Überstunden dürfen nicht aufgeschrieben werden

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Kleines Helferlein, 07.03.2012.

  1. Kleines Helferlein

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    Hallo ich Lieben,
    ich arbeite in einem Altenheim (öffentlicher Dienst) und unsere tägliche Arbeitszeit beträgt 6,25 Stunden. wir kommen regelmäßig in den Engpass das wir nicht alle Arbeit in dieser Zeit schaffen und somit bis manchmal eineinhalb Stunden länger bleiben müssen, damit auch die Dokumentation nicht zu kurz kommt! Problem an der Sache ist das wir diese Zeit nicht aufschreiben dürfen! Rechtens wird es wohl nicht sein, aber wie kann man sich dagegen wehren oder es diplomatisch mit der PDL besprechen, ohne das man direkt den radikalen Weg geht und kündigt!?
    Euch schonmal einen angenehmen Tag und danke für die Antworten =)
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Weiß der Betriebsrat Bescheid?
     
  3. Fearn

    Fearn Poweruser

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    ;))))

    Wenn keine Überstunden aufgeschrieben dürfen, dann ist das sehr bescheiden ausgedrückt:

    Es müßte heißen: "Es dürfen keine Überstunden gemacht werden."

    Ein Geschenk an den Arbeitgeber ist nirgendwo vorgeschrieben.

    Dh. Wenn die Arbeitszeit um ist, dann geht man nachhause.

    " Was sollte Dein Arbeitgeber denn dagegen unternehmen?"

    Liebe Grüße Fearn
     
  4. Kleines Helferlein

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    Ich bin erst seit 1.1. diesen Jahres in dem Haus und weiß das nicht mit dem Betriebsrat^^
    Und naja dann müsste ich nach Hause gehen mit einer Visite die nicht ganz ausgearbeitet ist oder sonstige Dinge sind nicht eingetragen die wichtig für den nächsten Dienst wären, und am nächsten Tag bekommt man einen Rüffel dafür, also ist alles ziemlich mies^^ Zumal mich das bis in Freizeit verfolgt!
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Wissenslücke bezüglich Betriebsrat ließe sich ja durch einen Anruf klären. Dann wird er aber aktiv!

    Wenn Du die Visite oder sonstwas in der Dienstzeit nicht fertig ausarbeiten kannst, dann sag doch einfach den Kollegen der nächsten Schicht Bescheid. Dann sollen die das machen.

    Wegen eines patientenbezogenen Notfalls bleibe ich auch länger, aber nicht für bürokratischen Krimskrams. Wenn es um wenige Minuten geht, okay, die geh ich dann auch mal früher, aber anderthalb Stunden?
     
  6. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Hallo, mein Rat:

    Wer sagt Dir denn das Du keine Mehrarbeit/Überstunden aufschreiben darfst? Es scheinen KollegInnen zu sein und mit welcher Begründung?
    - schreibe Dir Deine Überstunden (Datum, Uhrzeit), mit Begründung zum Beispiel: Visitenausarbeitung, ect.
    - erste Anlaufstelle wäre für mich die PDL, danach kommt der Betriebsrat dran.

    LG
    Claudia B.
     
  7. Kleines Helferlein

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    Die Order kommt von der PDL und der Heimleitung, wenn Mehrarbeit oder Überstunden gemacht werden müssen muss das VORHER genehmigt werden, is ja schon ein irrsinn in sich^^ So wurde es bei der letzten Wohnbereichsleitungsbesprechung besprochen. Und im ersten Monat hab ich das so gemacht mit dem aufschreiben, die wurden aber nciht gut geschrieben. Die Regelung hab ich durch Kollegen erfahren ist seit einem Jahr so, keiner weiß aber warum aber alle sind unzufrieden!
    Und dem Nachtdienst kann ich leider nicht die Visite ausarbeiten lassen, die sind nur zu zweit für 75 Bewohner^^
     
  8. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Dann wäre für mich der nächste Schritt der Betriebsrat.

    Ich kann immer nur mit den Kopf schütteln und frage mich wann WIR endlich kapieren das wir uns selbst in die Pfanne hauen?

    Buchtipp:Verlag Hans Huber - Fachverlag für Psychologie, Psychiatrie, Medizin, Pflege, Gesundheit

    Claudia B.
     
  9. Kleines Helferlein

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    Das Problemen ist das wir alle ein sehr hohes Maß haben uns ausnutzen zu lassen und erst dann den Mund aufmachen wenns zu spät ist! Ich bin mittlerweile am überlegen nicht lieber was ganz anderes zu machen, weil besser wird es bestimmt nicht in der Pflege ;)
     
  10. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    nun- es gibt auch andere Bereiche in denen das Prekariat gelebt wird (Wissenschaft z.B.).
    Was Du beschreibst ist nicht archetypisch für den Pflegeberuf an sich, sondern stark vom AG abhängig. Du kannst also mit den Füßen abstimmen und gehen...es gibt auch bessere Organisationen! Und bedenke: wir haben einen absoluten Fachkräftemangel.
     
