Teilzeitfrage - dürfen die das?

Hallo,

was steht in deinem Vertrag? Eine tägliche Arbeitszeit von xx,x Stunden oder eine Wochenarbeitszeit?

Liebe Grüsse
Narde
 
Hallo Narde,

Im Vertrag steht Wochenarbeitszeit von 19,25 Std. Es steht auch drin: Die Diensteinteilung richtet sich nach den betrieblichen Notwendigkeiten und dass ich weiterhin bereit bin Schicht, WE und Nachtdienste zu machen.
Wobei ich das so verstehe, dass ich mir nicht aussuchen kann wann ich welchen Dienst mache. Aber als ich wieder angefangen habe, gab es nirgendwo im Haus verkürzte Dienste und es war auch nicht die Rede davon, dass soetwas eingeführt werden soll. LG Sandra
 
@Dialyseheinz,

ich werde natürlich ,wenn es nicht anders geht ,für mein Recht kämpfen. Wenn ich es einfach hinnehmen würde ,hätte ich euch doch nicht um Rat gefragt. Aber ich bin eigentlich jemand, der glaubt, dass sich irgendwie doch noch alles einrenkt. Anwalt hat ja immer so einen faden Beigeschmack. Das Klima zwischen meiner STL und mir ist ,sagen wir mal, leicht unterkühlt und wir beschränken uns bei notwendig und unausweichlichem Smalltalk auf rein berufliches. Würde ich jetzt gleich mit Arbeitsgericht und Anwalt daher kommen, könnte ich auch gleich kündigen. Aber mir macht ja meine Arbeit Spass und die restlichen Kollegen sind alle sehr nett. Ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen und ich hab ein paar Sachen im Hinterkopf bezüglich weiteren Vorgehens. LG Sandra
 
Die Diensteinteilung richtet sich nach den betrieblichen Notwendigkeiten und dass ich weiterhin bereit bin Schicht, WE und Nachtdienste zu machen.
Hallo Sandra,

ich denke du wirst keine Chance haben auf "ganze" Tage, da es hier steht, dass dich dein AG einteilen kann wie er dich braucht.

Dennoch viel Glück
Narde
 
Hallo Narde,
das sehe ich anders. Der AG kann nicht einfach die Schichten einseitig für einige Arbeitnehmer ändern.

Hallo kirsipu,
wenn du aber dein Recht nicht einforderst, dann wird er es doch tun. Dann wundere dich aber nicht wenn die Arbeitgeber in der Krankenpflege oder Altenpflege alles machen was ihnen passt. Auch Frauen in der Kranken- oder Altenpflege müssen sich wehren. Wir sind doch kein Freiwild. Wenn du aber uns dazu machst, na ja dann.
Grüsse
Spielemann
 
Hallo Spielemann,

der AG wird es mit der betrieblichen Notwendigkeit begründen und damit auch recht bekommen.

Schönen Abend
Narde
 
Schon Narde! Richtig! Das wird der machen! Und die Möglichkeit das er auch recht damit hätte ist selbstverständlich da!
Nur gibt es da eben den Tarifvertrag mit seinen Regelungen. und da ist es eben so das er die eventuelle Ablehnung auch begründen müsste. Gehen wir vom "schlimmsten aus" also Arbeitsgericht, wird eine begründung aber für ihn wahrscheinlich schwer werden...
Notfalls kommen dann sogar Sachen auf den Tisch wie "unzumutbare Härten" wir kenne ja nicht alle Tatsachen...
Und ausdrücklich nochmal: man muss sicher nicht Tod und Teufel immer in bewegung setzen um etwas zu erreichen. Anwalt un so sachen findet keiner lusstig! Zwichendurch erschien es mir aber so das gedacht wurde...kann ich eh nix machen...
Als Arbeitnehmer wie auch als Arbeitgeber ist man zur friedenswahrung verpflichtet! Also redet man MITeinander! Die Möglichkeit für diesen Fall eine Friedliche einigung zu finden stehen m.E. sehr hoch.
Im ersten schritt also: Schlau machen! (wird ja hier gemacht, kann aber auch mal beim Anwalt/Gewerkschaft nachgefragt werden)
2. Leute sammeln denen es genau so geht dann auf zum Bertriebsrat. Oder keine Leute gefunden? Dann gespräch mit der PDL.
3. Antrag auf "regelung der täglichen Arbeitszeit" dabei sollte man sicher unbedingt weitere Gespräche anbieten und, währe meine Empfehlung, auch wenn möglich alternativ einen Vorschlag machen der von der wirklich gewünschten Arbeitszeit abweicht aber tragbar ist.
-der Arbeitgeber wird dadurch "gezwungen" eine Stellung zu beziehen und erstmals den Wunsch wirklich ernst zu nehmen-
Danach kann man immer noch zu Anwalt gehen wird aber -kaum- Notwendig sein. Und wenn doch MUSS man ja nicht zu Anwalt.

