Ministerin Schröder tritt ins Fettnäpfchen

Ja , da hast du Recht. Ist aber auch von Haus zu Haus etwas verschieden, was gemacht wird und was nicht. Auf Intensiv nochmals.

Essenstablett austeilen, no way, dafür gibt es die amerikanischen 1 Eurojobber.
Essen geben auf Station ja, Grundpflege bei uns ja.
Aber einen Sheldon ziehen ist Arztaufgabe:lol1: weil das Lumen so gross ist, ein Swan ziehen wiederrum ist okay. Wir haben viele NPs,(nurse practioner) die einiges erledigen, was in ich in Deutschland selbst gemacht habe. Wir haben Respiratoristen ( heisst das so auf Deutsch?) die sich um alles was um Beatmung angeht kümmern, einschliesslich BGAs. Es gibt für alles Protokols und man ist in vielen nicht frei in den Entscheidungen. Die Angst vorm Verklagt werden ist so gross was vieles lähmt.
Insgesamt ist das Arbeiten aber ähnlich zu Deutschland und keiner hat ein Problem damit das ich meine Perfusoren selber putze, ( crazy German) aber ständig verschwinden meine glänzenden Perfusoren gegen die pelzigen:kloppen: Es ist schwieriger mal Ausnahmen zumachen, Policy ist das grosse Zauberwort und die müssen eingehalten werden. Wenn in Deutschland Zeit ist, bin ich mir nicht zu fein, meinem Pat. die Haare zuwaschen, warum auch, mir ist doch das wichtigste das sich mein Pat. wohl fühlt! ich glaube nur sehr wenige RNs kämen auf den Trichter.

Es ist anders, aber dieses System hier ist über einen langen Zeitraum gewachsen und hat Für und Wieders, in Deutschland will man einfach was übernehmen, aber nimmt sich nicht die Zeit zuschauen warum es evtl. nicht passt.
Das amerikanische System ist soviel teuerer als deutsche, das liegt nicht nur an den Ärzten! Hat viele Lücken, Amerikaner reden nur nicht darüber.

Ich bin ja nicht gegen einen Wechsel, aber die Politik hat nicht unser und auch nicht das Glück der Pat. im Sinn,sondern will viel Geld sparen auf der breiten Massen!
 
Ich weiß nicht, das gesamte Thema stellt sich für mich einfach nur so da, daß der Politik nicht viel einfällt und das die etwas hilflos dastehen.
Liebe Grüße Fearn
 
Hallo Kollegen,
ich kenne ja nun das deutsche System und das daenische. Der Unterschied liegt meiner Meinung nach, mal pointiert ausgedrueckt darin, dass die daenische Krankenschwester viel bei wenig Patienten und die deutsche wenig bei vielen Patienten macht.
 
So ganz langsam werd ich ein klein wenig pampig...
Es geht nicht darum, sich für irgendwas zu "fein" zu sein.
Es geht darum, dass ich

- die Beatmung steuere, die BGA mach, den Pat. bis zur Extubation selber manage, selber an allen Perfusoren rumdreh, alles mögliche und unmögliche an Medis selbstängig verabreiche, mit Therapievorschlägen zum Arzt renn,...

UND

- die Grundpflege mach, alle Lagerungen, Verbände, Kurve schreiben, mit Angehörigen reden, Behandlungspflege jedweder Art, Mob., Essen eingeben, Infusionen herrichte, defäkalisiere, etc...

UND

- die ****** Wäscheschränke auffüll, das Zimmer bestücke, die Maschinen auf-/abrüste, putze, Schüsseln spüle, Apotheke ausräum, Container ausräum, den Pat. zur Toilette fahr, zur Diagnostik, verlege, Essen bestell, ...


Und man darf jetzt raten, für welchen Teil dieser Aufgaben fünf Jahre Ausbildung sinnvoll sind. Und weiter kann man raten, was den Kollegen (oder zumindest einem Teil) sauer aufstößt...wenn die hochheiligen "Außenarbeiten" (allein das Wort) liegen bleiben oder der Patient halt nicht extubiert wurde...weil keiner sich neben hin stellt und ne Stunde Zeit investiert. Lieber die Sedierung wieder hochdrehen, dann bleibt Zeit zum Putzen.

