Krankenhäuser/Intensivstationen ungewöhnlich hoch ausgelastet?

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Schade, dass Du jetzt in die Polemik wechselst und dramaturgische Geschichten anstatt Argumenten zum besten gibst. "Ich persönlich kenn keine Corona-Erkrankten, also kannst nicht so schlimm sein" - ich bitte Dich.

Die Grafiken von Helios in Deinem eigenen Link zeigen mir einen beständigen Anstieg von Erkrankten sowie COVID-Patienten in den Helios-Krankenhäusern. Außerdem lese ich heraus, dass mehr als 10% aller Erkrankungen seit Beginn des Jahres (!) in den letzten sieben Tagen gemeldet wurden. Erkennst Du nicht, dass die Krankheit ganz rasant an Fahrt aufnimmt?

Du schreibst "das Leben findet zurzeit nicht statt". Das trifft definitiv auf die über 400 Personen zu, die derzeit täglich an den Folgen von Corona versterben. (Heute waren es übrigens bereits 590). Es wird auch auf diejenigen zutreffen, die wir demnächst nicht mehr behandeln können, da uns die Kapazitäten fehlen.

Dein Leben findet sehr wohl statt, nur nicht ganz so, wie Du es Dir vorstellst. Das geht uns allen so.

Gestern wurde das Thema Corona - neben anderen - in der ZDF-Sendung "Die Anstalt" aufgegriffen. Da hat sich Max Uthoff eine schöne Frage von seinem Kollegen stellen lassen:

Wie viele Tote wäre Dir Dein gewohntes Leben wert?
 
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Hallo Martin H.,

ich hatte durchaus verstanden, dass Corona und Influenza verschiedene Viren sind. Das wusste ich eigentlich auch vorher, habe aber in meiner Wortwahl leider nicht aufgepasst. Danke für die Korrektur! Was ist NICHT verstanden habe, ist die BEDEUTUNG dieser Tatsache. Warum zieht der eine Virus drastische Maßnahmen nach sich, der andere aber nicht. Kannst du mir das erklären? Mir fehlen die medizinischen Kenntnisse.

Sind Coronaviren denn irgendwie grundsätzlich "schlimmer"? Wie ich hörte, seien Corona-Viren für grob 15 % der erkältungsartigen Erkrankungen verantwortlich. Was ich mich die ganze Zeit frage und tatsächlich nicht verstanden habe: Was ist an DIESEM "neuen" Coronavirus "neuer" als an den andere Coronaviren? Was genau ist das "Neue" daran? Sind denn nicht auch schon vorher hin und wieder "neue" Coronaviren entstanden (ohne dass dann Maßnahmen ergriffen wurden)?

Oder geht es hier einfach darum, dass dieses Coronavirus erst kürzlich vom Tier auf den Menschen übergesprungen ist (somit "neu" ist und keine Grundimmunologie herrscht) wie matras unter 3.) schreibt, aber mit verschiedenen Stämmen hat das gar nichts zu tun?

Liebe Grüße!
 
Von verschiedenen Stämmen spricht man innerhalb einer Virenfamilie = Coronaviridae (Sars-CoV, MERS-CoV,Sars-CoV-19...) Die Grippeviren sind eine andere ART (Orthomyxoviren)! Daher lässt sich durch die Erkrankung durch die Eine Viren-Art keine Immunität gegen die andere Art erwerben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo matras,

zu 1) Ich würde mich ja freuen, wenn mal differierende Aussagen veröffentlicht würden. Kommt mir persönlich aber alles vor wie Einheitsbrei... Wodarg und Bhakdi SIND Epidemiologen, werden aber nicht gehört. Herr Wiehlker schon, der ist Tierarzt und Mikrobiologe. Und die Infos werden zwar gebetsmühlenartig wiederholt, sind dabei aber so oberflächlich, dass sie teilweise mehr Fragen aufwerfen als klären.

zu 2) Richtig, die Zahlen für November und Dezember werden hoffentlich bald aufzeigen, ob wir es "nur" mit einer neuen Krankheit, oder auch mit neuer/höherer Sterblichkeit zu tun haben.

zu 3) Das Problem ist aber nicht die Zoonose selbst (derer haben wir ja bereits viele: Salmonellen etc.), sondern dass der Erreger erst kürzlich übergesprungen ist, richtig?