  11. Kleines Helferlein

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    Danke das du an mein Gewissen appelierst, aber die letzten 10 Jahre Pflege haben mir es andersder gezeigt^^ Arbeitsbedingungen = CHAOS! Und natürlich weiß ich das wir Fachkräftemangel haben... nur dann stellt sich die Frage warum!? =)
     
  12. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Und das über JAHRzehnte uuund darum ist es sooooo schade kompetentes Personal wird verloren, weil WIR es MIT in der Hand haben.

    Ach, Mensch....
     
  13. Kleines Helferlein

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    Nun gut, ich werde diese Woche den Versuch starten und mit der PDL reden, wenn das alles nichts nutzt werd ich mich wohl mal wieder auf dich suche machen nach was Neuem.
    Danke für die Antworten!
    Liebe Grüße
     
  14. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Das finde ich jetzt noch nicht mal so tragisch. D.h. doch auch, daß man Überstunden schon machen "darf" (DANKE!), wenn es genehmigt ist.
    Warum holt man sich dann keine Genehmigung bei der diensthabenden Leitung (die vielleicht sogar dafür Bereitschaftsgeld einsteckt)? Und wenn man die Genehmigung nicht bekommt, dann dokumentiert man das, was deswegen nicht erledigt ist und geht nach Hause. Natürlich sollte man schon eine gewissen Zeit vorher anrufen, damit eventuell jemand aus einem anderen Wohnbereich, wo nichts ;) zu tun ist zum Helfen abgesandt werden kann und man die notwendige Doku auch durchführen kann.

    Ich weiß, sehr theoretisch... - aber so würde nach Eueren Regeln gespielt.

    Wie lange willst Du bei einem AG arbeiten, wo täglich 1,5 Überstunden (entschudige: Ehrenamt-Stunden) gemacht werden?

    LG
    hype
     
  15. Kleines Helferlein

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    Nunja ich denke es wäre Vieles andersder gestaltbar und auch für beide Parteien wie AG und AN machbar nur meistens sind es die zu lange aufrechterhaltenen Gewohnheiten in den Köpfen der Menschen und zu viele derjeniger die den Mund nicht auf machen das wir uns immer wieder im Kreise drehen werden ;)
    Also wird man weiter im Arbeitsdschungel auf der suche nach vernünftigen Arbeitgebeern sein =)
    Mit diesen Worten leg ich mich nun fein schlafen, und wünsche euch allen eine geruhsame Nacht =)
     
  16. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Durch Wegrennen ändert man aber auch nix. Stehenbleiben und kämpfen, nur so kann man was erreichen!
     
  17. thorstein

    thorstein Poweruser

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    Wo soll man da bitte argumentativ ansetzen? 10 Jahre in der Pflege und weiss nicht einmal, ob es einen Betriebsrat gibt. Was ist da das Ziel: von AG zu AG wandern und auf einen glücklichen Zufall hoffen? Am Ende, ohne sich je die Mühe gemacht zu haben, sich mit dem Thema Interessenvertretung auseinanderzusetzen, aus dem Beruf ausscheiden?
    Das ist offensichtlich eine selbstgewählte Unmündigkeit. Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann. Nach 10 Jahren Berufserfahrung ist das doch nicht zu viel verlangt. Also aufwachen und kämpfen!
     
  18. Claudia B.

    Claudia B. Poweruser

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    Hallo,
    Das ist es, es ist ein UMdenken angesagt und handeln.
    Da hat sich über Jahrzehnte etwas eingeschlichen, was selbstverständlich geworden ist und nicht mehr hinterfragt wird (von beiden Seiten AG UND AN).
    Nehme ich nur die Wertschätzung (und das ist nicht nur finanziel gemeint), frage ich mich warum schaffen wir als Personal es noch nicht mal untereinander uns Wert zu schätzen?
    Beispiel:
    Wie verhalten wir uns bei Krankmeldungen?
    Da werden die Augen verdreht, über die Kollegin/Kollege hergezogen (die/der macht blau ect.) usw.
    Warum? Man(n)/frau muss einspringen, die Arbeit wird nicht weniger sondern auf weniger Köpfe verteilt und wer ist dafür verantwortlich?
    Der Kranke wird dafür verantwortlich gemacht und nicht der AG der das Personal so auf ein Minimum reduziert hat.

    Das kann man(n)/frau unendlich weiter ausführen.

    Den Spruch: Wenn dann Alle gleich.
    Lassen mir die Nackenhaare aufstellen, weil es gibt immer welche die gleicher sind, zu recht und die die sich ihr Recht machen.

    LG
    Claudia B.
     
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