Wenn das Verhältniss auch unterkühlt sein sollte kann man sich sicher sachlich mit dem Thema auseinander setzen. Hierbei ist aber wie immer zu bedenken : Der AG ist NICHT mein Feind! Sondern mein VertragsPARTNER!
(Und die PDL handelt als VERTRETUNG der AG intressen! Nicht aus eigenen!)
 
Du hast vergessen, dass dem AG Alternativen aufgezeigt werden müssen. Wie wäre es mit der Bereitschaft in einem Pool zu arbeiten mit der Garantie der täglichen Arbeitszeit- dafür aber Flexibilität was den Einsatzort anbetrifft.

Nochmal: kein AG macht solche Sachen aus Boshaftigkeit. Er wird durch die Einnahmenseite dazu gezwungen.

Selbst verdi hat ja mittelerweile erkannt, dass man nicht nur um höhere Löhne streiten muss sondern auch dafür Sorge tragen muss, dass die Einnahmen erhöht werden.

Elisabeth
 
Du hast vergessen, dass dem AG Alternativen aufgezeigt werden müssen. Wie wäre es mit der Bereitschaft in einem Pool zu arbeiten mit der Garantie der täglichen Arbeitszeit- dafür aber Flexibilität was den Einsatzort anbetrifft.

Nochmal: kein AG macht solche Sachen aus Boshaftigkeit. Er wird durch die Einnahmenseite dazu gezwungen.

Selbst verdi hat ja mittelerweile erkannt, dass man nicht nur um höhere Löhne streiten muss sondern auch dafür Sorge tragen muss, dass die Einnahmen erhöht werden.

Elisabeth

Hallo Elisabeth,
du hast recht, kein AG macht das aus Boshaftigkeit. Aber leider habe ich schon zu häufig mitbekommen, dass der AG bei Änderungswünschen immer mal wieder sein Gehirn nicht einschaltet, bzw. nicht soziale Aspekte berücksichtigt.

Ich gebe Dialyseheiz recht, dass man sich als Kollege z.B. mit der Mitarbeitervertretung Gedanken machen muss, wie Arbeitszeiten in der Zukunft aussehen könnten. Mit den Vorschlägen kann man dann in die Diskussion gehen und findet, auch die Erfahrung habe ich sehr häufig gemacht, einen Konsens mit dem AG.

Aber zunächst kann ich nur jedem Kollegen raten einseitige Vorgaben vom Arbeitgeber nicht kritiklos hinzunehmen.
Grüsse
Spielemann
 
Hallo Spielemann,

da gebe ich dir vollkommen Recht. Wir haben ja auch schon den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht und den Personalrat informiert, dass wir nicht einverstanden sind. Der wußte ja nichts davon. Er ist davon ausgegangen, dass das mit uns gemeinsam beschlossen wurde. Und STL hatte wohl so geplant, dass bis zur Besprechung die Genehmigung schon durch ist. Wäre sie wohl auch, wenn die eine Sitzung nicht verschoben worden wäre. Somit haben wir wohl Glück im Unglück und haben noch etwas Aufschub bekommen. Bei unserer nächsten Besprechung können wir nun versuchen einen Konsenz zu finden. Dank eurer Hilfe :bussis: kann ich ja nun auch einiges dazu beitragen.Danke Sandra
 
Erklär mal einer Pflegekraft, dass es nicht mehr gesichert sein kann, dass man immer auf derselben Station arbeitet. *gggg* Du wirst schnell an deine Grenzen kommen. Denn da heißt es auch wieder: das können die doch nicht mit uns machen.

