immer schön glauben, was die Vorgesetzten erzählen.
Sei doch mal ehrlich, wieso sollte eine Klinik eine Rufbereitschaft einführen? Es besteht doch gar kein Grund, seine Pflegekräfte springen doch bereitwillig ein.
Aber ehe flexi noch graue Haare bekommt, sollten wir wohl zum Thema zurückkommen.
 
Telefonlisten gibt es bei uns auf Station auch für den Fall, dass man einen Mitarbeiter anrufen kann, der verschlafen hat!
Das kommt auch schon mal vor.

Für den Katasrtophenfall sind unsere freiwillig hinterlegten Handynummern in einem Umschlag , der eingeschweißt wurde.
Der BR hat gerade vor kurzer Zeit die Stationsleitungen nochmals darauf hingewiesen, dass dieser Umschlag nur zu diesem bestimmten Zweck geöffnet werden darf.

Ich muss wirklich sagen, unser BR steht uns sehr gut zur Seite, in allen Belangen. Das war nicht immer so.
 
Wie kommt es eigentlich, dass man glaubt im Katastrophenfall telefonieren zu können? Ich meine jetzt die echte Katastrophe. Die Netze dürften da so einige Probs bereiten. Man erinnere sich an Sylvester u.ä. nette Zeiten mit einer hohen Anzahl an Anrufen.

Und wer wird sich da eigentlich ans Telefon setzen und seitenweise Listen abtelefonieren? Hoffentlich net eine Pflegekraft. Ich geh mal davon aus, dass man im Katastrophenfall jede Hand braucht... und zwar sobald sie da ist.

Elisabeth
 
@Elisabeth: Ich geh mal davon aus, dass man im Katastrophenfall jede Hand braucht... und zwar sobald sie da ist.

Wie soll sie denn da sein? Per Telepathie oder wie!?
Jede helfende Hand muss doch irgendwie informiert werden. Und da bietet sich das Telefon hervorragend an.

Bei uns würden das Leute aus dem Katastrophenteam machen, und zwar die, die das ganze Koordinieren.

LG opjutti
 
Wie kommt es eigentlich, dass man glaubt im Katastrophenfall telefonieren zu können? Ich meine jetzt die echte Katastrophe. Die Netze dürften da so einige Probs bereiten. Man erinnere sich an Sylvester u.ä. nette Zeiten mit einer hohen Anzahl an Anrufen.

Und wer wird sich da eigentlich ans Telefon setzen und seitenweise Listen abtelefonieren? Hoffentlich net eine Pflegekraft. Ich geh mal davon aus, dass man im Katastrophenfall jede Hand braucht... und zwar sobald sie da ist.

Elisabeth

Sofern jetzt nicht die "totale Katastrophe" eingetreten ist, wird ein Automatismus in Gang gesetzt, der alle eingetragenen Nummern anruft und eine automatische Stimme sagt etwas wie: "Achtung, Katastrophenalarm, bitte finden Sie sich im Klinikum ein..." Wenn bei uns so etwas ausgelöst werden sollte, dann weiss ich auch wo ich hin muss und für was ich gebraucht werde. So etwas steht im Katastrophenschutz Ordner auf Station und es muss jeder MA gelesen haben. Ich bin MA einer großen Klinik-Kette in Berlin. Wie das andere Kliniken regeln kann ich nicht sagen.
 
Mal abgesehen davon dass mir in über 30 Jahren noch keine Katastrophe untergekommen ist, wegen der man angerufen wurde, habe ich überhaupt kein Problem meine Telefon- und Handynummer für meine Kollegen und Vorgesetzten bekannt zu geben, denn häufig gibt es so auch wichtige Infos, und wenn die Frage kommt ob ich einspringen kann, darf ich ja immer noch selbst entscheiden.
Ich bin gottseidank in der Lage, meine Meinung frei äußern zu können und muss nicht aus lauter Feigheit Angst haben ans Telefon zu gehen.
 
Noch so eine Idee, wieso glaubt jemand, dass der oder die Kollege/in ans Telefon gehen wenn es sich um eine richtige Katastrophe gehen, wenn genau diese Kollege/in sonst auch net ans Telefon gehen? Also doch telepatische Eigenschaften??
 
... denn häufig gibt es so auch wichtige Infos...

In Deiner Freizeit? Sorry, da insteressiert mich rein gar nix dienstliches! So wichtig ist niemand in der Firma (die GF nehme ich mal aus, aber die verdienen ja auch entsprechend), dass so eine Info net warten kann, bis der jenige wieder Dienst hat.
 
Wir haben mal eine Teamsitzung gehabt, da haben wir einige Punkte angesprochen und geklärt, einige Dinge sind absolut nicht im Sinne des Arbeitsrechts nämlich

-Anrufen in der Ruhezeit, es ist nicht nötig, einen Kollegen um 23:30 Uhr anzurufen, ob er/sie das Heparin gespritzt hat.
- Sollte es irgendwelche Probleme geben, dann wird das wenn es nichts gravierendes ist in der Arbeitszeit geklärt, bloß weil sich der Blutbote darüber aufgeregt hat dass er zwei Minuten warten musste, oder das Essen nicht korrekt bestellt war, oder der Stationsassisten irgendwas nicht gemacht hat.
-Es werden keine Telefonnummern der Mitarbeiter an dritte Personen weitergegeben, niemals und in keinem Fall.
- Wer verschlafen hat und angerufen werden muss bringt mindestens ein Glas Nutella mit.

