Lagerung !

Ute

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Da bin ich wieder !!!

Wenn die Patienten bei Euch liegen, bekommen diese dann gleich eine Weich-/Luftkissenmatratze ????

Wie lagert Ihr die Patienten ????
 

Gerry Raßmann

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Luftkissenbetten bitte nur bei entsprechender pflgerischer Indikationsstellung. Meist sollte man mit Lagerungen hinkommen.
 

dortmunder

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hallo ute!

auch bei uns werden nur dann "intensivbetten" benutzt, wenn es eine idikation gibt!
dies sind bei uns z.b. vorhersehbare langlieger oder kreislaufinstabile pat.

ansonsten wird bei uns 2 stdl. gelagert und damit sind wir bisher auch ganz gut gefahren.

grüße

dortmunder
:wavey:
 

Nutella Woman

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Hallo!

Bei uns wird nach einer modifizierten Waterlowskala die Dekubitusgefährdung festgestellt. Ausgehend von der Punktzahl gibt es dann Weichlagerungsmatratzen (Clinisert) oder Wechseldruckmatratzen (Primo). Bei stark übergewichtigen Patienten (letztens hatten wir eine Patientin mit ca. 150 kg) wird sogar ein Spezialbett bestellt. Alle diese Bestellungen (Fa. Hill-Rom) gehen über die Pflegedienstleitung und werden innerhalb weniger Stunden geliefert und auch wieder abgeholt. 2 stündliches Lagern wird selbstverständlich weiter durchgeführt.

Gruß,
Nutella Woman
 

WOFR

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Hallo @ll

nach Einschätzung der Decubitusgefährdung wenden wir Lagerungssystem gezielt an. Trotzdem wird regelmäßig im 2 Std.-Rythmus gelagert. Unsere Einrichtung arbeitet dem Anbieter Air-Systems zusammen. Lieferung, Abholung und Service in einer Hand.

bis denne

Frank
 

FieniFFM

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Hallo erstmal!:wavey:

Auf unserer Intensiv werden die Pat., wenn sie nicht als Verlegung von anderen Stationen kommen, immer auf ein Intensivbett gelegt bzw. relativ schnell umgebettet. Ich bin der Meinung, das das handling mit Intensivbetten einfacher ist. Denn eine Herzbettlagerung mit einem normalen Bett kann bei adipösen Pat. schon manchmal schwierig werden. Auch Anti- Decu.- Matratzen kommen bei uns recht zügig zum Einsatz. Unsere "pflegerische" Indikarion: ARDS (dann Triadyne von KCI zur kinetischen Therapie),Weaning-Pat., stark adipöse oder untergewichtige Pat., eben grob gesagt das internistische Klientel. Oder natürlich bei 135° Bauchlage, da ist eine Matratze obligat.

Ansonsten zur Lagerung:

je nach pulmonaler bzw. hämodynamischer Stabilität alle 2-3 Stunden

Wechsel von 90° Rechts- Links- und Rückenlage

bei hämodynamisch instabilen Pat Umbetten auf Antideku- Matratze und Mikrolagerung ( zB. IABP- Therapie....)

Das wars erstmal,
sicher fällt mir noch was ein:fidee:


Fiene



...
 

NoWie67

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Ich glaube ich mache mich hier bald ziemlich unbeliebt ...


Teilweise müssen Eure Krankenhäuser noch viel Geld übrig haben, dass sie sich noch teure Lagerungsbetten oder "Luftmatratzen" leisten kann.

Neben dem Kostenaspekt ist auch immer zu beachten, dass Spezialmatratzen (Luftmatratzen etc.) durchaus negativen Einfluss auf die Köperwahrnehmung des Patienten haben ... absolut kontraindiziert sind m.E. Weichlagerungen bei z.B. Weaning-Patienten und erst recht zu überlegen bei neurologischen Erkrankungen, die mit Bewusstseinseintrübungen verbunden sind.

Eine Weichlagerung bedarf wirklich einer absoluten Indikationsstellung und das kommt nicht von einer PDL sondern von einem Krankenpfleger ...

Gruß

NoWie67
 

Elisabeth Dinse

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Hi NoWie

Deine Rechnung geht leider nicht auf. Es ist unter heutigen Gesichtspunkten preiswerter eine WDM zu benutzen als mehr Personal einzustellen. Das Problem der Körperhabituation spielt nur ein untergeordnete Rolle. Den Kassen ist der poststationäre Pflegeaufwand egal. Das wird aus einem anderen Topf bezahlt.

Was hat Pflege bis dato getan, um nachzuweisen das menschliche Pflege ihren Wert hat und technischen Möglichkeiten vorzuziehen ist? Hab gerade bei Azubis ein Seminar gegeben- drei Jahre Ausbildung um zur Feststellung zu kommen, dass pflegerisch wertvolle Tätigkeit in BE, i.v. Spritzen, Infusionen, aufwendige VW, Fäden ziehen, Drain ziehen etc. besteht. Ergo: wir brauchen weniger Fachpersonal, es reicht die Technik und ein bischen "Wasch- und Fütterpersonal".

Elisabeth
 

Ute

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Hi,
ich danke Euch für Eure Antworten.:klatschspring:

@Elisabeth: Es gibt ja auch keine Kontrollen die sich die Zustände anschauen! Für die meisten Patienten ist eine WDM auch kontraindiziert, die Mobilisation ist eingeschränkt und das Pflegepersonal denkt sich, wir brauchen ja nicht mehr lagern, das macht die WD! Habe ich selber zu hören bekommen!:o


Noch eine andere Frage: Benutzt Ihr Bettlaken oder Spannbettlaken für diese Betten? Bei uns wird das unterschiedlich gehandhabt! In den Intensivabteilungen hat fast nie jemand ein Bettlaken eingezogen und die Bettenstationen fast immer!
 

FieniFFM

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... sobald es nicht mehr nötig ist, wird die WDM entfernt!!


Und Spezialbetten werden nicht zum Lagern sondern zur Therapie eingesetzt.


So ist es jedenfalls auf meiner Station :flowerpower:
 

Elisabeth Dinse

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@ Ute

nicht nur unwissende Pflegektäfte denken so, sondern leider auch die Geldgeber: Kassen etc..
Die wenigsten wissen doch warum sie lagern sollen. Die häufigste Antwort ist Dekuprophylaxe. Einigen fällt noch die Konrakturprophylaxe ein. Wenige lagern um eine Pneumonie zu verhindern. Und kaum jemand weiß, daß es da noch eine Habituationsprophyalxe gibt. Das WDMs spastikfördend wirken können ist fast keinem bekannt.
Wie soll man da von der Krankenkasse/ Pflegekasse verlangen das sie WDM nicht favorisieren: weniger Personalkosten, "optimaler" Pflegerfolg- kein Deku. :(

Elisabeth
 

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