Ministerin Schröder tritt ins Fettnäpfchen

Vielleicht hilft ein Blick über den Tellerrand...und ja, das ist legitim. Pflege ist ein Beruf wie jeder andere auch. Man muss hier nicht mehr oder weniger "berufen" sein, brauch keine wundersamen anderen Fähigkeiten. (Sonst müssen wir das Ordenssystem wieder einführen).
Also - wie schauts woanderst aus?
Angenommen dein Betrieb hat Dich 5 Jahre lang ausgebildet (nehmen wir einen Facharbeiter mit der einen oder anderen Weiterbildung) und der Chef sieht dich dabei, wie du eine Maschine putzt oder die Halle kehrst...statt Dich um die Sachen zu kümmern, wofür Du EXTRA ausgebildet wurdest. Und dem erklärst Du dann: Dann weiß ich, dass es richtig gemacht ist - und es macht mir gerade auch mehr Spaß.
Dann würde ich als Chef sagen: Toll - dann bezahl ich Dich auch so wie denjenigen, der egtl. die Maschine putzen und die Halle kehren soll.

Versteht mich nicht falsch - natürlich muss ich in der Pflege sehr genau aufpassen, welche Aufgaben delegierbar sind. Und man darf auch nicht immer alles über einen Kamm scheren. Es ist nunmal ein Unterschied, ob ich dem Mensch mit Z.n. Insult das erste mal was zu Essen geb bzw. nen Schluckversuch durchführ, oder ihn auf ein Leben mit Halbseitenlähmung trainiere - oder ob ich jemanden Essen eingebe, der dies seit Wochen nicht mehr selber schafft oder jemanden zu Toilette begleite.

Und ich weigere mich schlicht, mit fünf Jahren Ausbildung

- Wäscheschränke aufzufüllen
- Zimmer aufzufüllen
- irgendwelche Schüsseln zu putzen
- irgendwelche Container auszuräumen
- irgendeinen Mist von A nach B zu tragen
- den Telefonisten zu geben
- Spülmaschinen auszuräumen
- etc.

Da geht nämlich leider auch meine Selbstbild als qualifizierte Fachkraft drauf. Bzw. ist draufgegangen. Mit dem Ergebnis, dass mich mein Beruf anödet und ich ihn (nachdem eine Ausbildung und eine FWB in mich "investiert" wurde) verlasse. Blöd für den AG, blöd irgendwo auch für mich.

DS
 
Guter Vergleich:-), und hier muss ich dir bzw. dem Chef recht geben. Aber ich würde dem chef sagen, meine andere Arbeit habe ich auch geschaft:hicks:
Hast du mal den Arbeiter in mit 5 Jahre Ausbildung gefragt, wieviel er verdient?

Ich mache ja auch nicht alles, aber Grundpflege gehört für mich schlichtweg zum Pflegeberuf auch als Fachweitergebildete. Putzen nun nicht unbedingt, allerdings mag ich auf manchen Stationen auch den Perfuser nichtmal mit Handschuhen anfassen, 7 Jahre Perfuser mit Zahnbürste geputz, das bleibt hängen, und ich liebe nichts mehr wie einen sauberen Arbeitsplatz, aber ja Putzen, Schraenke ausmisten einräumen, Bestellungen schreiben koennen andere. oder sicher genauso gut wie ich, wenn nicht besser.

Versteh mich nicht falsch, Pflege sollte sich auf ihre Aufgaben konzentrieren, aber dazu gehört auch die Grundpflege, oder koennen wir uns nur noch darüber definieren wieviel Arbeit wir anderen Berufsgruppen (vor alledingen den Ärzten) abnehmen.
 
Nur ist Grundpflege eben nicht gleich Grundpflege.