zu 4) Tja, Fakt ist: Das Mädchen muss vom 11.-17.12. in Quarantäne. Das sind nun mal 7 Tage - keine 14. Die Gesundheitsämter handhaben die Dinge offenbar alle etwas unterschiedlich. Das hab ich schon öfter so wahrgenommen.
Von Isolation hab ich noch nie gehört. Meine Cousine hat in der Quarantäne Corona-Symptome entwickelt. Da ist dann aber auch nix anderes passiert, als dass sie halt in Quarantäne geblieben ist, denn in Quarantäne ist sie ja bereits "isoliert". Was genau soll Isolation denn sein?

zu 5) Die Eltern des Mädchens fragen sich, wie sie diese Ängste aus ihrer Tochter wieder herauskriegen. Um sie nicht unnötig zu ängstingen erklären sie ihr, dass Kinder die Krankheit nicht kriegen. Es hilft nur wenig. Gesät werden die Ängste vom Umfeld. Wenn die Kinder halt doch mal was aus den Medien aufschnappen, oder hören, wie Erwachsene sich unterhalten und wenn sie sehen welche Regeln im Kindergarten aufgestellt werden. Die Kinder sind ja nicht aus der Welt gefallen, aber sie sortieren die Dinge, die sie aufschnappen, leider nicht unbedingt richtig ein. Alle Nase lang hört man doch, dass Schnupfen ein Anfangssymptom von Corona sein kann. Da kommt man als Eltern ja nur noch schwer dagegen an.

zu 8) ich komme selbstverständlich niemandem zu nahe, der das nicht wünscht. Auch schon vor Corona sollte man (auch im übertragenen Sinne) die Grenzen seines Gegenübers respektieren. Mir gehts um die von staatlicher Seite mit Strafen belegten Vorschriften.

zu 9) Eisen/Zink/Vitamin D sind keine Placebos, sondern Mineralien und eine Hormonvorstufe, die tatsächlich wohl nicht helfen, wenn man Corona bereits hat, die aber helfen, weniger wahrscheinlich zu erkranken und sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit einen unkritischen Verlauf zu bekommen, da sie das Immunsystem stärken. Das behaupte ich hier jetzt einfach mal als Nichtmediziner. Kannst es ja widerlegen.

Liebe Grüße und danke für deine Reaktion!
 
1.) die Bundesregierung entscheidet wer sie berät...
3.) richtig
4.) Das ist sogar innerhalb desselben Gesundheitsamtes möglich...
5.) Kinderpsychologen zuziehen?
8.) es gibt aber leider dumme/gewissenlose Mitmenschen denen man nur mit Strafandrohung bei kommt!
9.) Evidenz?
 
Eisen/Zink/Vitamin D sind keine Placebos, sondern Mineralien und eine Hormonvorstufe, die tatsächlich wohl nicht helfen, wenn man Corona bereits hat, die aber helfen, weniger wahrscheinlich zu erkranken und sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit einen unkritischen Verlauf zu bekommen, da sie das Immunsystem stärken. Das behaupte ich hier jetzt einfach mal als Nichtmediziner.
Solche Behauptungen müssen belegt werden. Das sollte Dir als Akademikerin eigentlich bewusst sein. Tatsächlich sind Nahrungsergänzungsmittel unter Medizinern zu Recht umstritten und können bei unreflektiertem Gebrauch sogar Schaden verursachen. Für eine unkritischen Verlauf einer COVID-19-Erkrankung durch das Einwerfen von Nahrungsergänzungspräparaten gibt es bisher keinerlei Hinweise.

Übrigens: Bhakdi ist u.a. Epidemiologe. Wodarg nicht, Schiffmann ebenso wenig.
 
