Zu dem Thema wird man innerhalb der Pflege keinen Konsens finden. Irgendwann wird die Pflegewissenschaft, Soziologie oder Psychologie genau wissenschaftlich darlegen, welche Folgen auf der Beziehungsebene welche Anrede hat und das Ergebnis zum Standard erheben. Das Management wird den Empfehlungen dann folgen, Pflegepersonal wird dagegen 2 Wochen rebellieren, sich beugen oder jeder machte es wie er will... und wie es am Ende ausgeht .. (?)
Als Patienten bleibt einem die Unsicherheit, zu 50% in ein Fettnäpfchen zu treten.
es tut mir leid, wenn Durch meine Fragestellung hier Zoff entsteht.
Wir befinden uns ja hier in einem Diskussionsforum und man darf diskutieren. Auf Sicht der Pflegekräfte müß(t)en die Aspekte professionelle Beziehungsgestaltung und für manchen auch berufspolitische Einstellungen eine Rolle spielen. Es ist nun auch mal so, daß man wohl keinem verbieten kann, sich mit Herr/Frau Müller ansprechen zu lassen. Das ist die korrekte Anrede in unserem Lande und keiner kann gezwungen werden, sich von Fremden mit Vornamen anreden zu lassen. Meine ich zumindest. Umgekehrt kann ein AG das schon erlassen, wie Pflegekräfte sich vorzustellen haben. Was die Patienten machen, ist dann eine andere Sache.
@ hypurg, als "Frau Pflegerin" möchte ich niemals angesprochen werden.
Was wir möchten, sollte bei dieser Entscheidung doch gar keine Rolle spielen. Es sind Entscheidungen, die wir aufgrund unserer Profession (naja) fällen müssen. Ohne Zweifel, ist unser Beruf etwas besonders... manchmal aber vielleicht auch zu besonders
Für den Patienten wäre es wichtig, sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen. Meist wird ein Patient auf geistiger Höhe ja dem folgen, wie man sich vorgestellt hat und wie sich die Kollegen untereinander betiteln. Selbst wenn ich mich nie mit Vornamen bei einem Patienten vorgestellt habe und den auch nicht auf dem Namensschild getragen habe... spätestens am zweiten Tag hat mich der erste mir Pfleger "Vornamen" angesproche. Ich finde das schon eine blöde Situation für den Patienten, wenn ich jetzt anfange, ihm zu erklären, warum ich das nicht haben möchte. Ließe sich vermeiden.
Und warum werden Ärzte immer noch allgemein als "Doktoren" bezeichnet?
In dem Fall aus Höflichkeit, wenn man den Namen nicht weiß und man damit rechnen muß, daß man ein promoviertes Individuum anspricht.