Ich hab weder ein Problem noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Praktikantin/den Zivi/die Hilfskraft mit Herr X (dem man gestern ne Bandscheibe operiert hat, und em es gut geht, aber eben noch etwas schlapp iss und eben Hilfe brauch) ins Bad zu schicken. Und da ist es mir auch egal ob Herr X sich alles so wäscht, wie das im "Pflege Heute" steht. Der Mann ist klaren Verstandes und weiß was er will und was nicht.
Dasselbe gilt, wenn Frau X mit der gebrochenen Hand ihr Essen net selber einnehmen kann. Etc.
Und auch bei einem bettlägerigem Patienten - wenn ich der Hilfskraft sage: Pass auf, ich hab mir den Patient angeschaut, achte bitte auf...., dann kann ich es verantworten, das nicht selber zu machen. Ich muss es ggf. zwischendurch kontrollieren/anleiten/korrigieren - aber genau das wäre dann auch mein Job.

Statt dessen verbring ich 75% meiner Zeit mit Dingen, für welche mein ganzen ach so tolles Können nicht gebraucht wird.

;)

DS
 
och Pflege heute, ich habe noch nach Juchli gelernt, und ja mir ist es auch egal, was der fitte Pat. mit kleinem Wehweh wäscht und wenn er sagt, ich wasch mich heute gar nicht, kann ich auch mit Leben:-)

Na dann ist ja die Zukunft nach deinem Geschmack:-).

Delegieren kann man alles, und selbst Blutabnehmen ist keine Kunst, aber bei der bettlägrigen nur sauber bekommt jeder, aber ich habe gleich meine komplette Pat. noch auf Auffälligkeiten gescheckt, meine Prophylaxen durchgeführt und ihr oder ihren Angeörgien beigebracht was sie wissen sollten nach der Entlassung, alles in einem Waschdurchgang.... bei dem anderen System kommen bis dato bis zuviel verschiedenen Pflegekräfte rein, nicht sehr angenehm und auch hier koennen Informationen verloren gehen.

Wieviel fremde Pflegefremdetätigkeiten musst du denn auf Intensiv machen was gehört für dich dazu?
 
Jaja, die Juchli hab ich auch noch...

Du hast den Teil mit "ich hab mir die Pat. angeschaut" überlesen. Prophylaxen sind auch keine große Kunst (und wenn doch, können sie nicht nebenzu erledigt werden) und das Gespräch kann ich auch führen, ohne dass ich - überspitzt und provokativ - den Urinbeutel ausgeleert hab.

Was ich erreichen muss, ist das die Hilfskraft merkt - oha, da iss was anders als sonst bzw. als es sein sollte.
Und was Intensiv betrifft: Man kann sehr viel aus einer gut geführten Kurve rauslesen...aber die Punkte und Striche in diese Kurve einzutragen, das ist nicht wirklich schwierig.
Aber egal...der Beruf wird sich ändern müssen, da führt kein Weg vorbei - die Chance besteht darin, diese Änderung so zu gestalten, dass keine Seite verliert.
 
Aber egal...der Beruf wird sich ändern müssen, da führt kein Weg vorbei - die Chance besteht darin, diese Änderung so zu gestalten, dass keine Seite verliert.

Nö, egal ist es nicht, und darf es uns niemals sein, und deinen letzten Satz kann ich unterschreiben!

Ich werde mich dann wohl eher in der praktischen Seite wiederfinden, da mich kurvenGedöns und so eher anödet, ich arbeite gerne am Bett:rocken: , allerdings will ich auch nicht ständig jemand haben der meint mir sagen zumüssen wie ich was mache, denn ich bin selber schlau und kann lesen. Könntet ihr bitte für Menschen wie mich eine Lösung finde.... also schlaue, mitdenkende Waschkraft sozusagen:-)
 
