Ministerin Schröder tritt ins Fettnäpfchen

Wenn eine Ministerin so eine Aussage trifft, dann sehe ich vor allem in der Politik viele Einsatzmöglichkeiten für Bildungsferne.

Aber im Ernst, die Ansprüche an uns Pflegekräfte sind doch eher gestiegen als weniger geworden. Da reichen Wille und Herz nicht allein, Verstand gehört ebenso dazu. Es ist immer noch die grundsätzliche Frage, was wir unter Pflege verstehen.
Frau Schröder hat da eine eher schlichte Vorstellung von Pflege, wohl von "Anno Tuck", als es noch Krankenwärter gab...
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo

also ich finde gerade Pflege ist sehr spezifisch und es sollten nur Leute in der Pflege arbeiten, die das auch wirklich wollen und können, sowohl geistig als auch psychisch, praktisch usw

welcher Schulabschluss nun wirklich dahinter sitzt, finde ich ziemlich egal

denn heute sind die Ausbildungsziele auch so, eine 3-jährige Ausbildung würde ein "fauler" oder "dummer" Mensch, der nicht will auch gar nicht packen

mehr Männer wäre gut, aber es ist vielleicht wie bei Verkäuferinnen, evtl. auch Frisörinnen oder Arzthelferinnen

für so wenig Geld soviel arbeiten, machen Männer nicht und wenn dann in Funktionsabteilungen oder als Leitungen

viele Grüsse
Bully
 
Ich möchte lieber garnicht wissen, was die Politik mit der Pflege vorhat (ausser es gibt mehr Kohle und bessere Arbeitsbedingungen)! Ich muss mir nicht das sinnlose Gerede von Menschen anhören, die noch nie ein Krankenhaus von "innen" gesehen haben. :schraube:

Es müssen ja nicht alle Abitur haben, aber wenigstens mittlere Reife. Man kann auch viele Hauptschüler von heute nicht mit denen von vor 20Jahren vergleichen. Ich glaube das Niveau ist schon gesunken.

Naja, zumindest gehe ich in einem Punkt konform: Pflege braucht mehr Mannsbilder!
 
Es wird eine Umverteilung erfolgen. Manche werden mehr bekommen, manche weniger und die mit Bestandsschutz werden ggf. mit geringeren Steigerungen rechnen müssen.
So, wie es ist, wirds net bleiben: Examenswissen reicht bis zur Rente und berechtigt zum gleichen Gehaltsanspruch wie bei der Kollegin mit entsprechenden Qualifizierungen.

Elisabeth
 
Ist ja schon erstaunlich das Fr.Schröder auch schon bemerkt das wir einen Fachkräfte-Mangel bekommen werden. Haben wir den denn nicht schon lange :?:
Gegensteuern ist ja gut und recht und wird mit Personen aus bildungsfernen Schichten mit schlechten Zeugnissen auch sicherlich gut gelingen.Was für ein Bild hat Fr.Schröder von Pflegenden?
Eine Aufwertung unseres Berufes gelingt sicher in dem wir nachts 40 Patienten alleine betreuen,Überstunden ohne Ende klopfen,die Funktionspflege wieder einführen und zur 6 Tage-Woche zurück kehren.
Mehr Männer in der Pflege wären sicher nicht schlecht aber mit dem Gehalt kann ein Mann keine Familie ernähren.
Weiter so mit der Gesundheitspolitik und dann wird alles Gut
 
Braucht es tatsächlich für jede pflegerische Handlung einen hohen IQ?

Elisabeth
 
Nein, Man:-)/Frau braucht nicht für jede pflegerische Handlung einen hohen IQ, trotz allen sollten wir die Pflege nicht runterqualifizieren lassen, nur weil einige es studieren. Pflege ist ein anspruchsvoller Beruf und sollte nicht als Lückenbüsser für sonst was herhalten. Wer gerne in der Pflege möchte, ist willkommen und es war schon immer möglich über die KPHausbildung auch in die normale KFausbildung zukommen.