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Hallo Martin H.,

ich hatte durchaus verstanden, dass Corona und Influenza verschiedene Viren sind. Das wusste ich eigentlich auch vorher, habe aber in meiner Wortwahl leider nicht aufgepasst. Danke für die Korrektur! Was ist NICHT verstanden habe, ist die BEDEUTUNG dieser Tatsache. Warum zieht der eine Virus drastische Maßnahmen nach sich, der andere aber nicht. Kannst du mir das erklären? Mir fehlen die medizinischen Kenntnisse.
Ganz einfach, weil Influenza eben nicht so schlimme Folgen nach sich zieht. Es wird z.B. immer wieder belächelt und behauptet "bei Grippe hab ich auch Geruchs- und Geschmacksverlust!" Ja - aber nicht dauerhaft!
Und da Corona (genauer: COVID 19) eben schlimmer ist, werden drastischere Maßnahmen ergriffen. Ganz einfach.
Sind Coronaviren denn irgendwie grundsätzlich "schlimmer"? Wie ich hörte, seien Corona-Viren für grob 15 % der erkältungsartigen Erkrankungen verantwortlich. Was ich mich die ganze Zeit frage und tatsächlich nicht verstanden habe: Was ist an DIESEM "neuen" Coronavirus "neuer" als an den andere Coronaviren? Was genau ist das "Neue" daran? Sind denn nicht auch schon vorher hin und wieder "neue" Coronaviren entstanden (ohne dass dann Maßnahmen ergriffen wurden)?
Nein, Coronaviren sind nicht grundsätzlich schlimmer; das ist ja ein ganzes Spektrum von Viren, wie Du selbst schon schreibst rechnet man dazu auch einige Viren, die lediglich grippale Infekte (=Erkältungen) verursachen. Es gibt auch Coronaviren, die nur Tiere befallen, z. B. FIP bei Katzen: Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) - MSD Tiergesundheit Deutschland
Exakter müßte daher von COVID-19 gesprochen werden.
Es gab aber früher bereits Wellen von Infektionen mit anderen Coronaviren, z. B. SARS und MERS. MERS z. B. ist keineswegs harmlos und führt in vielen Fällen zum Tode: MERS-Virus - Letalitätsrate weltweit bis 2019 | Statista
Oder geht es hier einfach darum, dass dieses Coronavirus erst kürzlich vom Tier auf den Menschen übergesprungen ist (somit "neu" ist und keine Grundimmunologie herrscht) wie matras unter 3.) schreibt, aber mit verschiedenen Stämmen hat das gar nichts zu tun?
Eine gewisse Grundimmunität gegenüber COVID-19 aufgrund von Kontakt mit anderen Coronaviren wird von manchen vermutet, aber nichts Genaues weiß man bisher:

"Zwölf von 26 Proben, die vor Juli 2019 entnommen worden waren, wiesen eine Reaktivität gegenüber SARS-CoV-2 auf, ebenso wie sieben von elf Personen, die gegen das Virus seronegativ waren. Als Ursprung eines solchen Immungedächtnisses werden sogenannte Erkältungs-Coronaviren vermutet, weil diese eng mit dem COVID-19-Erreger verwandt sind."
 
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zu 2) Richtig, die Zahlen für November und Dezember werden hoffentlich bald aufzeigen, ob wir es "nur" mit einer neuen Krankheit, oder auch mit neuer/höherer Sterblichkeit zu tun haben.
Da brauche ich keine Zahlen vom Bundesamt für Statistik für. Ich schaue einfach in unsere Prosektur und rechne nach, wie viele Patienten ich schon mit den Füßen voraus dahin gefahren habe. In den vergangenen 4 Wochen etwas mehr als in der gesamten Zeit seit ich examiniert bin. Aber wahrscheinlich ist das alles auch nur Panikmache und meine verzerrte Wahrnehmung.
 
zu 1) Ich würde mich ja freuen, wenn mal differierende Aussagen veröffentlicht würden. Kommt mir persönlich aber alles vor wie Einheitsbrei... Wodarg und Bhakdi SIND Epidemiologen, werden aber nicht gehört.
Zum Glück:

"Daneben befassten sich weitere Faktenchecks kritisch mit Bhakdis Aussagen, etwa bei dpa,[43] SWR3[44] oder correctiv.org.[45] Auf Grundlage der Faktenprüfungen von Correctiv, ZDF, die Welt, der Spiegel und des Bayerischen Rundfunks resümierte die Süddeutsche Zeitung: „Was Wodarg und Bhakdi sagen, ist nicht völlig falsch, jedoch vermischen sie Fakten mit Spekulation und Desinformation.“[46]"



"Wiederholt haben Journalist:innen seine Aussagen zum Corona-Virus widerlegt (ZDF, correctiv.org, Süddeutsche Zeitung, maiLab). Auch sein ehemaliger Arbeitgeber, die Universität Mainz, distanzierte sich mittlerweile von Bhakdis Aussagen. Dennoch hat hr-info Bhakdi als Gesprächspartner eingeladen. (...)
Andererseits markieren diese Grenzen aber auch den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge. Und den haben Journalist:innen ebenso klar zu benennen und sich von Falschinformationen zu distanzieren. Genau das hat hr-info im Interview mit Sucharit Bhakdi versäumt. Es wurde weder eingeordnet, dass sich Bhakdi seit Beginn der Pandemie meilenweit von jeglicher Evidenz entfernt hat, noch wurden die Thesen, die er im Interview selbst verbreitet, kritisch beleuchtet."