Hallo liebe Kollegen,

ich arbeite in einem skandinavischen Land. Hier darf man Krankenschwester werden, wenn man Abitur hat. Dann studiert man vier Jahre und dann ist man nach einigen wirklich nicht leichten Pruefungen Krankenschwester. Und da man einen akademischen Abschluss hat, verdient man ungefaehr so viel wie andere Akademiker mit einer sogenannten mittellangen Ausbildung (Lehrer etc.). So einfach ist das. Man ist sich hier klar, das Menschen mit einer guten Ausbildung gutes Geld kosten. Meinem Eindruck nach will man ein Deutschland einem anderen Modell folgen. Man will aus der Krankenpflege einen Billigjob machen. Mit moeglichst geringqualifizierten und unorganisierten Pflegekraeften. Man senkt deswegen die Ansprueche an die Ausbildung. Gute Sache fuer beispielsweise Aerzte. Ganz schlecht fuer Pflegekraefte.
Zu der Arbeitsplatzsituation in Skandinavien: In Daenemark hat man vor einigen Jahren reagiert und genuegend Studienplaetze geschafft. Es gibt sogar einen Ueberschuss und eine gewisse Arbeitslosigkeit unter (vorwiegend jungen) Pflegekraeften. Der Pflegeberuf ist ein beliebtes Studium und es gibt weit mehr BewerberInnen als Studienplaetze.
Was man so hoert aus Norwegen und Schweden: Kaum offene Stellen.
Es wird sich sicher laengerfristig etwas entspannen (und fuer Kollegen aus dem Ausland mit guten Qualifikationen und sehr guten Sprachkenntnissen mit Engagement geht sicher zwischendurch mal was).
Aber so einen extremen Mangel an Pflegekraeften wie in Deutschland gibt es nicht.

Gruesse
 
Könntet ihr bitte für Menschen wie mich eine Lösung finde.... also schlaue, mitdenkende Waschkraft sozusagen:-)

Kein Problem.
Zwei Jahre Ausbildung statt drei und max. Entgeltgruppe 6.

Du selber wirst allerdings dank Bestandsschutz die Entgeltgruppe behalten. Aber es kann passieren, dass Du (durch z.B. eine Kammer) verpflichtet wirst, Dich permanent fortzubilden, weil Du sonst die Berufserlaubnis verlierst. Da es dafür aber nicht mehr Geld oder Anerkennung oder sonst eine extrinsische Motivation geben wird, wirst Du nach ein paar Jahren nen anderen Job suchen.
Oder Du findest Dich damit ab, dass Dir irgendjemand sagen wird, was Du zu tun hast.

Um im Beispiel zu bleiben: Wenn der, der die Maschine putzt, merkt...oha, da iss was kaputt, dann ist das schön. Bloß reparieren darf er es nicht, ohne vorher zu fragen...


@ Bisauf: Du willst mir jetzt aber nicht erzählen, dass in Dänemark die akademisch ausgebildete (und entsprechend teure) Fachkraft den halben Vormittag damit verbringt Brote zu schmieren und Schüsseln zu spülen? Wer macht das dann?

DS
 
Hallo liebe Kollegen,

ich arbeite in einem skandinavischen Land. Hier darf man Krankenschwester werden, wenn man Abitur hat. Dann studiert man vier Jahre und dann ist man nach einigen wirklich nicht leichten Pruefungen Krankenschwester. die sind auch in Deutschland alles andere als einfach.... Und da man einen akademischen Abschluss dessen Inhalt nicht zwangsläufig für mehr Qualität bürgt hat, verdient man ungefaehr so viel wie andere Akademiker mit einer sogenannten mittellangen Ausbildung (Lehrer etc.). So einfach ist das. Man ist sich hier klar, das Menschen mit einer guten Ausbildung gutes Geld kosten.das ist mal gut...... Meinem Eindruck nach will man ein Deutschland einem anderen Modell folgen. Man will aus der Krankenpflege einen Billigjob machen. Mit moeglichst geringqualifizierten und unorganisierten Pflegekraeften. das denke ich auch; wobei das "Unorganisierte" von den deutschen Pflegekräften selbst zu verantworten ist...


Zu der Arbeitsplatzsituation in Skandinavien: In Daenemark hat man vor einigen Jahren reagiert und genuegend Studienplaetze geschafft. Es gibt sogar einen Ueberschuss und eine gewisse Arbeitslosigkeit unter (vorwiegend jungen) Pflegekraeften.dann vestehe ich die ganzen Schaltungen der Anzeigen nicht, in denen händeringend nach Personal für Skandinavien gesucht wird...
Was man so hoert aus Norwegen und Schweden: Kaum offene Stellen.
Es wird sich sicher laengerfristig etwas entspannen (und fuer Kollegen aus dem Ausland mit guten Qualifikationen und sehr guten Sprachkenntnissen mit Engagement geht sicher zwischendurch mal was).
Aber so einen extremen Mangel an Pflegekraeften wie in Deutschland gibt es nicht.