Dieser Beruf krankt massiv an völlig falschen Einstellungen.

DS


Und ich werd einen Sch***** tun und mich darüber beschweren, wenn sie einen mit sechs Wochen Crashkurs und für 6,50 die Stunde einstellen, dem ich dann tatsächlich sagen kann: Mach das jetzt und dieses nachher.

Und noch eins: Das Ende vom Lied wird sein, dass es für alle "Spezialaufgaben" oder "qualifizierte Bereiche" Assistenzberufe und Akademiker geben wird. Die Physio haben wir vor Jahrzehnten abgegeben, jetzt kommen eben CTA, ATA, OTA, Atemtherapeut, Bachelor of Nursing, was-weiß-ich-was noch alles....der "Pflege" bleiben dann endlich wieder ihre Kernaufgaben! Bis irgendwem (zum Beispiel einer gewissen Ministerin) auffällt: Das kann egtl. irgendwie doch jeder...und mit welcher Argumentation will man das dann auch abwehren?
 
Hallo,

dass ein Pflegenotstand kommt, ist ja, wenn man etwas rechnen kann, nicht erst seit gestern bekannt.
Meinetwegen soll jeder ein Chance haben, wenn er wirklich in diesen Beruf möchte und sich als geeignet erweist.(Wer auch immer das dann berurteilt)

Nur wer will das, dei den derzeitigen Rahmenbedingungen noch?
Statt das Berufsbild attraktiver zu gestalten, wird nun lieber geschaut, wem wohl mangels Alternativen, nichts anderes übrig bleibt, als in die Pflege zu gehen, überspitzt formuliert.

@monaluna. Seinen Bettplatz nicht selber zu putzen hat ja nichts damit zu tun, sich zu fein für solche Tätigkeiten zu sein.
Ich habe weder die Zeit dazu und desweiteren bin ich auch wohl etwas teuer für solche Arbeiten.
Außenarbeiten und manche Aufrüstaktionen werden glücklicherweise unter der Woche von den Stationsassistenten übernommen. Klappt super muss ich sagen.

Ah, hab grad noch einen "Aufreger" gefunden: Bibliomed - News

Gruß, Mary
 
Pflegekammer=Rettungsanker
 
So ganz langsam werd ich ein klein wenig pampig...
Es geht nicht darum, sich für irgendwas zu "fein" zu sein.
Es geht darum, dass ich

- die Beatmung steuere, die BGA mach, den Pat. bis zur Extubation selber manage, selber an allen Perfusoren rumdreh, alles mögliche und unmögliche an Medis selbstängig verabreiche, mit Therapievorschlägen zum Arzt renn,...

UND

- die Grundpflege mach, alle Lagerungen, Verbände, Kurve schreiben, mit Angehörigen reden, Behandlungspflege jedweder Art, Mob., Essen eingeben, Infusionen herrichte, defäkalisiere, etc...

UND

- die ****** Wäscheschränke auffüll, das Zimmer bestücke, die Maschinen auf-/abrüste, putze, Schüsseln spüle, Apotheke ausräum, Container ausräum, den Pat. zur Toilette fahr, zur Diagnostik, verlege, Essen bestell, ...


Und man darf jetzt raten, für welchen Teil dieser Aufgaben fünf Jahre Ausbildung sinnvoll sind. Und weiter kann man raten, was den Kollegen (oder zumindest einem Teil) sauer aufstößt...wenn die hochheiligen "Außenarbeiten" (allein das Wort) liegen bleiben oder der Patient halt nicht extubiert wurde...weil keiner sich neben hin stellt und ne Stunde Zeit investiert. Lieber die Sedierung wieder hochdrehen, dann bleibt Zeit zum Putzen.

Dieser Beruf krankt massiv an völlig falschen Einstellungen.

DS


Und ich werd einen Sch***** tun und mich darüber beschweren, wenn sie einen mit sechs Wochen Crashkurs und für 6,50 die Stunde einstellen, dem ich dann tatsächlich sagen kann: Mach das jetzt und dieses nachher.