Solchen Schwaflern und Quacksalbern darf keine Bühne geboten werden!
 
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Was ist NICHT verstanden habe, ist die BEDEUTUNG dieser Tatsache. Warum zieht der eine Virus drastische Maßnahmen nach sich, der andere aber nicht. Kannst du mir das erklären? Mir fehlen die medizinischen Kenntnisse.
Ganz einfach, weil Influenza eben nicht so schlimme Folgen nach sich zieht.

Ich habe Dir weiter vorn bereits eine Gegenüberstellung von Influenza und COVID-19 verlinkt, in der über 14 Seiten der Unterschied dargestellt wird. Unter "oberflächlichen Informationen" verstehe ich etwas anderes. Warum stellst Du Fragen, wenn Du die Antworten darauf nicht beachtest?
 
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Hallo Claudia,

findest du das denn so überhaupt nicht irritierend, wenn man bei einer größeren Grippeepidemie mehrere betroffene Familien persönlich kennt, die selbst auch wieder mehrere persönlich kennen, aber bei Corona kennt man selbst dann nur jemanden im Ausland und sonst auch niemanden der einen Fall kennt. Bei mir wirft das schon zumindest Fragen auf.

Bezüglich Helios-Graphiken: Ich habe nirgendwo geleugnet, dass die Fälle ansteigen!
Heute schreibt Helios folgende eigene Einschätzung: "In einigen Kliniken haben wir nur wenige Covid-Patienten, während wir in einzelnen anderen Kliniken einen deutlichen Anstieg an stationären Covid-Patienten verzeichnen müssen."
Das klingt für mich jetzt nicht nach Überforderung und Verzweiflung. ABER: Ich sehe ein, bei dem derzeitigen Anstieg kann es schnell dazu kommen! Ich weiß aber z. B. auch auch nicht, ob andere Infektionskrankheiten, Grippe o. a., vielleicht auch so schnell ansteigen. Muss ich passen, hab ich keine Ahnung, deshalb bin ich hier. Und es sagt auch absolut nichts über einzelne Kliniken. Und ich will um Himmels Willen auch nicht sagen, dass ihr zu wenig zu tun habt!
Es geht doch nur um die Verhältnismäßigkeit zwischen medizinischer Lage und staatlichen Maßnahmen, die ich zu durchdringen versuche, weil die Informationen sich für mich oft zu widersprechen scheinen.

Wenn ich sage: "Das Leben findet zur Zeit nicht statt", dann meine ich damit nicht! MEIN Leben, sondern allgemein das gesellschaftliche Leben. Ich bin schon vorher kaum ins Kino, ins Restaurant oder ins Fitniss-Studio etc. gegangen und kann ungehindert meinen Job weitermachen - hatte sogar drei Wochen zusätzlich bezahlt frei im März/April. Für mich persönlich wirkt sich das nur gering aus, und es geht mir auch nicht um mich, sondern um Gesellschaft und Politik. Und ich meine mit "Leben" auch nicht das Leben als das Gegenteil vom Tod. Ich denke, das hast du auch nicht ernsthaft so herausgelesen. Wirst du diesmal polemisch :-)?

Auf die Frage "Wie viele Tote wäre dir dein gewohntes Leben wert?" mal eine provokative Antwort:
2.600 pro Tag. Die durchschnittliche Todesfallzahl.
Wir haben bis jetzt noch keine Info zur Übersterblichkeit in den Monaten November und Dezember. Ich bin gespannt, ob wir die 590 komplett zusätzlich obendrauf rechnen müssen und dann auf 3.190 kommen (aber hoffentlich nicht, denn ich möchte ja nicht, dass mehr Menschen sterben als sonst!). Bei der Grippewelle hat die Gesellschaft eine gewisse Übersterblichkeit ohne mit der Wimper zu zucken akzeptiert. Das war der Gesellschaft wohl ihr gewohntes Leben wert... (ja, ok, jetzt bin ich wieder polemisch). Warum ist / war das so?