Nur will die breite Masse in die Pflege?

und genau solche Aussagen unserer Politik zeigt genau, wo Pat. Pflegepersonal und Ärzte stehen, nämlich ganz weit unten in der Liste der Wichtigkeiten....

ich höre immer es ist kein Geld im Gesundheitssystem, das ist ein Witz, es ist Geld da, nur sollte man endlich aufhören, den Lobbies nach dem Mund zuplaudern! Wie kann es sein das wir für Medikamente mehr Geld zahlen als unsere Nachbarn? Mittlerweile erwirtschaften viele KH deutliche plus für ihre Aktiengesellschaften, das ist Geld das dem deutschen Bürger, dem deutschen Solidarsystem gehört und nicht irgendeiner Aktiengesellschaft, die sich daran bereichern.
Jede Pupskrankenkasse baut sich ein Palast, für jeden ******* ist Geld da, aber für elementare Dinge nicht!

Wann fängt die Politik an, ihren Job zutun?

Solange Arbeitesbedingungen nicht besser werden, werden nicht mehr Leute in die Pflege gehen. Schlussendlich lernen ja auch viel mehr Menschen als das sie nachher weiter im Beruf arbeiten. Wieviele hören nach kurzer Zeit aus, und auch die Quote die ins nahe Ausland abwandern wird immer höher, nicht nur bei uns auch bei den Ärzten.

All diese Massnahmen helfen nichts, wenn Pflege nicht attraktiv wird.
 
hallo Bina,
das trifft sich, daß du offensichtlich Informationen hast, WIE es denn in unserem Nachbarland aussieht.
Gerade gestern flatterte die neueste Ausgabe von "Die Schwester-Der Pfleger" ins Haus und ich guck mir immer mal wieder die Stellenangebote an.

Unter anderem ist aktuell eine Suchanzeige drin, daß dringend Fachkräfte gesucht würden in Holland. Angepriesen wurde der Steuervorteil.
Ein paar Seiten weiter war (zum x-ten Mal) eine Suchanzeige geschaltet nach Personal , welches in skandinavischen Ländern arbeiten möchte. Das Baltic Training Center in Rostock ist für die "Rekrutierung" (schreiben die selber da so rein) zuständig, behilflich bei Wohnungssuche, Sprachkurs wird gemacht usw.usf.

Was ich nicht verstehe, ist WARUM es diese Länder (im Übrigen auch die Schweiz und Österrreich) nicht schaffen, aus ihren eigenen Beständen an Einheimischen und in der Pflege so toll ausgebildeten Menschen genügend Pflegepersonal zu rekrutieren (oder zu halten)?

WO also ist der Haken?
Daß der Lebensunterhalt in Skandinavien sehr teuer ist und auch der Schnaps nicht billig, weiß ich selber und rechtfertigt natürlich alleine schon ein höheres Lohnniveau.
Daß ein akademischer Ausbildungsweg nicht zwangsläufig mehr Qualität bedingt, davon bin ich auch mehr als überzeugt und stellt sich für mich hierbei nicht in den Mittelpunkt der Frage.


Warum also müssen all diese Länder teures Personal aus dem Ausland kommen lassen?
  • Kriegen die Ausländer doch weniger Gehalt als die Einheimischen und sind damit letztendlich doch auch billiger?
  • Haben die zuwenig eigene Leute, die in der Pflege arbeiten wollen?
  • Ist es doch nicht so toll mit dem Ansehen des Pflegeberufs in Holland oder Dänemark?
  • Ist die Fluktuation auch in diesen Paradies-Ländern auch ähnlich hoch wie in Deutschland?
  • Will keine Schwedin oder kein Schweizer eine anstrengende Ausbildung durchhalten und letztendlich doch den Hinternputzer abgeben?
Immer wieder höre ich nur von den goldenen Zuständen im Ausland? Was genau ist es denn? Und warum kommen Leute doch wieder zurück?
Wäre super, wenn ein paar ihre Erfahrungen mal zum Besten geben könnten?!