Und noch eins: Das Ende vom Lied wird sein, dass es für alle "Spezialaufgaben" oder "qualifizierte Bereiche" Assistenzberufe und Akademiker geben wird. Die Physio haben wir vor Jahrzehnten abgegeben, jetzt kommen eben CTA, ATA, OTA, Atemtherapeut, Bachelor of Nursing, was-weiß-ich-was noch alles....der "Pflege" bleiben dann endlich wieder ihre Kernaufgaben! Bis irgendwem (zum Beispiel einer gewissen Ministerin) auffällt: Das kann egtl. irgendwie doch jeder...und mit welcher Argumentation will man das dann auch abwehren?

Das, was Du da sagst, klingt fuer mich ziemlich schluessig.
 
Ich habe noch einmal ein bisschen nachgedacht, worin ein Vorteil der Akademisierung der Pflege liegen koennte. Selbstverstaendlich kann man eine korrekte Ausfuehrung einer Taetigkeit problemlos auf einer Berufsfachschule lernen. Und natuerlich ist es moeglich, auch Menschen, die es nicht so mit dem Lernen haben, so auszubilden, dass sie in der Pflege nuetzlich sein koennen.
Was mir an der deutschen Krankenpflege so fehlt, ist aber das Theoretische. Das wissenschaftliche Auseinandersetzen mit Problemen. Die Ausbildung, beispielsweise Studien zu verstehen. Empirie. Es ist hier voellig normal, dass die Pflegekraefte forschen. Es faellt jemanden ein Problem auf. Dann versucht er, eine evidenzbasierte Loesung dafuer zu finden. Und die Kollegen sind in aller Regel sehr aufgeschlossen.
Hier macht man sich nicht so viel Gedanken darueber, ob man nun den rechten Arm zuerst waschen sollte und dann den linken. Aber man denkt darueber nach, was der Ort Intensivstation eigentlich mit den Menschen macht. Und man weiss nicht nur intuitiv, dass Reden mit Patienten und Angehoerigen "irgendwie gut ist". Man untersucht das genauer. Und deshalb haben die Pflegekraefte hier auch mehr anzubieten.
Das Umfeld der Pflegekraefte ist einfach aufgeschlossener, weil es breiter ausgebildet ist. Meine Erfahrung.
Weiss nicht, ob das hier genau reinpasst.

Viele Gruesse
 
Nochmal: Fr. Schröder hat nie geäußert, dass auf einer Intensivstation vornehmlich Hilfskräfte arbeiten sollten. Es war nie davon die Reden, dass Pflegetherapie wie z.B. Bobath von Hilfskräften ausgeführt werden sollte. Es war nicht angedacht, dass Hilfskräfte den Pflegebedarf erheben, Planungen erstellen, Pflegerisiken feststellen, Angehörigen anleiten sollen.

Es ging um die ganz banale Grundpflege- um es mal auf den Punkt zu bringen: das persilrein waschen, das lagern nach Standard, das essen anreichen, das Schieber entleeren, usw..

Warum gelingt es in diesem Thread eigentlich nicht, den Pflegebedarf der Pat. zu unterscheiden? Liegt es daran, dass so mancher User sehr wohl erkennt, dass sein Arbeitsplatz als GuK zur Disposition stehen könnte, wenn man anfängt zu schauen, welchen IQ man für welche Tätigkeit braucht? Sollte es tatsächlich daran liegen, dann sind jegliche Versuche Pflege zu professionalisieren umsonst.

Wann kommt Pflege in der Realität an? Es ist kaum zu erwarten, dass in den nächsten Jahren soviel Geld ins System gespült wird, dass es für alle Wunschvorstellungen reicht. Zum Verständnis: steigenden Zahlen der Pflegebedürftigen stehen die Zahlen der ins System einzahlenden Menschen gegenüber. Schon heute verschwindet ein net geringer Anteil in den Sozialabgaben. Schon heute findet jeder Bürger 15,5% sind nun mal langsam genug. Zumal ja noch mehr gezahlt werden darf an Abgaben.

Elisabeth

PS @bisauf- kannst du bitte mal Infos einziehen, wie es auf den Normalstation ist? Und für die Argumentation von Fr. Schröder brauchen wir Infos zum Verhältnis Fachkraft-Hilfspersonal aus den Pflegeeinrichtungen. Erst dann kann man die Aussage in einen Kontext stellen.

@monaluna- in welcher Position bist du aktuell eingestellt? Als RN? Oder welche Position nimmst du ein? Deiner Beschreibung nach bist du eher der Ausführende der Pflege, denn der Befund erhebende und organisierende.
 