Im Übrigen finde ich, dass das eine unzulässige Frage ist, weil darauf ja niemand eine ernsthafte Antwort geben kann. Genauso KÖNNTE ich zurückfragen: Wie viele zerstörte familiäre Existenzen, wie viele Selbstmorde, wie stark ausgestorbene Innenstädte, wie viele Depressionserkrankungen, wie viele verstörte Kinder mit Waschzwang, wie viele Fälle häuslicher Gewalt, wie viel Bettler auf den Straßen wegen (eventueller!) Wirtschaftskrise... wäre es dir denn wert? Aber ich frage es dich NICHT, denn damit möchte ich dich nicht belasten. Diese Menschen sind auch Opfer, es dürfen nicht nur und ausschließlich Tode zählen. Alle Dinge haben ZWEI Seiten.

Ich will hier nicht spalten. Wir wollen hier sicher ALLE nur das Beste für die Kranken und die Gesunden, aber haben halt unterschiedliche Perspektiven auf die Geschehnisse. Das sollte bereichern statt spalten, und wir sollten gemeinsam danach suchen, was ein Weg sein könnte.

Liebe Grüße!
 
findest du das denn so überhaupt nicht irritierend, wenn man bei einer größeren Grippeepidemie mehrere betroffene Familien persönlich kennt, die selbst auch wieder mehrere persönlich kennen, aber bei Corona kennt man selbst dann nur jemanden im Ausland und sonst auch niemanden der einen Fall kennt. Bei mir wirft das schon zumindest Fragen auf.
Bitte
a) schließe nicht permanent von dir auf andere
b) schaue mal über den Tellerrand. Wären die vorangegangenen Influenzawellen wirklich genauso dramatisch oder harmlos abgelaufen, wenn man schon dann ähnliche Beschränkungen wie jetzt verordnet hätte?

Gib dem guten Covid mal noch ein paar Jahrzehnte Zeit, dann sag mir nochmal, wieviele Betroffene von Influenza und Covid du kennst. Stell einfach mal kausale Schlüsse her und buddle deine elementaren Kenntnisse in Statistik aus, anstatt hier auf Stammtischniveau Stimmung wie ein Querdenker zu machen.
 
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Wie viele zerstörte familiäre Existenzen, wie viele Selbstmorde, wie stark ausgestorbene Innenstädte, wie viele Depressionserkrankungen, wie viele verstörte Kinder mit Waschzwang, wie viele Fälle häuslicher Gewalt, wie viel Bettler auf den Straßen wegen (eventueller!) Wirtschaftskrise...
Wie war das noch mit Will Smith allein auf dem Timessquare (inclusive Hund auf dem Laufband natürlich)?
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Hallo Martin H.!

Nils Metzger hat den Faktencheck bei ZDF gemacht:
"Der 1990 geborene Metzger studiert Islamwissenschaft und Politik an der Freien Universität Berlin. Er lernte sein journalistisches Handwerk beim Nahost-Fachmagazin „Zenith“, ist dort seit drei Jahren Redakteur. Darüber hinaus schrieb er für Medien wie CNN, „Neue Zürcher Zeitung“, „WirtschaftsWoche“, „Zeit Online“, „Taz“ und „Leica Fotografie International“ über die arabische Welt. Er berichtete aus den Bürgerkriegen in Syrien und Libyen, interviewte maronitische Clanchefs im Libanon, lauschte Abu Mazens Reden in Ramallah und erlebte die ägyptische Heavy Metal Szene von Kairo."

Hmm, das ZDF als Qualitätsmedium lässt ausgerechnet einen jungen 30-jährigen Islamwissenschafter im ZDF-Faktenchek über Virologie/Epidemiologie aufklären? (Corona-Faktencheck: Warum Sucharit Bhakdis Zahlen falsch sind).
und der hat die Chuzpe, die Aussagen eines erfahrenen Epidemiologen zu bewerten:
"Bhakdi ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Er wurde 1982 zum C2-Professor und 1987 zum C3-Professor für Medizinische Mikrobiologie ernannt, bevor er 1990 an die Universität Mainz berufen wurde. Ab 1991 lehrte er dort als Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Bhakdi war Mitglied der Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Proteine als Werkzeuge in der Biologie“ an der Universität Gießen (1987–1990), stellvertretender Sprecher des Sonderforschungsbereiches „Immunpathogenese“ (1990–1999) und Sprecher des Sonderforschungsbereiches 490 „Infektion und Persistenz bei Infektionen“ in Mainz (2000–2011)."
Quelle: Sucharit Bhakdi – Wikipedia

Ich würde mich das nicht trauen. Bin ich hier vielleicht auf eine Personenverwechslung aufgrund gleichlautender Namen hereingefallen?
Oder braucht auch der Faktencheck einen Fakten-/Qualitätscheck?