Gruesse

Vielen Dank für den mal anderen Einblick in skandinavische Verhältnisse. Was denn nun zu glauben ist, bleibt für mich immer noch fraglich.
Und mit fast 50 Jahren noch einmal "die Heimat" zu verlassen für "Arbeit" stellt sich weiterhin in Frage.
Allmählich tendiere ich doch immer mehr zu einem kompletten Ausstieg aus diesem Berufsfeld.
 
@bisauf- darf ich dich fragen, ob in deiner Einrichtung 100% akademisierte Fachkräfte beschäftigt sind?
Erledigen sie alle Arbeiten am Pat. selbst und dies bei jedem Pat.- egal in welchem Zustand (siehe Beispiele von Student)? Ich meine hier vor allem den Bereich Grundpflege, an dem sich die Diskussion ja hier entzündet hat.
Gibt es keinerlei Hilfskräfte? Gibt es eine Ausbildungsstafelung?
Ist es Angehörigen untersagt, selbst zu pflegen, da dies ja nur von qualifizierten (in diesem Fall akademisierten) Pflegekräften geleistet werden kann?

Elisabeth
 
Vielen Dank für den mal anderen Einblick in skandinavische Verhältnisse. Was denn nun zu glauben ist, bleibt für mich immer noch fraglich.
Und mit fast 50 Jahren noch einmal "die Heimat" zu verlassen für "Arbeit" stellt sich weiterhin in Frage.
Allmählich tendiere ich doch immer mehr zu einem kompletten Ausstieg aus diesem Berufsfeld.

Zu den Anzeigen vom Baltic Center. War gerade auf der Seite. Die haben genau ein Jobangebot fuer Pflegekraefte. Das Karolinska- Institut in Schweden. Das bieten sie wie Sauerbier seit Jahren an. Soweit ich weiss, haben die im letzten Jahr Personal entlassen. Ansonsten gibt es mal so Stellen wie in der gerontologischen forensischen Psychiatrie oder so. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Schweden bei 20 %. Haetten sie es gewusst?
Falls Ihr den Gedanken an Ausland hegt: g e n a u informieren und dann loslegen!
Eine akademische Ausbildung ist nicht notwendigerweise besser als eine nichtakademische(die daenische ist es! Sie ist ja auch ein Jahr laenger). Aber sie ist auf jeden Fall angesehener als eine Ausbildung, die man notfalls auch als "bildungsferner" ohne grosse Lust bestehen kann. Ich sehe die grosse Gefahr darin!
 
@bisauf- darf ich dich fragen, ob in deiner Einrichtung 100% akademisierte Fachkräfte beschäftigt sind?
Erledigen sie alle Arbeiten am Pat. selbst und dies bei jedem Pat.- egal in welchem Zustand (siehe Beispiele von Student)? Ich meine hier vor allem den Bereich Grundpflege, an dem sich die Diskussion ja hier entzündet hat.
Gibt es keinerlei Hilfskräfte? Gibt es eine Ausbildungsstafelung?
Ist es Angehörigen untersagt, selbst zu pflegen, da dies ja nur von qualifizierten (in diesem Fall akademisierten) Pflegekräften geleistet werden kann?