Im Ausland ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber es ist besser wie im guten alten Germany.
Die eigenen Erfahrungen aus der USA-> geregelte Arbeitszeiten, gut und gerne mehr als das dreifache Gehalt ausgezahlt, nicht so arbeitsintensiv wie in Deutschland.Ansehen einer RN deutlich höher wie in Deutschland der Krankenschwester.
Zwei Freundinnen sind in GB, berichten genau das gleiche
eine andere Kollegin ist in Schweden und ist sehr begeistert.
ein Kumpel von mir ist in der Schweiz, hochzufrieden.
zwei andere in Österreich, auch sehr zufrieden.

Grosser Nachteil teilweise weit weg der Heimat und die Sprache.

Pflegepersonal ist überall knapp, aufgrund der Alterspyramide, werden immer mehr Menschen immer älter, und immer weniger junge Menschen sind da um sie zupflegen. Das Ausland weiss aber wie sie Leute holen kann und halten und wissen ihre Löcher zustopfen.

Ein Auslandaufenthalt ist eine intressante, lehrreiche Sache kann ich nur anraten.... ich habe den Schritt nie bereut. Ich bin sehr glücklich hier.
 
Hier diskutieren vorwiegend Krankenschwester/-pfleger ein Zitat, dass sich eindeutig auf die Altenpflege bezieht.Man muss nur einen Halbsatz weiterlesen. Dort liegt der Anteil der Pfleghelfer bei 50%!!! Oder anders ausgedrückt: die Hälfte des Personals hat keine Ausbildung zur Pflegefachkraft.
Warum sollte es uns Pflegefachkräften nicht möglich sein, aus der Praxis heraus Empfehlungen auszusprechen, wer von diesen Helfern für eine Berufsausbildung geeignet ist, aus welcher Bildungsschicht dieser auch immer kommt?
 
:sflouts:Ich hätte noch einen weiteren Verwendungsvorschlag für die bildungsfernen Schichten,- Politik,- scheint zb. so ein Gebiet zu sein, auf denen sie eingesetzt werden könnten.

Quatsch beiseite,- das ist ganz einfach das Rad neu erfunden.
Ich erinnere mich, daß es früher auf den Stationen etliche Arbeitnehmer ohne eine richtige anerkannte Ausbildung gab, die z.b. nur einen 6 Wochenkurs gemacht hatten, oder aber auch ohne irgendeine Ausbildung arbeiteten.

Auf dem Stellenplan zählten die dann nicht mit 100%, und auch wir haben noch eine Helferin, die keine Krankenpflegeausbildung hat. Allerdings wird diese auf dem Stellenplan voll angerechnet.
Mit unserer Helferin arbeiten, daß ist okay. Es gibt wirklich sehr viele Handgriffe, die sie einem abnehmen kann und ich arbeite sogar sehr gerne mit ihr.
Das Problem ist, daß man sie als volle Kraft einrechnet und das paßt leider nicht. Sie kann zb. auch nicht in allen Diensten eingesetzt werden. Wenn man einen Stellenplan von 12,5 Planstellen für 32 Patienten berechnet, und die Helfer VOLL zählt, dann ist das blödsinnig, wenn 6 davon Helfer wären, weil dann keine examinierte Kraft in Urlaub gehen oder krank werden darf.
Wird soetwas wieder einseitig geplant, dann ergibt das wieder so ein unzumutbares Chaos.
Ansonsten, wenn man die zusätzlich bekommen könnte, wäre das sicherlich okay.
Nur wird die keiner zusätzlich bei der jetztigen Stellenplanberechnung einstellen wollen.
Stellt Ihr Euch vor, Ihr hättet neben Euren Personal noch 2 oder 3 Helfer im Dienst, dann wäre das sicherlich wünschenswert. Die Helfer damals waren nicht nur in den Altenheimen eingesetzt, sondern auch in den Krankenhäusern.
Die wurden erst nach und nach im Laufe der Jahrzehnte abgeschafft.
Aber andererseits besteht alle paar Jahre der Trend: " Alle KPH´s müssen ein volles Examen nachweisen, sonst werden die abgeschafft, versetzt usw.