Liebe Grüße!
 
findest du das denn so überhaupt nicht irritierend, wenn man bei einer größeren Grippeepidemie mehrere betroffene Familien persönlich kennt, die selbst auch wieder mehrere persönlich kennen, aber bei Corona kennt man selbst dann nur jemanden im Ausland und sonst auch niemanden der einen Fall kennt. Bei mir wirft das schon zumindest Fragen auf.
Nein, das finde ich persönlich nicht irritierend, sondern völlig normal. Ich kenne persönlich auch niemanden, der schizophren ist oder unter ADHS leidet oder an HIV verstorben ist. Deswegen zweifle ich die Existenz dieser Erkrankungen ebenso wenig an wie die Daten dazu.

Es zählen nicht ausschließlich Tote. Es ging bei den Maßnahmen nie darum, alle Erkrankten und Verstorbenen daran zu verhindern - das wäre von vornherein aussichtslos gewesen. Es geht darum, die Erkrankung soweit im Zaum zu halten, dass das Gesundheitssystem nicht über das Mögliche hinaus überlastet wird, so dass wir gezwungen sind, Patienten von vornherein von jeder Behandlung - mit Ausnahme der Sterbebegleitung - auszuschließen, weil sie alt sind oder weitere Erkrankungen haben und ihre Rettung schwierig werden könnte, während ein anderer Patienten eine bessere Chance hat. Diese Szenarien hast Du im Frühjahr in Italien, Frankreich, Großbritannien gesehen. Und es existiert seit dieser Zeit eine ethische Empfehlung dazu, welche Patientengruppen auch in Deutschland von vornherein von jeglicher Therapie ausgeschlossen werden sollen.

Wir müssten Menschen versterben lassen, nicht, weil sie unheilbar krank sind, sondern weil wir nicht genug Personal und Geräte hätten, um sie versorgen zu können. Und wir stehen ganz knapp vor dieser Situation.
 
Hallo Claudia!

Oh, deine 14-seitige Gegenüberstellung ist mir tatsächlich durchgegangen. Das tut mir leid. Aber ich weiß auch nicht, ob und wann ich den Nerv habe mir das alles reinzuziehen. Ich komm ja so schon kaum hinterher ...
Wenn ich von oberflächlicher Information sprach, dann waren Fernsehen und Radio damit gemeint.
 
Hallo Jillian!

a) Um eben nicht einfach von mir auf andere zu schließen, habe ich ja extra geFRAGT.
b) die vorangegangenen Epidemien wären dann wohl NICHT so kritisch verlaufen. Und dennoch bin ich froh, dass wir 2017/18 dennoch nicht das erlebt haben, was wir jetzt erleben.

Covid ein paar Jahrzehnte Zeit lassen? Was hat das mit den politischen/medizinischen Entscheidungen für HEUTE zu tun, um die es mir hier geht?

Schaaade :-(. Ich hab mir nicht rausgenommen hier jemanden mit einem "Systemling" zu vergleichen, nur weil er eine andere Perspektive hat, so wie du es mit mir bezüglich "Querdenker" tust. Ich hatte gerade noch dafür geworben, miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten.
 
Hallo Claudia!

BITTE, BITTE zur Kenntnis nehmen:
Ich habe die Existenz der Erkrankung COVID nie und nirgends angezweifelt!!! Warum kriegt man sowas ständig unterstellt, auch wenn man es nie tut. Noch mal ganz deutlich: ICH GLAUBE AN COVID!

Bezüglich Schizophrenie, ADHS und HIV verwundert es auch mich nicht, dass ich niemand kenne. Bezüglich dieser Krankheiten wurde ja auch keine "epidemische Lage nationaler Tragweite ausgerufen". Wäre das geschehen, dann hätte ich mich durchaus gewundert, wenn ich niemanden kenne, der einen kennt.

Ich weiß natürlich, dass es nur darum geht, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Dass es "nicht nur um Tote gehen darf", war darauf bezogen, dass es weniger Gewicht zu haben scheint, dass viele Existenzen etc. ... zerstört werden (s. Text oben)

Aber jetzt ist Schluss für heute. Ich geh jetzt in die Wanne. Und dann: Allen eine gute Nacht!
 
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