Elisabeth

Ich arbeite auf einer Jntensivstation. Der Arbeitsablauf ist mit dem in Deutschland ueberhaupt nicht vergleichbar. Es gibt Hilfskraefte, die eine Ausbildung zur Krankenpflegehilfe haben (dauert drei Jahre). Die duerfen helfen, duerfen aber keinen Patienten "kontrollieren". Duerfen keine Medikamente verabreichen und so. Waschen durchaus mal einen Patienten, helfen bei der Mobilisation. Passen auf, das der Patient sich nicht extubiert. Besorgen Dinge und so. Diese Teilung zwischen Grundpflege und Behandlungspflege, wie sie in Deutschland besteht, ist hier nicht so das Thema. Natuerlich macht eine Intensivpflegekraft die Grundpflege. Sie macht aber auch grosse Teile der Behandlung. Beatmung ist Pflegeaufgabe. Wenn ein Patient nicht pinkelt, mache ich einen Blasenultraschall. Ich mache mit den Patienten taegliche psychologische Tests (CAM-icu) um festzustellen, ob ein "stilles Intensivdelir" vorliegt. Ist mein Test positiv, wird der Patient entsprechend behandelt. Die Auskunft der Angehoerigen ueber den Zustand des Patienten ist Pflegeaufgabe. Die psychologische Betreuung(Gespraeche mit Angehoerigen) gehoeren zu meinen Aufgaben. Ich schreibe Patiententagebuch. etc.
Insgesamt ist der Aufgabenbereich in DK sehr viel groesser als in Deutschland und bedarf deshalb einer laengeren Ausbildung. Ich sehe hier wenig Chancen fuer Hilfskraefte.
Wie das in der haeuslichen Krankenpflege ist, weiss ich nicht. Muesste mich informieren. So, muss arbeiten. Bin gerne bereit, heute Nacht weitere Infos zu geben, falls gewuenscht.

Gruesse
 
Weißt, der Witz iss: Ich mach genau dasselbe wie Du...bloß dass ich 1) keinerlei Hilfskräfte hab, 2) mich bei manchen Sachen weit in einen grauen Rechtsbereich begeb und ich 3) deswegen keinen Cent mehr verdien.

DS
 
Es gibt Hilfskraefte, die eine Ausbildung zur Krankenpflegehilfe haben (dauert drei Jahre). Die duerfen helfen, duerfen aber keinen Patienten "kontrollieren". Duerfen keine Medikamente verabreichen und so. Waschen durchaus mal einen Patienten, helfen bei der Mobilisation. Passen auf, das der Patient sich nicht extubiert. Besorgen Dinge und so. ...

Dann nimm die mal weg und stell dir vor: du machst alles alleine. Es gibt keine Hilfe bei der Mobi. Du bist stets für die Körperpflege zuständig. Das ist dei Wunschvorstellung von z.B. monaluna: 100% hochqualifizierte fachkräfte für jegliche Arbeit am Pat.. Das scheint selbst Skandinavien sich net leisten zu können... und warum auch?

Kannst du ev. einen Einblick in die Arbeit einer peripheren Station geben wie dort die MA-Verteilung ist?

Elisabeth

PS Frau Schröder bezog sich net auf den Intensivbereich. Sie hatte den pflegebedürftigen alten Menschen im Auge, der net selten allein von seinen Angehörigen versorgt wird. Man muss schon genau lesen und net immer gleich aufschreien.
 
Dann nimm die mal weg und stell dir vor: du machst alles alleine. Es gibt keine Hilfe bei der Mobi. Du bist stets für die Körperpflege zuständig. Das ist dei Wunschvorstellung von z.B. monaluna: 100% hochqualifizierte fachkräfte für jegliche Arbeit am Pat.. Das scheint selbst Skandinavien sich net leisten zu können... und warum auch?

Kannst du ev. einen Einblick in die Arbeit einer peripheren Station geben wie dort die MA-Verteilung ist?

Elisabeth

PS Frau Schröder bezog sich net auf den Intensivbereich. Sie hatte den pflegebedürftigen alten Menschen im Auge, der net selten allein von seinen Angehörigen versorgt wird. Man muss schon genau lesen und net immer gleich aufschreien.


Ich habe leider keine grosse Ahnung von der Arbeit auf der Normalsttation.
Ich habe nochmal nachgerechnet. Das Verhaeltnis Hilfskraft/ Pflegekraft ist vielleicht eine Hilfskraft auf 10 Krankenschwester(grobe Schaetzung). Noch ein Hinweis zu den Patienten auf der Intensiv: sie sind nicht fixiert und meistens nicht sediert. Wir haben keinerlei Fixiergurte auf der Station.

Gruesse
 
Dann nimm die mal weg und stell dir vor: du machst alles alleine. Es gibt keine Hilfe bei der Mobi. Du bist stets für die Körperpflege zuständig. Das ist dei Wunschvorstellung von z.B. monaluna: 100% hochqualifizierte fachkräfte für jegliche Arbeit am Pat.. Das scheint selbst Skandinavien sich net leisten zu können... und warum auch?