Warum gelingt es in diesem Thread eigentlich nicht, den Pflegebedarf der Pat. zu unterscheiden? Liegt es daran, dass so mancher User sehr wohl erkennt, dass sein Arbeitsplatz als GuK zur Disposition stehen könnte, wenn man anfängt zu schauen, welchen IQ man für welche Tätigkeit braucht? Sollte es tatsächlich daran liegen, dann sind jegliche Versuche Pflege zu professionalisieren umsonst.

Treffer.

Ersetze noch IQ durch Qualifikation (denn das eine hat mit dem anderen nicht immer zwingend was zu tun).

Und es ist letztlich auch egal, von welchem Bereich man spricht...nur das Verhältnis von hoch- zu niederqualifizierten Tätigkeiten variiert dabei.
Dass es offenbar auch völlig ohne jegliche Qualifikation geht: http://www.krankenschwester.de/foru...tenpflege-hause/30654-meinem-herzen-luft.html

DS
 
Nochmal: Fr. Schröder hat nie geäußert, dass auf einer Intensivstation vornehmlich Hilfskräfte arbeiten sollten. Es war nie davon die Reden, dass Pflegetherapie wie z.B. Bobath von Hilfskräften ausgeführt werden sollte. Es war nicht angedacht, dass Hilfskräfte den Pflegebedarf erheben, Planungen erstellen, Pflegerisiken feststellen, Angehörigen anleiten sollen.

Es ging um die ganz banale Grundpflege- um es mal auf den Punkt zu bringen: das persilrein waschen, das lagern nach Standard, das essen anreichen, das Schieber entleeren, usw..

Warum gelingt es in diesem Thread eigentlich nicht, den Pflegebedarf der Pat. zu unterscheiden? Liegt es daran, dass so mancher User sehr wohl erkennt, dass sein Arbeitsplatz als GuK zur Disposition stehen könnte, wenn man anfängt zu schauen, welchen IQ man für welche Tätigkeit braucht? Sollte es tatsächlich daran liegen, dann sind jegliche Versuche Pflege zu professionalisieren umsonst.

Wann kommt Pflege in der Realität an? Es ist kaum zu erwarten, dass in den nächsten Jahren soviel Geld ins System gespült wird, dass es für alle Wunschvorstellungen reicht. Zum Verständnis: steigenden Zahlen der Pflegebedürftigen stehen die Zahlen der ins System einzahlenden Menschen gegenüber. Schon heute verschwindet ein net geringer Anteil in den Sozialabgaben. Schon heute findet jeder Bürger 15,5% sind nun mal langsam genug. Zumal ja noch mehr gezahlt werden darf an Abgaben.

Elisabeth

PS @bisauf- kannst du bitte mal Infos einziehen, wie es auf den Normalstation ist? Und für die Argumentation von Fr. Schröder brauchen wir Infos zum Verhältnis Fachkraft-Hilfspersonal aus den Pflegeeinrichtungen. Erst dann kann man die Aussage in einen Kontext stellen.

@monaluna- in welcher Position bist du aktuell eingestellt? Als RN? Oder welche Position nimmst du ein? Deiner Beschreibung nach bist du eher der Ausführende der Pflege, denn der Befund erhebende und organisierende.

Hallo Elisabeth,
in dem Artikel von ntv steht eigentlich drin, dass zu wenig Maenner in der Pflege arbeiten. Dann steht drin, dass sie das gut finden wuerdere, den (wahrscheinlich meint sie Maenner) aus den unteren Schichten eine Chance zu geben. Wo steht da was von Grundpflege?
 
Ich habe langsam auch das Gefühl, dass hier nicht mehr konkret dieser Artikel Thema ist.

Die Diskussion ob Grundpflege nur Aufgabe von Fachkräften sein kann, hatten wir ja schon desöfteren.

Inwieweit dass jetzt damit zusammenhängt, dass Fr. Schröder "Bildungsfernen" (ihre Worte, nicht meine!) den Einstieg erleichtern möchte zum Pflegehelfer und danach zum Altenpfleger, versteh ich nicht so ganz.
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber mir hat ihre Wortwahl u.a. nicht gefallen.
Desweiteren sehe ich darin keinen ernsthaften Lösungsansatz für die Probleme die auf uns zukommen, bzw schon da sind.
 