Als ich 1980 anfing gab es sogar Hausfrauen, die auf der Nebenstation Nachtwache machen durften, mit einer Hauptwache im Haus.
Aber auch hier hatte die examinierte Nachtwache, die "schwerste Station" alleine zu wachen. Damit war eine Überprüfung oder eine Kontrolle natürlich kaum möglich, und die examinierte Kraft arbeitete sich einen Wolf in diesem " Sparsystem." Denn man muß ja zugeben: Es erscheint billiger. Wobei, der Lohn der Helfer nicht niedrig war, die hatten damals evlt. 200 DM weniger Lohn als eine examinierte Kraft, und so kann man natürlich auch rechnen um Geld zu sparen.
Was zb.. sehr gut war: Eine Abteilung hatte jahrzehntelang eine Hausfrau, die zum waschen helfen kam. Die begann damals um 4 Uhr, blieb bis 7 Uhr.
Das war beim Lagern tatsächlich eine feine Hilfe, wenn man auf dieser Abteilung als Nachtwache eingesetzt war.

Das Problem beginnt immer da, wo man diese Helfer nicht zusätzlich, sondern statt einer examinierten Kraft einsetzen möchte damit man noch mehr Geld einspart und wenn das auch noch so lieb gemeint ist, mit MEHR Personal, dann wird das von den Arbeitgebern immer so gehandhabt werden, das man möglichst billig arbeitet und daß es möglichst überhaupt nichts mehr kosten wird.

Liebe Grüße Fearn
 
Braucht es tatsächlich für jede pflegerische Handlung einen hohen IQ?

Elisabeth


Nein, aber es braucht Menschen die regelmäßig zum Dienst erscheinen. Ein Schulversager ist meist nicht durch Dummheit gekennzeichnet, sondern durch Disziplinlosigkeit. Ein Hauptschulabschluss ist bei normaler Intelligenz möglich!

Ich kenne viele Pflegekräfte die sich nicht mit einem besonders hohen IQ hervortun, die jedoch Zuverlässig, Verantwortungsbewußt und vor allem Menschlich sind. Das sind übrigens auch für viele andere Berufe die Grundvoraussetzungen.

Demzufolge ist Ministerin Schröder hier (wie in den meisten Dingen) auf dem Holzweg. Es gibt für willige fleißige Menschen, auch für die die keinen Einstein in sich verbergen, genügend Möglichkeiten in der Pflege zu arbeiten.

Mel
 
Ich kann dir versichern, dass Faulheit eher selten zum Hauptschulabschluss führt. Ich finde diese Aussage unangemessen. Mir sind auch Abiturienten bekannt, die es net so genau nahmen mit der Disziplin.

Verantwortungsbewusstsein und Arbeitsdisziplin sind net an den Bildungsgrad gekoppelt.

Elisabeth
 
ich habe in der stationären altenpflege als krankenpfleger gearbeitet. ich vertrete die ansicht, daß pflegeassistenten unbedingt ein gutes maß an emotionaler und sozialer kompetenz mitbringen müssen. auch das sind merkmale von intelligenz. und selbst für grundpflegerische durchführungen bedarf es hintergrundwissen, warum ich was, wann und wo machen muß. es gibt doch tatsächlich pflegekräfte im nachtdienst, die einem schwerkranken bew. flüssigkeit reichen, weil er allein nicht mehr trinken kann, und dann nicht bedenken, daß kopfteil des bettes auf mind. 30 grad hochzustellen. meine erste amtshandlung nach antritt des frühdienstes, nachdem ich feststellen mußte, daß sich der az des bew. akut verschlechtert hat mit entsprechenden symptomen nachfolgender diagnose, war die einweisung des bew. über die 112 wegen aspirationspneumonie!!!! ich war sehr wütend über das fahrlässige verhalten der kollegen, die das kopfteil nicht um einen grad nach oben gestellt hatten. da frag ich mich wie die einem pflegebedürftigen menschen überhaupt flüssigkeit reichen, eben am besten im liegen.
 
Tach.