Kannst du ev. einen Einblick in die Arbeit einer peripheren Station geben wie dort die MA-Verteilung ist?

Elisabeth

PS Frau Schröder bezog sich net auf den Intensivbereich. Sie hatte den pflegebedürftigen alten Menschen im Auge, der net selten allein von seinen Angehörigen versorgt wird. Man muss schon genau lesen und net immer gleich aufschreien.

Nein, das ist nicht meine Wunschvorstellung, habe ich auch nie so geschrieben, aber langsam werde ich es müde dir zuerklären, also lasse ich dir deinen Glauben.
 
Kein Problem.
Zwei Jahre Ausbildung statt drei und max. Entgeltgruppe 6.

Du selber wirst allerdings dank Bestandsschutz die Entgeltgruppe behalten. Aber es kann passieren, dass Du (durch z.B. eine Kammer) verpflichtet wirst, Dich permanent fortzubilden, weil Du sonst die Berufserlaubnis verlierst. Da es dafür aber nicht mehr Geld oder Anerkennung oder sonst eine extrinsische Motivation geben wird, wirst Du nach ein paar Jahren nen anderen Job suchen.
Oder Du findest Dich damit ab, dass Dir irgendjemand sagen wird, was Du zu tun hast.

Um im Beispiel zu bleiben: Wenn der, der die Maschine putzt, merkt...oha, da iss was kaputt, dann ist das schön. Bloß reparieren darf er es nicht, ohne vorher zu fragen...

Och verpflichtende Fortbildungen kenne ich:-) haben wir seit eh und tag bei uns in Deutschland auf Station gehabt:-), und hier auch.

Ist ja nicht so das ich mich nicht fortbilde,
PAausbildung (400h)
Bobath, Kinesthetic peertutoring,
jedes Jahr mehrer Kongresse,
Beatmungsseminare, Ekgseminare, Wundseminare,
Sterbefortbildung, Validation, ...
die vielen einstündigen Fortbildungen in unserm Haus nicht zuvergessen, zig Gerätefortbildungen (Mars, Immunabsortion, AK....)
war eine der ersten die sich in Deutschland registrieren hat lassen.


Ach bevor ich es vergesse, dadurch das meine Ausbildung in America anerkannt wurde, und ich hier zwei andere Kurse an ner Uni besuchen musste, bekomme ich Ende des Sommer meinen Bachelor of Nursing( der wiederrum in Deutschland annerkannt ist).
( Dank an Colorado und Claudia, die mich auf die Idee brachten)

Nur habe ich all meine Ausbildungen /Weiterbildungen immer für mich selber gemacht, weil ich besser pflegen wollte!
Aber nur weil ich sage das ich Grundpflege als die ureigenste Aufgabe ansehe macht mich das jetzt dümmer oder so? Nur weil ich finde wir dürfen nicht alles aus der Hand geben und uns mit Billigarbeitskräften umgehen? Ich bin nicht bereit mehr Aufgaben zuübernehmen, für das gleiche Geld, nur damit die Politik Geld auf meinen Rücken einsparen kann.
 
Vielen Dank für den mal anderen Einblick in skandinavische Verhältnisse. Was denn nun zu glauben ist, bleibt für mich immer noch fraglich.
Und mit fast 50 Jahren noch einmal "die Heimat" zu verlassen für "Arbeit" stellt sich weiterhin in Frage.
Allmählich tendiere ich doch immer mehr zu einem kompletten Ausstieg aus diesem Berufsfeld.

Auswandern ist nicht nur leicht, es gibt auch schwierige Seiten:-), neue Sprache, neue Kultur, neue Freundschaften,
du merkst es selber wenn die Zeit gekommen ist oder nicht:troesten:
 
Hallo Mona,

ist nicht in den USA nicht gerade so, dass die Nurse, sehr viele Tätigkeiten deligiert?
Die Bachelor Studenten aus den USA die mich besucht haben, waren zumindest der Meinung, dass eine Nurse niemals Grundpflege ausführen würde oder auch nur ein Essenstablett eines Blickes würdigen würde.

Schönen Abend
Narde