Ist das nicht immer die gleiche Leier in einer etwas anderen Verpackung?

Norbert Blüm sprach von Arbeitslosen, Angela Merkel von Hartz IV-Empfängern, Kristina Schröder von "bildungsfernen Schichten mit schlechten Noten". Allen gemeinsam ist: Sie haben schlechte Jobaussichten und gelten als schwer vermittelbar.

Und allen Politikern gemein ist, dass sie die Pflege, so wie sie jetzt ist, als einen Job ansehen, den jeder machen kann und in den man deshalb idealerweise alle schwer Vermittelbaren hineinstopft. Von einer Reform der Pflegeausbildung, von einem Personalmix als Professionellen und Angeleiteten reden die Politiker nämlich nicht.

Allen diesen Kampagnen gemein ist ebenfalls: Daraus ist nichts geworden. Ist ein Spruch, den Politiker im Ärmel haben, falls jemand fragt, was sie gegen die vielen Langzeitarbeitslosen / Hartz IV-Empfänger / schlechten Schulabgänger zu unternehmen gedenken. Stimmt ja, Pflegen kann jeder, denkt sich der Frager - und damit ist die Sache vom Tisch und für die Pflege - und die Arbeitslosen - ändert sich gar nichts.
 
Allen diesen Kampagnen gemein ist ebenfalls: Daraus ist nichts geworden. Ist ein Spruch, den Politiker im Ärmel haben, falls jemand fragt, was sie gegen die vielen Langzeitarbeitslosen / Hartz IV-Empfänger / schlechten Schulabgänger zu unternehmen gedenken. Stimmt ja, Pflegen kann jeder, denkt sich der Frager - und damit ist die Sache vom Tisch und für die Pflege - und die Arbeitslosen - ändert sich gar nichts.

Wäre ja auch zu schön, den Arbeitlosen ist geholfen, der Mangel an Pflegenden ist auch behoben, die Gesellschaft ist zufrieden und alle sind glücklich......

Ich will auch nicht sämtliche Schuld der Politik zuschreiben, denn für das derzeitge Bild von Pflege, sind wir durchaus mitverantwortlich.
 
Hallo Elisabeth,
in dem Artikel von ntv steht eigentlich drin, dass zu wenig Maenner in der Pflege arbeiten. Dann steht drin, dass sie das gut finden wuerdere, den (wahrscheinlich meint sie Maenner) aus den unteren Schichten eine Chance zu geben. Wo steht da was von Grundpflege?

"Gerade solche aus bildungsfernen Schichten, die wegen schlechter Zeugnisse den Einstieg nicht geschafft hätten", könnten in Pflegeberufen unterkommen, sagte Schröder. Wer sich als Pflegehelfer bewähre, solle künftig "unabhängig von den Schulnoten die Chance erhalten, sich zum Altenpfleger weiterbilden zu lassen".
Quote für die Pflege?: Schröder wirbt um Männer - n-tv.de

Was steht hier konkret. Das es auch für Männer denkbar ist, trotz schlechten Voraussetzungen in die Pflege einzusteigen. Ein Aufstieg ist auch in diesem Beruf möglich.

Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege

§ 5 Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung
Voraussetzung für den Zugang zu einer Ausbildung nach § 4 Abs. 1 ist,

1.dass die Bewerberin oder der Bewerber nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ungeeignet ist und
2.der Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder
2a.den erfolgreichen Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulausbildung oder
3.der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit
a)einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren oder
b)einer Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer oder einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe.

KrPflG - Einzelnorm
Frau Schröder gibt zeigt hier also lediglich die Möglichkeiten geltenden Rechts auf.

Bewahren wird sich ein Pflegehelfer in der Pflege... und vor allem in der Grundpflege.

Das für Männer der Beruf net lukrativ ist, hat doch einen ganz anderen Hintergrund als die Bildung. Männer wollen auch in 2011 eine Familie ernähren können. Und wenn man die entsprechenden Grundlagen schafft, wirds auch was mit männlichen Pflegekräften. Nur das wird ein Wunschtraum von Fr. Schröder bleiben. Denn auch sie hat keine Gelddruckmaschine im Keller.