Es war, es ist so, es wird immer so sein... der Schlachtruf der Pflegekräfte in D?

Elisabeth
 
Hallo Elisabeth,
du hast vollkommen recht. Die Zeiten verändern sich, leider nicht immer zum besseren. Aber wir müssen nicht alle Veränderungen kritiklos hinnehmen.
Manchmal haben Veränderungen aber auch positive Effekte. Auch das soll gesagt werden, manchmal muss man auch mal was ausprobieren.
Grüsse
Spielemann
 
Manchmal haben Veränderungen aber auch positive Effekte. Auch das soll gesagt werden, manchmal muss man auch mal was ausprobieren.

Und das kann auch mal bedeuten: verkürzte Dienste um die Arbeitsspitzen zu senken.
Naheliegend ist da nun mal die Kurzarbeiter zu nehmen. Von einer Vollzeitkraft ist wohl nicht zu erwarten, dass sie statt 20 Arbeitstagen dann 28 Tage erscheinen muss.

Elisabeth
 
Also:

Für "Belastungsspitzen" und den Arbeitgeber gut und sinnvoll.
Für Voll- und Teilzeitkräfte, die nicht um die Ecke wohnen unprofitabel.


Gruß
Dennis
 
Hallo jackdaniels,
aber der AG hat nun mal keine Schuld an Deinem entfernten Wohnort!!! Ebenso wenig für den Kosten- und Materialaufwand, um zum Dienst zu erscheinen! Du kannst Dich als AN auch jeden Morgen in Hamburg in den Flieger setzen, um nach Hannover zum Dienst zu kommen...
Es bleibt jedem unbenommen, sich Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes zu besorgen. Der weit entfernte Wohnsitz fällt halt klar unter das "Privatvergnügen" des AN.

AG legen im Vertrag meistens eine wöchentliche Arbeitszeit fest...bei der Aufteilung dieser Stunden auf einzelne Tage oder Schichten sowie beim Arbeitsort hat er Weisungsbefugnis.

Ich bin jetzt z.B. an meinen Arbeitsort gezogen...wenn der AG aber die Schule an einen weit entfernten Ort verlegt, und ich plötzlich 50 Km Anfahrt hätte, dann wäre das sein gutes Recht!
WIE ich dort hinkomme und welchen Aufwand ich hierfür betreibe, bleibt meine Sache!
 
Hallo,
wenn Arbeitsstellen verlegt werden oder neue Arbeitszeiten eingeführt werden, kann der AG dies machen.
Er darf aber nicht einfach bei einem Kollegen die Tagewoche verändern. Das ist Mitbestimmungspflichtig. Wenn der AG der MAV dann gute Gründe vorlegen kann, warum er nur bei bestimmten AN die Tagewoche ändern will und die MAV diesen Weg mitgeht, ist das in Ordnung.
Bei der Veränderung der Tagewoche darf der AG aber nicht nur an die Teilzeitkräfte denken, denn die haben die Teilzeit mit dem AG zu anderen Bedingungen angenommen.
Grüsse
Spielemann
 
Auf Nachfrage was im Vertrag steht, wurde aber nur die Wochenarbeitszeit genannt. Sollte da keine Tagewoche festgelegt sein, seh ich auch schwarz für die Kollegen.
Liebe Grüße von der Yvo, die als Teilzeitkraft auch verkürzte Dienste (6 Std) im Stationsalltag schieben muss.
 
Hallo jackdaniels,
aber der AG hat nun mal keine Schuld an Deinem entfernten Wohnort!!! Ebenso wenig für den Kosten- und Materialaufwand, um zum Dienst zu erscheinen! Du kannst Dich als AN auch jeden Morgen in Hamburg in den Flieger setzen, um nach Hannover zum Dienst zu kommen...
Es bleibt jedem unbenommen, sich Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes zu besorgen. Der weit entfernte Wohnsitz fällt halt klar unter das "Privatvergnügen" des AN.

AG legen im Vertrag meistens eine wöchentliche Arbeitszeit fest...bei der Aufteilung dieser Stunden auf einzelne Tage oder Schichten sowie beim Arbeitsort hat er Weisungsbefugnis.

