
Ich hätte noch einen weiteren Verwendungsvorschlag für die bildungsfernen Schichten,- Politik,- scheint zb. so ein Gebiet zu sein, auf denen sie eingesetzt werden könnten.
Quatsch beiseite,- das ist ganz einfach das Rad neu erfunden.
Ich erinnere mich, daß es früher auf den Stationen etliche Arbeitnehmer ohne eine richtige anerkannte Ausbildung gab, die z.b. nur einen 6 Wochenkurs gemacht hatten, oder aber auch ohne irgendeine Ausbildung arbeiteten.
Auf dem Stellenplan zählten die dann nicht mit 100%, und auch wir haben noch eine Helferin, die keine Krankenpflegeausbildung hat. Allerdings wird diese auf dem Stellenplan voll angerechnet.
Mit unserer Helferin arbeiten, daß ist okay. Es gibt wirklich sehr viele Handgriffe, die sie einem abnehmen kann und ich arbeite sogar sehr gerne mit ihr.
Das Problem ist, daß man sie als volle Kraft einrechnet und das paßt leider nicht. Sie kann zb. auch nicht in allen Diensten eingesetzt werden. Wenn man einen Stellenplan von 12,5 Planstellen für 32 Patienten berechnet, und die Helfer VOLL zählt, dann ist das blödsinnig, wenn 6 davon Helfer wären, weil dann keine examinierte Kraft in Urlaub gehen oder krank werden darf.
Wird soetwas wieder einseitig geplant, dann ergibt das wieder so ein unzumutbares Chaos.
Ansonsten, wenn man die zusätzlich bekommen könnte, wäre das sicherlich okay.
Nur wird die keiner zusätzlich bei der jetztigen Stellenplanberechnung einstellen wollen.
Stellt Ihr Euch vor, Ihr hättet neben Euren Personal noch 2 oder 3 Helfer im Dienst, dann wäre das sicherlich wünschenswert. Die Helfer damals waren nicht nur in den Altenheimen eingesetzt, sondern auch in den Krankenhäusern.
Die wurden erst nach und nach im Laufe der Jahrzehnte abgeschafft.
Aber andererseits besteht alle paar Jahre der Trend: " Alle KPH´s müssen ein volles Examen nachweisen, sonst werden die abgeschafft, versetzt usw.
Als ich 1980 anfing gab es sogar Hausfrauen, die auf der Nebenstation Nachtwache machen durften, mit einer Hauptwache im Haus.
Aber auch hier hatte die examinierte Nachtwache, die "schwerste Station" alleine zu wachen. Damit war eine Überprüfung oder eine Kontrolle natürlich kaum möglich, und die examinierte Kraft arbeitete sich einen Wolf in diesem " Sparsystem." Denn man muß ja zugeben: Es erscheint billiger. Wobei, der Lohn der Helfer nicht niedrig war, die hatten damals evlt. 200 DM weniger Lohn als eine examinierte Kraft, und so kann man natürlich auch rechnen um Geld zu sparen.
Was zb.. sehr gut war: Eine Abteilung hatte jahrzehntelang eine Hausfrau, die zum waschen helfen kam. Die begann damals um 4 Uhr, blieb bis 7 Uhr.
Das war beim Lagern tatsächlich eine feine Hilfe, wenn man auf dieser Abteilung als Nachtwache eingesetzt war.
Das Problem beginnt immer da, wo man diese Helfer nicht zusätzlich, sondern statt einer examinierten Kraft einsetzen möchte damit man noch mehr Geld einspart und wenn das auch noch so lieb gemeint ist, mit MEHR Personal, dann wird das von den Arbeitgebern immer so gehandhabt werden, das man möglichst billig arbeitet und daß es möglichst überhaupt nichts mehr kosten wird.
Liebe Grüße Fearn