Lagerung bei Densfraktur

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von Susemuse, 13.08.2013.

  1. Susemuse

    Susemuse Newbie

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    Hallo ihr Lieben,

    Wir haben zur Zeit eine Patientin mit einer dislozierten Densfraktur.
    Jetzt beginnt bei den Ärzten die Diskussion ob die Patienten "en bloc" gelagert werden muss oder nicht. Die Patientin ist ausschließlich mit Stiff neck versorgt.

    Meine Fragen dazu an euch wären:

    Muss die Patienten nun "en bloc" gelagert werden?

    Wie lagert ihr auf Station "en bloc" , welche Techniken nutzt ihr?

    Würde mich über Antworten Freuen.
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  3. Susemuse

    Susemuse Newbie

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    Die Patienten bringt keinerlei Ressourcen mit. Sie ist asystol geworden, gefallen, hat sich die Densfraktur zugezogen, wurde reanimiert und scheint nun einen hypoxischen Hirnschaden zu haben. Die Pat. Ist beatmet.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wenn ich erhrlich bin, dann versteh ich das Problem net ganz. Becken und Schultern müssen gleichzeitig bewegt werden, so dass die Wirbelsäule net dreht. Kopf in Seitenlage stützen. Eigentlich wie immer: Kopfkissen unter dem Kopf net wegnehmen. Beide Beine anstellen. ... Eben nur auf die gleichzeitige Bewegung von Brustkorb und Becken achten.

    Elisabeth
     
  5. Toolkit

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    Wenn ich jemanden wirklich zu 100% "en bloc" drehen soll, dann geht es natürlich um Schulter und Becken, aber gerade bei Dens Frakturen doch auf jeden Fall auch um den Kopf! Meines Erachtens nach sollte auch hier für jemand abgestellt werden, der die Rotationsbewegung des gesamten Korpers am Kopf mitmacht.

    Am besten wäre wohl ein brett unter dem Patienten, mit dem man ihn hebelt, um wirklich hunderprozentig "en bloc" zu sein. Aber das ist wohl sehr unpraktisch.
     
  6. crigo

    crigo Newbie

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    Hallo!

    Auf jeden Fall "en bloc" drehen und zusätzlich jemanden abstellen, der ausschließlich den Kopf mit beiden Händen fixiert und entsprechend mitdreht.
    Ich würde, wenn möglich, nur zu dritt drehen.
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich versteh das Problem immer noch nicht. Aber vielleicht fehlt mir einfach die Fantasie. Wenn ich mir die Anatomie des Frakturbereiches anschaue, dann muss mir doch eigentlich klar werden, was ich verhindern muss: Extension/Flexion, Seitwärtsneigung, Rotation. Der Stifneck gibt das ja schon vor. Achsengerecht bedeutet ja immer- über die gesamte Achse... alle Wirbelkörper.

    Vielleicht hilft ja ff. Link zu verstehen, warum "en block": http://epub.uni-regensburg.de/26469...ällen_bei_181_Patienten_(ohne_Lebenslauf).pdf

    Elisabeth
     
  8. anästhesieschwester

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    Ist das eure erste Patientin mit Densfraktur???
    Solche Fälle kommen doch eigentlich in spezialisierte Zentren für Neurochirurgie. Und da sollte man Ahnung haben, wie vorzugehen ist - auch die Ärzte!

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Da hält man sich wahrschenilich eher zurück. *grmpf*

    Elisasbeth
     
  10. anästhesieschwester

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    Das wäre jetzt für mich aber kein Grund, nicht en bloc zu lagern - oder beziehst Du dich auf die Verlegung in eine Neurochirurgie?
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bezog sich logischwerweise auf die Verlegung. Bei dem Zustand wird man eher zurückhaltend sein und vor Ort erst mal eine optimale Versorgung anbieten.

    Elisabeth
     
  12. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Den Rest des Körpers muss man natürlich nicht en-bloc-drehen, sondern hauptsächlich den HWS-Bereich. Einer dreht den Körper, der andere dreht nur den Kopf. Ich denke das geht zu zweit. Sobald der Patient gedreht ist, muss der Kopf noch gehalten werden und erst die Körperposition fixiert werden mit Kissen und dann der Kopf. Dann ist der Helfer entlassen.

    EDIT: Wenn es nur eine Fraktur ist und die ganzen Bänder noch in Ordnung sind, dann kann der Helfer am Kopf noch ein _ganz kleines bißchen_ Zug aufbringen. Das stabilierst etwas.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wo setzen die Bänder an? Und wie verläuft die Muskulatur? Gibt es Reflexbahnen?

    Elisabeth
     
  14. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Du hast durch Bänder und Muskulatur eh einen Druck der die ganzen Wirbel zusammenpresst und so den Bruch stabilisiert. Wenn du jetzt den Patienten im Bereich der Hüfte spiralig bewegst, weil es einfach kinästhetisch sinnvoll ist ihn beginnenden mit dem aufgestellten Bein zu drehen, dann bekommst du vllt. in manchen Muskeln mehr Zug. Aber solange der Helfer am Kopf überwacht, dass der HWS-Bereich achsengerecht bleibt, und bei minimalen Bewegungen da schon Anpassungen vornimmt, dann bewegt sich der Bruch nicht.

    Man muss sich bei solchen Lagerungsproblemen doch immer nur die anatomischen Verhältnisse vor Augen führen. Wenn ich jemand habe mit Bruch im LWS-Bereich, dann muss ich den untenrum achsengerecht lagern und dabei natürlich im BWS-Bereich beginnen, aber er darf durchaus den Kopf verdrehen.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  16. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Lies doch mal richtig. Das hab ich doch geschrieben, dass das ja durchaus passieren kann, aber nur weil es die Muskeln anspannt, muss das keine Verdrehung bedeuten, wenn der Helfer am Kopf den Kopf mitbewegt bei eventuellen Bewegungen. Naja, dann dreht halt zu dritt und lagert den bis in die Fußsohlen hinein achsengerecht :p.
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Warum soll ich es dem Kollegen am Kopf unnötig schwer machen? Ich find es nun auch net unbedingt schwierig nicht spiralig zu drehen. Hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich die längste Zeit meiner Berifstätigkiet keine Kinästhetik kannte. Bin ja schon ein sehr altes Mädchen.

    Elisabeth
     
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