Der Grundgedanke "ich habe da jemanden, der hat (warum auch immer) die formalen Voraussetzungen nicht um in die Ausbildung zu gehen, aber er macht die Arbeit als Helfer sehr gut. Darum sollte er eine Chance bekommen" ist ja nicht falsch.
Dann gibt es drei mögliche Wege:

- Absenkung der Ansprüche bzw. Kompetenzen in der normalen GuKP-Ausbildung. Damit sinkt natürlich die Qualifikation und eben diese Kompetenzen fehlen. Also Ausbildungsdauer runter, Ansprüche runter, Bezahlung runter. Dafür eine neue Hierarchiestufe implementieren, welche idealerweise mehr "kann" (im Sinne von Kompetenz) als die vormalige normale GuKP und (An-)Leitung, Überwachung, Planung und anspruchsvolle Tätigkeiten (im Sinne der jetzigen FWB) leistet. Also Akademisierung. Und man müsste leider klar und deutlich sagen: Es gibt Aufgaben in der Pflege, welche wenig/kaum Qualifikation verlangen...

- Einführung eines Tests , der "die Eignung zum Erlernen des Berufs" prüft. Dafür müsste man natürlich definieren, was diese "Eignung" ausmacht. Nen Dreisatz rechnen können? Ein paar Brocken Englisch? Drei Sätze verständlich und fehlerfrei schreiben?
Das wird schwierig ... Dem Selbstverständnis unseres Berufsstandes nach würde der Test wohl nicht ganz ohne werden...und damit stehen wir wieder am Anfang. Dann kann der Betreffende auch gleich die formalen Bedingungen nachholen.

- Ohne Test "einfach mal versuchen lassen". Daran werden dann (bei Beibehaltung des Ausbildungsniveaus) 8 von 10 scheitern. Das produziert abgesehen von Kosten und Aufwand v.a. eines: Frust

Das Gesamtbild sieht doch so aus: Söder forciert die Kammer, welche dann genau diese Qualifikationsstufen im Beruf definieren kann. Spekuliert wird natürlich darauf, dass ein erstaunlich hoher Anteil "niederqualifiziert" ist - und damit problemlos mit entsprechendem Personal besetzt werden kann.
Aus anderen Ecken kommen immer wieder Vorschläge, wie dieses Personal aus dem Bereich der Niederqualifizierten und Arbeitssuchenden rekrutiert werden kann. Dafür wird die Fachausbildung akademisiert und die Ausbildungskosten damit zumindest teilweise von den Trägern wegverlagert.

Ich persönlich denke ja, dass dies schon aus demografischen Gründen der einzig gangbare Weg sein wird...

DS
 
Und das Anreichen der Flüssigkeit kann nur eine dreijährige? Das Kopfende hochstellen kann man nur, wenn man hochintelligent ist? Vitalwerte erheben kann nur die Fachkraft? Vor der Zulassung zur Ausbildung wird die emotionale und soziale Kompetenz geprüft bzw. bilden diese Kompetenzen den Hauptanteil der Ausbildung?

Dann frage ich mich ernsthaft, wieso man in der Pflege überhaupt Zivis und FSJler beschäftigen kann, wieso Azubis bereist im ersten Jahr alleine arbeiten müssen.

Die Beurteilung der erhobenen Werte liegt in deiner Hand. Die Anleitung der Pflegeassistenten, welcher Art auch immer, ist deine Aufgabe. Die Feststellung des Pflegebedarfes und die entsprechende Pflegeplanung sollte eigentlich von einer mind. dreijährig ausgebildeten Fachkraft erfolgen.

Muss jede Pflegetätigkeit tatsächlich von Dreijährigen erbracht werden? Oder tritt hier die mangelnde Fähigkeit Arbeiten so zu organisieren und zu delegieren, dass der Pat. bestmöglich versorgt ist?

Dann würde es ein entscheidendes Manko in der aktuellen Ausbildung geben, da sie am Bedarf vorbei ausbildet. Aber kann man diese Fähigkeit überhaupt in 3 Jahren lehren oder braucht es doch dringend die BA-Ausbildung um sich den neuen Gegebenheiten stellen zu können.

Und für die bereits ausgebildeten Kollegen mit dem Bestandsschutz: umlernen ist angesagt.