Elisabeth
 
Ich versuche es auch nochmal, meine Meinung mal deutlcih zumachen, und lieber Student ich wollte und will dich nicht angreifen, denn ich verstehe dich sehr gut.

Ich glaube nicht das wir die Pflegekräfte auf Dauer entlastet werden, weder durch die Akademisierung noch durch die Einstellung von Hilfskräfte.
Sobald wir unten entlasted werden, packen sie oben doch das doppelte drauf!
Ich wünsche mir von der Politik, das sie Pflege als das ansehen was sie ist, und wie wertvoll sie ist mit allen ihren Fassetten. Es sollte nicht auf den Rücken der Pflege gesparrt werden und all die Vorschläge die aus der Politk kommen, laufen in diese Richtung.

Ich finde Stationsassistenzen, Aussendienst auch alles super und würde mich nie beschweren, aber Waschhilfen brauche ich persönlich nicht, vielleicht bin ich auch zu lange von der normal Station weg, das ich dafür einen etwas verklärten Blick habe.


Aber wenn ich so manch FWBkollegen sehe geht mir die Hutschnur hoch, da wird auf einmal kein blut mehr geholt und selber aufgerüstet, weil dafür haben wir ja den Aussendienst, selbst wenn dieser völlig überlastet ist und man selbst Zeit hat.
 
Was steht hier konkret. Das es auch für Männer denkbar ist, trotz schlechten Voraussetzungen in die Pflege einzusteigen. Ein Aufstieg ist auch in diesem Beruf möglich.

Frau Schröder gibt zeigt hier also lediglich die Möglichkeiten geltenden Rechts auf.

Bewahren wird sich ein Pflegehelfer in der Pflege... und vor allem in der Grundpflege.

Das für Männer der Beruf net lukrativ ist, hat doch einen ganz anderen Hintergrund als die Bildung. Männer wollen auch in 2011 eine Familie ernähren können. Und wenn man die entsprechenden Grundlagen schafft, wirds auch was mit männlichen Pflegekräften. Nur das wird ein Wunschtraum von Fr. Schröder bleiben. Denn auch sie hat keine Gelddruckmaschine im Keller.

Elisabeth

Es gibt übrigens auch Frauen die ihre Fam ernähren muessen, es lebe die Gleichberechtigung Fr. Schröder!
Nach dem da oben, werden dann aber die Pfleger helfer gut verdienen:-) wenn sie davon eine ganze Fam. ernähren sollen, ich glaube das wird mein Job:-) keinen Schreibkram mehr, dafür pflegen und gutes Geld mitnehmen:rocken:
 
Treffer.

Ersetze noch IQ durch Qualifikation (denn das eine hat mit dem anderen nicht immer zwingend was zu tun).

Und es ist letztlich auch egal, von welchem Bereich man spricht...nur das Verhältnis von hoch- zu niederqualifizierten Tätigkeiten variiert dabei.
Dass es offenbar auch völlig ohne jegliche Qualifikation geht: http://www.krankenschwester.de/foru...tenpflege-hause/30654-meinem-herzen-luft.html

DS

Ja und die arme arbeitet sich einen Wolf, das kann es doch auch nicht sein.
Natürlich kann jeder pflegen, aber wir wollen doch das unser Beruf anständig bezahlt wird, oder? Und deshalb sollten wir nicht tiefstapeln!

Bestes Beispiel: Beinvenenentnahme ist auch nicht schwer, wird deshalb häufig schon von "ärztlichen Hilfkräften" sprich weitergebildeten KS übernommen, super die machen die Arbeit für die Hälfte des Geldes und wahrscheinlich sogar auch besser, aber ist das was wir wirklich wollen? In Amerika verdient übrigens ein guter PA (ärztliche Hilfskraft) deutlich mehr als ein manch deutscher Arzt!
Und die Ausbildung wird teuerer, ich denke viele von euch zahlen locker um die 200-300 Euro pro Monat fürs Studium, das muss sich dann meiner Ansicht nach später auch rechnen und nicht nur 20 euro mehr pro Monat.

Mich regt es tierisch auf, das wir uns so ausnehmen lassen, es ist Geld da nur leider nicht für uns und warum spart man nicht an den anderen Sachen? Oder wenn dann ständig entschuldigt wird aber es ist ja kein Geld da!