Ich bin jetzt z.B. an meinen Arbeitsort gezogen...wenn der AG aber die Schule an einen weit entfernten Ort verlegt, und ich plötzlich 50 Km Anfahrt hätte, dann wäre das sein gutes Recht!
WIE ich dort hinkomme und welchen Aufwand ich hierfür betreibe, bleibt meine Sache!

Ähm, das war eigentlich mehr eine Feststellung als eine auf mich bezogene Tatsache.
Ich fahre jeden tag 46 km eine Tour und sowas wie hier beschrieben wird mich nicht treffen, dafür haben wir 400 € Jobber.

Aber nochmal im Gegenzug, ich trage auch keine Schuld daran, das es tageszeitliche Belastungsunterschiede gibt und für den Materialaufwand und die Kosten meines AG.


Gruß
Dennis
 
Hallo @all,

habe nochmal genau nachgeschaut.Wörtlich heißt es im geänderten Arbeitsvertrag: "Die Arbeitszeit von Frau ..... wird ab ..... auf die Hälfte der durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer Vollzeitkraft festgesetzt..... Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 1/2 der jeweils regelmäßigen Arbeitszeit einer Vollzeitkraft. und : Andere Aufteilung der Wochenarbeitszeit (Änderung der Tage -Woche)
So viel ich weiß gilt bei uns die fünf Tage Woche.

@ Elisabeth,

ich bin trotz Wunsch meinerseits und auch der alten Station nicht mehr dahin zurückgekommen. Ich habe PDL sogar angeboten,wenn ich weiter ganze Tage Arbeiten kann, als Springer im Haus zu fungieren. Ich persönlich finde das gar nicht schlecht, das erweitert den Blichwinkel ungemein. Wurde aber abgelehnt. Momentan ist es aber so, dass einer von uns immer wieder Stundenweise an andere Stationen ausgeliehen wird. Wo ist also die Logik? Für mich klingt das nicht nach Logik, sondern eher als Machtdemonstration. Ich Chef- ich schaff an. Bis jetzt haben wir es intern ja auch immer geregelt bekommen. Wir haben ein ganzes Jahr !!! zwei Dauerkranke + 2 Langzeitlehrgänge kompensiert ohne zusätzliches Personal bei immens hohem Patientendurchlauf (ich erwähne nur die vielen Noroviren Epedemien + sehr viele kranke schwerbehinderte Heimpatienten die alle MRSA pos. waren) Also ich denke den Satz von dir :
Es war, es ist so, es wird immer so sein... der Schlachtruf der Pflegekräfte in D? dem kann ich definitiv nicht zustimmen. Zumindest nicht bei uns. Wir sind schon offen für Veränderungen. Nur müssen diese Veränderungen auch etwas positives bewirken. Bis jetzt bringen viele Veränderungen
nur mehr Arbeit- mehr Aufwand- weniger Zeit für den Patienten und ausgepowertes PP. Nur weil man ab und an mal STOPP ruft und SO NICHT ,heißt es nicht das man nicht offen für Veränderungen ist. Warum ist denn in der Pflege der BURN-OUT so ein großes Thema? Auf anderen Stationen funktioniert es zum Bsp. wenn bei hoher Arbeitsbelastung für diese Zeit Pflegehelfer abgestellt werden. Ich fürchte des weiteren bei diesen kurzen Diensten, dass ich dann keine Patienten mehr versorge, sondern nur noch die Depperlejobs bekomme. Bring mal den zum Sono ect, kannst du mir mal ein Bett aus dem Keller holen, teilst du bitte essen aus usw. Und nur dafür finde ich mich zu qualifiziert. Dafür habe ich meinen Job nicht gelernt und das ist nicht mein Tätigkeitsfeld. Aber wenn ich erst um 8.00 Uhr anfange, sind die Patienten alle schon versorgt.Auch das sind Dinge die wir angesprochen haben, wurden aber nicht als wichtig erachtet.

LG Sandra
 
Und welche Konsequenzen ziehst du jetzt aus deinem Frust?

Es gibt zwei Wege: aushalten und ggf. kaputt gehen... oder gehen. Alles dazwischen ist m.E. Kampf ohne Aussicht auf Erfolg. Es kostet deine Kraft. Ist es das wert?

Elisabeth
 

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