Natürlich wird man angerufen, wenn fehlende Schichten besetzt werden müssen oder auch umbesetzt.
Natürlich wird angerufen, wenn der Dienstplan geschrieben wird und die Wünsche sich nicht mit den abzudeckenden Diensten verbinden lässt.
Natürlich wird von Kollegen angerufen, wenn getauscht werden soll.
 
Wir haben mal eine Teamsitzung gehabt, da haben wir einige Punkte angesprochen und geklärt, einige Dinge sind absolut nicht im Sinne des Arbeitsrechts nämlich

-Anrufen in der Ruhezeit, es ist nicht nötig, einen Kollegen um 23:30 Uhr anzurufen, ob er/sie das Heparin gespritzt hat.
- Sollte es irgendwelche Probleme geben, dann wird das wenn es nichts gravierendes ist in der Arbeitszeit geklärt, bloß weil sich der Blutbote darüber aufgeregt hat dass er zwei Minuten warten musste, oder das Essen nicht korrekt bestellt war, oder der Stationsassisten irgendwas nicht gemacht hat.
-Es werden keine Telefonnummern der Mitarbeiter an dritte Personen weitergegeben, niemals und in keinem Fall.
- Wer verschlafen hat und angerufen werden muss bringt mindestens ein Glas Nutella mit.

Natürlich wird man angerufen, wenn fehlende Schichten besetzt werden müssen oder auch umbesetzt.
Natürlich wird angerufen, wenn der Dienstplan geschrieben wird und die Wünsche sich nicht mit den abzudeckenden Diensten verbinden lässt.
Natürlich wird von Kollegen angerufen, wenn getauscht werden soll.


:daumen:

Bin absolut deiner Meinung ! In einem guten Team, was fair miteinander umgeht, sollten Anrufe zuhause kein Problem sein.... Dann kann man auch mit ruhigem Gewissen "nein" sagen...
 
@bluestar:
In einem guten Team, was fair miteinander umgeht, sollten Anrufe zuhause kein Problem sein
Ja dann ist ja alles in Butter :smlove2:

Wir lieben uns ALLE.

Frage mich gerade, warum es dann so viele threads darüber gibt? :gruebel:

Da wo es funktioniert ist ja alles Gut, wenns aber dann nicht mehr funktioniert?

Ich jedenfalls habe ein "Kartendiensthandy".
Das ist an, wenn ICH erreichbar sein will.
 
Ich kann nicht versehen, dass Pflege auf der einen Seite rumjammert, dass es zu wenig Personal gibt, auf der anderen Seite aber alles tut, damit die Personaldecke net erweitert werden muss.

Wenn man fair miteinander umgeht dann genehmigt man dem AG auf seinen Knochen das Personal soweit zu kürzen, bis die eigenen Knochen kaputt sind. Ob die Kollegen dann noch so fair sind und einen "Versehrten" mit durchziehen darf bezweifelt werden.

Elisabeth
 
Irgendwie höre ich aus so einigen Beiträgen den puren Frust raus.....
Ich arbeite im ambulanten Bereich, da ist vielleicht einiges anders, z. B. fahre ich morgens direkt zu meinen Patienten, ohne vorher ins Büro zu kommen. Falls man mich da nicht erreichen könnte, wenn ein Patient mal nicht versorgt werden muss oder eben früher oder später als sonst, hätte ich die unnötige Arbeit. Von daher bin ich ganz dankbar wenn man mich informiert.
Falls ein Kollege mal tauschen möchte oder die PDL den Dienstplan ändern muss, wird das in aller Regel mittags im Büro geklärt, aber wenn ich die entsprechenden da nicht zu Gesicht bekomme, ist Telefon schon ganz praktisch.
Bei uns ist es nicht so, dass man in jedem frei damit rechnen muss angerufen zu werden um einzuspringen, falls es ausnahmsweise mal nötig ist, findet sich eigentlich immer eine Lösung die alle zufrieden stellt.
Ich glaube irgendwelche Personalprobleme lassen sich nicht dadurch lösen dass man nicht ans Telefon geht!
 
Ich kann nicht versehen, dass Pflege auf der einen Seite rumjammert, dass es zu wenig Personal gibt, auf der anderen Seite aber alles tut, damit die Personaldecke net erweitert werden muss.

Wenn man fair miteinander umgeht dann genehmigt man dem AG auf seinen Knochen das Personal soweit zu kürzen, bis die eigenen Knochen kaputt sind. Ob die Kollegen dann noch so fair sind und einen "Versehrten" mit durchziehen darf bezweifelt werden.

Elisabeth

Elisabeth, vergiss es, gegen solche Diskussionen ist Pflege leider immun. Das kann man ja schon fast mit dem Kampf von Don Quijote gegen die Windmühlen vergleichen.
Vieleicht ist das eine Art Statusdenken, frei nach dem Motto 'ich bin ganz wichtig, mein AG will meine Telefonnummer'. Ein falsch verstandener Status, oder immer noch der Grundgedanke, mein AG will nur mein Bestes, der würde meine Gutmütigkeit nie zu meinem Nachteil ausnutzen.
 

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