Elisabeth
 
nein, das reichen von flüssigkeit kann eben nicht nur eine 3 jährige ausgebildete pflegekraft, sondern auch ein pflegeassistent, aber einer der mitdenken kann bitteschön!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! lies doch mal das eben angebrachte bsp. genauer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

wen sprichst du mit "liegt in deiner hand" an?

ja, und natürlich war bei, von mir angebrachten bsp. hier eine unzureichende oder gar keine anleitung durch die diensth. PFK im nachtdienst erfolgt, sicher.

in welcher hinsicht sprichst du die exam. pflegefachkräfte an bezogen auf umlernen? lebenslanges lernen und v.a. berufsbezogenes lebenslanges lernen ist mir persönlich keine unbekannte. weiß nicht was du für einen eindruck von exam. fachkräften mit berufserfahrungen hast, aber wir sind sicher nicht mit der wurstbrühe dahergeschwommen.
 
"Bildungsferne Schichten", "schlechte Zeugnisse", "den Einstieg nicht geschafft"
Nein, nein und nochmals nein! Junge Leute, die den A.... nicht hochgekriegt haben, gehören nicht zu den Problemen, die die Pflege auffangen muss! Folgen der Missstände im Bildungssystem sollen in unseren Verantwortungsbereich abgeschoben werden.
Wer effektiv einen Pflegenotstand beheben will, muss die Qualität von Pflegeausbildung und Berufsbild deutlich anheben, dann würde sich gleichzeitig auch das Männerproblem erledigen.
 
Ich kann dir versichern, dass Faulheit eher selten zum Hauptschulabschluss führt.

Genau das hab ich doch gesagt!

Ich finde diese Aussage unangemessen. Mir sind auch Abiturienten bekannt, die es net so genau nahmen mit der Disziplin.

Was findest Du denn an meiner Aussage unangemessen? Es ist wohl richtig, das manche schneller lernen als andere, aber mit Dauerschulschwänzen und gar nicht lernen hat noch keiner sein Abi bestanden!


Verantwortungsbewusstsein und Arbeitsdisziplin sind net an den Bildungsgrad gekoppelt.

Das sicher nicht, aber wenn mir die Disziplin fehlt eine Schule zu besuchen, werde ich wohl auch nicht regelmäßig zum Dienst erscheinen.... Insofern bedingt das eine das andere!

Mel
 
Wer sich als Pflegehelfer bewähre, solle künftig "unabhängig von den Schulnoten die Chance erhalten, sich zum Altenpfleger weiterbilden zu lassen

Hallo PePaMal,

du glaubst also, dass Dauerschulachwänzer sich als Pflegehelfer bewähren können, aber weil sie doch Dauerschulschwänzer waren, für den Beruf grundsätzlich ungeeignet bleiben? Und du kennst offensichtlich viele bewährte Pflegehelfer, denen es an Disziplin fehlt? Oder diskustierst du hier gar nicht über den Vorschlag von Frau Schröder sondern pflegst deine Vorurteile? Und noch ein kleiner Hinweis: gerade in der Altenpflege haben sehr viele dieser Pflegehelfer einen Migrationshintergrund.
 
Hi thorstein,

was haben jetzt Menschen mit Migrationshintergrund (den übrigens auch mein eigener Mann hat, der auch Krankenpfleger, mittlerweile Pflegemanager BA ist) mit meinen Aussagen zu tun?

Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass es keiner Hochbegabung Bedarf um in der Kranken-/Altenpflege zu arbeiten, schon gar nicht in Helferpositionen.

Allerdings setzt jede Berufstätigkeit ein gewisses Maß an Disziplin und Verantwortungsbewußtsein voraus. Sogar in der Pflege! Und Dauerschulschwänzer die nicht mal den Hauptschulabschluss schaffen und ein Problem für die Gesellschaft sind, sollten nicht in die Pflege abgeschoben werden. Egal ob mit oder ohne Migarationshintergrund.

Wie Du darauf kommst das ich viele Pflegehelfer ohne Disziplin kenne ist mir nicht klar. Tatsächlich kenne ich gar keine Pflegehelfer, denn bei uns im KH arbeiten keine.

Mel